Wie vermeide ich Altersarmut? Experten-Chat zur privaten Vorsorge
Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

!#title!#

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Wie vermeide ich Altersarmut? Experten-Chat zur privaten Vorsorge

Fast eine Million älterer Menschen in Deutschland hat zu wenig Geld zum Leben. Und die Zahl steigt weiter - trotz der Bemühungen durch die Bundesregierung. Doch wer heute jung ist, denkt meist nicht ans Alter - sollte es aber! Erwerbstätige müssen mehr privat vorsorgen. Welche Möglichkeiten der Einzelne dafür hat, klärten wir mit Dr. Mark Ortmann. Der Live-Chat ist nun beendet.

  • Die nächste Frage erreichte uns erneut anonym:
    Welche Sparform lohnt sich heute für einen 50-Jährigen, um die Altersvorsorge zu ergänzen, wenn man monatlich 100€ zur Verfügung hat? (Lücken durch Kindererziehung und Teilzeit.)
  • Sie haben offensichtlich noch circa 17 Jahre Zeit bis zur Rente. Sie sollten auf jeden Fall die staatlich geförderten Altersvorsorgewege nutzen, also Riester oder auch betriebliche Altersvorsorge. Sonst kommt es stark darauf an, was Sie bereits gespart haben.

    Konkret kommt es darauf an, wie risikofreudig Sie sind. Ich persönlich würde auf jeden Fall noch in Aktienfonds einzahlen. Und dann rechtzeitig vor der Rente (ca. 5 Jahre vorher) in festverzinsliche Anlagen wechseln.
  • Trotz allem: Lebensversicherung bei Deutschen hoch im Kurs

  • Paddy fragt:
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine LV nur eine Verzinsung von 1,75 oder 1,25 % erwirtschaftet. Dann muss dem Versicherer verdammt schlecht gehen. Wie sehen Sie die Aussichten?

  • Bei den von Ihnen genannten Zinssätzen handelt es sich lediglich um die Garantieverzinsung. Hinzu kommen bei allen Versicherern Überschüsse, die ebenfalls den Versicherten zugute kommen.

    Insgesamt kommt man so aktuell auf eine durchschnittliche Verzinsung von etwa vier Prozent. Dieser Satz dürfte künftig jedoch sinken. Jedenfalls solange die Zinsen am Kapitalmarkt so niedrig wie derzeit sind.
  • 2Cat möchte wissen:
    Guten Tag, ist es in einem Alter von 43 Jahren noch sinnvoll, zur Altersversorgung Eigentum zu erwerben?
  • Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoll. Man ist mit 43 Jahren noch nicht zu alt, um sich eine Immobilie anzuschaffen. Allerdings sollte es ein Objekt sein, dass bis zum Renteneintritt schon weitgehend abbezahlt ist.
  • Nadine hat uns folgende Frage geschickt:
    Hallo, ich bin 30 Jahre alt und habe vor ca. 6 Jahren eine Riesterrente mit monatlich 40€ abgeschlossen. Vor 3 Jahren bin ich schwanger geworden und habe mich vor zwei Jahren dazu entschlossen, nur noch auf 450€ Basis zu arbeiten. Zusätzlich habe ich aber eine Rentenversicherung abgeschlossen mit monatlich 53€. Bin ich für später gut abgesichert?
  • Wenn Sie weiterhin in die Riesterrente einzahlen und zusätzlich eine private Rentenversicherung besparen, ist das sehr gut.

    Allerdings wird das wahrscheinlich im Alter keinen hohen Lebensstandard ermöglichen. Ein höher bezahlter Job würde dazu später sicher noch gute Dienste leisten.
  • Klaus-hl fragt:
    Hallo Herr Dr. Ortmann, ich habe seit 1995 eine LV mit 4% Garantie. Nun meine Frage: Die Überschüsse aus den Jahren, sind die fest oder können die aufgebraucht werden?
  • Gut, dass Sie noch vier Prozent Garantieverzinsung haben. Die laufenden Überschüsse werden jedes Jahr neu deklariert und den Versicherten gut geschrieben. Diese bleiben tatsächlich bestehen.

    Variable Bestandteile (Schlussüberschüsse und Bewertungsreserven) werden erst am Ende des Vertrages zugeteilt - deren Höhe steht während der Laufzeit nicht zur Verfügung.
  • Udo möchte wissen:
    Ich zahle keine ESt, bin selbstständig. Riester geht nicht, Rürup geht nicht. Mit welcher staatlichen Unterstützung kann ich im Alter rechnen?
  • Als Selbstständiger geht Riester nur, wenn Ihr Ehepartner förderfähig ist. Betriebliche Altersvorsorge geht nicht. Aber Rürup geht. Für jeden.
    Das macht aber keinen Sinn, wenn Sie keine Steuern zahlen. Wenn Sie auch nicht in die gesetzliche Rente einzahlen und nichts privat ansparen und auch sonst nichts gespart haben, bekommen Sie staatliche Unterstützung in Form von Hartz IV.
  • Eine Frage von Kurt Avieny:
    Mit 100 Euro im Monat kann man keine Altersvorsorge betreiben. 1200 im Jahr angenommen über 40 Jahre ist 48.000 plus Zinsen. Das sind dann, wenn es gut geht, 100.000€. Steuern weg (30.000 weniger) ist eventuell 70.000€ ohne Inflation. Aber wer kann netto 100 Euro aufbringen, mit fondsgebunden Sachen spekulieren? Das ist doch wie Roulette spielen, denn am Tage der Auszahlung steht alles gerade im Tief. Oder wie sehen Sie das?
  • Ich finde, dass 100 Euro im Monat schon ein sehr guter Anfang sind. Es gibt viele Menschen, die keine 100 Euro monatlich für das Alter zurücklegen können. Ihre Rechnung würde ich auch noch etwas anpassen.

    Warum sollen 30.000 Euro Steuern anfallen? Wenn Sie sich das Guthaben als lebenslange Rente auszahlen lassen – darum geht es ja, die Altersrente aufzubessern – zahlen Sie keine 30.000 Euro Steuern.

    Je nachdem, in welcher Form Sie vorgesorgt haben, zahlen Sie mehr oder weniger Steuern auf die Rente. Wenn Sie im Alter ein geringes Einkommen haben, zahlen Sie unter Umständen auch keine Steuern. Außerdem können Sie vielleicht mehr als 100 Euro einzahlen, wenn Sie einen Steuervorteil in der Ansparphase nutzen und diesen zusätzlich investieren.

    In der betrieblichen Altersvorsorge können Sie unter Umständen 200 Euro investieren, obwohl Sie nur 100 Euro weniger als Gehalt ausgezahlt bekommen. Auch bei Riester kann die Förderquote erheblich sein. Schließlich ist eine ausgewogene Anlage in Aktienfonds auch keine Spekulation, sondern eine sehr sinnvolle Anlage angesichts der niedrigen Zinsen.

    Vor dem Risiko, dass die Aktienmärkte kurz vor Rentenbeginn einbrechen, können Sie sich schützen, indem Sie mindestens 5 Jahre vorher Stück bei Stück umschichten in festverzinsliche Anlagen. Es gibt zahlreiche Rentenversicherungen und Fondssparpläne, die genau das automatisch machen. So sind Sie vor Kurseinbrüchen vor Rentenbeginn weitgehend geschützt.
  • Mario fragt:
    Tatsache ist doch, dass die, die unter 1500 Euro verdienen, überhaupt keine Möglichkeit haben privat vorzusorgen. Was kann ich also machen, wenn ich gar kein Geld übrig habe?
  • Wenn Sie ein niedriges Einkommen haben, ist es sehr schwer, davon noch etwas für das Alter zurückzulegen. Dennoch sollte man ganz bewusst entscheiden: Kaufe ich heute einen neuen Fernseher oder ein schickes Smartphone oder nutze ich das alte weiter und spare etwas für das Alter. Auch kleine Sparbeiträge können über 40 Jahre zu einem Guthaben führen, mit dem man die gesetzliche Rente ein gutes Stück aufbessern kann.

    Es gibt sicher Fälle, in denen man sich auch keinen neuen Fernseher oder Smartphone leisten kann. Dann sollte man aber doch zumindest einen Riestervertrag abschließen.

    Bei geringem Einkommen beträgt der Mindestsparbeitrag 5 Euro im Monat. Dafür zahlt der Staat dann erhebliche Zulagen in Ihren Vertrag ein: 154 Euro pro Jahr für Sie und falls Sie Kinder haben nochmal bis zu 300 Euro je Kind pro Jahr. Diese Geschenke sollte jeder mitnehmen.
  • Zhairah hat eine etwas kompliziertere Frage:
    Hallo, ich bin jetzt 49 Jahre, davon habe ich Ausbildung mit 16 Jahren angefangen, ab dem 18. Lebensjahr voll gearbeitet bis zur Geburt des ersten Kindes 1990. Dann nur noch Hausfrau und Mutter für 20 Jahre, die mir jetzt fehlen. Arbeite seit der Trennung vor drei Jahren wieder ganztags. Vorsorge privat ab 2012 mit einer Riesterrente, wo ich nur 30,00€ im Monat zahlen kann sowie eine Lebensversicherung mit 60,00€ - die seit 2012. Mein Gehalt beträgt ca. 1290€. Wie soll ich mit allen Kosten (ich unterstütze noch meine bei mir lebende volljährige Tochter "Schülerin" und meinen Sohn (Student) noch weiter sparen für die Altersvorsorge? Die gesetzliche Rente reicht bei Rentenantritt vorne und hinten nicht. Ich bin alleinstehend!
  • Ich finde es wirklich klasse, dass Sie in Ihrer Situation 90 Euro im Monat für Ihr Alter zurücklegen. Damit sind Sie sicher Vorbild für viele, die sich nicht einmal diesen Betrag jeden Monat von Ihrem knappen Einkommen absparen.

    Ihnen fehlen 20 Jahre, die Sie nicht in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, weil Sie sich um Ihre Kinder gekümmert haben.

    Ich möchte keine persönlichen Fragen stellen, aber falls Sie bis zur Trennung verheiratet waren, müsste bei einer Scheidung ein Versorgungsausgleich vorgenommen worden sein mit der Folge, dass Sie die Hälfte der Versorgungsleistungen Ihre Mannes übertragen bekommen haben. Denn Ihr Mann hat in der Zeit der Kindererziehung gearbeitet und eine gesetzliche Rente aufgebaut.

    Falls Ihr Mann nicht gearbeitet hat, besteht tatsächlich eine große Lücke. Es macht in Ihrem Fall Sinn, sich einmal genau Ihre Versorgungssituation im Alter ausrechnen zu lassen, um dann zu sehen, ob und wie man diese finanziell schwierige Situation lösen kann.
  • Michael fragt:
    Haben Sie ein Patentrezept (Formel), wieviel Prozent ich von meinem Netto-Einkommen (ca. 2000 Euro) für meine Vorsorge zurücklegen soll? Gibt es dabei nur Bank-Produkte oder können Sie auch etwas anderes empfehlen?
  • Mit Faustformeln kommt man nicht so weit, weil es sehr von den individuellen Gegebenheiten abhängt, wie viel man sparen sollte. Beispiel: Welche Rente wollen Sie im Alter haben? Wie viel Zeit bleibt Ihnen zum Sparen?

    Bleibt Ihnen viel Zeit zum Sparen und sind Ihre Ansprüche niedrig, brauchen Sie nur einen kleinen Teil Ihres Nettoeinkommens sparen, sagen wir 10 Prozent. Wenn Sie erst mit 50 Jahren anfangen und noch nichts gemacht haben, reichen 10 Prozent des Nettoeinkommens bei Weitem nicht aus.


    Wenn Sie noch mindestens 20 Jahre bis zum Rentenbeginn Zeit haben, würde ich Produkte wählen, die überwiegend in Aktienfonds anlegen, zum Beispiel Fondssparpläne oder fondsgebundene Rentenversicherungen.

    Je weniger Zeit bleibt, desto konservativer sollten Sie anlegen. Bleiben zum Beispiel nur noch wenige Jahre, bleibt eigentlich nur noch ein Banksparplan.
  • Eine weitere anonyme Frage an unseren Experten:
    Ich spare in einen Riesterrenten-Fonds ein, der in Staatsanleihen investiert. Wenn ich mit 65 in Rente gehe, wird mir davon noch eine Einmalzahlung abgezogen, damit eine garantierte Auszahlung bis zum Alter von 85 Jahren garantiert erfolgen kann. Können Sie eine Aussage zur Höhe der Einmalzahlung machen, und ist es richtig, dass dadurch mein angespartes Vermögen erheblich verringert wird? Danke für die Antwort.
  • Alle Riester-Verträge müssen eine lebenslange Rente sicherstellen. Das können aber nur Rentenversicherungen. Daher wird bei Ihrem Riester-Fondssparplan bei Beginn der Rentenphase ein Betrag abgezogen und in eine aufgeschobene Rentenversicherung eingezahlt.

    Der Betrag ist so hoch, dass ab Ihrem 85. Lebensjahr dieselbe Zahlung, die Sie vorher erhalten haben, lebenslang weitergezahlt werden kann. Wie hoch der Einmalbeitrag ist, hängt von verschiedenen Punkten ab: Dem Beginn Ihrer Rentenphase, der Höhe Ihrer Rente und dem Garantiezins zum Zeitpunkt des Beginns der Rentenphase.

    Warum legen Sie heute nicht stärker in einen Aktienfonds an?
  • Sandra möchte wissen:
    Die Experten raten immer zur Anlage in Aktien. Das traue ich mich aber nicht, weil ich überhaupt keine Ahnung vom Aktienmarkt habe. Können sie mir eine Empfehlung geben?
  • Mit Aktien können Sie sich an Unternehmen beteiligen und gute Dividenden-Erträge erzielen. Einige Unternehmen zahlen Dividenden, die höher sind als Zinsen. Insofern ist das tatsächlich interessant.

    Wenn Sie sich nicht selbst auskennen, sollten Sie einen Aktienfonds besparen. Nehmen Sie entweder einen global anlegenden, aktiv gemanagten Aktienfonds. Oder wählen Sie einen günstigen Indexfonds.
  • Lukas fragt:
    Mein Vater rät mir, in eine Wohnung zu investieren und sie zu vermieten. Lohnt sich das heutzutage überhaupt noch? Jetzt soll ja auch noch die Mietpreisbremse kommen.
  • Auch Immobilien kommen als Anlage in Betracht, zumal die Darlehenszinsen heute sehr niedrig sind. Allerdings sind auch die Kaufpreise in den letzten Jahren sehr gestiegen. Es könnte also durchaus sein, dass sich der Vorteil der niedrigen Darlehenszinsen wieder relativiert, wenn die Wohnungspreise später wieder fallen sollten.

    Es kommt also auf zwei Dinge an: Erstens sollten Sie ein günstiges Objekt finden. Zweitens sollten Sie Spaß daran haben, sich um Ihre Wohnung zu kümmern. Bei einer Rentenversicherung brauchen Sie sich um nichts zu kümmern, bei einer Wohnung gibt es Mieter und eine Eigentümergemeinschaft, die Zeit in Anspruch nehmen.
  • Noch eine anonyme Frage:
    Ich bin 39 Jahre alt und habe bisher nur sporadisch in die Rentenkasse eingezahlt. Meine Ersparnisse liegen zum Teil auf einem Konto, zum Teil in Fonds. Was kann ich tun, um meine Aussichten auf eine gute Altersvorsorge zu verbessern?

  • Auf dem Konto bekommen Sie kaum Zinsen. Sie sollten auf dem Konto nur das Geld für eine Liquiditätsreserve und für Zahlungen, die in den nächsten zwei Jahren anstehen, belassen.

    Ihre Rente können Sie aufbessern, indem Sie zuerst die staatlichen Förderungen ausschöpfen. Je nachdem, in welcher Form Sie Geld verdienen, sollten Sie also eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge oder eine Basis-Rente abschließen. In der Basis-Rente können Sie auch einmalige Beträge anlegen und zugleich zu einem großen Teil von der Steuer absetzen.
  • Björn fragt:
    Ich bin 45 Jahre alt und zahle seit über 20 Jahren in die Rentenversicherung ein. Darüber hinaus habe ich bisher nicht gespart. Nun fürchte ich, dass unsere Renten in 20 Jahren sehr mager ausfallen werden. Welche Strategie lohnt sich noch in meinem Alter oder ist es eh schon zu spät?
  • Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Sie denken schon frühzeitig an Ihre Altersvorsorge, zahlen schon 20 Jahre ein. Da Sie 45 Jahre alt sind, bleibt ungefähr dieselbe Zeit (20 J.) bis zur Rente. Viele Menschen kümmern sich nicht so früh in die Altersvorsorge und müssen dann, wenn sie erst im Alter von 45 anfangen, deutlich höhere Beträge sparen.

    Sie haben recht damit, dass die Renten deutlich niedriger ausfallen werden, als die damals bei Vertragsabschluss ausgehändigten Beispielsrechnungen zeigen. Das liegt an den sehr niedrigen Zinsen, die wir in Europa seit mehreren Jahren haben. Sie sollten sich Ihre Versorgungssituation einmal von einem Berater darstellen lassen. Vermutlich wird das Ergebnis sein, dass Sie noch etwas zusätzlich für das Alter zurücklegen sollten. Es ist auf keinen Fall zu spät dafür.
  • Erneut eine anonym gestellte Frage:
    Woher weiß ich, wie viel Geld in der Rente fehlt, wie viel ich vorsorgen muss?
  • Gute Berater können mit Hilfe von Programmen ausrechnen, wie groß die Versorgungslücke ist und wie man sie schließen kann. Selbst ist das sehr schwer auszurechnen, weil man einige mathematische Kenntnisse braucht.
  • Katrin möchte wissen:
    Ich würde ja gerne privat vorsorgen, aber ich habe am Ende des Monats beim besten Willen kein Geld übrig. Und mit 20 oder 30 Euro pro Monat brauche ich ja wohl kaum anzufangen. Was soll ich tun? Was kann ich tun? Was bringt’s?
  • Es ist sehr schwierig, von einem kleinen Einkommen noch etwas für die Rente abzuknapsen. Doch auch 20 oder 30 Euro helfen schon, im Alter besser dazustehen. Wichtig ist, dass man sich ein Bild von der Lage im Alter macht.

    Man sollte sich einfach vor Augen führen, was man aus der Gesetzlichen Rente bekommt und was man zum Leben braucht. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass unser Geld jedes Jahr weniger wert ist. Wenn man dann sieht, dass man mit dem Vorhandenen auskommt – gut.

    Dann braucht man nichts mehr machen. Falls nicht, sollte man sich bewusst entscheiden: Verzichte ich auf etwas Konsum heute, um meine Rente im Alter aufzubessern, oder lebe ich heute besser, und nehme bewusst einen geringeren Lebensstandard im Alter in Kauf. Wichtig ist, diese Entscheidung bewusst zu treffen.
  • In diesen Städten ist das Armutsrisiko am höchsten (Quelle: dpa)

  • Leserin Emma fragt:
    Gibt es keinen günstigen Weg, um sich von alten Lebensversicherungen zu trennen? Die Bewertungsreserven sinken ja deutlich.

  • Ich finde es richtig, dass Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere dann nicht ausgezahlt werden, wenn ein Sicherungsbedarf besteht. Eine klassische Rentenversicherung stellt eine Form von gemeinsamem – kollektiven - Sparen da. Die unterschiedlichen Interessen müssen also alle gleichermaßen beachtet werden.

    Und wer jetzt kündigt und einen Anteil an den genannten Bewertungsreserven erhält, wird gegenüber den im Kollektiv verbleibenden Versicherten bevorzugt. Das ist ungerecht. Daher halte ich die Maßnahme für richtig und würde auch nicht kündigen.

    Wem der kollektive Charakter nicht gefällt, sollte reine fondsgebundene Rentenversicherungen wählen oder direkt in Fonds ansparen.
  • Die erste Frage erreichte uns anonym:
    Lohnt es sich heute noch, eine Lebensversicherung abzuschließen? Die Verzinsung ist doch sehr niedrig.

  • Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten etwas für’s Alter sparen. Die garantierte Verzinsung ist tatsächlich sehr niedrig. Dennoch bekommt man aktuell immer noch rund 4 Prozent Verzinsung. Das ist mehr als auf jedem Sparkonto. Außerdem sind es noch viele Jahre hin bis zum Alter, sodass sich die Zinssituation auch noch ändern kann.

    Doch die Hauptsache ist, dass man für das Alter spart, ob über Lebensversicherungen oder andere Anlageformen.
  • Deutsche verlieren die Lust am Sparen

    Angesichts der extrem niedrigen Zinsen macht den Bundesbürgern das Sparen offensichtlich immer weniger Spaß. Nur etwa 40 Prozent der Verbraucher legen regelmäßig Geld beiseite. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Deutschland.
    Im Sommer 2013 legten noch 49 Prozent der Deutschen Geld auf die hohe Kante.

    Als Motiv zum Sparen nannten 65 Prozent den Konsum und das Geldausgeben für längerlebige Güter. Für die Altersvorsorge legen 51 Prozent der Befragten Geld beiseite, das sind allerdings neun Prozentpunkte weniger als 2013. Drittwichtigstes Sparziel mit 46 Prozent bleibt der Erwerb von Wohneigentum (Vorjahr 54 Prozent).

    Doch in welchem Alter spare ich WIE? Wieviel Geld benötige ich heute als Rücklage, um Lücken im Alter gar nicht erst entstehen zu lassen? --> Fragen Sie unseren Experten. Sie können Ihre Fragen jetzt über das Kommentar-Feld einreichen. Nach Eingabe Ihres Namens, geben Sie einfach Ihren Text ein. Zum Abschicken drücken Sie die Enter-Taste. Die Frage erreicht unsere Redaktion und den Experten intern, ist online nicht sichtbar.
    von Martin Mrowka bearbeitet von Rolf Tophoven, Terror-Experte 7/16/2014 10:49:04 AM
  • Rentenberechnung: Rente online ermitteln mit dem Rentenrechner

    partnerfragmente2013.t-online.deJeder Bürger hat eine ungefähre Ahnung, wieviel Rente ihm im Ruhestand monatlich zur Verfügung steht. Die jährliche Bescheinigung der Deutschen Rentenversicherung weist es aus.Doch nutzen Sie auch einmal unseren interaktiven Rechner und lassen Sie ihre zukünftige gesetzliche Rente schätzen. Sie können dabei mit verschiedenen Gehältern oder Arbeitsjahren probieren und sehen die Auswirkungen auf das Rentenniveau. Ihre Eingaben sieht außer Ihnen nur die Maschine.
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform
Anzeige
Shopping
Topmodern - hochwertige Badmöbel im Sale

Badezimmerschränke, Badmöbel-Sets, Regale u.v.m. bis zu 50% reduziert. bei moebel.de

Shopping
Under the sun: der neue boho-inspirierte Trend

jetzt entdecken bei BONITA Shopping

Anzeige
Video des Tages
Schock 
Ungeahnte Gefahr aus dem Meer zieht Kind ins Wasser

Das vermeintlich zutrauliche Tier schnappt nach einem kleinen Mädchen - und zieht das Kind ins Wasser. Video



Anzeige
shopping-portal