Wärmedämmung in der Kritik – Experten-Chat
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Wärmedämmung in der Kritik – Experten-Chat

Über Sinn und Unsinn von Dämmmaßnahmen wird derzeit heftig diskutiert. Energiesparende Lösung oder rausgeworfenes Geld? Es halten sich hartnäckig Vorurteile, die Hausbesitzer und Bauherren verunsichern. Unser Experte Dipl.-Ing. Thomas Weber vom Verband Privater Bauherren (VPB) beantwortet bis 14.30 Uhr gerne Ihre Fragen zum Thema Wärmedämmung - stellen Sie sie einfach über die Kommentarfunktion unten.

  • Der Experte: Als Energieberater, Bausachverständiger und Leiter des VPB-Regionalbüros in Fulda kennt Thomas Weber aus seiner täglichen Praxis die Vorbehalte, weiß was wirklich dran ist und wie man sinnvoll dämmt.

    von Silke Jung, t-online.de bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 12:03:31 PM
  • Ja, eigentlich schon. Seit etwa Mitte der 90er-Jahre waren so genannte Wämeschutzverglasungen Stand der Technik. Relativ einfach kann man das mit dem Feuerzeug-Test herrausfinden: Wenn man bei Dunkelheit auf der Raum-Innenseiten eine Feuerzeugflamme entfacht, ist erkennbar, dass das äußere Spiegelbild der Flamme bläulich eingefärbt sein sollte. Ist dies der Fall, handelt es sich um eine Wärmeschutzverglasung. Wenn beide Spiegelbilder (bei Dopeplverglaung) bzw. alle drei (bei Dreifachverglasung) gleich aussehen, dann handelt es sich um eine klassische Isoliervergasung.

    Wäremeschutzverglasungen haben in der Regel einen U-Wert (Wärmedurchggangskoeffizient) von 1,4 bis 1,0. Klassische Isolierverglasung liegt in der Größenordnung von etwa 3,0. Hat das Fenster eine Wäremeschutzverglasung, besteht kein Handlungsbedarf. Im anderen Fall kann sich ein Austausch durchaus rechnen.
    von Redaktion zuhause.de bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:56:18 AM


  • Hallo, Herr Weber, sind ca. 15 Jahre alte Wärmeschutzfenster eigentlich noch zeitgemäß? Woran kann ich das erkennen?Eva ReinholdDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:30

    von t-online.de-Community bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:54:38 AM

  • Wir haben 1996 ein Haus mit 35-er Gasbeton gebaut. Ist hier eine Dämmung sinnvoll?Petrus1947um 20. Oktober 15:37


  • 1996 hatten wir schon relativ gute Steine. Entscheidend ist die Wärmeleitfähigkeit und auch 1996 gab es verschiedene Qualitäten an Gasbetonsteinen. Vermutlich sind hier 36,5-er Steine gemeint. Und da ist eine Wirtschaftlichkeit allein mit Dämmmaßnahmen eigentlich kaum zu erzielen. Da müsste man das dann einbetten in ein übergreifendes Sanierungskonzept.

  • Sehr geehrter Herr Weber, an unserer 2007 mit WDVS gedämmten Fassade zeigt sich seit diesem Jahr an der Nord-West-Seite starker Algenbefall. Ist der Algenbefall schädlich für die Fassade oder nur ein Schönheitsfehler? Was kann/muß man unternehmen? Danke.WGHolzum 11:25


  • Ursache für Algenbefall ist meist ein relativ dünner Putz und Tauwasserbildung. Die Feuchtigkeit bietet Algen gute Wachstumsbedingungen.

    Der Algenbefall schadet nicht. Das ist in erster Linie ein optisches Problem. Die einzige Möglichkeit zur Beseitigung besteht in einem Neuanstrich nach vorheriger Reinigung des Gesamtfassade.

    Vorbeugen kann man durch die Verwendung einer fungizid und/oder algizidhaltigen Fassadenfarbe.

  • Guten Tag. Was halten Sie von Ökodämmstoffen für das Dach? Steht Mineralwolle im Verdacht krebserregend zu sein?Ramona111um 13:14

  • Diesen Verdacht gab es etwa in den 80er bis 90er Jahren. Seitdem wurden aber die Rezepturen der Mineralwolldämmstoffe geändert, so dass die Biolösklichkeit verbessert wurde und somit die Krebsgefahr mittlerweile ausgeschlossen ist.

    Zu Ökodämmstoffen muss man generell die Fragen stellen: Was genau ist ökologisch? Ist es ein nachwachsender Baustoff wie Flachs, Schafwolle, Kokos, Hanf, Holz, Stroh oder Kork? Oder fällt darunter auch noch ein Material, das zwar aus der Natur kommt, aber mit industriellen Verfahren erst zum Dämmmaterial aufbereitet wird, wie etwa Blähton, Perlite, Zellulose? Oder ist das Recyceln von Altglas beispielsweise zu Blähglas auch ökologisch? Zählt nur das Ausgangsmaterial? Oder sind auch Verarbeitung, die dazu nötige Energie, der Transport zur Baustelle in der Ökobilanz enthalten? Bedenkenswert ist auch die Frage nach dem Hauskonzept an sich: Massiv- oder Holzbau? Und nicht jeder Dämmstoff eignet sich für jedes Bauteil.

    Wer es ernst meint mit der Ökologie, der muss sich mit vielen Detailfragen beschäftigen und letzten Endes auch entscheiden, was er für sein Haus ausgeben kann, denn mit Ausnahme von Zelluslose sind solche Dämmstoffe in der Regel deutlich teurer.

  • Wie lange behalten Dämmstoffe ihre volle isolierende Wirkung. Muss ich womöglich die Dämmung erneuern, bevor sie sich amortisiert hat?Manfred-Mum 13:16

  • Keinesfalls. Der Dämmstoff behält seine Dämmwirkung über die gesamte Lebensdauer. Eine Ausnahme gibt es: Und zwar sogenannte Vakuum Isolation Paneelen (VIP). Das sind Hochleistungsdämmplatten, die unter Vakuum stehen. Dieses Vakuum lässt über die Lebensdauer etwas nach.

    Dieser Effekt wird jedoch durch einen reduzierten Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit berücksichtigt. Wichtig ist auch, dass Dämmstoffe trocken bleiben. Denn wenn Wasser die Luftporen füllt, geht das Dämmvermögen verloren.

  • Wie werden Käufer von Altbauten zur Einhaltung der Energieeinsparverordnung kontrolliert?Hermannum 13:06Delete

  • Eine Kontrolle gibt es faktisch nicht. Das muss man klar sagen. Bei uns in Fulda ist es so, dass sich die Kreis-Baubehörde nicht dafür zuständig fühlt, derartige Maßnahmen zu kontrollieren.
  • Dach und Fassade dämmen

    Worauf es bei der Auswahl und Verarbeitung des Dämmstoffs ankommt.


  • Was tun gegen Spechtlöcher in der Fassadendämmung?Vogel_Straussum 13:21

  • Erst einmal: Die Löcher sofort reparieren lassen, sonst dringt Feuchtigkeit in die Dämmung!

    Bei Neubauten am besten von vorneherein die Fassade gegen Spechte wappnen: Geeignet sind zum einen Platten, die als Verkleidung vor die Dämmung montiert werden, zum anderen dickere Putzkonstruktion, etwa eine sieben Millimeter starke Gewebespachtelung mit drei Millimetern Oberputz. Das ergibt eine Zentimeter starke Putzschicht, die den Schnabelhieben und auch anderen mechanischen Verletzungen gut standhält. Dies ist das Idealmaß gegen Beschädigungen. Im Schlüsselfertigbau sind allerdings lediglich zwei Millimeter Gewebespachtelungen üblich. Das ist preiswerter, aber eben auch zu wenig, um dem Specht zu widerstehen.

    Wird die Dämmung mit Bauelementen aus Holz, Metall oder Kunststoff verkleidet oder mit Klinker, Ziegeln oder Natursteinen verblendet, muss die Fassade hinterlüftet werden. Dann müssen die Zu- und Abluftöffnungen mit Vogelschutzgittern versehen werden, sonst nisten sich die Vögel hinter der Fassade ein. Gleiches gilt übrigens auch für Dachvorsprünge und Pfettenüberstände.

    Ist eine ältere Fassade Gegenstand der Attacken, raten Vogelschützer dazu, die Spechte zu vertreiben. Sie mögen Ruhe und keine Störungen. Aber nicht übertreiben: Spechte sind geschützt!


  • Wann ist eine Innendämmung sinnvoll?Marionum 13:27


  • Immer dann, wenn die Außendämmung nicht möglich ist, zum Beispiel bei Stilfassaden, die unter Denkmalschutz stehen oder bei Fachwerkhäusern.

    Innendämmung ist allerdings eine sehr komplexe Facharbeit und lässt sich nicht machen, während das Haus bewohnt wird. Dazu müssen die Bewohner ausziehen.


  • Wie sinnvoll ist das Dämmen von Dach und Fassade überhaupt? Gibt es nicht Einzelmaßnahmen, die sich schneller rentieren?Johann_Wum 12:50

    von t-online.de-Community bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:30:38 AM
  • Die energetische Sanierung beginnt immer mit der Analyse des Bestandes. Wie sieht das Haus bauphysikalisch aus? Was passt dazu, was nicht? Und wie viel Geld kann und möchte der Hausherr für die Sanierung ausgeben. Daraus ergibt sich dann die sinnvollste Maßnahme – oder ein Stufenplan, bei dem die Hausbesitzer nach und nach, immer, wenn sie Geld übrig haben, Komponenten sanieren lassen. Dabei ist die Reihenfolge wichtig, damit zum Schluss alles aufeinander abgestimmt ist.

    Aber natürlich ist das Dämmen des Daches, sofern es noch nicht gedämmt ist, auf alle Fälle sinnvoll, denn dort geht mehr Energie verloren, als durch die Außenwand.
    Nicht zuletzt deshalb erlegt die Energieeinsparverordnung Käufern von Altbauten sogenannte Nachrüstpflichten auf: So müssen etwa bislang ungedämmte oberste Geschossdecken gedämmt werden. Oder alte Heizungen ersetzt und warmwasserführende Leitung in ungeheizten Räumen ummantelt werden.
    von Redaktion zuhause.de bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:30:42 AM
  • Wärmedämmung: So dämmen Sie Dach und Fassade

    Welche Wärmedämmung ist besser: Glaswolle, Steinwolle oder Styropor und was ist von Papier, Hanf oder Baumwolle zum Dämmen zu halten?

  • Es gab in der Vergangenheit immer wieder Medienberichte über die erhöhte Brandgefahr durch Dämmung. Brennen wärmegedämmte Häuser tatsächlich schneller?Matzeum 13:31

  • Zunächst einmal kommt das auf das Wärmedämm-Material an. Es gibt brennbare Materialien und solche, die schwer entflammbar sind oder sogar gar nicht brennen. Bundesweit sind nur vier Fälle bekannt, bei denen Wärmedämmung abbrannte. In drei Fällen befand sich das Haus noch im Bau. Das Wärmedämm-Verbundsystem aus Polystyrol war noch ohne Verputz – und damit ungeschützt. Im vierten Fall waren die vorgeschriebenen Brandbarrieren in der Fassade nicht eingebaut worden. Solche Brandbarrieren sind ab zwei Etagen Pflicht. In der Regel betrifft das also nicht das Einfamilienhaus – es sei denn, es steht am Hang, sondern das Mehrfamilienhaus.
           
    Wer dennoch Angst vor Brand hat, kann sich auch im Einfamilienhaus Brandbarrieren einbauen lassen. Diese feuerfesten Bauteile werden über den Fenstern montiert, um ein Überschlagen des Brandes von einem ins nächste Geschoss zu verhindern. Diese Brandbarrieren muss der Bauherr allerdings selbst veranlassen, bestellen und bezahlen. Wenn Brandbarrieren laut Landesbauordnung nicht vorgeschrieben sind, dann werden sie von Schlüsselfertiganbietern auch nicht eingeplant. Der Bauherr muss sie zunächst in den Bauvertrag hineinverhandeln und dann darauf achten, dass sie auch korrekt eingebaut werden. Bei der Baukontrolle unterstützt ihn der unabhängige Sachverständige.


  • Der günstige Dämmstoff Polystyrol steht stark in der Kritik. Welche Alternativen gibt es dazu?Gedämmtum 13:32

  • Alternativen gibt es, für die Fassade beispielsweise Holzfaserdämmplatten. Bei Holzhäusern werden Einblasdämmungen verwendet, die allerdings, weil sie trocken bleiben müssen, mit einer Holzschalung verkleidet werden müssen. Die Alternativen sind teurer - und man braucht sorgfältige Handwerker, um sie technisch korrekt einzubauen.


  • Rechnet sich Wärmedämmung überhaupt? Da muss man ja erstmal ganz schön tief für in die Tasche greifen.KlausBum 13:35

  • Es kommt darauf an, wie das Haus aussieht. Ist es eine heruntergekommene Altimmobilie, die ohnehin ringsum aufwändig saniert werden muss, dann fällt neben Gerüst, neuem Putz und diffizilen Anschlussarbeiten der zusätzliche Preis für die Wärmedämmung nicht groß ins Gewicht.

    Das ist aber nicht der Alltag: Die meisten Hausbesitzer möchten etwas für die Umwelt tun und entschließen sich deshalb zur Dämmung. Meist ist ihr Haus gepflegt und gut im Schuss. Eine Außensanierung wäre nicht nötig. In solchen Fällen rechnen sich Wärmedämmverbundsysteme dann tatsächlich nicht oder zumindest erst nach sehr langer Zeit.

    Generell gilt: Werden alte und defekte Dinge ersetzt, amortisiert sich das viel schneller. Besitzer gepflegter Immobilien sollten deshalb auch Alternativen erwägen, wie zum Beispiel eine neue Heizung.

    Darüber, was sich für sie lohnt und was zum Haus passt, sollten sie sich vom unabhängigen Experten firmen- und produktneutral beraten lassen – nicht vom Handwerker, denn natürlich neigt der Fassadenbauer dazu, das Wärmedämmverbundsystem zu empfehlen, während der Heizungsinstallateur die Heizung favorisiert.

  • Wir haben seit 4 Jahren die Fassade gedämmt, nun bilden sich über den Fenstern schwarze Stellen. Was ist das, und wie kann man sie beseitigen, bzw. wodurch entstehen diese Stellen ?Barborum 13:29

  • Sehr wahrscheinlich handelt es sich hierbei auch um eine Algenbesiedlung, die dadurch zustande kommt, dass sich insbesonders über Fenstern von Küche und Bad nach dem Fensterlüftungsvorgang feucht-warme Raumluft an der Fassadenoberfläche niederschlägt und somit zu einer Auffeuchtung der Fassadenoberfäche führt. Dadurch wird die Voraussetzung für den Algenbefall geschaffen.

  • Welche Zuschüsse gibt es aktuell?RooobertDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:40

  • Lohnend sind bei der Wärmedämmung die Zuschüsse der KfW. Bis zu 25 Prozent sind da an Zuschüssen drin. Aber die Investition in die eigene Immobilie ist im Augenblick ohnehin lohnend, denn in Zeiten, in denen der Spargroschen keine Zinsen trägt, bringt die mit Eigenkapital finanzierte energetische Sanierung bis zu zehn Prozent Rendite.

  • Welcher Dämmstoff ist der beste?Peterchenum 13:24

    von t-online.de-Community bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:44:15 AM
  • Das kommt immer auf den Anwendungsbereich an.

    Bei Fassaden ist es der klassische Dämmstoff Polysterol (Styropor). Diesen gibt es auch als elastifiziertes Material, so dass hiermit auch gleichzeitig der Schallschutz verbessert werden kann. Diese Eigenschaft bringen schon Mineralfaser-Dämmstoffe von Haus aus mit.

    Beim Dachbereich spielt oft der sommerliche Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Hier sind Dämmstoffe mit einer hohen Wärmekapazität von Vorteil, insbesondere Zellulose- und Holzfaser-Dämmstoffe.
    von Redaktion zuhause.de bearbeitet von Lukas Martin, t-online.de 10/21/2014 11:44:18 AM


  • Muss man eine Lüftungsanlage einbauen, wenn gedämmt wird?Marlon BreitlingDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:17

    von t-online.de-Community bearbeitet von Redaktion zuhause.de 10/21/2014 11:45:57 AM
  • Man muss es nicht. Es ist aber empfehlenswert. Durch Dämmmaßnahmen werden sehr oft vorhandene Gebäude-Leckagen (Löcher in der Gebäudehülle) verschlossen und hierdurch der Luftwechsel, der vor der Dämmmaßnahme durch dieser erfolgte, nicht mehr möglich ist und durch eine häufigere Fensterlüftung kompensiert werden müsste. Diese würde aber eine Verhaltensänderung beim Nutzer erfordern.

    Sobald mehr als 30 Prozent der Fenster bzw. des Daches abgedichtet werden, schreibt die Norm DIN 1946 T6 vor, dass ein so genanntes Lüftungskonzept erarbeitet wird. Dabei wird untersucht, ob nach der Dämmmaßnahme die Lüftung zum Feuchteschutz nutzerunabhängig noch gegeben ist. Erfahrungsgemäß ist dies dann sehr oft nicht mehr der Fall, so dass eine verntilatorgestützte Lüftung erforderlich wird.

  • Hallo. Ich bin vor kurzem auf Glasschaum gestoßen. Welche Vor- und Nachteile bietet dieser Stoff gegenüber konventionellen Materialien? Bisher fand ich nur die Anwendung als Schüttung und zur Dämmung von Kellerwänden. Macht hier die Anwendung auf der Fassade überhaupt Sinn?Philipp BärDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:33

  • Nein, Glasschaum ist ein Produkt, das vor allem im Perimeter-Bereich (mit Erdkontakt) zum Beispiel als lastabtragende Wärmedämmung, etwa unter einer Bodenplatte, verwendet wird. Außerdem wird es im Dachbereich eingesetzt, wo es mit Heißbitumen vollflächig verklebt wird. Das Material ist außerdem sehr teuer.

  • Dämmen ist eine teure Angelegenheit. Was kann ich dabei in Eigenregie erledigen?TommyDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:44

  • Zunächst kann ich viel selbst vorbereiten, etwa den Garten rings ums Haus frei räumen, damit das Gerüst zügig gestellt werden kann. Stehen dort Büsche und Bäume, was ja bei älteren Häusern der Normalfall ist, kann ich in Eigenregie einiges wegräumen und damit gutes Geld sparen.

    Auch an Stellfläche für Container und Baumaterial denken. Wer das auf dem eigene Terrain nicht lagern kann, der muss sich unter Umständen um Genehmigungen bei der Kommune kümmern, damit er die Dinge im öffentlichen Raum zwischenlagern kann.

    Wenn ich das Dach von innen dämme, gilt das gleiche: Selbst möglichst viel ausräumen und die Wege frei machen, damit die Handwerker zügig arbeiten können. Natürlich kann ich das Dach auch selbst von innen dämmen. Dazu sollte ich mich aber vorher vom Energieberater genau instruieren lassen, damit ich technisch nichts falsch mache.

    Gleiches gilt für die Dämmung der Kellerdecken oder die Isolierung der Warmwasserleitungen im Keller.
    Das ist durchaus eine Arbeit für erfahrene Heimwerker – nur sorgfältig muss sie gemacht werden.

  • Wie muss ein altes Wärmedämmverbundsystem später entsorgt werden?TrollchenDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:52

  • Das ist noch relatives Neuland. Deshalb gibt es noch keine wirtschaftlichen Verfahren, um ein klassisches Wärmedämmverbundsystem wieder vom Putz zu trennen. Diese Verfahren werden erst entwickelt.

    Man sollte prüfen, ob ein Wärmedämmverbundsystem (kurz WDVS) überhaupt entfernt werden muss.
    Es gibt zugelassene Systeme, um zu dünne ältere WDVS aufzudoppeln, um die heute üblichen Wärmedämmstärken zu erreichen. Dann kann man auf die Demontage zunächst verzichten.

  • Kann ich an meine gedämmte Fassade überhaupt noch Hausnummern, Briefkästen usw. anbringen, ohne dass schädliche Wärmebrücken entstehen?HausmeisterDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:57

  • Ja, das geht, dazu gibt es Spezialbauteile.


  • Muss ich umfassende Dämm-Maßnahmen meiner Gebäudeversicherung melden? Erhöht sich z.B. der Wert der Immobilie, oder die Gefahrenlage durch eventuell brennbare Dämm-Materialien?HolgerDienstag, 21. Oktober 2014 am 13:45

  • Der Wert wird sich sicherlich erhöhen. Ob man es deshalb melden muss, kann allerdings besser ein Versicherungsfachmann beantworten.

    Hinsichtlich der Brennbarkeit bin ich ziemlich sicher, dass sich hierdurch keine nachteiligen Folgen versicherungstechnisch niederschlagen werden.

  • Macht eine Fassadendämmung ohne gleichzeitigen Austausch der Fenster und Türen überhaupt Sinn?RalleDienstag, 21. Oktober 2014 am 14:01

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