Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

    Schäuble schlägt Schuldscheine für Griechenland vor

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will Griechenland offenbar mit Schuldscheinen über Wasser halten.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat wieder eine Idee. Nachdem er mit einem Grexit auf Zeit bei den Genossen für Verwirrung sorgte, schlägt er jetzt Schuldscheine als Brückenfinanzierung für Griechenland vor. 

    Mit den Schuldscheinen könne Athen einen Teil seiner inländischen Zahlungsverpflichtungen bedienen, berichtete das "Handelsblatt".  Einige Experten warnen allerdings, dass sie ein erster Schritt zu einer Parallelwährung sein könnten. 

    Aber auch andere Optionen waren offenbar Thema beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag. 

    So könnte der EU-Rettungsfonds EFSM reaktiviert werden, der noch über 11,5 Milliarden Euro verfüge. Da es sich um ein EU-Budget handelt, müssten alle Staaten einer Auszahlung zustimmen. Großbritannien hat bereits eine Ablehnung angedeutet.

    Als weitere Variante könnten Zinsgewinne genutzt werden, welche die Europäische Zentralbank und die Euro-Notenbanken mit ihren griechischen Staatsanleihen erzielen. Dies seien für 2014 und 2015 insgesamt 3,2 Milliarden Euro.

    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 7/14/2015 10:12:30 AM
    Ökonomen zweifeln an Privatisierungsplänen Griechenlands

    Kernforderung aus Brüssel an Griechenland ist die Privatisierung von Staatsbesitz. Bis zu 50 Milliarden Euro sollen so zusammenkommen.

    In einer Reuters-Umfrage bezweifeln allerdings  zwei Drittel der befragten Ökonomen, dass Griechenland die geplanten 50 Milliarden Euro flüssigmachen kann. 
    Wird das griechische Parlament die Einigung von Brüssel zwischen Ministerpräsident Tsipras und den Euro-Partnern mittragen?
    Die heute Morgen verkündete Zuversicht von Innenminister Niksos Voutsis könnte trügen. Jedenfalls steht sowohl Tsipras' eigenes Linksbündnis Syriza als auch die Koalition mit den Rechten vor der Abstimmung am morgigen Mittwoch vor einer Zerreißprobe beziehungsweise auf der Kippe. Der Regierungschef dürfte auf Stimmen aus der so verhassten Opposition angewiesen sein.

    Und viele Beobachter in Griechenland, aber auch in Deutschland glauben nicht, dass Tsipras seine Zustimmung mittelfristig politisch übereleben wird. Denn: Das jetzt zur Debatte stehende Sparprogramm geht in den Augen vieler weit über das hinaus, was die Griechen bei der Volksabstimmung Anfang Juli abgelehnt hatten.

    Und wenn das griechische Parlament "Nein" sagt - wird dann der Bundetag wie geplant an Freitag abstimmen? Theoretisch könnte es da vielleicht tun, aber praktisch hätte das keinen Sinn. Dann Könnte ja Griechenland seinen Teil der Vereinbarung von Brüssel nicht erfüllen.


    Zum Luftholen und Schmunzeln
    zwischendurch eine schöne Zitate-Sammlung
    aus dem SZ-Magazin zum Thema Griechenland. Die ist zwar schon von 2012, aber immer noch lustig:
    'Spanien ist nicht Griechenland, aber Griechenland ist Spanien'
    'Spanien ist nicht Uganda'

    'Uganda will gar nicht Spanien sein'


    "Merkel und Schäuble haben getan, was getan werden musste"

    Angela Merkel und Wolfgang Schäuble beraten sich mit ernster Miene. (Foto: dpa) 

    Die User von t-online.de stellen sich mehrheitlich auf die Seite von Merkel und Schäuble. So schrieb User "Kolibri50" zum Beispiel:

    Merkel und Schäuble haben getan was getan werden mußte und sie haben ihre Arbeit gut gemacht!Kolibri50um 11:12

    Nach der Einigung warfen Kritiker Merkel und Schäuble vor, Griechenland durch zu viele Auflagen zu strangulieren. In einer Umfrage wollten wir wissen, ob dies eine Wiederwahl Merkels gefährden könnte. Eine große Mehrheit der User hat darauf mit "Nein" geantwortet. "Frau Merkel hat alles richtig gemacht", schreibt Userin "Ute" zum Beispiel. Und "gang" meint: "gut, dass wir Schäuble und Merkel haben!"

    Das findet auch User "WV": "Merkel und Schäuble handeln richtig, für sie muss Deutschland an erster Stelle stehen, dann kommt die EU und dann Griechenland."

    Einige sind geradezu begeistert vom deutschen Finanzminister"Ich finde, dass Herr Schäuble der einzige ist, der noch klaren Sachverstand beweist und sich nicht von Emotionen leiten lässt."

    "Der Herr Schäuble steigt in meinem Ansehen, der geht mit dem Geld nicht so leichtsinnig um, werde ein richtiger Fan von ihm", schreibt User "Nein, aber Volksentscheid...".

    Und "Reune" glaubt sogar, im Finanzminister stecke noch mehr drin: "Wenn Herr Schäuble Bundeskanzler wäre, würde alles viel besser. Dann könnten Typen wie Tsipras uns Deutschen nicht ständig auf der Nase herumtanzen und mit uns ihr Katz-und-Maus-Spiel treiben."

    Die Freude ist jedenfalls groß: "Unsere Nachkommen werden Herrn Schäuble noch dankbar sein!!", schreibt "Fiedi". 

    Deutlich weniger Kommentare erreichen uns, die Kritik am Kurs der deutschen Regierung äußern. "Herr Schäuble, halten Sie sich zurück!", mahnt User "Bert Pavel". "Deutschland wird zum Feind Europas", fürchtet er.

    In die gleiche Richtung geht der Beitrag von User Gabor Wenczel:

    Schäuble und Merkel sollen endlich zuhause regieren statt ständig in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, ja zu diktieren was die anderen zu tuen haben.Was sie tuen ist gleichzustellen mit einer wirtschaftlicher Anexion anderer.Gabor Wenczelum 11:19


    von Martina Engesser bearbeitet von Volker Dohr 7/14/2015 12:18:51 PM
    Guten Nachmittag!

    Kollege Eger verabschiedet sich für heute, ich werde dann ab jetzt die kommenden Stunden hier mit Ihnen verbringen.
    Hashtag "BoycottGermany" bei Twitter am meisten geklickt


    Deutschland war schon einmal beliebter - zumindest im Netz. Denn bei Twitter macht seit heute Morgen das Schlagwort "BoycottGermany" die Runde. Darin wird - man mag es sich fast denken - als Reaktion zur Politik von Merkel und Schäuble zum Nichtkauf deutscher Produkte aufgerufen. Der Hashtag war zeitweise der am meisten geklickte bei Twitter.
    Kabinett wird umgebaut - vermutlich schon Morgen

    Ministerpräsident Tsipras wird nach Angaben des griechischen Wirtschaftsministers Georgios Stathakis wahrscheinlich nach der Parlamentsabstimmung am Mittwoch das Kabinett umbilden. 

    Bei Bloomberg TV sagt der Minister weiter, die Banken des Landes würden erst wieder geöffnet, wenn die EZB ihre finanzielle Unterstützung erneuert habe.

    Schlechte Nachrichten kommen derweil vom Internationalen Währungsfond (IWF): Der hat errechnet, dass Griechenlands Schuldenberg mit dem dritten Hilfsprogramm noch einmal drastisch wachsen wird. Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu rechnen, heißt es in einer dreiseitigen IWF-Unterlage. "Die griechischen Schulden sind in höchstem Maße unhaltbar geworden", heißt es in der Aktualisierung der vor knapp zwei Wochen veröffentlichten IWF-Analyse zur Schuldentragfähigkeit weiter. Das Land benötige Schuldenerleichterungen weit jenseits der bisherigen Erwägungen.
    von Volker Dohr bearbeitet von Christian Kreutzer 7/14/2015 12:32:41 PM
    Gauck verteidigt Merkel und Schäuble

    Bundespräsident Joachim Gauck hat Kritik an einer angeblich zu harten Haltung Deutschlands gegenüber 
    Griechenland zurückgewiesen. "Ich teile diese Kritik nicht", sagte Gauck während seines Staatsbesuchs in Irland.

    "So ein großes Land muss sich auch Überlegungen gestatten für verschiedene Lösungswege, und deshalb kann man nicht sagen, dass es irgendeine deutsche Regierung gegeben hat oder gibt, die daran interessiert ist, dass 
    Griechenland scheitert."

    Gauck sagte weiter, er könne nicht erkennen, dass es ein Defizit der Solidarität der Deutschen mit 
    Griechenland gebe. "Wir haben über viele Jahre hinweg gezeigt, dass wir ein Interesse am Zusammenhalt in Europa haben, und dass uns eine Politik des Abbröckelns an den Rändern nicht gefällt."
    EFSM soll einspringen

    Die EU-Kommission wird einem Insider zufolge den Finanzministern empfehlen, Geld aus dem EFSM-Rettungsfonds der Gemeinschaft für die Überbrückung der Zahlungsschwierigkeiten 
    Griechenlands zu verwenden.

    Ob das so kommt, ist jedoch strittig: Nicht-Euro-Staaten wie Großbritannien bremsen bei der geplanten Brückenfinanzierung. Bei einem Treffen der EU-Finanzminister wurde deutlich, dass es in London, aber auch in Stockholm und Prag Einwände gibt, Geld aus einem schon länger bestehenden EU-Rettungstopf einzusetzen. "Die Euro-Zone muss ihre Rechnung selber zahlen", sagte der britische Schatzkanzler George Osborne.

    Nach einer Grundsatzeinigung des Euro-Gipfels vom Montag wird nun überlegt, wie Athen vor Abschluss eines Rettungsprogramms geholfen werden kann.
    Griechenland muss im laufenden Monat 4,2 Milliarden Euro an Gläubiger zurückzahlen und hat dieses Geld nicht.

    Merkel-Politik findet bei Grünen-Wählern die größte Unterstützung

    Angela Merkel (CDU) bekommt für ihr Vorgehen in der 
    Griechenland-Krise gute Noten von den Wählern - vor allem von den Anhängern der Grünen. In einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL bescheinigten 55 Prozent aller Befragten der Kanzlerin, sich beim Krisenmanagement alles in allem richtig verhalten zu haben. Von den befragten Grünen-Anhängern waren sogar 75 Prozent mit Merkels Vorgehen zufrieden - und damit mehr als in Merkels eigener Partei: Unter den Anhängern der Union gaben 66 Prozent der Kanzlerin gute Noten.

    Dass Merkel sich in der 
    Griechenland-Krise richtig verhalten habe, fanden auch 62 Prozent der SPD-Anhänger und immerhin 53 Prozent der Linken-Sympathisanten. 
    "Euro-Rebellen" erteilen Kauder eine Absage

    Noch vor der Abstimmung über ein drittes Hilfspaket im Bundestag bleiben die so genannten Euro-Rebellen bei ihrer Ablehnung der Rettungsmaßnahmen. Vor allem Wirtschaftspolitiker wie Hans Michelbach (CSU) und Christian von Stetten (CDU) äußerten sich ablehnend, auch der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU) will nicht zustimmen. Noch nicht ganz entschieden hat sich offenbar Fraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU).

    Die Kritik insbesondere an Schäubles harter Verhandlungsführung in Brüssel wies Friedrich zurück.
    Merkel und Schäuble hätten "für die Einhaltung der Regeln im Euroraum" gesorgt, sagte der frühere Bundesinnenminister der "Saarbrücker Zeitung".

    Fraktionschef Volker Kauder versucht derzeit, die CDU auf Kurs zu bringen.

    Wusste Gabriel doch Bescheid?

    Für den Vorstoß, dass Athen bei einem Scheitern von Verhandlungen im schlimmsten Fall für mindestens fünf Jahre die Euro-Zone verlassen müsste, hat Finanzminister Wolfgang Schäuble international viel Prügel einstecken müssen. Vor allem SPD-Chef Sigmar Gabriel wollte von den Plänen nichts gewusst haben und distanzierte sich zunächst davon.

    Bei einer Pressekonferenz in Brüssel erinnerte Schäuble am Dienstag Gabriel, ohne diesen beim Namen zu nennen, jedoch daran, was vorigen Donnerstagabend mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im engsten Kreis für den Euro-Sondergipfel beredet worden war: "Ich will Ihnen nur ganz liebenswürdig sagen: Ich habe keinen Vorschlag gemacht, der nicht innerhalb der Bundesregierung - und zwar in der Sache und in der Formulierung - abgesprochen war."

    "Der Grieche hat jetzt lange genug genervt"

    Eine Äußerung von CDU-Vize Thomas Strobl zum griechischen Schuldendrama sorgt für Wirbel. Strobl, der auch CDU-Landeschef in Baden-Württemberg ist, hatte am Montagmorgen kurz nach den ersten Meldungen über ein drittes 
    Griechenland-Hilfspaket in Berlin in die Fernsehkameras gesagt: "Der Grieche hat jetzt lange genug genervt. Jetzt hoffen wir, dass es eine gute Lösung gibt."

    In sozialen Netzwerken und der baden-württembergischen SPD gab es zum Teil heftige Kritik. SPD-Landeschef Nils Schmid schrieb am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Schämen Sie sich, Herr Strobl!" Der SPD-Landtagsabgeordnete und gebürtige Grieche Nikolaos Sakellariou meinte in Facebook: "Mein Kandidat für das Unwort des Jahres 2015: 'Der Grieche hat lange genug genervt.' (Auch wenn es mehr als ein Unwort ist)."

    Bosbach erwägt Karriere-Ende

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach erwägt aus Verärgerung über den Griechenlandkurs der Bundesregierung ein Ausscheiden aus der Politik. zum Artikel
    Tsipras wird nicht zurücktreten

    Der unter Druck geratene Ministerpräsident Alexis Tsipras wird Regierungskreisen zufolge nicht zurücktreten.
    Es sei aber wahrscheinlich, dass es nach der am Mittwoch geplanten Parlamentsabstimmung über das Hilfspaket zu einer Kabinettsumbildung komme, sagt ein Regierungsvertreter.

    Schäuble: Erarbeiten des Hilfsprogramms dauert mindestens vier Wochen

    Wehrt sich gegen Kritik an seiner Person: Finanzminister Schäuble (Bild: dpa) 

    Bundesfinanzminister Schäuble schätzt, dass die Erarbeitung eines neuen Hilfsprogramms für Griechenland mindestens vier Wochen dauern wird. Das Risiko müsse bis zum Abschluss der Verhandlungen bei Griechenland liegen, sagt Schäuble. Der Druck der Realität dürfe in dieser Zeit nicht gemindert werden.

    Zur Kritik an der deutschen Verhandlungsführung sagte der Finanzminister: "Sie ringen mit sich und anderen darum, was der richtige Weg ist. Ich habe keinen Vorschlag gemacht, der nicht innerhalb der Bundesregierung abgesprochen war."

    Zuvor hatte er den seltsam klingenden Satz gesagt:

    'To blame die anderen' kann nicht zielführend sein.

    In seiner bisweilen
    schnodderigen Art und Weise kritisierte Schäuble damit die unsachliche Auseinandersetzung rund um die Griechenland-Einigung in Brüssel. Sicher hatte er dabei auch Angriffe auf seine Person im Kopf, er formulierte den Satz aber offensichtlich ganz bewusst so, dass ihn sich jeder zu Herzen nehmen könnte.

    Ganz deutlich hat Schäuble gemacht, dass allerspätestens jetzt
    Griechenland in der Verantwortung ist, die Einigung der Euro-Staaten von Montagfrüh umzusetzen - und niemand anderes. Die anderen zu beschuldigen, könne keine Lösung sein, so Schäuble.

    von Jan Eger, t-online.de bearbeitet von Stefan Obst 7/15/2015 4:30:06 AM
    von Martina Engesser bearbeitet von Stefan Obst 7/15/2015 4:30:13 AM
    Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich in einem TV-Interview als Opfer der Brüsseler Politiker präsentiert: Statt die angepeilte Lösung zu verteidigen, beschrieb er das schmerzhafte Szenario einer Rettung unter Zwang und warf den Gläubigern "Rachsucht" vor. zum Artikel

    "Rachsüchtige" Gläubiger: Tsipras im TV-Interview (Foto: AP)

    Griechen laut Umfrage für Reformpaket

    Wer hätte das gedacht? Gut 70 Prozent der Griechen sind laut einer Umfrage für die Billigung des Reformprogramms durch das griechische Parlament.

    Das bedeutet Rückenwind für Griechenlands Regierunfschef Tsipras. Denn an diesem Mittwoch berät d
    as griechische Parlament über ein erstes großes Paket. Die Annahme ist Bedingung, damit Verhandlungen der Gläubiger mit Griechenland über ein drittes Hilfspaket überhaupt erst beginnen können.

    Schicksalsabstimmung im griechischen Parlament: An diesem Mittwoch stimmen die Abgeordneten über die ersten Reformmaßnahmen ab.

    Rund 30 Abgeordnete seiner linken Syriza-Partei dürften bei der Abstimmung in der Nacht auf Donnerstag mit Nein votieren. Allerdings kündigte die Opposition bereits ihre Unterstützung für die Maßnahmen an.


    Morgen-Szene auf einem Markt im Zentrum Athens: Rund 70 Prozent der Menschen sind für das Reformpaket. (Foto: AP)


    User "Querkopf" steht voll hinter den strengen Sparauflagen für die Griechen.
    Dass die Schulden unmöglich zu tilgen sindm, ist denk ich jedem klar. Ohne starke Auflagen würde sich aber nichts ändern, sondern noch mehr Geld verschwinden.querkopfum 7:17

    Nach viel Kritik an Schäuble hier von einem unserer Leser auch mal ein Lob für seine knallharte Verhandlungstaktik: 
    Merkel und insbesondere Schäuble machen ihre Sache sehr gut! Was machen denn die anderen Staaten (nichts). Wernerum 7:04

    Aus Sicht dieses Lesers werfen die Vorschläge des IWF zu Schuldenerleichterungen mehr Fragen auf, als sie sinnvolle Antworten liefern.
    Irgendwie unlogisch die Vorschläge des IWF. Wenn die Schuldenlast untragbar ist, dann nutzt auch eine Verlängerung nichts. Transferleistungen bedeuten ja das andere für die Schulden aufkommen. Wieso macht man dann nicht gleich einen Schuldenschnitt der für Griechenland dann tragbar ist?Andium 7:23

    Unser Medienparter "Wirtschaftswoche" nennt vier Szenarien, warum das dritte Hilfspaket scheitern könnte.


    -Die Regierung von Tsipras zerbricht: So gibt es in Tsipras' Syriza-Partei erheblichen Widerstand gegen das Paket und den Kurs des Regierungschefs. Über Neuwahlen wird bereits eifrig spekuliert.

    -Nationale Parlamente verweigern die Hilfe: Sieben Parlamente - Deutschland, Frankreich, Österreich, die Niederlande, Finnland, die Slowakei und Estland - müssen der Vereinbarung zustimmen. Insbesondere in Finnland regt sich massiver Widerstand gegen das Paket. Drei Vietel der Finnen lehnen weitere Hlfen ab.


    -
    Die Brückenfinanzierung scheitert: Die Verhandlungen zu dem Hilfspaket dürften bis zu einem Monat dauern. Doch schon in den kommenden vier Wochen braucht Athen rund zwölf Milliarden Euro. Völlig offen ist noch, wie Griechenland diese Zeit überbrücken kann.

    -Das Hilfprogramm funktioniert nicht: Investitionen in die griechische Wirtschaft soll über einen Treuhandfonds
    kommen, in den staatseigene Unternehmen überführt werden sollen. Der Gesamtwert wird auf 50 Milliarden Euro beziffert. Doch der Plan ist nicht neu und hatte schon unter dem früheren Ministerpräsidenten Papandreou lediglich 3,5 Milliarden Euro in die griechische Staatskasse gespült.


    IWF schlägt Schuldenerlass für Griechenland vor

    Angesichts der horrenden Schulden Griechenlands in Höhe von über 300 Milliarden Euro hat der IWF weitreichende Schuldenerleichterungen für das Land gefordert. "Griechenlands Schulden können nur mit Maßnahmen zur Schuldenerleichterung tragfähig sein, die viel weiter gehen, als Europa bislang vorgesehen hat", heißt es in einem Bericht des Fonds.

    Dazu werden drei Möglichkeiten genannt:

    Die Verlängerung der Zeit, in der das Land keine Schulden an die europäischen Partner zurückzahlen muss, von zehn auf 30 Jahre.

    Zweitens jährliche Transferleistungen an Griechenland, damit das Land seine Schulden bedienen kann.

    Drittens schlägt der IWF sogar einen Schuldenerlass vor, der von deutscher Seite bis zuletzt immer wieder abgelehnt wurde.

    Wie nun bekannt wurde,
    will US-Finanzminister Jacob Lew noch am Mittwoch nach Deutschland kommen und mit EZB-Präsident Mario Draghi über die Lage in Griechenland beraten. Am Donnerstag will er sich auch mit Finanzminister Schäuble treffen.

    Zu erwarten ist, dass Lew für weitergehende Schuldenerleichterungen, wenn nicht gar für einen Schuldenschnitt eintreten wird. Denn
    aus Sicht der USA können sich Europa und die NATO allein schon geostrategisch kein istabiles Griechenland leisten.


    von Christian Kreutzer bearbeitet von Stefan Obst 7/15/2015 6:50:24 AM
    Dieser Leser rät Luxemburg, zunächst vor seiner eigenen Tür zu kehren: 
    Bevor die Herren Politiker aus Luxemburg Kritik an Schäuble äußern, sollten sie in Luxemburg gegen die dortige "Steuervermeidung" für Amazon usw. vorgehen!Michaelum 9:13

    Wie kontrovers unsere Leser die Kritik an Schäuble beurteilen, zeigt dieser gerade eingegangene Kommentar:
    Schäubles Verhalten verstört mich sehr. Solange ich denken kann, habe ich ein derartig arrogantes und überhebliches Verhalten eines deutschen Politikers gegenüber einem anderen europäischen Volk noch nie erlebt. Ich weiß nicht, was diesen Mann treibt.Erika71um 8:53
    Kurz vor der Abstimmung des griechischen Parlaments über das Hilfspaket kocht die Stimmung in dem Land hoch. Aus Protest gegen neue Einsparungen sind Staatsbedienstete in einen 24-stündigen Streik getreten. Dem Ausstand schloss sich auch das Personal der staatlichen Krankenhäuser an, das nur noch Notfallpatienten behandeln will. Die griechischen Eisenbahnen werden schon seit Mitternacht bestreikt.

    Doch damit nicht genug. Gleichzeitig haben die Gewerkschaften des Landes für den Nachmittag zu Demonstrationen im Zentrum Athens aufgerufen.
    Diese Leserin versteht die Kritik an Schäuble nicht und stellt sich hinter den Finanzminister:
    So ist es immer , man spricht aus, was alle denken, und dann ist man der Böse. Ich wünschte mir mehr Soldarität auch für die Prügelknaben.Bea Frauum 8:54

    In der Nähe des griechischen Parlaments in Athen demonstrieren Bürger gegen die Annahme der neuesten Reform- und Sparmaßnahmen. (Foto: ap)

    Den Menschen in Griechenland ist die Verzweiflung angesichts der ausweglos scheinenden Situation in dem Land ins Gesicht geschrieben. (Foto: ap)

    "Größte Insolvenzverschleppung aller Zeiten"

    Der
    Bund der Steuerzahler fordert die deutschen Abgeordneten dazu auf, das neue Hilfspaket bei der Abstimmung Ende der Woche abzulehnen. Verbandspräsident Reiner Holznagel nannte den Umgang mit der Griechenlandkrise in der "Bild"
    die "größte Insolvenzverschleppung aller Zeiten", an der die Bundesregierung beteilgt sei.
    Regelrecht hin- und hergerissen ist diese Lesererin, die deutsche und griechische Interessen abzuwägen versucht. 
    Bisher war ich immer für einen Kompromiss, um Europa zusammen zu halten, aber die Bürger Deutschlands sind auch nicht alle "besser-verdienend" und können es sich nicht leisten, andere Länder zu subventionieren. Wenn dann auch noch freche Kommentare von allen Seiten im O-Ton "Deutschland soll still sein und für Griechenland bezahlen" kommen, beginne ich zu denken: Nein, irgendwann ist Schluss mit lustig! Das ist Insolvenzverschleppung!Gabriele Vierzig-Rostekum 9:49
    Griechenlands Bankkunden müssen sich auch nach dem Schuldenkompromiss gedulden. Die Banken des Landes bleiben bis einschließlich Donnerstag geschlossen.

    Diesen Zustand bezeichnet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret als "künstliches Koma". Er fordert, die nötigen Instrumente zu schaffen, "um Banken geordnet abwickeln zu können". Dazu gehört aus seiner Sicht auch die Beteiligung der Gläubiger einer Bank an deren Verluste im Falle einer Sanierung oder Abwicklung.
    Grüne wettern gegen Schäuble

    Auch die
    Grünen empören sich über Schäubles Vorschlag,
    Griechenland solle die Eurozone im Zweifelsfall mindestens fünf Jahre lang verlassen. "Dass eine deutsche Regierung offen einen Rückschritt in der europäischen Integration anstrebt, ist eine 180-Grad-Wende deutscher Europapolitik seit 1949", sagte der finanzpolitische Sprecher Gerhard Schick in der "Südwest Presse".

    Schick kritisert auch die Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket und nennt die von den Gläubigern geforderten Spar- und Reformmaßnahmen eine "Kaputtsparpolitik".

    Griechische Rentner warten vor der Nationalbank in Athen und hoffen auf etwas Bargeld. Rentner, die über keine Geldkarte verfügen, bekommen in den Filialen wöchentlich maximal 120 Euro ausgezahlt. (Foto: ap)


    Die Sitzverteilug im griechischen Parlament (Grafik: dpa)


    Asselborn rät Deutschland zu Zurückhaltung

    Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat Deutschland heftig kritisiert. Ihm zufolge solle Deutschland in der EU weniger dominant auftreten. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen Finanzminister Schäuble.

    Es wäre besser, wenn Berlin seine starke Rolle in Europa nicht so deutlich in den Vordergrund stellen würde: "Das starke Deutschland hat das gar nicht nötig. Das erzeugt nur unnötiges Unbehagen."

    Asselborn bemängelte zudem, dass das Schäuble-Papier, das mit dem Gedanken eines zeitweiligen Grexit spielte, bei den Partnern für massive Irritationen gesorgt habe. "Es entstand zunächst der Eindruck, dass es das Ziel der Bundesregierung sein könnte, den Grexit direkt anzusteuern."
    Neue Milliarden für Grichenland?

    In der Frage, wie Griechenland  die Zeit bis zu einem möglichen Inkrafttreten des dritten Hilfspakets finanziell überstehen könnte, zeichnet sich eine Lösung ab.


    Die EU-Kommission und Athen wollen den kurzfristigen Finanzbedarf nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters offenbar über den Rettungsfonds EFSM abdecken.

    Insge
    samt
    sieben Milliarden Euro sollen aus dem 2010 aufgelegten Fonds für eine Brückenfinanzierung genutzt werden, um den Bedarf des von der Pleite bedrohten Landes bis Ende Juli zu decken.

    Leser "Conrad" ist mit der gesamten Krisenpolitik unzufrieden und sieht Griechenland in die Enge getrieben.
    Ich finde das ganze Krisenmanagement höchst unprofesionell. Man kann Griechenland doch nicht helfen indem man dem Land immer mehr Schulden aufbürdet und es quasi entmündigt. Hilfe sieht anders aus.Conradum 11:46

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