Live-Blog zur Griechenland-Krise
Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

!#title!#

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Satte Bundestags-Mehrheit für Griechenland-Hilfen erwartet

    Trotz massiver Bedenken in der Union gegen neue Griechenland-Hilfen rechnen die Spitzen der Koalition fest mit einer satten Bundestagsmehrheit für Verhandlungen darüber. Das Parlament wird an diesem Freitag in einer Sondersitzung abstimmen, wenn Athen bis dahin alle Bedingungen erfüllt hat. 

    Bundeskanzlerin Angela Merkel empfahl mit "voller Überzeugung" ein Ja. Gleichzeitig wies sie Spekulationen zurück, sie könnte über eine Vertrauensfrage Druck auf die Unions-Skeptiker ausüben.

    Zuletzt hatten mehr als 100 Abgeordnete von CDU und CSU zu Protokoll gegeben, einem dritten Rettungsprogramm nicht mehr zustimmen zu wollen. Die SPD hatte dagegen im Februar geschlossen für die Verlängerung des letzten Griechenland-Hilfsprogramms votiert. Die Koalition verfügt über 504 von 631 Stimmen im Bundestag. 

    Das neue Hilfspaket für drei Jahre soll ein Volumen von 82 Milliarden bis 86 Milliarden Euro umfassen. Der Bundestag muss zunächst seine Zustimmung für Verhandlungen über die Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds ESM geben. 

    Erst nach einer Einigung  folgt dann ein zweites, entscheidendes Votum. Auch deswegen gilt ein klares Ja bei der ersten Abstimmung am Freitag als sicher.

  • Flasche leer in Athen - der Chefredakteur der NZZ verteidigt in einem lesenswerten Kommentar die beschlossenen Griechenland-Hilfen 



  • Keine Überraschung: 

    Griechenland wird die heute fällige Rate für einen IWF-Kredit in Höhe von 450 Millionen Euro nicht leisten. 
    Ungeachtet dessen will der Internationale Währungsfonds dem pleitebedrohte Griechenland aber auch weiterhin beistehen. "Der IWF steht bereit, um mit den griechischen Behörden und europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, um diese wichtigen Bemühungen voranzutreiben", teilte Sprecher Gerry Rice in Washington mit. 
  • Nicht nur ein Großteil der Bevölkerung außerhalb Griechenlands regt sich über die neuerlichen Milliarden-Hilfen an das verarmte Land auf. Auch die gebeutelten Griechen selbst haben nichts zu lachen. Deshalb ist auch diese Karrikatur eher zum Weinen: 

  • Die Finanzmärkte freuen sich über die Einigung. Was am Freitag schon mit Aktien-Kursgewinnen begann, setzte sich heute fort. Die Wirtschaftsredaktion von t-online.de hat das Börsen-Geschehen zusammengefasst: 

  • EZB stockt Nothilfen vorerst nicht weiter auf, Banken bleiben weiter geschlossen 


    Die Nothilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) an die griechischen Banken bleiben mindestens bis Donnerstag auf dem derzeitigen Niveau eingefroren.  Das habe der EZB-Rat am frühen Nachmittag in einer Telefonkonferenz beschlossen, berichtete das "Handelsblatt" mit Bezugnahme auf Finanzkreise. Eine EZB-Sprecherin bestätigte indes nur, dass die ELA-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") vorerst auf dem bisherigen Niveau bleiben. 


    Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache  vertraute Person berichtet, dass die Höchstgrenze für die ELA-Notkredite nicht verändert worden sei. Derzeit liegt das Niveau bei knapp 90 Milliarden Euro. 


    Sollten die nationalen Parlamente neuen Verhandlungen zustimmen, könnte die EZB den ELA-Kreditrahmen erneut erhöhen, verlautete aus Kreisen.


    Die griechischen Banken bleiben angesichts der schweren Finanzkrise mindestens bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Den entsprechenden Ministerialerlass habe Vize-Finanzminister Dimitris Mardas am Montag unterzeichnet, berichtete das griechische Fernsehen.

    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martin Mrowka 7/13/2015 5:08:03 PM
  • Der größte Kritiker der Verhandlungen mit den Geldgebern ist der ehemalige Finanzminister Gianis Varoufakis. In einem Interview mit der englischen Wochenzeitung "News Statement" gab er interessante Einblicke in seinen politischen Alltag und ließ an seinen Finanzminister-Kollegen kaum ein gutes Haar. 
    Gianis Varoufakis 

    Die Kollegen der "FAZ" haben das Interview gut zusammengefasst. Ein paar Auszüge daraus: 
    Niemand wollte Varoufakis' ökonomischen Argumente hören. Wenn er "logisch stimmige Argumente" vorgetragen habe, sei er nur angestarrt worden: "Man hätte auch die schwedische Nationalhymne vorsingen können - man hätte dieselbe Antwort bekommen", erzählte Varoufakis. Er hätte noch nicht einmal für Verärgerung gesorgt. Es sei einfach so gewesen, als habe er gar nicht gesprochen. 

    Der deutsche Finanzminister sei schwierig, aber durchweg beständig gewesen. Wolfgang Schäuble habe darauf bestanden, dass sich die neue griechische Regierung auch an Vereinbarungen hält, die die Vorgängerregierung beschlossen hatte. 

    Auf Varoufakis' Argument, das griechische Volk hätte demokratisch aber für etwas anderes plädiert, ist Schäuble kaum eingegangen: "Wir können unmöglich zulassen, dass eine Wahl alles ändert", soll Schäuble laut Varoufakis gesagt haben, schließlich gäbe es in der EU allenthalben irgendwo Wahlen, da könne man nicht immer die Verträge ändern.  

    Die Eurogruppe sei insgesamt vollständig von Deutschland beherrscht, glaubt Varoufakis. 


  • Viele Kommentare hier im Live-Blog fordern eine Volksbefragung in den Unterstützer-Ländern - beispielsweise  H.Englert:  
    Unsere Regierung sollte zu diesem Thema auch mal das Volk befragen wieH.Englertum 20:11
    Aber dann müsste ja jedes Land eine derartige Befragung durchführen. Und das Ergebnis fiele wohl eindeutig aus: Keine Hilfen für kaputte Länder!  
    Ketzerische Frage: Was wohl bei einer Volksbefragung in den USA, in Frankreich und in England über die Wiederaufbauhilfen für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg herausgekommen wäre? 

    Die Welt ist nicht ganz so einfach, wie es sich einige Kommentatoren vorstellen.
  • Ökonomen sind skeptisch

    Auch die deutsche Wirtschaft steht der Einigung mit Athen skeptisch gegenüber
    .
     "Die europäischen Steuerzahler werden wieder einmal genötigt, für viel Geld ein bisschen Zeit zu erkaufen", sagte der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, Lutz Goebel.

    "Das ist Insolvenzverschleppung. Griechenland wird seine Schulden nie zurückzahlen können. Es wird nur weiteres Geld ins Feuer geworfen." 

    Der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht zumindest "einen ersten Hoffnungsschimmer", sagte Präsident Eric Schweitzer.

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bewertet die
    Übereinkunft ebenfalls nicht als endgültigen Durchbruch.
    "Es wäre verfrüht, die Einigung als einen Erfolg anzusehen", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. "Es ist lediglich ein erster Schritt, die wirtschaftliche Abwärtsspirale Griechenlands aufzuhalten.

    Ifo-Präsident und Euro-Kritiker Hans-Werner Sinn glaubt, dass die Einigung auch nicht gut für Griechenland ist:  

    "Während der Beschluss den Rest Europas viel Geld kosten wird, wird all dieses Geld nicht genügen, um die griechischen Bürger zufriedenzustellen. Griechenland ist zu teuer und deshalb nicht mehr wettbewerbsfähig. Es macht keinen Sinn, die Probleme des Landes mit immer mehr Geld zuschütten zu wollen. Das ist teuer und verhindert die Schaffung wettbewerblicher Wirtschaftsstrukturen."


    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martin Mrowka 7/13/2015 7:51:49 PM
  • Steuerzahler-Bund kritisiert Griechenland-Einigung

    Quelle: dpa

    Ein wirkliches Happy End sieht anders aus. Die Einigung mit Griechenland über ein drittes Hilfspaket sorgt auch beim Steuerzahler-Bund für Empörung.

    Die Brüsseler Einigung stelle "eine Gefahr für die Bürger in Deutschland" dar, erklärte die Vereinigung.

    "Denn das Prinzip, Zeit für Griechenland mit viel Geld der Steuerzahler zu erkaufen, ist zum Scheitern verurteilt". Den Steuerzahlern würden weitere Haftungsrisiken aufgebürdet, die unvertretbar seien.

    Der Steuerzahler-Bund rechnet vor: Bereits jetzt hafte jeder sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland im Schnitt mit jeweils 2800 Euro für sämtliche Finanzhilfen, die Griechenland bisher gewährt worden seien. Ehrlicher und vernünftiger wäre es nun, einen Euro-Austritt Griechenlands einzuleiten, verbunden mit humanitären EU-Hilfen, so die Meinung des Verbands.
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Martin Mrowka 7/13/2015 7:51:53 PM
  • Was in den vergangenen Tagen als Drohung durch die Medien geisterte, wird offenbar zur Gewissheit: 

    Die Griechen wollen die neuen, harten Sparauflagen nicht widerspruchslos hinnehmen. 

    Die Gewerkschaft der Staatsbediensteten (ADEDY) rief zu einem landesweiten Streik für den Tag auf, an dem das Parlament in Athen zusammenkommt, um das erste Paket von Sparmaßnahmen zu billigen. Das werde wohl am Mittwoch sein, berichteten griechische Medien. 

    Mehrere hundert Staatsbedienstete haben bereits am Montagabend vor dem
    griechischen Parlament in Athen gegen die Fortsetzung der Sparpolitik
    demonstriert.
    Sie riefen die Regierung unter Alexis Tsipras und die Parteien
    auf, das neue von den Gläubigern des Landes geforderte Sparpaket nicht zu
    billigen.
    "Keine Austerität mehr", skandierten die Demonstranten, wie das
    Fernsehen berichtete.
     

  • Griechenland-Krise am Montag:

    -
    Der Euro-Gipfel hat mit der Einigung
    auf ein Spar- und Reformpaket nach 17 Stunden Verhandlungen am Montagmorgen den Weg für ein neues Hilfspaket geebnet

    - Spätestens am Mittwoch muss das Parlament in Griechenland den Forderungen zustimmen

    - Der EZB stockt die Nothilfen für die griechischen Banken vorerst nicht auf. Die Geldhäuser bleiben derweil bis Mittwoch weiterhin geschlossen

    - Tsipras: "Grexit" ist vom Tisch. Dennoch gerät der Regierungs-Chef im eigenen Land unter Druck. 

    - Börsen dank Einigung wieder im Aufwind

    Auch in Deutschland und anderen EU-Staaten müssen die Parlamente abstimmen. Der Bundestag kommt am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen. Teilweise reisen die Abgeordneten aus ihren Sommerdomizilen an.


  • Ein Überblick, was in Sachen Griechenland-Krise in den kommenden Tagen noch ansteht. 


    14. Juli: Reguläres Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Sie beschäftigen sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer für die Wirtschafts- und Budgetpolitik und behandeln den Bericht zur Vertiefung der Eurozone. Aber natürlich wird es auch um Griechenland gehen. Die Finanzstaatssekretäre der 19 Euro-Staaten wollen unabhängig von dem Ministertreffen über eine Brückenfinanzierung für Griechenland sprechen. Mit Ergebnissen wird nicht gerechnet. 

    15. Juli: Bis Mittwoch verlangt die Eurogruppe die Zustimmung des griechischen Parlaments zu zentralen Reformen als Voraussetzung für die Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Hilfspaket aus dem dauerhaften Euro-Rettungsprogramm ESM. 

    Die Angestellten im Öffentlichen Dienst Griechenlands kündigten zugleich einen 24-stündigen Streik für den Tag der Abstimmung an. 

    Staatspräsident François Hollande hat eine Debatte in der französischen Nationalversammlung für Mittwoch zu den Vereinbarungen mit Griechenland in Aussicht gestellt.

    16. Juli: Zumindest bis Donnerstag hält die Europäische Zentralbank die Notkredite für die griechischen Banken unverändert aufrecht. Auch nach der Einigung vom Montag erwarten Experten keine schnelle Öffnung der Banken oder eine Aufhebung der Kapitalkontrollen.

    17. Juli: Der Deutsche Bundestag stimmt in einer Sondersitzung über die Aufnahme von
    Verhandlungen ab
    - wenn Athen bis dahin alle Bedingungen erfüllt hat.
    Nach Abschluss der Verhandlungen müssen die Abgeordneten auch noch über das ESM-Hilfspaket entscheiden, bevor es in Kraft treten kann. 

    Weitere T-Bills, das sind griechische Anleihen mit kurzfristiger Laufzeit, in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig. 

    20. Juli: Athen soll bis dahin einen ersten Vorschlag zur Modernisierung der Verwaltung vorlegen. Die Ineffizienz der Verwaltung gilt als eines der größten Hindernisse bei der Umsetzung von Reformen. 

    Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte die EZB laut Experten kaum in der Lage sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu ermöglichen. 

    22. Juli:  Athen muss weitere Reformen beschließen. So sollen Gerichtsverfahren beschleunigt und die Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken umgesetzt werden.

    von Martin Mrowka bearbeitet von Özkan Canel Altintop 7/13/2015 7:52:34 PM
  • Guten Morgen aus der t-online.de-Redaktion! Auch heute informieren wir Sie an dieser Stelle über die Entwicklungen in der Griechenland-Krise.
  • Demonstranten protestieren in Athen gegen die von Brüssel geforderten Maßnahmen. Auf Spruchbändern forderten die Demonstranten "Streichung der Austerität, Erlass der Schulden" sowie ein "Nein zur neuen Einigung". (Foto: dpa)

  • Deutsche unterstützen Griechenland-Vereinbarung

    Eine Mehrheit der Deutschen begrüßt einer Umfrage zufolge die Schuldenvereinbarung, ist aber skeptisch, was deren Umsetzung durch die Regierung in Athen angeht.

    Die weitere finanzielle Unterstützung für Griechenland bezeichneten 52 Prozent der Befragten als richtig, wie aus einer Blitzumfrage für die ARD hervorgeht.

    44 Prozent halten die Unterstützung dagegen für falsch. Die von Griechenland verlangten Spar- und Reformauflagen finden demnach 57 Prozent angemessen und 22 Prozent nicht angemessen. Für 13 Prozent gehen sie zu weit.
  • Cameron will Griechenland nicht helfen

    Die britische Regierung will Medienberichten zufolge Athen nicht unterstützen.

    Vor dem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel habe der britische Ressortchef George Osborne darüber eine Reihe von Telefonaten mit seinen europäischen Kollegen geführt, berichteten die Zeitung "Financial Times" und andere Medien.

    "Klare Botschaft"

    "Unsere Kollegen von der Eurozone haben klar und deutlich die Botschaft erhalten, dass es nicht hinnehmbar wäre, in dieser Angelegenheit eine britische Unterstützung wiederaufzugreifen." Großbritannien müsste für die neuen Griechen-Hilfen rund eine Milliarde Euro berappen.

  • Euro unter Druck

    Der Euro ist trotz der Einigung im Schuldenstreit mit Griechenland weiter unter Druck geraten und unter die Marke von 1,10 US-Dollar gerutscht. Am frühen Morgen fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,097 Dollar, konnte sich aber wieder auf zuletzt 1,100 Dollar erholen.
  • Griechenland zahlt weitere Rate nicht an IWF zurück


     Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras muss die Reformen schnellstmöglich durch das Parlament bringen um an Geld zu kommen.


    Griechenland schafft es wieder nicht: Schon im Juni hatte Athen 1,6 Milliarden Euro an den IWF nicht überwiesen. Jetzt gerät Hellas noch tiefer in Zahlungsverzug. Die für Montag geplante Rückzahlung von 456 Millionen Euro ist nicht beim Währungsfonds eingegangen. Der Fonds sei im Vorfeld darüber informiert worden.

    Der IWF denkt nun über eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist nach.

    Griechenland ist übrigens das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht fristgerecht zurückzahlt.
  • Athen überweist Geld nach Japan

    Japanische Investoren können sich freuen.
    Denn Griechenland hat in der Nacht 144 Millionen Euro nach Tokio überwiesen.  Das teilte die die japanische Großbank Mizuho mit.  

    Die sogenannten Samurai-Bonds hatte die griechische Regierung vor genau
    zwei Jahrzehnten an private japanische Investoren ausgegeben.
    Sie
    wurden am Dienstag fällig.
  • Wie geht es mit Griechenland weiter?

    Nach zähen Verhandlungen gab es in der Nacht zum Montag eine Einigung zwischen den Staats- und Regierungschefs der Eurozone und Griechenland auf den Beginn von Verhandlungen für ein weiteres Hilfspaket. Wie geht es jetzt weiter? 

    Jetzt müssen die Parlamente entscheiden. Nach dem Willen der Geldgeber muss zunächst Athen den beschlossenen Maßnahmen zustimmen. Zentrale Forderung ist die Einrichtung eines Treuhandfonds, in den Vermögenswerte des Landes übertragen werden. Der Staatsbesitz soll dann nach und nach privatisiert werden. 

    Doch eine Zustimmung Athens bedeutet nicht automatisch ein Ende des Dramas. Denn auch andere nationale Parlamente müssen die Maßnahmen genehmigen:

    Deutschland, Estland, Finnland, Luxemburg, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien, Slowakei. In Frankreich hat Premierminister Manuel Valls eine Abstimmung angekündigt. 



    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 7/14/2015 7:35:54 AM
  • Ein User fragt derweil nach den Goldreserven: 

    Wieviel Gold besitzt Griechenland eigentlich ??Kabel-Geierum 9:26

    Wir klären auf: Laut IWF und World Gold Council besitzt  Griechenland rund 112 Tonnen Gold im Wert von 3,8 Milliarden Euro. Im Vergleich: Deutschland hortet 3383 Tonnen Gold im Wert von rund 115 Milliarden Euro.
  • Kann die Griechenland-Krise Angela Merkel den Job kosten? Wegen ihres harten Verhandelns wurden die Kanzlerin und Finanzminister Schäuble heftig kritisiert. 

    Hat User "W.Reinecke" Recht?
    Das wars für Merkel Tschüsssss!!!!W.Reineckeum 9:40


  • Schuldscheine als Lösung?

    Geht einem Staat das Bargeld aus, kann er Schuldscheine drucken, um seine Rechnungen im Inland bezahlen zu können. Beispielsweise inländische Kredite, Gehalt an die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und Renten. Das haben in der jüngeren Geschichte Argentinien und Kalifornien vorgemacht. 

    Schäuble schlägt das für Griechenland vor -  Athen lehnt das allerdings bisher ab. 

    Denn Schuldscheine bringen Probleme mit sich: Viele Banken und Unternehmen akzeptieren die Papiere nicht. Zudem könnte die Motivation für die Regierung sinken, weiter zu sparen. Denn sie kann jetzt eigenes Geld drucken. Eine Parallelwährung wäre die Folge. Experten sehen Schuldscheine deswegen sehr kritisch. 
  • Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble spalten unsere Leser. Es gibt sowohl Lob als auch heftige Kritik:

    Vielleicht sollte Herr Schäuble mal Urlaub in Griechenland machen, dann wüsste er, wo den Leuten der Schuh drückt. Jetzt auch noch die Idee mit den Schuldscheinen, ich glaube, unser Finanzminister ist urlaubsreifManfredum 9:58

    Voll des Lobes:

    Ich verstehe nicht, warum jetzt alle auf dem Schäuble rumhacken. Er ist scheinbar der Einzige, der den Durchblick hat.setusum 9:58

    Die Kanzlerin hat es doch auf den Punkt gebracht: Keine Zusage um jeden Preis. Das hat der Finanzminister auch konsequent in seinem Vorschlag beherzigt. Was also soll die Stänkerei in den Foren ? Geschmacklos & Schwachsinnig.Hermann Klausum 9:50

    Merkel und insbesondere Schäuble machen ihre Sache sehr gut !!!!!!!!!schluffium 9:47

    User "arnold52" macht es kurz zum Thema Merkel-Rücktritt:

    Sie muß gehenarnold52um 10:22










  • Abstimmung am Mittwoch

    Das
    griechische Parlament wird nach Informationen aus Regierungskreisen voraussichtlich am Mittwochabend über das erste Bündel von Spar-  und Reformmaßnahmen abstimmen.

    Innenminister Nikos Voutsis erwartet indes keine Probleme. Er rechnet fest mit einer Zustimmung.
  • Kauder wirbt um Zustimmung

    Die Skepsis in der Union über ein drittest Hilfspaket ist groß. Das wird auch Fraktionschef Volker Kauder erkannt haben. Er wirbt daher um Zustimmung zum Plan der Euro-Staaten. "Das Ergebnis ist in Ordnung", betonte er im ARD-Morgenmagazin. 

    Diesmal gehe es nicht um ein klassisches Hilfspaket, sondern um ein echtes Reformprogramm, das auch strukturelle Veränderungen vorsehen.

    "Es geht auch darum, Europa zusammenzuhalten", sagte er.
  • In Athen demonstrieren die Gegner der Sparmaßnahmen gegen die am Montagmorgen erzielte Einigung.
    Parlamentsgebäude in Athen: Ein Demonstrant breitet die griechische Flagge aus - kritische beäugt von Polizeikräften. (Foto: ap) 


  • Konjunkturerwartungen nur leicht eingetrübt

    Die Griechenland-Krise belastet die Konjunkturaussichten für Deutschland nur leicht.
     

    Der ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Punkte auf 29,7 Punkte. 

    Der Index für die konjunkturelle Lage verbesserte sich sogar um einen Punkt auf 63,9 Punkte.


  • Schäuble schlägt Schuldscheine für Griechenland vor

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will Griechenland offenbar mit Schuldscheinen über Wasser halten.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat wieder eine Idee. Nachdem er mit einem Grexit auf Zeit bei den Genossen für Verwirrung sorgte, schlägt er jetzt Schuldscheine als Brückenfinanzierung für Griechenland vor. 

    Mit den Schuldscheinen könne Athen einen Teil seiner inländischen Zahlungsverpflichtungen bedienen, berichtete das "Handelsblatt".  Einige Experten warnen allerdings, dass sie ein erster Schritt zu einer Parallelwährung sein könnten. 

    Aber auch andere Optionen waren offenbar Thema beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag. 

    So könnte der EU-Rettungsfonds EFSM reaktiviert werden, der noch über 11,5 Milliarden Euro verfüge. Da es sich um ein EU-Budget handelt, müssten alle Staaten einer Auszahlung zustimmen. Großbritannien hat bereits eine Ablehnung angedeutet.

    Als weitere Variante könnten Zinsgewinne genutzt werden, welche die Europäische Zentralbank und die Euro-Notenbanken mit ihren griechischen Staatsanleihen erzielen. Dies seien für 2014 und 2015 insgesamt 3,2 Milliarden Euro.

    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 7/14/2015 10:12:30 AM
  • Ökonomen zweifeln an Privatisierungsplänen Griechenlands

    Kernforderung aus Brüssel an Griechenland ist die Privatisierung von Staatsbesitz. Bis zu 50 Milliarden Euro sollen so zusammenkommen.

    In einer Reuters-Umfrage bezweifeln allerdings  zwei Drittel der befragten Ökonomen, dass Griechenland die geplanten 50 Milliarden Euro flüssigmachen kann. 
  • Wird das griechische Parlament die Einigung von Brüssel zwischen Ministerpräsident Tsipras und den Euro-Partnern mittragen?
    Die heute Morgen verkündete Zuversicht von Innenminister Niksos Voutsis könnte trügen. Jedenfalls steht sowohl Tsipras' eigenes Linksbündnis Syriza als auch die Koalition mit den Rechten vor der Abstimmung am morgigen Mittwoch vor einer Zerreißprobe beziehungsweise auf der Kippe. Der Regierungschef dürfte auf Stimmen aus der so verhassten Opposition angewiesen sein.

    Und viele Beobachter in Griechenland, aber auch in Deutschland glauben nicht, dass Tsipras seine Zustimmung mittelfristig politisch übereleben wird. Denn: Das jetzt zur Debatte stehende Sparprogramm geht in den Augen vieler weit über das hinaus, was die Griechen bei der Volksabstimmung Anfang Juli abgelehnt hatten.

    Und wenn das griechische Parlament "Nein" sagt - wird dann der Bundetag wie geplant an Freitag abstimmen? Theoretisch könnte es da vielleicht tun, aber praktisch hätte das keinen Sinn. Dann Könnte ja Griechenland seinen Teil der Vereinbarung von Brüssel nicht erfüllen.


  • Zum Luftholen und Schmunzeln
    zwischendurch eine schöne Zitate-Sammlung
    aus dem SZ-Magazin zum Thema Griechenland. Die ist zwar schon von 2012, aber immer noch lustig:
    'Spanien ist nicht Griechenland, aber Griechenland ist Spanien'
    'Spanien ist nicht Uganda'

    'Uganda will gar nicht Spanien sein'


  • "Merkel und Schäuble haben getan, was getan werden musste"

    Angela Merkel und Wolfgang Schäuble beraten sich mit ernster Miene. (Foto: dpa) 

    Die User von t-online.de stellen sich mehrheitlich auf die Seite von Merkel und Schäuble. So schrieb User "Kolibri50" zum Beispiel:

    Merkel und Schäuble haben getan was getan werden mußte und sie haben ihre Arbeit gut gemacht!Kolibri50um 11:12

    Nach der Einigung warfen Kritiker Merkel und Schäuble vor, Griechenland durch zu viele Auflagen zu strangulieren. In einer Umfrage wollten wir wissen, ob dies eine Wiederwahl Merkels gefährden könnte. Eine große Mehrheit der User hat darauf mit "Nein" geantwortet. "Frau Merkel hat alles richtig gemacht", schreibt Userin "Ute" zum Beispiel. Und "gang" meint: "gut, dass wir Schäuble und Merkel haben!"

    Das findet auch User "WV": "Merkel und Schäuble handeln richtig, für sie muss Deutschland an erster Stelle stehen, dann kommt die EU und dann Griechenland."

    Einige sind geradezu begeistert vom deutschen Finanzminister"Ich finde, dass Herr Schäuble der einzige ist, der noch klaren Sachverstand beweist und sich nicht von Emotionen leiten lässt."

    "Der Herr Schäuble steigt in meinem Ansehen, der geht mit dem Geld nicht so leichtsinnig um, werde ein richtiger Fan von ihm", schreibt User "Nein, aber Volksentscheid...".

    Und "Reune" glaubt sogar, im Finanzminister stecke noch mehr drin: "Wenn Herr Schäuble Bundeskanzler wäre, würde alles viel besser. Dann könnten Typen wie Tsipras uns Deutschen nicht ständig auf der Nase herumtanzen und mit uns ihr Katz-und-Maus-Spiel treiben."

    Die Freude ist jedenfalls groß: "Unsere Nachkommen werden Herrn Schäuble noch dankbar sein!!", schreibt "Fiedi". 

    Deutlich weniger Kommentare erreichen uns, die Kritik am Kurs der deutschen Regierung äußern. "Herr Schäuble, halten Sie sich zurück!", mahnt User "Bert Pavel". "Deutschland wird zum Feind Europas", fürchtet er.

    In die gleiche Richtung geht der Beitrag von User Gabor Wenczel:

    Schäuble und Merkel sollen endlich zuhause regieren statt ständig in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, ja zu diktieren was die anderen zu tuen haben.Was sie tuen ist gleichzustellen mit einer wirtschaftlicher Anexion anderer.Gabor Wenczelum 11:19


    von Martina Engesser bearbeitet von Volker Dohr 7/14/2015 12:18:51 PM
  • Guten Nachmittag!

    Kollege Eger verabschiedet sich für heute, ich werde dann ab jetzt die kommenden Stunden hier mit Ihnen verbringen.
  • Hashtag "BoycottGermany" bei Twitter am meisten geklickt


    Deutschland war schon einmal beliebter - zumindest im Netz. Denn bei Twitter macht seit heute Morgen das Schlagwort "BoycottGermany" die Runde. Darin wird - man mag es sich fast denken - als Reaktion zur Politik von Merkel und Schäuble zum Nichtkauf deutscher Produkte aufgerufen. Der Hashtag war zeitweise der am meisten geklickte bei Twitter.
  • Kabinett wird umgebaut - vermutlich schon Morgen

    Ministerpräsident Tsipras wird nach Angaben des griechischen Wirtschaftsministers Georgios Stathakis wahrscheinlich nach der Parlamentsabstimmung am Mittwoch das Kabinett umbilden. 

    Bei Bloomberg TV sagt der Minister weiter, die Banken des Landes würden erst wieder geöffnet, wenn die EZB ihre finanzielle Unterstützung erneuert habe.

    Schlechte Nachrichten kommen derweil vom Internationalen Währungsfond (IWF): Der hat errechnet, dass Griechenlands Schuldenberg mit dem dritten Hilfsprogramm noch einmal drastisch wachsen wird. Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu rechnen, heißt es in einer dreiseitigen IWF-Unterlage. "Die griechischen Schulden sind in höchstem Maße unhaltbar geworden", heißt es in der Aktualisierung der vor knapp zwei Wochen veröffentlichten IWF-Analyse zur Schuldentragfähigkeit weiter. Das Land benötige Schuldenerleichterungen weit jenseits der bisherigen Erwägungen.
    von Volker Dohr bearbeitet von Christian Kreutzer 7/14/2015 12:32:41 PM
  • Gauck verteidigt Merkel und Schäuble

    Bundespräsident Joachim Gauck hat Kritik an einer angeblich zu harten Haltung Deutschlands gegenüber 
    Griechenland zurückgewiesen. "Ich teile diese Kritik nicht", sagte Gauck während seines Staatsbesuchs in Irland.

    "So ein großes Land muss sich auch Überlegungen gestatten für verschiedene Lösungswege, und deshalb kann man nicht sagen, dass es irgendeine deutsche Regierung gegeben hat oder gibt, die daran interessiert ist, dass 
    Griechenland scheitert."

    Gauck sagte weiter, er könne nicht erkennen, dass es ein Defizit der Solidarität der Deutschen mit 
    Griechenland gebe. "Wir haben über viele Jahre hinweg gezeigt, dass wir ein Interesse am Zusammenhalt in Europa haben, und dass uns eine Politik des Abbröckelns an den Rändern nicht gefällt."
  • EFSM soll einspringen

    Die EU-Kommission wird einem Insider zufolge den Finanzministern empfehlen, Geld aus dem EFSM-Rettungsfonds der Gemeinschaft für die Überbrückung der Zahlungsschwierigkeiten 
    Griechenlands zu verwenden.

    Ob das so kommt, ist jedoch strittig: Nicht-Euro-Staaten wie Großbritannien bremsen bei der geplanten Brückenfinanzierung. Bei einem Treffen der EU-Finanzminister wurde deutlich, dass es in London, aber auch in Stockholm und Prag Einwände gibt, Geld aus einem schon länger bestehenden EU-Rettungstopf einzusetzen. "Die Euro-Zone muss ihre Rechnung selber zahlen", sagte der britische Schatzkanzler George Osborne.

    Nach einer Grundsatzeinigung des Euro-Gipfels vom Montag wird nun überlegt, wie Athen vor Abschluss eines Rettungsprogramms geholfen werden kann.
    Griechenland muss im laufenden Monat 4,2 Milliarden Euro an Gläubiger zurückzahlen und hat dieses Geld nicht.

  • Hollande: Griechenland nicht gedemütigt

    Griechenland ist nach den Worten des französischen Präsidenten François Hollande durch die Beschlüsse des Eurozonen-Gipfels nicht "gedemütigt" worden. Für ihn sei es nicht hinnehmbar, "dass ein Volk gedemütigt werden könnte", sagte Hollande in einem Fernseh-Interview. "Eine Demütigung wäre es gewesen",Griechenland "aus der Eurozone herauszuwerfen", fügte Hollande hinzu.

    Hollande zeigte Verständnis für die Position der Bundesregierung im Kreis der Eurozone. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe "Gründe gehabt, misstrauisch zu sein". Merkel hatte vor dem Euro-Sondergipfel gesagt, es werde "keine Einigung um jeden Preis geben", Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte einen vorübergehenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone ins Gespräch gebracht. "Ohne das deutsch-französische Paar" hätte es in Brüssel "keine Einigung" über den Umgang mit den griechischen Schulden gegeben, fügte Hollande hinzu.

  • Merkel-Politik findet bei Grünen-Wählern die größte Unterstützung

    Angela Merkel (CDU) bekommt für ihr Vorgehen in der 
    Griechenland-Krise gute Noten von den Wählern - vor allem von den Anhängern der Grünen. In einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL bescheinigten 55 Prozent aller Befragten der Kanzlerin, sich beim Krisenmanagement alles in allem richtig verhalten zu haben. Von den befragten Grünen-Anhängern waren sogar 75 Prozent mit Merkels Vorgehen zufrieden - und damit mehr als in Merkels eigener Partei: Unter den Anhängern der Union gaben 66 Prozent der Kanzlerin gute Noten.

    Dass Merkel sich in der 
    Griechenland-Krise richtig verhalten habe, fanden auch 62 Prozent der SPD-Anhänger und immerhin 53 Prozent der Linken-Sympathisanten. 
  • "Euro-Rebellen" erteilen Kauder eine Absage

    Noch vor der Abstimmung über ein drittes Hilfspaket im Bundestag bleiben die so genannten Euro-Rebellen bei ihrer Ablehnung der Rettungsmaßnahmen. Vor allem Wirtschaftspolitiker wie Hans Michelbach (CSU) und Christian von Stetten (CDU) äußerten sich ablehnend, auch der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU) will nicht zustimmen. Noch nicht ganz entschieden hat sich offenbar Fraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU).

    Die Kritik insbesondere an Schäubles harter Verhandlungsführung in Brüssel wies Friedrich zurück.
    Merkel und Schäuble hätten "für die Einhaltung der Regeln im Euroraum" gesorgt, sagte der frühere Bundesinnenminister der "Saarbrücker Zeitung".

    Fraktionschef Volker Kauder versucht derzeit, die CDU auf Kurs zu bringen.
  • Wusste Gabriel doch Bescheid?

    Für den Vorstoß, dass Athen bei einem Scheitern von Verhandlungen im schlimmsten Fall für mindestens fünf Jahre die Euro-Zone verlassen müsste, hat Finanzminister Wolfgang Schäuble international viel Prügel einstecken müssen. Vor allem SPD-Chef Sigmar Gabriel wollte von den Plänen nichts gewusst haben und distanzierte sich zunächst davon.

    Bei einer Pressekonferenz in Brüssel erinnerte Schäuble am Dienstag Gabriel, ohne diesen beim Namen zu nennen, jedoch daran, was vorigen Donnerstagabend mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im engsten Kreis für den Euro-Sondergipfel beredet worden war: "Ich will Ihnen nur ganz liebenswürdig sagen: Ich habe keinen Vorschlag gemacht, der nicht innerhalb der Bundesregierung - und zwar in der Sache und in der Formulierung - abgesprochen war."

  • "Der Grieche hat jetzt lange genug genervt"

    Eine Äußerung von CDU-Vize Thomas Strobl zum griechischen Schuldendrama sorgt für Wirbel. Strobl, der auch CDU-Landeschef in Baden-Württemberg ist, hatte am Montagmorgen kurz nach den ersten Meldungen über ein drittes 
    Griechenland-Hilfspaket in Berlin in die Fernsehkameras gesagt: "Der Grieche hat jetzt lange genug genervt. Jetzt hoffen wir, dass es eine gute Lösung gibt."

    In sozialen Netzwerken und der baden-württembergischen SPD gab es zum Teil heftige Kritik. SPD-Landeschef Nils Schmid schrieb am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Schämen Sie sich, Herr Strobl!" Der SPD-Landtagsabgeordnete und gebürtige Grieche Nikolaos Sakellariou meinte in Facebook: "Mein Kandidat für das Unwort des Jahres 2015: 'Der Grieche hat lange genug genervt.' (Auch wenn es mehr als ein Unwort ist)."

Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform
Anzeige
Shopping
Topmodern - hochwertige Badmöbel im Sale

Badezimmerschränke, Badmöbel-Sets, Regale u.v.m. bis zu 50% reduziert. bei moebel.de

Shopping
Under the sun: der neue boho-inspirierte Trend

jetzt entdecken bei BONITA Shopping

Anzeige
Video des Tages
Schock 
Ungeahnte Gefahr aus dem Meer zieht Kind ins Wasser

Das vermeintlich zutrauliche Tier schnappt nach einem kleinen Mädchen - und zieht das Kind ins Wasser. Video



Anzeige
shopping-portal