Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

    Ist der "Grexit" vom Tisch? "Definitiv ja"

    Das hat zumindest der Finanzminister Zyperns im Vorfeld des Euro-Länder-Treffens zur Griechenland-Krise gesagt. Gleichzeitig sagt
    Harris Georgiades, Griechenland brauche einen ambitionierten Reformplan - diese Erkenntnis ist nicht neu. Aber seine Aussage könnte darauf hindeuten, dass sich die EU-Länder verpflichtet haben, eine Lösung zu finden.
    Litauen dementiert angebliche Forderungen nach "Grexit auf Zeit"

    Als "völligen Unsinn" hat Litauens Finanzminister Rimantas Sadzius Berichte über angebliche Forderungen seines Landes nach einer fünfjährigen Euro-Auszeit Griechenlands bezeichnet. Bundesfinanzminister Schäuble hatte das ins Spiel gebracht. Sadzius sagte am Rande des Euro-Finanzminister-Treffens, die Gespräche über die Spar- und Reformpläne aus Athen seien "wirklich schwierig".
    Zur Person Schäuble und dem Vorschlag "Grexit auf Zeit" haben unsere User sehr unterschiedliche Meinungen. Ein paar Beispiele:
    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Keine weiteren Hilfsaktionen für Griechenland! Wer so unsolidarisch ist, gehört nicht mehr dazu. Griechenland hat die Chance der letzten fünf Jahre vertan!chronosum 13:20
    Herr Schäuble ist wohl der einzige der hier noch richtig rechnen kann.GWBum 13:21
    Mehr Spannungen zwischen Deutschland und Griechenland kann es kaum geben. Ich bin Herrn Schäuble sehr dankbar, dass er so bedacht mit der aktuellen Situation umgeht. Herr Schäuble, bleiben Sie Ihrer Linie treu denn sie repräsentiert mehrheitlich den Willen des deutschen Volkes!JimmyXL59um 13:27
    Vielleicht wäre es der Sache dienlich, wenn nach Herrn Varoufakis auch der zweite Rambo - nämlich Herr Schäuble - die Verhandlungsrunde verlassen würde. Er will mit dem Kopf durch die Wand und Europa geht ihm offensichtlich am A. vorbei.Regnitzum 13:31
    Die Grenzöffnung und der Euro waren ein Verrat an der westdeutschen arbeitenden Bevölkerung. Aber jetzt auf einem Volk rum zu trampeln, das nicht mehr kann, wie der Schäuble, das ist blanker Zynismus und geradezu Sadismus. "Hüte Dich vor den Gezeichneten".Willium 13:32
    Herr Schäuble soll bitte zurücktreten.Margot Hoffmannum 13:34

    Eine Ein-Personen-Demo vor dem Bundeskanzleramt in Berlin:

    (Foto: dpa)


    "Grexit auf Zeit" wäre "Grexit"

    Der vom deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble ins Spiel gebrachte Vorschlag eines vorübergehenden Euro-Abschieds stößt bei Ökonomen auf Bedenken.
    "Die Spannungen zwischen Griechenland und Resteuropa dürften zunehmen, wenn Griechenland wie ein Schuljunge vor die Tür geschickt wird - auf dass es Besserung zeige", sagt Deutsche-Bank-Experte Nicolaus Heinen. "'Grexit auf Zeit' ist 'Grexit'", betont Berenberg-Bank-Chefvolkswirt Holger Schmieding.

    Auch Luxemburg warnt Deutschland vor Planspielen zu einem Grexit. "Wenn Deutschland es auf einen 'Grexit' anlegt, provoziert es einen tiefgreifenden Konflikt mit Frankreich. Das wäre eine Katastrophe für Europa", sagt der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn der
    "Süddeutschen Zeitung".

    "Mister Zickzack" unter Druck


    Sigmar Gabriels Kurs in der Griechenland-Frage verstört zunehmend die SPD-Mitglieder. Dass Teile der Basis bereits rebellieren, können SIe hier nachlesen.

    Euro-Länder wollen Entscheidung zu Griechenland

    Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone sind angeblich entschlossen, eine Entscheidung zu Griechenland zu fällen - wie auch immer. "Das ist ein entscheidender Augenblick in der europäischen Geschichte", sagte ein EU-Diplomat.

    Dank der kurzfristigen Absage des Gipfels mit allen 28 EU-Staaten bleibe den 19 Euro-Ländern mehr Zeit für Beratungen.
    Das Spitzentreffen der Euro-Chefs ist für 16 Uhr angesetzt.

    Dabei sei nur ein Konsens-Entscheid möglich - das heißt im Gegenschluss, dass ein einziger Staat einen Beschluss verhindern könnte. Falls sich die "Chefs" gegen die Verhandlungen mit Griechenland aussprechen sollten, drohen die Staatspleite und der Austritt aus dem Eurogebiet.

    Zurzeit verhandeln noch die Euro-Finanzminister in Brüssel. Die steuern nach Einschätzung eines EU-Diplomaten gerade auf eine Übergangslösung zu, um den Weg für den Beginn formaler Verhandlungen über ein weiteres Rettungspaket für Griechenland zu ebnen.

    Damit gebe es auch "grünes Licht" für die Europäische Zentralbank, die Nothilfen für griechische Banken wieder zu erhöhen. Ihnen droht ohne weitere Hilfen in den kommenden Tagen das Geld auszugehen.


    Scheint etwas einsam zu sein: der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Im Hintergrund IWF-Chefin Lagarde. (Foto: dpa)

    Tsipras will Kompromiss im Schuldenstreit

    Vor dem Auftakt des Euro-Krisengipfels gibt sich Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras bereit zu einem "ehrlichen Kompromiss". "Das schulden wir den Völkern Europas, die Europa vereint wollen und nicht gespalten", sagte Tsipras. "Wir können heute Abend eine Einigung finden, falls alle Seiten das wollen."
    Hilft Russland Griechenland mit Energielieferungen?

    Die Regierung in Moskau erwägt, der angeschlagenen griechischen Wirtschaft mit direkten Brennstofflieferungen unter die Arme zu greifen.
    Russland wolle mit einer größeren Zusammenarbeit auf dem Energiesektor die Ankurbelung der griechischen Wirtschaft unterstützen, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

    "Deshalb prüfen wir derzeit die Möglichkeit, schon bald mit direkten Lieferungen von Energiequellen zu beginnen." Um welche Energieträger es dabei gehen soll, ließ Nowak offen. Nach seinen Angaben rechnet sein Ministerium mit einer entsprechenden Übereinkunft binnen weniger Wochen.


    Das Schuldendrama
    um Griechenland beschäftigt offenbar auch die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS.



    Griechenland-Beschlüsse werden "Chef-Sache"

    Das Treffen der Euro-Finanzminister ist vorbei. Eine Erklärung der Minister wurde an die Staats- und Regierungschefs geschickt. Nach Angaben von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem liegt die Entscheidung nun bei deren Euro-Sondergipfel.

    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/12/2015 2:20:23 PM
    Zum Abschalten von der harten Politik empfiehlt sich zwischendurch ein wenig Kabarett zum Thema.

    Die Anstalt: Folge 10 Griechenland 31.03.2015 - Max Uthoff und Claus von Wagner - Bananenrepublik
    von Bananenrepublik1 via YouTube

    Euro-Gruppe drückt aufs Tempo

    Nach Angaben des finnischen Finanzministers Alexander Stubb erwartet die Euro-Gruppe von Griechenland, erste Reformmaßnahmen bis zum Mittwoch durch das Parlament zu bringen.
    Man habe dazu ambitionierte Vorschläge gemacht. Die Forderungen der Finanzminister umfassten weitreichende Maßnahmen in den Bereichen Mehrwertsteuererhebung, Renten und Privatisierungen.
    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/12/2015 2:44:18 PM
    "Eine Reihe von großen Fragen" sei immer noch offen, sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Darüber müssten nun die Staats- und Regierungschefs entscheiden, die zur Stunde in Brüssel zusammensitzen. Ersten Meldungen zufolge nehmen die Finanzminister auch das griechische Parlament in die Pflicht, das bis Mitte der Woche eine Reihe von Reformen beschließen müsse. Erst dann könne es Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket geben. Auf die Frage, ob ein "Grexit" vom Tisch sei, sagte Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling: "Aktuell ist er vom Tisch".
    Dann könnte man ja allen mal zurufen: Macht doch mal Pause von der Währung

    Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann zum Vorschlag eins Grexits auf Zeit.

    So sieht es aus, wenn die Mächtigen der Euro-Zone zusammensitzen.


    Gibt es im griechischen Schuldendrama heute in Brüssel eine Lösung oder nicht? Die Euro-Finanzminister wollen die endgültige Entscheidung  den Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone überlassen, die zur Stunde zusammensitzen. Vom zuvor beendeten Treffen der Euro-Gruppe ist nur wenig nach außen gedrungen. Laut Diplomaten sollen aber mehr als zehn Staaten skeptisch gegenüber Griechenland aufgetreten sein. Darunter Deutschland. Unterstützung für Athen soll es vor allem von Frankreich gegeben haben.
    Dass nach wie vor viele Euro-Staaten skeptisch gegenüber den griechischen Vorschlägen sind, scheint auch dieser Tweet des ZDF-Korrespondenten Stefan Leifert zu unterstreichen, der den Präsidenten des EU-Parlaments zitiert.


    Eine ganze Reihe an Staats- und Regierungschef hat vor Beginn des Gipfels in Brüssel eine kurze Erklärung abgegeben. Was sie zu sagen hatten, können Sie in in dem Video von Spiegel Online sehen.



    Das ist offenbar die Liste der Maßnahmen, die das Parlament in Griechenland schon bis Mittwoch verabschieden muss.



    "Grexit auf Zeit" in Klammern im Ministerpapier

    Der Vorschlag von Finanzminister Schäuble, wonach die Griechen auf Zeit aus dem Euro ausscheiden könnten, findet sich auch in dem Papier, den die Euro-Finanzminister an die Staats- und Regierungschefs übergeben haben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP steht er in dem Dokument in Klammern.

    Merkel: "Keine Einigung um jeden Preis"


    Die Euro-Länder sind im Grunde entschlossen, eine Entscheidung in der Griechenland-Krise herbeizuführen - eine Einigung um jeden Preis wird es aber wohl nicht werden. Das ist jedenfalls die Haltung von Angela Merkel, Regierungschefin des wirtschaftlich stärksten Euro-Landes.

    Die Lage sei "extrem schwierig", sagte Merkel vor Beginn des Euro-Zonen-Sondergipfels in Brüssel. Die Euro-Finanzminister hätten sich zuvor nicht auf ein einvernehmliches Papier mit einer Empfehlung einigen können. Griechenland befinde sich nicht nur in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage. Zudem sei in den vergangenen Monaten "die wichtigste Währung verloren gegangen ..., das ist das Vertrauen und die Verlässlichkeit", sagte Merkel.

    Sie kündigte harte Gespräche im Kreis der 19 Euro-Regierungschefs an.
    "Es wird auch keine Einigung um jeden Preis geben." Sie wisse, dass die Nerven angespannt seien. Aber es müsse sichergestellt werden, dass am Ende bei einer Lösung sowohl für Griechenland als auch für die Euro-Zone die Vorteile die Nachteile überwögen.

    Hollande: Kein "Grexit auf Zeit"

    Gleichzeitig erteilte Frankreichs Staatschef Hollande dem Vorschlag eines "Grexits auf Zeit" eine Absage. Diesen zeitlich begrenzten Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hält Hollande nicht für möglich.

    Viel unterwegs: Kanzlerin Merkel in Brüssel (Foto: dpa)


    von Jan Eger, t-online.de bearbeitet von Ingo Konrad, t-online.de 7/12/2015 4:43:51 PM
    Linkspartei kritisiert Grexit-Vorschlag

    Der Vorschlag eines Grexit auf Zeit erhitzt auch innenpolitisch die Gemüter. Nach den Grünen übt auch die Linkspartei scharfe Kritik an dem Vorstoß. Er sei "entsetzt und fassungslos über das Verhalten von Bundesfinanzminister Schäuble. Er entwickelt sich gerade zum Totengräber der Eurozone und Frau Merkel schweigt dazu", sagte Parteichef Bernd Riexinger.

    Das steht in dem Papier der Euro-Finanzminister

    Vier Seiten mit Bedingungen an Griechenland  hat die Euro-Gruppe an den Gipfel der Staats- und Regierungschefs weitergegeben. Auch wenn einige davon noch umstritten sind, müsste Athen diese Reformen wohl erfüllen, ehe Gespräche über ein neues Hilfsprogramm beginnen könnten.

    - Verabschiedung eines ersten Gesetzespaketes bis Mittwoch (15. Juli): Dabei geht es etwa um eine Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer sowie die Reform des Rentensystems.

    - Privatisierungen: Im Gespräch ist unter anderem ein Treuhandfonds in Luxemburg. Er könnte Vermögen im Wert von 50 Milliarden Euro umfassen. Die Gewinne aus der Veräußerung des Staatsvermögens sollen in den Schuldenabbau fließen.

    - Reform der griechischen Verwaltung unter der Aufsicht der EU-Kommission: Die Athener Regierung soll bestimmte Gesetzesentwürfe mit den Geldgeber-Institutionen - also EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) - abstimmen noch bevor sie ans Parlament gehen. De facto wäre das die Rückkehr der
    ungeliebten "Troika", die schon seit längerem nicht mehr so heißen darf.

    - Der Finanzbedarf Griechenlands wird auf 82 bis 86 Milliarden Euro geschätzt. Ein Fonds zur
    Kapitalisierung und Abwicklung klammer Banken könnte 10 bis 25 Milliarden Euro umfassen.

    - Die Europartner wollen Erleichterungen beim griechischen Schuldendienst erwägen. Ein klassischer Schuldenschnitt ("haircut") komme aber nicht infrage. Erleichterungen waren schon 2012 von der Eurogruppe in allgemeiner Form in Aussicht gestellt worden.

    - Die Drohung: "Falls keine Vereinbarung erzielt werden kann, sollten Griechenland rasche Verhandlungen über eine Auszeit von der Euro-Zone angeboten werden, mit möglicher Restrukturierung von Schulden", heißt es in dem Papier in Klammern als eine Art Formulierungsvorschlag an die Staats- und Regierungschefs.


    Gipfel unterbrochen - Merkel und Tsipras kommen in kleiner Runde zusammen

    Der Sondergipfel der Eurozone zu Griechenland ist unterbrochen worden. EU-Ratspräsident Donald Tusk habe die Gipfel-Verhandlungen "für bilaterale Treffen auf der Suche nach einem Kompromiss ausgesetzt", teilte ein Sprecher Tusks über Twitter mit.

    Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk zogen sich zu Beratungen im kleinen Kreis zurück.




    Beim  Gipfel in Brüssel geht es nun wieder in großer Runde weiter.


    Gauck verteidigt Kurs der Bundesregierung

    Bundespräsident Joachim Gauck hat den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble in der Debatte über neue Griechenland-Hilfen verteidigt. Es gehe der Kanzlerin nicht "um irgendeinen Sieg", sondern darum, eine Situation zu beenden, "wo Regeln ganz offenkundig über viele Jahre entweder missachtet oder nicht ausreichend kontrolliert" wurden,
    sagte Gauck im ZDF.
    Autonome demonstrieren gegen Sparpolitik

    Mehrere hundert Autonome und Bürger haben am Sonntagabend vor dem Parlament in Athen gegen die Fortsetzung der Sparpolitik demonstriert. Die Teilnehmer forderten die Regierung auf, die griechischen Schulden nicht zurückzuzahlen. Die Demonstration verlief friedlich, wie griechische Medien berichteten. Die vor dem Parlament postierten Polizisten mussten nicht eingreifen (Foto: Reuters).


    Auch Schäuble verhandelt im kleinen Kreis

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist nach einem Bericht der griechischen Zeitung "Kathimerini" am Rande des Euro-Sondergipfels zu Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus Paris und Athen zusammengekommen. Schäuble sei mit Michel Sapin und Euklid Tsakalotos zusammengetroffen, meldete das Blatt auf Twitter ohne nähere Angaben.
    Finanzbedarf Griechenlands laut Euro-Gruppe noch höher

    Athens Finanzbedarf in einem dritten Hilfsprogramm
    liege zwischen 82 und 86 Milliarden Euro, heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier der Euro-Gruppe. Das Papier wurde laut Vertretern der Euro-Zone den Staats- und Regierungschefs am Sonntag zur Beratung vorgelegt. In einer früheren Version waren noch 74 Milliarden Euro genannt worden.
    Griechen: Rettungsplan "sehr schlecht"

    Innerhalb der griechischen Regierung hält man offenbar nicht so viel von dem bislang vorliegenden Rettungsplan.
    Die Vorschläge seien "sehr schlecht", hieß es aus griechischen Regierungskreisen in Brüssel. Trotzdem wolle Athen aber weiterhin "Lösungen finden".
    Wetten daß: In spätestens einer Woche hat Tsypras den Rücktritt der griechischen Regierung erklärt und Neuwahlen angesetzt.bertum 21:40

    Lieber bert,
    das ist gar nicht einmal so unwahrscheinlich - die "Bild" will bereits erfahren haben, dass noch 2015 Neuwahlen angesetzt sind. Ob das jedoch so kommt, ist offiziell nicht bestätigt.
    Gabriel wird nicht über "Grexit" debattieren

    In einem Brief an die SPD-Bundestagsabgeordneten haben SPD-Chef Sigmar
    Gabriel und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz,
    versichert, dass sie nicht über einen zeitweisen oder endgültigen
    Austritt Griechenlands aus dem Euro verhandeln wollen.
    Das sei am
    Sonntag als Linie der sozialdemokratischen Parteienfamilie in Brüssel
    beschlossen worden.
    So kann man es auch sagen!


    Eben erreicht uns dieser Tweet von ZDF-Korrespondenten Stefan Leifert. Wir sind zwar so oder so auf eine lange Nacht eingestellt, aber das verheißt nichts Gutes.
    Varoufakis rechnet mit Schäuble ab

    Der ehemalige griechische Finanzminister meldet sich erneut zu Wort: In einem Beitrag für die "Zeit" rechnet er mit scharfen Worten mit dem deutschen Finanzminister ab: "Die intensiven fünfmonatigen Verhandlungen zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe hatten nie eine Erfolgschance", so Varoufakis. "Sie sollten nur den Weg für das ebnen, was Dr. Schäuble als optimale Lösung erachtet hatte, lange bevor unsere Regierung gewählt wurde." Man habe geplant, Griechenland aus der Eurozone zu werfen, warf Varoufakis seinen politischen Gegnern vor.

    "Tod des europäischen Projekts"


    Zwei amerikanische Wirtschaftsnobel
    preisträger haben die Europäische Union für ihren Umgang mit Griechenland scharf kritisiert.

    In einem Kommentar für die "New York Times" schrieb Paul Krugman, Professor an der Universität Princeton: "Das europäische Projekt - ein Projekt, das ich immer gelobt und unterstützt habe - hat gerade einen furchtbaren, vielleicht sogar tödlichen Schlag erlitten. Und was immer man von Syriza oder Griechenland hält - die Griechen haben es nicht verbockt."
    Die Forderungen der Eurogruppe seien "verrückt", schrieb Krugman (Nobelpreis 2008).
    Das Vorgehen gehe über Strenge hinaus - "in schiere Rachsucht, in komplette Zerstörung nationaler Souveränität, ohne Hoffnung auf Abhilfe". "Es ist vermutlich als Angebot gedacht, das Griechenland nicht annehmen kann - nichtsdestotrotz ist es ein grotesker Verrat an allem, wofür das europäische Projekt eigentlich stehen sollte".

    Kollege Joseph Stiglitz (Nobelpreis 2001) warf Deutschland einen "Mangel an Solidarität" in der Griechenland-Krise vor. Die Euro-Zone könne nicht ohne ein "Mindestmaß an Solidarität" betrieben werden, sagte der US-Wirtschaftswissenschaftler. Mit seiner harten Haltung untergrabe Deutschland den "gesunden Menschenverstand" von weitsichtiger Politik und das Gefühl von Zusammenhalt in Europa.
    Die bisherige Krisenpolitik sei eine "Katastrophe", sagte der Professor an der Universität Columbia in New York und frühere Chefökonom der Weltbank. Deutschland habe Europa damit einen "Schlag ins Gesicht versetzt".

    von Jan Eger, t-online.de bearbeitet von Ruth Friedrich, t-online.de 7/13/2015 5:51:14 AM
    Beim Euro-Gipfel geht es offenbar nur noch um einen strittigen Punkt - aber einen wichtigen. Knackpunkt ist nach 15-stündigen Verhandlungen der Privatisierungsfonds.

    "Ich hoffe, dass wir bald eine Vereinbarung finden", sagte der slowenische Regierungschef Miro Cerar am frühen Morgen in Brüssel.
    Neuwahlen in Griechenland noch dieses Jahr?

    Damit rechnet der griechische Arbeitsminister Panos Skourletis
    . Er zweifelt zudem daran, dass die aktuell verhandelten Auflagen der Euro-Zone im Gegenzug für neue Hilfen eine Mehrheit im Parlament finden: "Im Moment gibt es das Problem einer Regierungsmehrheit", so Skourletis im Staatsfernsehen ERT. "Wir sagen ganz klar: Dieser Deal ist nicht unserer."
    Ein aktueller Kommentar zur Griechenland-Krise der linksliberalen polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza":

    Über das Ergebnis (des griechischen Referendums vor einer Woche) entschieden Gefühle, nicht Wissen. Gefühle, die aufgeputscht wurden durch die aggressive populistische Propaganda von Ministerpräsident Tsipras und seinen Anhängern. Ihnen gelang es, der Mehrheit der Gesellschaft und einem Teil der europäischen öffentlichen Meinung ein völlig falsches Bild der Wirklichkeit darzustellen. Die Griechen glaubten, dass sie nicht mehr sparen müssen und trotzdem weitere Finanzhilfe erhalten, dass sie die Regeln der Eurozone brechen und gleichzeitig in ihr bleiben können (...) Diese neue griechische Mythologie beherrschte das Denken der Regierenden und der Regierten und ließ keinen Platz für Vernunft und elementares Verantwortungsgefühl für den Staat.

    Bilder am frühen Morgen aus Athen:

    Rentner warten vor der griechischen Nationalbank darauf, dass ihnen ein Teil ihrer Rente ausbezahlt wird. (Foto: Reuters)

    Einige Griechen warten neben einem schlafenden Obdachlosen vor einem Geldautomaten in der Hoffnung etwas Geld abheben zu können. (Foto: AP)

    Ein paar User-Reaktionen zur Einigung:

    Nun hat man gesehen, das Europa einen schwächelnden Staat nicht hängen lässt. Jetzt wird sich zeigen ob die Griechen den Rücken haben dieses selbsterschaffene Finanzloch zu stopfen. Die nächsten Generationen werden dafür genauso bezahlen müssen, wie wir unsere Kriegsschulden noch Jahre abtragen. Es bleibt zu hoffen das es Denen da unten klar ist!!!!Planetguum 11:01

    Es hat also wieder die unsägliche Politik vor dem Sachverstand obsiegt.hesserum 11:01

    Herr Gauck und Frau Merkel: Fragen Sie bitte mal das deutsche Volk. Sie würden sich wundern, ihre Großz��gigkeit gegenüber den Geldverschwendern aus Griechenland ankommt.Herr Gauck und Frau Merkel:...um 10:57

    Jetzt ändert Griechenland auch seine Nationalhymne...künftig wird "Money For Nothing" von den Dire Straits gespielt.Dukeum 10:54

    Ein nominaler Schuldenschnitt kommt für sie nicht in Frage, will heißen es ist ein realer Schuldenschnitt.Seydlitzum 10:40

    Ich finde es traurig, dass Alles beim Alten bleibt und Herr Tsipras entegen seiner Wahlversprechen und des Referendum-ergebnisses sich wieder dem Spardiktat der EU gebeugt hat. Die bisherigen Hilfspakete haben nur den Banken genützt und das Volk immer weiter in die Armut getrieben. Besser wäre ein Grexit und das Suchen anderer Verbündeter (z.B. G20) gewesen. Genau davor hatten die EU-Politiker Angst und deshalb das Hilfspaket um jeden Preis durchgeboxt.Koepenickerum 11:18

    Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden mit der Einigung beim Euro-Gipfel die Voraussetzungen geschaffen, dass "wir den Bundestag um ein Votum für die Verhandlungen bitten können". Sie könne das Verhandlungsergebnis "mit voller Überzeugung" empfehlen, sagte sie in ihrer ersten Stellungnahme.

    Die Vorteile einer Einigung überwiegen die Nachteile.

    Zur Einigung und den Wochen davor sagte die Kanzlerin aber auch:

    Es ist eine Einigung gelungen, doch die wichtigste Währung, das Vertrauen, wurde schwer beschädigt.

    Merkel sprach in ihrem Statement von einem Hilfsprogramm über drei Jahre in Höhe von 86 Milliarden Euro.

    Der geplante Privatisierungsfonds über 50 Milliarden Euro soll der Bundeskanzlerin zufolge auch für die Rückzahlung von Schulden verwendet werden. 12,5 Milliarden Euro sollten in Investitionen fließen, erklärte sie in Brüssel.

    Ein nominaler Schuldenschnitt kommt für uns nicht infrage.


    Müde, aber durchaus gut gelaunt: Angela Merkel nach der Einigung auf dem Euro-Gipfel. (Foto: Reuters)


    Und was sagen die Fachleute zum Ergebnis der Euro-Gipfels? Wir haben ein paar erste Reaktionen von Ökonomen zusammengetragen:

    Holger Sandte, Europa-Chefvolkswirt von Nordea:
    Trotz der Einigung bleibt die Lage sehr schwierig. Der Euroraum ist tief gespalten. Das war kein Meisterstück der Diplomatie. Bundesfinanzminister Schäuble hat viel Porzellan zerschlagen. Man kann nur hoffen, dass es wirklich zu Verhandlungen über neue Hilfen kommen wird.

    Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank:
    Die Champagnerflaschen sollten vorerst im Kühlschrank bleiben ... Der Nervenkrimi geht in den nächsten Tagen also weiter.

    Holger Schmieding, Chefsvolkswirt der Berenberg-Bank:
    Die Kuh ist nicht vom Eis, aber das Eis ist dicker geworden ... Was mir gefällt an dem Abkommen ist, das Strukturreformen stärker betont werden. Allerdings dürften die weiteren fiskalischen Belastungen die Wirtschaft belasten, da sie die Nachfrage dämpfen. Dennoch: Wenn die Griechen selbst glauben, dass ihre Regierung die Reformen umsetzen kann, dürfte ihr Vertrauen in die Zukunft langsam zurückehren.

    Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB:
    Dieser Gipfel hat den 'Grexit' jetzt verhindert. Aber es wird unglaublich schwer sein, die genannten Sofortmaßnahmen als auch die folgenden Reformen in Griechenland durchzusetzen. Die Folgerung daraus lautet: 'Grexit' nicht heute, aber später. Das bleibt eine heikle Angelegenheit. Das Konstrukt der Eurogruppe hat Risse bekommen.

    Finnland legt sich nicht auf Ja zu Griechenland-Verhandlungen fest

    Trotz des Durchbruchs beim Euro-Sondergipfel bleiben die Finnen abwartend: "Die Vorschläge des Gipfels für das griechische Parlament sind ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Ministerpräsident Juha Sipilä dem finnischen Rundfunk. "Die finnische Regierung wird sie sehr genau verfolgen und entscheiden, ob sie eine ausreichende Grundlage bilden, Verhandlungen mit Griechenland einzuleiten." Finnland könne nicht garantieren, dass es diesen zustimmen würde - auch wenn Griechenland sich zu allen erforderlichen Maßnahmen bereiterklärte. Besonders die Rechtspopulisten in der finnischen Regierung pochen auf eine harte Linie im Umgang mit Griechenland.
    "Das ist Insolvenzverschleppung"

    A
    us der deutschen Wirtschaft kommt scharfe Kritik am Schulden-Deal mit Griechenland. "Die europäischen Steuerzahler werden wieder einmal genötigt, für viel Geld ein bisschen Zeit zu erkaufen", sagte der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, Lutz Goebel. "Das ist Insolvenzverschleppung. Griechenland wird seine Schulden nie zurückzahlen können. Es wird nur weiteres Geld ins Feuer geworfen."

    Jeder Bürger müsse für einen Kredit Sicherheiten oder Liquidität nachweisen. "Griechenland kann das kaum und bekommt trotzdem Milliarden", ergänzte Goebel. "Keine private Bank würde sich darauf einlassen."

    Der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) forderte die Regierung in Athen auf, die vereinbarten Reformen nun auch durchzusetzen. "Jede weitere Unsicherheit oder Verzögerung wird den Euro zusätzlich schwächen", sagte VÖB-Hauptgeschäftsführerin Liane Buchholz. "Griechenland muss nun liefern."

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