Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

    EZB behält ELA-Notkredite bei

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Notkredite für griechische Banken (Ela) laut einem Medienbericht auf dem aktuellen Stand von knapp 90 Milliarden Euro. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Notenbank-Kreisen. Laut dem Bericht will die Notenbank erst am kommenden Montag das Kreditvolumen wieder überprüfen.

    Seit Monaten sind die Banken des hoch verschuldeten Landes vor allem auf Ela-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") angewiesen.
    Diese sind eigentlich als vorübergehende Unterstützung im Grunde gesunder Banken gedacht.

    Volksentscheid : Wenn nicht in Deutschland möglich, wie sieht es dann auf EU-Ebene aus ??EU-Demokratum 19:35

    Das wäre dann die sogenannte "Europäische Bürgerinitiative". Wollen Sie eine solche initiieren, müssen Sie in zwölf Monaten insgesamt eine Million gültige Unterstützungsbekundungen in einem Viertel aller EU-Mitgliedsstaaten sammeln. Danach muss sich die EU-Kommission mit Ihrem Anliegen befassen - mehr allerdings auch nicht.
    Zwei Merkmale zeichnen Angela Merkels Politikstil aus: Unaufgeregtheit und - daraus resultierend - Zuversicht. Wenn die 60-Jährige nun aber bekannt gibt, sie verspüre wenig Zuversicht, dass die Griechen den Bankrott würden verhindern können, dann ist das alarmierend. 

    Die "Schwäbische Zeitung" zur Griechenland-Krise.

    Ehemaliger EZB-Chef warnt vor Grexit

    Ein Ausscheiden 
    Griechenlands aus dem Euro wäre nach Einschätzung des ehemaligen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet eine wirtschaftliche Katastrophe für das Land. "Die Wirtschaft würde implodieren, es würde zu einem weiteren, sehr starken Rückgang des Bruttoinlandprodukts kommen", sagte Trichet. Die Arbeitslosigkeit würde dramatisch ansteigen und der Lebensstandard sinken, ergänzte er.

    "Falls 
    Griechenland wirklich eine Vereinbarung will, hat es alle Möglichkeiten, das zu erreichen", sagte Trichet. Sollte kein Deal zustande komme, läge dies an der Entscheidung der Griechen. Nach Einschätzung des ehemaligen EZB-Präsidenten würde ein Grexit auch der Glaubwürdigkeit des europäischen Projekts einen Schlag versetzen. Geopolitische Risiken würden zu einem Zeitpunkt verstärkt, in dem es bereits in der Nachbarschaft Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine gebe. Europa würde an Autorität und Einfluss verlieren, warnte Trichet.

    Lammert rügt "hochmütigen Ton" der Griechenland-Regierung

    Vor einer etwaigen Abstimmung des Bundestags über neue Griechenland-Hilfen hat Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) das Auftreten der Athener Regierung nach dem jüngsten Referendum kritisiert. Es falle ihm "nicht ganz leicht, den hochmütigen Unterton" der Verantwortlichen zu ignorieren, sagte Lammert.

    Zudem erinnerte der Parlamentspräsident an die zwingende Beteiligung des Bundestags schon vor Beginn jeglicher Gespräche über eine konkrete Ausgestaltung der Griechenland-Hilfen. Ein von den Abgeordneten erteiltes Verhandlungsmandat sei dafür unverzichtbar. Sollte schließlich ein drittes Hilfsprogramm vereinbart werden, so wäre auch dies durch den Bundestag zu genehmigen.

    Es war ein riesiger Fehler und politischer Irrsinn, den Griechen immer neue Kredite zu geben damit sie alte ablösen konnten. Zumal es keine Gegenleistungen (Reformen) dafür gibt/gab. Ausnahmsweise stimme ich hier den Linken zu, die eine Art "Marshall-Plan" für Griechenland sinnvoller angesehen hätten. Doch auch dieser hätte an Bedingungen geknüpft werden müssen. Doch das System in Griechenland ist derart festgefahren, dass ich wenig Hoffnung auf grundlegende Änderungen habe. Letztlich ist es auch ein Mentalitätsfrage. Schon bei der Gründung der Währungsunion hatte ich große Bedenken, Länder mit unterschiedlichem historischen Hintergrund, unterschiedlicher Kultur und Mentalität am "grünen Tisch" quasi zusammen zu zwingen. Griechenland ist nicht der letzte Problemfall. Die Rettung der EU und Währungsunion wird weitaus schwieriger werden, als ihre Gründung.Claudiusum 20:27

    Unser Leser Claudius zu den Gründen für die erneute Krise und den möglichen Problem, die erst noch kommen.

    Bundesregierung für Grexit gerüstet

    Die Bundesregierung sieht Deutschland auch im Falle eines Scheiterns der neuen Verhandlungen zu einem Griechenland-Hilfsprogramm gerüstet. Man sei auf alle "denkmöglichen Entwicklungen" vorbereitet, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf die Frage nach einem sogenannten 
    Grexit.

    Der Sprecher betonte, Griechenland müsse für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm umfassende Reformvorschläge machen.
    Bereits parallel zu solchen möglichen Gespräche müsse das Land zudem Taten folgen lassen, um verlorenes Vertrauen zumindest teilweise wieder herzustellen, sagte er mit Blick auf Reformbeschlüsse im griechischen Parlament.

    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/9/2015 4:35:56 AM

    Griechenland-Krise: Bundesregierung für Grexit gerüstet

    www.t-online.deGriechenland will den Staatsbankrott in letzter Minute mit Reformen im Steuer- und Rentensystem abwenden. Deshalb hat das Land einen neuen Kredit beim Eurorettungsschirm ESM beantragt. Gelöst ist das Problem damit aber noch lange nicht - im Gegent...
    Der wichtigste Termin heute: Bis Mitternacht muss Griechenland den Euro-Finanzministern detaillierte Reform- und Sparvorschläge präsentieren.

    Sollten die Vorschläge nicht kommen oder nicht überzeugen, ist der EU-Sondergipfel am Wochenende hinfällig. Wir sind gespannt...
    Die deutsche Regierung, aber auch der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, sehen sich notfalls für einen Grexit gerüstet. Wirtschaftsexperten warnen derweil weiterhin vor diesem Szenario.

    "Der 'Grexit' ist die absolut schlechteste Option für alle", sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. "Der Grexit würde Griechenland in eine fünf bis zehn Jahre dauernde Depression stürzen. Und die deutschen Steuerzahler würden deutlich mehr Geld abschreiben müssen."

    Fratzscher geht davon aus, dass Griechenland über Jahre auf europäische Hilfe angewiesen sein wird. Für die nächsten zwei Jahre hält er ein drittes Hilfsprogramm mit einem Volumen von 30 bis 40 Milliarden Euro für den griechischen Staat für nötig, außerdem einen zweistelligen Milliardenbetrag für die griechischen Banken.

    Fratzscher ist sich auch sicher, d
    ass es zu Einigung kommt: "Es wird irgendwann einen Deal geben." Er ergänzte: "Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Je länger es dauert, desto schmerzhafter wird es für die Griechen." Denn eine weitere Verzögerung könne zu einem kompletten Bankenzusammenbruch führen.

    Was eine Umschuldung bedeute..., viele unserer Leser sind sich da einig:

    Umschuldung auf griechisch, heißt doch Zahlungsaufschub auf den Sankt-Nimmerleinstag mit dem Ende des Zahlungsausfalls. Was soll das? Verdrängungspolitik der übelsten Sorte.Arnoum 7:29

    Genau-Umschuldung- das bedeutet Rückzahlung kann in 50,100 Jahren erfolgen,je nachdem,was man aushandelt.Kaum Zinsen sind fällig.Eigentlich kaum was anderes wie Schuldenschnitt!Chrisum 7:30

    Dabei wäre eine Rückzahlung von Schulden nach mehreren Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gar nicht so ungewöhnlich. Großbritannien zahlte noch kürzlich fast 300 Jahre alte Schulden von der sogenannten "Südseeblase" 1720 zurück.
    Rund 2200 Deutsche beziehen ihre Rente in Griechenland - ohne Probleme, teilte das Bundessozialministerium mit.

    Das Geld konnte bisher pünktlich über die Bundesbank an die griechischen Banken überwiesen werden. Doch das Ministerium will sicher gehen: 
    "Wir behalten das im Blick."

    Der deutsche Staat leistete Ende Juni insgesamt etwa 92.000 Rentenzahlungen nach Griechenland. Es handele sich überwiegend um Zahlungen an Griechen, die in Deutschland einen Rentenanspruch erarbeitet haben und diesen auf ihr griechisches Konto überwiesen bekommen. 

    Wann fließt endlich wieder Geld? Auch die heutige Karikatur von taz.de beschäftigt sich mit der Krise in Griechenland. (Quelle: taz.de)

    Das griechische Schuldendrama beschäftigt auch heute die Börsen. Banken und Broker rechneten mit einer unveränderten Dax-Eröffnung. Am Vortag war der Index mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 10.747 Zählern aus dem Handel gegangen.

    Doch die Nervosität ist weiter hoch.
     
    EZB-Präsident Mario Draghi ist skeptisch: Es sei ungewiss, ob es noch zu einer Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland kommt.

    "Ich weiß es nicht, diesmal ist es wirklich schwierig", sagte Draghi der italienischen Presse.


    In einer Sache ist er sich dagegen sicher: Griechenland darf keine Hilfe aus Russland erwarten: "
    Die haben selber kein Geld."

    Deutsche Ungeduld : Der verengte Blick auf die Griechen

    www.t-online.deFeindselige Stimmung: Viele Deutsche reagieren mit Unmut auf das Verhalten Griechenlands in der Schulden-Krise. Doch dieser Blick sei stark verengt: "Die Menschen haben vergessen, wie lange es beispielsweise gedauert hat, die Agenda 2010 zu planen...
     "Tsipras will den Grexit - und nichts anderes": Wir hatten über diese Aussage von Elmar Brok gestern im Blog berichtet. Am Abend war der CDU-Politiker und Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige dann in der ARD-Talkrunde von Anne Will zu Gast.

    Brok bekräftigte dort seine Ansichten: Er bezeichnete Tsipras als "Marxist" und verglich ihm mit dem langjährigen venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez. Er bezweifle, dass der griechische Premierminister noch die Werte des Westens teile und überhaupt an einer Lösung mit den anderen EU-Staaten und den Institutionen interessiert sei.
    Wer ist der Mann, auf den derzeit ganz Europa blickt? Das ZDF-Auslandsjournal hat sich gestern Abend ausgiebig mit der Griechenland-Krise und Alexis Tsipras beschäftigt.

    Hier können Sie die Sendung sehen - ab Minute 11:30 gibt es ein Portrait des griechischen Ministerpräsidenten, dem schon in seiner Jugend eine Karriere in der Politik prophezeit wurde.
    Nicht jeder Leser findet die Idee einer Umschuldung abwegig. Aber wie es auch der IWF verlangt: bitte nur in Verbindung mit Reformen in Griechenland.

    Umschuldung ist ja in Ordnung, nur was ist mit dem Umdenken bei den GR Politikern??Bauernlümmelum 8:49

    Umstrukturierung der Schulden - JA - aber im Gegenzug wirkliche Reformen, inklusive Besteuerung der Reeder un Superreichen, Kürzung des Militär-Etats, ordenliches Steuerwesen, Katasteramt und Abschaffung des aufgeblähten, nutzlosen Beamtenwesens. Das wäre doch mal was!Braisin-raisinum 9:02

    Es war doch immer Absicht der Troika, eine Umstrukturierung vorzunehmen. Aber logischerweise NACH den erforderlichen Reformen. Sonst wird weitergewurschtelt wie bisher !Barborum 8:49

    So mancher Unionspolitiker hat sich inzwischen gegen ein weiteres Hilfspaket für Griechenland ausgesprochen. Steht die Partei womöglich nicht mehr hinter dem Kurs von Kanzlerin Angela Merkel, die Griechenland in der Eurozone halten will? CDU-Vize Thomas Strobl widerspricht dieser Annahme.

    Strobl habe nicht den Eindruck, dass der Rückhalt für Merkels Griechenland-Politik in den eigenen Reihen bröckelt:
     "Nein, das sehe ich überhaupt nicht." 

    Auch der Merkel-Vertraute Peter Hintze (CDU) sieht keinen innerparteilichen Streit:
     "Ich bin sicher, dass die Fraktion in jedem Fall einem Vorschlag von Bundeskanzlerin Merkel folgen wird."

    Allerdings waren es zuletzt auch vor allem CSU-Politiker die lautstark forderten, dass sich Griechenland besser außerhalb der Eurozone kurieren sollte. Sie sprachen sich gegen weitere Milliardenhilfen aus. 

    Bereits gestern hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Griechenland mit einem Geld-Stopp gedroht, sollte es nicht bald zu einer politischen Einigung kommen. Nun stemmt sich mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ein weiteres EZB-Ratsmitglied gegen weitere Finanzhilfen der EZB für das taumelnde Griechenland.

    "Die Zweifel an der Solvenz der griechischen Banken sind legitim und nehmen jeden Tag zu", sagte Weidmann.
    "Es muss klar sein, dass die Verantwortung für die weiteren Entwicklungen in Griechenland liegt - und nicht beim EZB-Rat."

    Weidmann betonte: "In jedem Fall sollte das Eurosystem die Bereitstellung von Liquidität nicht ausweiten." Die Kapitalverkehrskontrollen sollten bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben.
    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Was der IWF fordert, ist eine Umschuldung und kein Schuldenschnitt oder Schuldenerlass. Hier noch einmal der Unterschied:

    Schuldenschnitt/Schuldenerlass: Wenn ein Staat so viel Schulden aufgehäuft hat, dass er sie nicht mehr zurückzahlen kann und auch das Geld für Zinszahlungen fehlt, versucht er zu erreichen, dass seine Gläubiger auf einen Teil ihres Geldes verzichten. In diesem Fall spricht man vom Schuldenschnitt oder Schuldenerlass. Für das Schuldnerland schafft es finanzielle Spielräume.

    Umschuldung: Auch bei einer Umschuldung verlieren Gläubiger Geld - allerdings nicht auf einen Schlag.
     So kann die Rückzahlung des geliehenen Geldes beispielsweise über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Oftmals werden auch niedrigere Zinsen vereinbart. Dafür verspricht der Staat aber, das Geld zu 100 Prozent zurückzuzahlen.
    Morgen werden griechische Staatspapiere in Höhe von zwei Milliarden Euro fällig - sogenannte T-Bills. Aber was genau sind T-Bills?

    Es handelt sich dabei um kurzfristige Anleihen: Wenn für einen Staat Steuereinnahmen allein nicht ausreichen, leiht er sich zusätzliches Geld - das geschieht am Kapitalmarkt, wo Staaten Anleihen an Investoren verkaufen. Eine Anleihe ist also eine Art Schuldschein. Darauf steht, wann der Staat das Geld zurückzahlt und wie viel Zinsen er zahlen muss.

    Während Anleihen für Zeiträume von fünf oder zehn oder noch mehr Jahren ausgegeben werden, geht es bei T-Bills um kurzfristige Finanzierungen. Die Laufzeit solcher Papiere beträgt in der Regel nur einige Monate.

    Spätestens am Sonntag soll es eine Lösung im Schuldenstreit geben. Bis zu einschließlich diesem Tag wird auch die griechische Börse geschlossen bleiben. (Quelle: AP Photo/Petros Giannakouris)

    Wann werden in Griechenland endlich die Reichen stärker ins Visier genommen? Das fragt sich auch Leser "Karl-Heinz":

    Das griechische Volk,Rentner und Arbeiter tun mir sehr leid.Warum geht man nicht an die Superreichen ran und die Kapitalflüchtlinge.Die feiern im Ausland große Partys.Ist das Solidarität?Karl-Heinzum 10:44

    "Keep calm and enjoy Greece"

    Diesen T-Shirt-Spruch haben sich offenbar viele Touristen angesichts der Griechenland-Krise zum Motto gemacht. Die Hotels in Athen sind ausgebucht wie immer - in diesem Jahr sei sogar noch etwas mehr los:


    1401dd7d.mp4
    via YouTube

    Hoffnung auf schnelle Einigung

    Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis rechnet mit einer baldigen Einigung mit den internationalen Geldgebern.
    Zugleich betont er, kein drittes Hilfspaket mit harten Sparmaßnahmen zu wollen. Das Land brauche eine Perspektive.
    Auch "Tante_Mechthild" beschäftigt die "Reichen-Problematik" in Griechenland. Sie antwortet auf den Kommentar von "Karl-Heinz" (siehe unten):

    @Karl-Heinz: Richtig. Leider sind die Superreichen im Ausland untergetaucht und haben dort viel Solidarität. Dank Steueroasen und politischen Freunden wird es der aktuellen gr. Regierung nicht gelingen, diese zur Kasse zu bitten. Deshalb ist das auch gar nicht Teil der Auflagen, die die Troika den Griechen macht.Tante_Mechthildum 11:03


    (Quelle: dpa) 

    "Musterschüler" Portugal: Nie war die Armut größer

    Wenn es um Sparauflagen für Griechenland geht, wird in diesen Tagen immer wieder Portugal als positives Beispiel genannt und betont: Dort hat es doch auch funktioniert, in Portugal wurde die Finanzkrise überwunden.


    Brüssel hält Portugal für seinen "Musterschüler". Aber die Erfolgsstory hat auch Schattenseiten: Die portugiesische Regierung stellte den Staat mit einem harten Sparkurs finanziell wieder auf eigene Beine. Doch dieser wirtschaftliche Aufschwung ist nicht im Alltag der Menschen angekommen.

    Nie gab es so viele Hilfsbedürftige und Obdachlose in Portugal wie heute. Der Anteil der Menschen mit Armutsrisiko habe 2014 in Portugal mit 2,1 Prozent sogar stärker zugenommen als in Griechenland, das einen Anstieg von 1,1 Prozent registriert habe, heißt es in einer Caritas-Studie.

    Der portugiesische Ministerpräsident Pedro Passis Coelho blickt derzeit gespannt auf Griechenland. Die Lage dort dient ihm vor der Parlamentswahl als Beweis dafür, dass er alles richtig gemacht hat. Trotz der großen Armut sagt er: 

    Unsere Strategie der Strenge und der Glaubwürdigkeit war genau richtig



    Man mag es kaum glauben: Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist gesunken. Allerdings, die Zahlen des Statistikamts Elstat beziehen sich auf April, der Rückgang ist minimal und die Arbeitslosenquote ist weiterhin enorm hoch.

    Sie liegt bei 25,6 Prozent - 0,2 Prozent unter dem Wert aus dem Vormonat. Damit liegt sie 
    aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt der Euro-Zone von 11,1 Prozent. Kein anderes EU-Land weist einen schlechteren Wert auf.
    Anders als mancher Parteikollege bezweifelt der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach, dass ein neues Rettungspaket von der Union abgesegnet wird: "Es würde sehr, sehr schwierig, für ein drittes Hilfspaket eine Mehrheit in der Unionsfraktion zu finden. Möglicherweise gibt es aber eine deutliche Mehrheit im Bundestag."

    Bosbach verwies darauf, dass bereits bei der Abstimmung über die Verlängerung des zweiten Hilfspaketes Ende Februar mehr als 100 Abgeordnete der Unionsfraktion "nur unter erheblichen Bauchschmerzen zugestimmt" hätten.

    Er persönlich werde - wie aus zahlreichen TV-Talkshows bekannt - keinen weiteren Rettungspaketen zustimmen, die dem Zweck dienten, Griechenland um jeden Preis in der Eurozone zu halten.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/9/2015 11:07:17 AM
    (Quelle: dpa) 

    Tsipras' Taktik: Offenen Bruch in der Regierung verhindern

    Die griechische Regierung arbeitet unter Hochdruck an Reformvorschlägen, um einen drohenden Euro-Ausstieg zu verhindern. "Die Drachme ist kein Thema", sagte der Fraktionssprecher der Linkspartei Syriza, Nikos Filis.

    Ministerpräsident Alexis Tsipras will einen Bruch im Regierungslager verhindern. Die Abgeordneten seiner Partei dürfen ohne Fraktionszwang über ein neues Sparprogramm abstimmen, verlautete aus Regierungskreisen.

    Vertreter des linken Syriza-Flügels hatten angekündigt, in jeden Fall gegen ein weiteres Sparprogramm zu stimmen.
    Insider erwarten bis zu 30 Abweichler. 

    Mit einem Verzicht auf den Fraktionszwang würde Tsipras eine Spaltung seiner eigenen Fraktion vermeiden. Weil er sich auf Stimmen aus dem Oppositionslager verlassen kann, wäre eine Mehrheit trotzdem gesichert.

    Wann das griechische Parlament abstimmt, steht noch nicht fest. 


    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/9/2015 11:07:38 AM
    Das deutsche Wirtschaftsministerium hat einen Informationsservice für Unternehmen eingerichtet: Die Telefon- und E-Mail-Hotline sowie die Sonderseite im Internet sind für deutsche Firmen gedacht, die von den Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland betroffen sind oder sonstige Geschäfte in Griechenland betreiben. 

    Telefon-Hotline: 0228/24993-999
    E-Mail-Hotline: griechenlandinfo@gtai.de
    Internetseite: www.gtai.de/Sonderseite-griechenland

    Sparmaßnahmen trotz "Nein" beim Referendum: Da macht sich bei manchem Ratlosigkeit breit.

    Was ich nicht verstehe: das sonntägliche Referendum hat doch die Sparpolitik der EU abgewählt! Und jetzt will angeblich die griechische Regierung ein Sparprogramm vorschlagen und durchführen? Wie passt das zusammen? Für mich ganz und gar nicht!Sunny412um 13:08

    Leser "Kolibri50 kritisiert die "konfuse Staatsführung" in Athen:

    Wie will Tsipras DAS seinem Volk, das doch gegen die Sparpläne gestimmt hat, übermitteln, dass er nun doch fürs Sparen ist? Was ist das für eine konfuse Staatsführung: Erst wird das Volk befragt und dann wird doch wieder anders entschieden? - Für mich sind "Reformvorschläge" nur heiße Luft so nach dem Motto "Ich habe versprochen, habe aber nicht versprochen zu halten was ich versprochen habe...". Ich glaube den Griechen nur was ich selbst sehe und die Poltiker wären gut beraten ebenfalls mißtrauisch zu sein!Kolibri50um 14:05

    IWF-Chefökonom Olivier Blanchard zu einem möglichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone:


    Der Rest der Welt würde das vermutlich ganz gut überleben.

    Frankreichs Finanzminister: EU-Regeln klug anwenden

    Michel Sapin hat die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Krisen wie der aktuellen um Griechenland betont. "Das deutsch-französische Gespann ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte Sapin bei einer Tagung der Deutschen Bundesbank.

    In den vergangenen Monaten sei viel Vertrauen zerstört worden, weil von griechischer Seite Zusagen nicht eingehalten worden seien. "Dieses Vertrauen müssen wir wieder aufbauen in den nächsten Stunden und Tagen."

    Der Minister betonte: "Wir brauchen Regeln für unser gemeinsames Handeln. Regeln, Regeln, Regeln. Und die müssen eingehalten werden. Aber wir brauchen auch Klugheit und Intelligenz bei der Anwendung dieser Regeln." Es gehe darum, ein richtiges Gleichgewicht zu finden zwischen Haushaltskonsolidierung und wieder anlaufendem Wachstum.
    Krisen-Politik wird Belastungsprobe für Merkel - Bosbach hält Unionsmehrheit für fraglich

    Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sieht in der Union keine Mehrheit für ein weiteres Hilfsprogramm. Er verwies darauf, dass bereits bei der Abstimmung über die Verlängerung des zweiten Hilfspaketes Ende Februar mehr als 100 Abgeordnete der Unionsfraktion "nur unter erheblichen Bauchschmerzen zugestimmt" hätten.

    CDU-Vize Thomas Strobl widersprach hingegen dem Eindruck, dass der Rückhalt für Merkel in der Griechenland-Frage bröckelt. "Nein, das sehe ich überhaupt nicht", sagte Strobl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    Während zahlreiche Unionsabgeordnete weitere Hilfen für Griechenland ablehnen oder diese zumindest stark in Zweifel ziehen, scheint Merkel einen drittes Hilfspaket für Griechenland zu befürworten, wenn die Regierung in Athen die notwendigen Auflagen erfüllt.

    Besonders aus der CSU kamen zuletzt aber lautstarke Forderungen, Griechenland lieber außerhalb der Eurozone Zeit zum Gesunden zu geben, anstatt das Land mittels weiterer Milliardenhilfen weiter durchzuziehen.
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vermisst vertrauensbildende Maßnahmen Griechenlands:

    Meine Fantasie, wie wir vertrauensbildende Maßnahmen zwischen jetzt und Sonntag 24.00 Uhr bekommen sollen, ist sehr begrenzt.


    Merkel und Schäuble schließen Schuldenschnitt aus

    Gerade ist die Diskussion um eine Umschuldung, also die Verlängerung der Zahlungsfristen, für Griechenland entbrannt, da machen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble noch einmal deutlich, dass für sie ein Schuldenschnitt, also ein Erlass der Schulden, nicht infrage kommt.

    Es habe sich "zwischen vorgestern und heute nichts geändert", sagte Merkel. Auch Schäuble bleibt beim Nein
    . Zwar argumentiere der IWF, dass die griechischen Staatsschulden ohne einen Erlass nicht tragfähig sein könnten. Er betonte aber auch: "Die europäischen Verträge schließen einen Schuldenschnitt aus."
    Leser "Manfred Biegler"ist gegen Umschuldung oder Schuldenschnitt:

    Und die Deutsche Bevölkerung wird wie immer nicht gefragt. Sollte Merkel einer Umschuldung oder Schuldenschnitt zustimmen wird ihr das hoffendlich bei der nächsten Wahl auf die Füße fallen.Manfred Bieglerum 16:55



    Details aus dem Reformpaket: Das will Griechenland vorschlagen

    Erste Einzelheiten aus den Reformvorschlägen der griechischen Regierung sind durchgesickert: Das Sparpaket enthalte erhebliche Mehrbelastungen der Tourismus- und Gastronomiebranche, berichtet das Athener Finanzblatt "Naftemboriki".


    So solle die Mehrwertsteuer im Bereich Hotellerie von 6,5 auf 13 Prozent und im Gastronomiebereich von 13 auf 23 Prozent steigen.
     

    Athen sei außerdem bereit, fast alle Frührenten abzuschaffen: Grundsätzlich solle niemand mehr vor dem 67. Lebensjahr in Rente gehen können. Wer bereits 40 Jahre gearbeitet habe, solle ab 62 Jahren das Recht auf Ruhestand haben.

    Zudem solle die umstrittene Immobiliensteuer auch 2015 und 2016 bleiben. Sie allein soll jährlich 2,65 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen. Das Reformpaket habe insgesamt einen Wert von zehn bis zwölf Milliarden Euro.

    Der Chef der rechtspopulistischen Regierungskoalitions-Partei Unabhängige Griechen, Panos Kammenos, kommentierte die Reformpläne: "
    Es wird ein Abkommen geben. Ich glaube, wir könnten heute schon zu einer Einigung kommen."

    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/9/2015 3:40:45 PM
    Spekulationen auf eine baldige Einigung im griechischen Schuldenstreit haben den deutschen Aktienmarkt weiter angetrieben. Der Leitindex Dax baute seine Vortagesgewinne deutlich aus und übersprang sogar kurz wieder die Marke von 11.000 Punkten.

    Auch nach Referendum: Deutsche Urlauber bleiben Griechenland treu

    www.t-online.deDie griechischen Hoteliers und Restaurantbesitzer bangen um ihre Gäste angesichts der anhaltenden Krise. Doch an den deutschen Urlaubern liegt es nicht - sie halten Hellas die Treue.
    Trichet warnt vor Grexit

    Der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat vor geopolitischen Risiken einer Destabilisierung Griechenlands in der Finanzkrise gewarnt. Das gelte besonders für den Balkan. "Europa hat eine historische Verantwortung dafür, die Länder aus dem früheren kommunistischen Block fest zu verankern", sagte Trichet der "FAZ". Er erinnerte an die "kulturelle Nähe der Griechen zur Ukraine und Russland" über die christlich-orthodoxe Religion.
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