Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Tsipras will Geld für drei Jahre

    Ein erstes Detail aus dem Antrag der griechischen Regierung an den Euro-Rettungsschirm ESM ist bekannt: Der griechische Premierminister Alexis Tsipras strebt ein Drei-Jahres-Hilfsprogramm der Geldgeber für sein Land an.
    Das verlautete in Brüssel.

    Um welchen Betrag es in dem Antrag geht, ist bislang nicht bekannt. 
    Der Internationale Währungsfonds IWF hatte in der vergangenen Woche geschätzt, dass Athen bis 2018 zusätzlich über 50 Milliarden Euro benötige.

    Tsipras hatte vor dem Referendum bereits ein Gesuch für ein Zwei-Jahres-Programm von rund 29 Milliarden Euro gestellt. Dieser Antrag gilt inzwischen als überholt, da sich die wirtschaftliche Lage Griechenlands wegen der Bankenschließungen und der Kapitalverkehrskontrollen dramatisch verschlechtert hat. 

    Alexis Tsipras vor seiner Rede im EU-Parlament in Straßburg. (Quelle: dpa) 


    von Daniel Reviol bearbeitet von Volker Dohr 7/8/2015 12:59:10 PM
  • Wie geht es in den kommenden Tagen weiter?

    Damit Sie mal sehen, wie lange uns das Thema voraussichtlich noch beschäftigen wird - und das auch nur, wenn alles glatt läuft - hier ein Abriss über die kommenden Tage:

    Donnerstag, 9. JuliAthen will detaillierte Vorschläge für Reformen einreichen, mit denen ein drittes Hilfsprogramm verknüpft wäre. Die Gläubiger-Institutionen aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sollen die Vorschläge darauf prüfen.

    Freitag, 10. JuliKurzfristige Staatsanleihen im Wert von zwei Milliarden Euro werden fällig. Werden sie nicht gezahlt, könnten Ratingagenturen das Land weiter abwerten.

    Samstag, 11. JuliDie Euro-Finanzminister kommen zusammen, um die Lage und Griechenlands Vorschläge zu bewerten. 

    Sonntag, 12. JuliDer Sondergipfel tagt, an dem nicht nur die 19 Euro-Länder, sondern alle 28 EU-Staaten teilnehmen. Gibt es einen Durchbruch, können die Verhandlungen über das neue Hilfsprogramm aus europäischer Sicht offiziell beginnen. Allerdings muss in den darauf folgenden Tagen auch noch der Bundestag zustimmen. Scheitert der Gipfel, läuft alles auf einen Grexit hinaus.

    Montag, 13. JuliDie Finanzminister der Eurozone kommen zu ihrem nächsten regulären Treffen in Brüssel zusammen. Am selben Tag muss Athen weitere 455 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

    Dienstag, 14. JuliNun tagen die Finanzminister der gesamten EU aus 28 Staaten.

    Montag, 20. JuliDie Rückzahlungsrate im Juli wird fällig: Athen muss 3,5 Milliarden Euro an die EZB überweisen.
  • Dax im Aufwind

    Die Börse reagiert positiv auf die neuen Entwicklungen aus Brüssel: Die Hoffnung auf den Verbleib 
    Griechenlands in der Eurozone hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch gestütztDer deutsche Leitindex Dax kletterte bis zum Nachmittag mit 0,78 Prozent ins Plus auf 10 760,37 Punkte.

    Der Eurorettungsschirm ESM habe den neuen Hilfsantrag des pleitebedrohten Landes für frische Hilfen erhalten und das werde von den Börsen dankbar aufgenommen, sagte Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel.


  • Vieleicht haben die Griechen mit einem Austritt ja Recht,dass Europa in der existierender Form habe ich mir nicht gewünscht. Zunehmende Armut,Millionen von Arbeitslosen, überall unzufriedenheit mit Brüssel,dass kann es nicht sein.Wilfriedum 15:18

    Lieber Wilfried,
    ich glaube kaum, dass sich jemand ein Europa in dieser Form wünscht. Schon gar nicht dessen Väter. Um wieder zueinander zu finden, müssen nun beide Seiten die entsprechenden Schritte tun - zunächst liegt es an Griechenland, zu liefern.
  • Welcher Staat war eigentlich noch nie pleite?

    Wir reden derzeit ja ausschließlich über die griechischen Schulden und den Umstand, dass das Land in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Doch: wer war das eigentlich noch nie? Die Kollegen von "Spiegel Online" haben (schon 2012!) eine sehr schöne, interaktive Weltkarte erstellt, aus der hervorgeht, dass bis auf eine Handvoll Ausnahmen jeder Staat der Welt schon einmal vor dem Bankrott stand - und das teils sogar mehrfach. Hier können Sie sich durchklicken.
  • Medikamente noch nicht knapp

    Für die Schuldenkrise ist zwar noch kein Heilmittel gefunden, dafür gehen in Griechenland immerhin die echten Medikamente nicht aus: 
    Nach Angaben des Verbandes der Pharmagroßhändler des Landes gibt es bisher keine nennenswerten Engpässe in der Versorgung. Dies sagte auch der Präsident des Apothekerverbandes, Kostas Lourantos.

    Noch sei die Lage normal, erklärte einer der größten griechischen Pharmagroßhändler. Dies könne sich aber "schnell ändern", hieß es. Zu Engpässen könnte es demnach kommen, wenn der zuständige Kontrollausschuss des Finanzministeriums kein grünes Licht für Medikamentenimporte gebe.
  • Knappe Mehrheit der Ökonomen rechnet mit Grexit

    In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters erklären rund 55 Prozent von 57 befragten Ökonomen, sie erwarten, dass 
    Griechenland die Euro-Zone verlässt. Es ist das erste Mal, dass eine Mehrheit in diesen Reuters-Umfragen von einem Grexit ausgeht.
  • Das Lied von Reinhard Mey "Das Narrenschiff" beschreibt bis auf wenige Liedzeilen exakt die Situation in Griechenland.friedrich1215um 16:09

    Werden wir jetzt schon wieder musikalisch! Gestern hatten wir an dieser Stelle noch die Empfehlung von "Money for nothing" der Dire Straits. Wenn das so weitergeht, fragen wir noch nach Ihren liebsten Pleite-Songs, liebe Leserinnen und Leser!
  • Wie ist das eigentlich mit dieser Solidarität?

    Der Journalist Tilo Jung hat auf der Bundespressekonferenz eine simple Frage gestellt und eine ungewöhnlich lustige, aber vor allem verständliche Antwort darauf erhalten. Schauen Sie sich das mal an:

    Bester BPK-Clip ever: Bundesregierung erklärt Solidarität am Beispiel von Jung & Naiv
    von Nfes2005 via YouTube

  • Wir stehen bereit, die Griechen im Euro zu halten, aber die Bedingungen dafür haben sich deutlich verschlechtert, und zwar zulasten Griechenlands

    Der SPD-Fraktionsvize Carsten Schneide hat sich ausführlich zur Debatte um das dritte Hilfspaket zu Wort gemeldet. Hier lesen Sie den kompletten Beitrag.
  • Bundesregierung erklärt sich zu humanitärer Hilfe bereit

    In akuter Gefahr sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl derzeit insbesondere Syrien-Flüchtlinge auf griechischen Inseln. 
    "Wir werden sehen, an welchen Stellen Hilfe gebraucht wird", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin. Konkrete Hilfsprogramme, etwa zur Versorgung von Griechen mit Medikamenten, seien aber bislang nicht bekannt.

    Das Auswärtige Amt wies darauf hin, dass bei humanitären Hilfen für 
    Griechenland "Europa als Ganzes" gefordert wäre. Deutschland würde dann seinen Anteil leisten.

    Linken-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht warf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) vor, 
    Griechenland aus der Eurozone drängen zu wollen.
  • Valls warnt vor Grexit-Folgen

    Der französische Ministerpräsident Manuel Valls warnt vor den geopolitischen Folgen eines Grexits.
    Er würde Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben.

    Auch der US-Finanzminister Jack Lew fordert Griechenland und Europa zu einer Lösung im Schuldenstreit auf. Eine Einigung wäre wichtig für die wirtschaftliche und politische Stabilität in Europa, sagte Lew. Die griechische Schuldenlast sei nicht tragbar.
  • Was ist eigentlich was?

    In der Causa Griechenland gibt es derzeit ja verschiedene Optionen. Wir erklären einmal, was die im einzelnen bedeuten:

    Schuldenschnitt: Wenn ein Staat so viel Schulden aufgehäuft hat, dass er sie nicht mehr zurückzahlen kann und auch das Geld für Zinszahlungen fehlt, dann versucht er zu erreichen, dass seine Gläubiger auf einen Teil ihres Geldes verzichten.
    Das nennt man Schuldenschnitt. Für das Schuldnerland schafft es dagegen finanzielle Spielräume.

    Schuldenerlass: Anderer Begriff für Schuldenschnitt.
    Gläubiger und Schuldner treffen eine Vereinbarung über eine teilweise oder gänzliche Löschung der Schulden.

    Umschuldung: Auch bei einer Umschuldung verlieren Gläubiger Geld - allerdings nicht auf einen Schlag.
    So kann die Rückzahlung des geliehenen Geldes über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, oftmals werden auch niedrigere Zinsen vereinbart. Dafür verspricht der Staat aber, das Geld zu 100 Prozent zurückzuzahlen.

    Schuldenerleichterung
    : Wird oft als Oberbegriff für eine tragbarere Gestaltung der Schuldenlast verwendet, beispielsweise durch Zinsreduzierung.

    Freiwilliger Forderungsverzicht
    : Gläubiger treffen eine Vereinbarung mit dem Schuldnerland, dass sie teilweise oder vollständig auf die Rückzahlung ihrer Forderungen verzichten.
    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/8/2015 2:54:33 PM
  • Die "Stuttgarter Zeitung" zu den Verhandlungen mit Griechenland


  • Die Reform-Ankündigung der Griechen ist kein Bluff. Trotzdem werden die Reformen nicht funktionieren - nicht etwa weil Griechenland auf Zeit spielt, sondern, weil Griechenland ohne Geld überhaupt keinen Handlungsspielraum hat und deshalb auch keine Reformen durchführen kann.marum 16:59

    Leser mar zu den Anstehenden Reformen.
  • Euro bleibt stabil

    Der Eurokurs ist trotz der Unsicherheit um Griechenland gestiegen. Am Nachmittag lag die Gemeinschaftswährung bei 1,1046 US-Dollar, nachdem sie im frühen Handel 1,1010 Dollar gekostet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1024 Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9071 Euro.
  • Griechenland bietet Steueramnestie an

    Griechenland hofft auf Steuernachzahlungen für Schwarzgeld-Milliarden, die in der Schweiz lagern. Um Abgaben kassieren zu können, habe Athen eine Steueramnestie angeboten, sagte Griechenlands Minister für Korruptionsbekämpfung, Panagiotis Nikoloudis.

    Die Schweiz hatte sich zuvor mehrfach bereiterklärt, im Falle einer Einigung auf solche Vermögen bei Schweizer Banken entfallende Steuereinnahmen nach Athen zu überweisen. Schätzungen gehen von griechischen Vermögenswerten in der Schweiz zwischen zwei Milliarden und 200 Milliarden Euro aus.

    Athen bietet laut Zürcher Finanzkreisen Straffreiheit an, wenn Griechen ihre Banken in der Schweiz ermächtigen, darauf 21 Prozent an Steuern abzuführen - ansonsten würden später 40 Prozent verlangt.

  • EU-Institutionen prüfen Hilfsantrag aus Griechenland 

    Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) damit beauftragt, den griechischen Antrag auf neue Rettungsgelder zu überprüfen. Die Institutionen werden nun die finanzielle Lage des akut pleitebedrohten Landes untersuchen. 

    Dijsselbloem habe den Auftrag als Vorsitzender des Gouverneursrats des Eurorettungsschirms ESM gegeben, hieß es.
  • "Antrag ist vage"

    Der griechische Hilfsantrag ist nach Angaben von Luxemburgs Finanzminister Gramegna bei den Schlüsselfragen Steuer- und Rentenreform "vage".
  • ESM bittet IWF um Hilfe

    Der Rettungsschirm ESM bittet den Internationalen Währungsfonds um Hilfe bei der Frage, ob die griechischen Schulden tragfähig sind. Diese Bewertung fließt in die Entscheidung ein, ob der ESM 
    Griechenland Kredite gewähren kann.

    Der ESM fragt zudem bei der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) an, ob 
    Griechenland ein Risiko für die Finanzstabilität der Euro-Zone insgesamt darstellt.
  • Ich sehe es nicht mehr ein das unsere Regierung über unsere Köpfe hinaus Geld zum Fenster hinaus wirft.Deshalb fordere ich einen Volksentscheid und der sollte so schnell wie Möglich stattfinden was Grieschenland kann das können wir schon lange. Die Rechnung zahlt zum Schluß der kleine Mann,du und ich .Heinzum 18:48

    Lieber Heinz,
    ich schreibe es zwar mittlerweile täglich, aber: Wenn Sie einen Volksentscheid auf Bundesebene anstreben, müssen Sie diesen zunächst einmal möglich machen. Bislang ist er das nämlich nicht und jeder Versuch, die Verfassung entsprechend zu ändern, erhielt nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Zuletzt waren übrigens SPD und CSU dafür - das war 2013. Die CDU stemmte sich jedoch derart dagegen, dass der Punkt nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Ihnen bleibt also nur der Gang nach Karlsruhe.
  • EZB behält ELA-Notkredite bei

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Notkredite für griechische Banken (Ela) laut einem Medienbericht auf dem aktuellen Stand von knapp 90 Milliarden Euro. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Notenbank-Kreisen. Laut dem Bericht will die Notenbank erst am kommenden Montag das Kreditvolumen wieder überprüfen.

    Seit Monaten sind die Banken des hoch verschuldeten Landes vor allem auf Ela-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") angewiesen.
    Diese sind eigentlich als vorübergehende Unterstützung im Grunde gesunder Banken gedacht.

  •  Elmar Brok (Bild: imago / popow)

    Reformvorschläge kommen morgen - CDU-Mann erhebt schwere Vorwürfe

    Griechenland
     wird der Eurozone nach den Worten von Ministerpräsident Alexis Tsipras am Donnerstag "glaubwürdige" Reformvorschläge unterbreiten. "Die griechische Regierung wird morgen neue konkrete Vorschläge übermitteln, glaubhafte Reformen für eine faire und dauerhafte Lösung", sagte Tsipras vor dem EU-Parlament in Straßburg.

    Der EU-Abgeordnete und CDU-Außenpolitiker Elmar Brok sagte der "Bild"-Zeitung, er sei überzeugt, die griechische Regierung wolle einen Austritt aus dem Euro erzwingen. "Tsipras hat mit seiner Rede im Europäischen Parlament nur eines bewiesen: Er will den Grexit - und nichts anderes", sagte Brok dem Blatt. Tsipras habe keinerlei Vorschläge gemacht und werde auch in den kommenden Tagen nicht liefern. "Wir müssen jetzt deutlich machen, dass nur er die Verantwortung trägt für Griechenlands Ausscheiden aus der Eurozone", sagte Brok weiter.


  • Volksentscheid : Wenn nicht in Deutschland möglich, wie sieht es dann auf EU-Ebene aus ??EU-Demokratum 19:35

    Das wäre dann die sogenannte "Europäische Bürgerinitiative". Wollen Sie eine solche initiieren, müssen Sie in zwölf Monaten insgesamt eine Million gültige Unterstützungsbekundungen in einem Viertel aller EU-Mitgliedsstaaten sammeln. Danach muss sich die EU-Kommission mit Ihrem Anliegen befassen - mehr allerdings auch nicht.
  • Zwei Merkmale zeichnen Angela Merkels Politikstil aus: Unaufgeregtheit und - daraus resultierend - Zuversicht. Wenn die 60-Jährige nun aber bekannt gibt, sie verspüre wenig Zuversicht, dass die Griechen den Bankrott würden verhindern können, dann ist das alarmierend. 

    Die "Schwäbische Zeitung" zur Griechenland-Krise.

  • Ehemaliger EZB-Chef warnt vor Grexit

    Ein Ausscheiden 
    Griechenlands aus dem Euro wäre nach Einschätzung des ehemaligen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet eine wirtschaftliche Katastrophe für das Land. "Die Wirtschaft würde implodieren, es würde zu einem weiteren, sehr starken Rückgang des Bruttoinlandprodukts kommen", sagte Trichet. Die Arbeitslosigkeit würde dramatisch ansteigen und der Lebensstandard sinken, ergänzte er.

    "Falls 
    Griechenland wirklich eine Vereinbarung will, hat es alle Möglichkeiten, das zu erreichen", sagte Trichet. Sollte kein Deal zustande komme, läge dies an der Entscheidung der Griechen. Nach Einschätzung des ehemaligen EZB-Präsidenten würde ein Grexit auch der Glaubwürdigkeit des europäischen Projekts einen Schlag versetzen. Geopolitische Risiken würden zu einem Zeitpunkt verstärkt, in dem es bereits in der Nachbarschaft Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine gebe. Europa würde an Autorität und Einfluss verlieren, warnte Trichet.

  • Lammert rügt "hochmütigen Ton" der Griechenland-Regierung

    Vor einer etwaigen Abstimmung des Bundestags über neue Griechenland-Hilfen hat Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) das Auftreten der Athener Regierung nach dem jüngsten Referendum kritisiert. Es falle ihm "nicht ganz leicht, den hochmütigen Unterton" der Verantwortlichen zu ignorieren, sagte Lammert.

    Zudem erinnerte der Parlamentspräsident an die zwingende Beteiligung des Bundestags schon vor Beginn jeglicher Gespräche über eine konkrete Ausgestaltung der Griechenland-Hilfen. Ein von den Abgeordneten erteiltes Verhandlungsmandat sei dafür unverzichtbar. Sollte schließlich ein drittes Hilfsprogramm vereinbart werden, so wäre auch dies durch den Bundestag zu genehmigen.

  • Es war ein riesiger Fehler und politischer Irrsinn, den Griechen immer neue Kredite zu geben damit sie alte ablösen konnten. Zumal es keine Gegenleistungen (Reformen) dafür gibt/gab. Ausnahmsweise stimme ich hier den Linken zu, die eine Art "Marshall-Plan" für Griechenland sinnvoller angesehen hätten. Doch auch dieser hätte an Bedingungen geknüpft werden müssen. Doch das System in Griechenland ist derart festgefahren, dass ich wenig Hoffnung auf grundlegende Änderungen habe. Letztlich ist es auch ein Mentalitätsfrage. Schon bei der Gründung der Währungsunion hatte ich große Bedenken, Länder mit unterschiedlichem historischen Hintergrund, unterschiedlicher Kultur und Mentalität am "grünen Tisch" quasi zusammen zu zwingen. Griechenland ist nicht der letzte Problemfall. Die Rettung der EU und Währungsunion wird weitaus schwieriger werden, als ihre Gründung.Claudiusum 20:27

    Unser Leser Claudius zu den Gründen für die erneute Krise und den möglichen Problem, die erst noch kommen.
  • Bundesregierung für Grexit gerüstet

    Die Bundesregierung sieht Deutschland auch im Falle eines Scheiterns der neuen Verhandlungen zu einem Griechenland-Hilfsprogramm gerüstet. Man sei auf alle "denkmöglichen Entwicklungen" vorbereitet, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf die Frage nach einem sogenannten 
    Grexit.

    Der Sprecher betonte, Griechenland müsse für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm umfassende Reformvorschläge machen.
    Bereits parallel zu solchen möglichen Gespräche müsse das Land zudem Taten folgen lassen, um verlorenes Vertrauen zumindest teilweise wieder herzustellen, sagte er mit Blick auf Reformbeschlüsse im griechischen Parlament.

    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/9/2015 4:35:56 AM
  • Griechenland-Krise: Bundesregierung für Grexit gerüstet

    www.t-online.deGriechenland will den Staatsbankrott in letzter Minute mit Reformen im Steuer- und Rentensystem abwenden. Deshalb hat das Land einen neuen Kredit beim Eurorettungsschirm ESM beantragt. Gelöst ist das Problem damit aber noch lange nicht - im Gegent...
  • Der wichtigste Termin heute: Bis Mitternacht muss Griechenland den Euro-Finanzministern detaillierte Reform- und Sparvorschläge präsentieren.

    Sollten die Vorschläge nicht kommen oder nicht überzeugen, ist der EU-Sondergipfel am Wochenende hinfällig. Wir sind gespannt...
  • Die deutsche Regierung, aber auch der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, sehen sich notfalls für einen Grexit gerüstet. Wirtschaftsexperten warnen derweil weiterhin vor diesem Szenario.

    "Der 'Grexit' ist die absolut schlechteste Option für alle", sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. "Der Grexit würde Griechenland in eine fünf bis zehn Jahre dauernde Depression stürzen. Und die deutschen Steuerzahler würden deutlich mehr Geld abschreiben müssen."

    Fratzscher geht davon aus, dass Griechenland über Jahre auf europäische Hilfe angewiesen sein wird. Für die nächsten zwei Jahre hält er ein drittes Hilfsprogramm mit einem Volumen von 30 bis 40 Milliarden Euro für den griechischen Staat für nötig, außerdem einen zweistelligen Milliardenbetrag für die griechischen Banken.

    Fratzscher ist sich auch sicher, d
    ass es zu Einigung kommt: "Es wird irgendwann einen Deal geben." Er ergänzte: "Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Je länger es dauert, desto schmerzhafter wird es für die Griechen." Denn eine weitere Verzögerung könne zu einem kompletten Bankenzusammenbruch führen.

  • Was eine Umschuldung bedeute..., viele unserer Leser sind sich da einig:

    Umschuldung auf griechisch, heißt doch Zahlungsaufschub auf den Sankt-Nimmerleinstag mit dem Ende des Zahlungsausfalls. Was soll das? Verdrängungspolitik der übelsten Sorte.Arnoum 7:29

    Genau-Umschuldung- das bedeutet Rückzahlung kann in 50,100 Jahren erfolgen,je nachdem,was man aushandelt.Kaum Zinsen sind fällig.Eigentlich kaum was anderes wie Schuldenschnitt!Chrisum 7:30

    Dabei wäre eine Rückzahlung von Schulden nach mehreren Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gar nicht so ungewöhnlich. Großbritannien zahlte noch kürzlich fast 300 Jahre alte Schulden von der sogenannten "Südseeblase" 1720 zurück.
  • Rund 2200 Deutsche beziehen ihre Rente in Griechenland - ohne Probleme, teilte das Bundessozialministerium mit.

    Das Geld konnte bisher pünktlich über die Bundesbank an die griechischen Banken überwiesen werden. Doch das Ministerium will sicher gehen: 
    "Wir behalten das im Blick."

    Der deutsche Staat leistete Ende Juni insgesamt etwa 92.000 Rentenzahlungen nach Griechenland. Es handele sich überwiegend um Zahlungen an Griechen, die in Deutschland einen Rentenanspruch erarbeitet haben und diesen auf ihr griechisches Konto überwiesen bekommen. 
  • Wann fließt endlich wieder Geld? Auch die heutige Karikatur von taz.de beschäftigt sich mit der Krise in Griechenland. (Quelle: taz.de)

  • Das griechische Schuldendrama beschäftigt auch heute die Börsen. Banken und Broker rechneten mit einer unveränderten Dax-Eröffnung. Am Vortag war der Index mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 10.747 Zählern aus dem Handel gegangen.

    Doch die Nervosität ist weiter hoch.
     
  • EZB-Präsident Mario Draghi ist skeptisch: Es sei ungewiss, ob es noch zu einer Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland kommt.

    "Ich weiß es nicht, diesmal ist es wirklich schwierig", sagte Draghi der italienischen Presse.


    In einer Sache ist er sich dagegen sicher: Griechenland darf keine Hilfe aus Russland erwarten: "
    Die haben selber kein Geld."
  • Deutsche Ungeduld : Der verengte Blick auf die Griechen

    www.t-online.deFeindselige Stimmung: Viele Deutsche reagieren mit Unmut auf das Verhalten Griechenlands in der Schulden-Krise. Doch dieser Blick sei stark verengt: "Die Menschen haben vergessen, wie lange es beispielsweise gedauert hat, die Agenda 2010 zu planen...
  •  "Tsipras will den Grexit - und nichts anderes": Wir hatten über diese Aussage von Elmar Brok gestern im Blog berichtet. Am Abend war der CDU-Politiker und Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige dann in der ARD-Talkrunde von Anne Will zu Gast.

    Brok bekräftigte dort seine Ansichten: Er bezeichnete Tsipras als "Marxist" und verglich ihm mit dem langjährigen venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez. Er bezweifle, dass der griechische Premierminister noch die Werte des Westens teile und überhaupt an einer Lösung mit den anderen EU-Staaten und den Institutionen interessiert sei.
  • Wer ist der Mann, auf den derzeit ganz Europa blickt? Das ZDF-Auslandsjournal hat sich gestern Abend ausgiebig mit der Griechenland-Krise und Alexis Tsipras beschäftigt.

    Hier können Sie die Sendung sehen - ab Minute 11:30 gibt es ein Portrait des griechischen Ministerpräsidenten, dem schon in seiner Jugend eine Karriere in der Politik prophezeit wurde.
  • Nicht jeder Leser findet die Idee einer Umschuldung abwegig. Aber wie es auch der IWF verlangt: bitte nur in Verbindung mit Reformen in Griechenland.

    Umschuldung ist ja in Ordnung, nur was ist mit dem Umdenken bei den GR Politikern??Bauernlümmelum 8:49

    Umstrukturierung der Schulden - JA - aber im Gegenzug wirkliche Reformen, inklusive Besteuerung der Reeder un Superreichen, Kürzung des Militär-Etats, ordenliches Steuerwesen, Katasteramt und Abschaffung des aufgeblähten, nutzlosen Beamtenwesens. Das wäre doch mal was!Braisin-raisinum 9:02

    Es war doch immer Absicht der Troika, eine Umstrukturierung vorzunehmen. Aber logischerweise NACH den erforderlichen Reformen. Sonst wird weitergewurschtelt wie bisher !Barborum 8:49

  • So mancher Unionspolitiker hat sich inzwischen gegen ein weiteres Hilfspaket für Griechenland ausgesprochen. Steht die Partei womöglich nicht mehr hinter dem Kurs von Kanzlerin Angela Merkel, die Griechenland in der Eurozone halten will? CDU-Vize Thomas Strobl widerspricht dieser Annahme.

    Strobl habe nicht den Eindruck, dass der Rückhalt für Merkels Griechenland-Politik in den eigenen Reihen bröckelt:
     "Nein, das sehe ich überhaupt nicht." 

    Auch der Merkel-Vertraute Peter Hintze (CDU) sieht keinen innerparteilichen Streit:
     "Ich bin sicher, dass die Fraktion in jedem Fall einem Vorschlag von Bundeskanzlerin Merkel folgen wird."

    Allerdings waren es zuletzt auch vor allem CSU-Politiker die lautstark forderten, dass sich Griechenland besser außerhalb der Eurozone kurieren sollte. Sie sprachen sich gegen weitere Milliardenhilfen aus. 

  • Bereits gestern hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Griechenland mit einem Geld-Stopp gedroht, sollte es nicht bald zu einer politischen Einigung kommen. Nun stemmt sich mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ein weiteres EZB-Ratsmitglied gegen weitere Finanzhilfen der EZB für das taumelnde Griechenland.

    "Die Zweifel an der Solvenz der griechischen Banken sind legitim und nehmen jeden Tag zu", sagte Weidmann.
    "Es muss klar sein, dass die Verantwortung für die weiteren Entwicklungen in Griechenland liegt - und nicht beim EZB-Rat."

    Weidmann betonte: "In jedem Fall sollte das Eurosystem die Bereitstellung von Liquidität nicht ausweiten." Die Kapitalverkehrskontrollen sollten bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben.
  • Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Was der IWF fordert, ist eine Umschuldung und kein Schuldenschnitt oder Schuldenerlass. Hier noch einmal der Unterschied:

    Schuldenschnitt/Schuldenerlass: Wenn ein Staat so viel Schulden aufgehäuft hat, dass er sie nicht mehr zurückzahlen kann und auch das Geld für Zinszahlungen fehlt, versucht er zu erreichen, dass seine Gläubiger auf einen Teil ihres Geldes verzichten. In diesem Fall spricht man vom Schuldenschnitt oder Schuldenerlass. Für das Schuldnerland schafft es finanzielle Spielräume.

    Umschuldung: Auch bei einer Umschuldung verlieren Gläubiger Geld - allerdings nicht auf einen Schlag.
     So kann die Rückzahlung des geliehenen Geldes beispielsweise über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Oftmals werden auch niedrigere Zinsen vereinbart. Dafür verspricht der Staat aber, das Geld zu 100 Prozent zurückzuzahlen.
  • Wer gestern die Rede vom griechischen Premierminister Alexis Tsipras im EU-Parlament in Straßburg verpasste, kann sie sich hier in voller Länge anhören:

    Debatte im EU-Parlament: Rede von Alexis Tsipras am 08.07.2015
    von phoenix via YouTube


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