Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Schlagzeile vom 10.07.: Kanzlerin stimmt 200 Mrd Rettungspaket für GR zu. Schäuble tritt zurück. MWSt in EU einheitlich auf 25% angehoben. 50 Mrd Neuverschuldung Deutschland 2015. Wetten das!Prophetum 20:35

    Lieber Prophet,
    wir glauben zwar nicht, dass es so kommen wird, aber: sollten Sie tatsächlich die Nachrichten von Über-Übermorgen vorhersehen können, dann hätten wir da ein Jobangebot.
  • Hungeraufstände in Flüchtlingslagern befürchtet

    Die schwere Finanzkrise in 
    Griechenland könnte zu Hungeraufständen in den zahlreichen Migrantenlagern vor allem auf den Inseln der Ostägäis führen. "Die Programme (zur Versorgung mit Essen) sind ausgelaufen. Es könnte zu Revolten kommen", warnte die griechische Vize-Ministerin für Migrationspolitik, Tasia Christofilopoulou, am Dienstag im griechischen Parlament.

    Bereits am Vormittag hatten Regionalgouverneure von den Ägäisinseln vor einer gefährlichen Zuspitzung der Lage in den Migrantenlagern gewarnt.
    Die Catering-Unternehmen seien seit Monaten nicht bezahlt worden und hätten seit Dienstag die Austeilung von Essen eingestellt, hieß es. Die Ägäis ist eine der Routen, über die Schleuser Tausende Migranten nach Europa bringen.
  • Die Gehälter werden ausbezahlt

    Der stellvertretende griechische Finanzminister sieht kein Problem, am 13.
    Juli die Gehälter im öffentlichen Dienst des Landes auszuzahlen.

  • von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/8/2015 4:19:50 AM
  • Übergangslösung angestrebt?

    Ein griechischer Regierungsvertreter sagt, sein Land schlage eine Übergangslösung vor, um über den Juli zu kommen. Danach solle es eine langfristige Vereinbarung geben.

    Nach Angaben von hochrangigen EU-Vertretern gibt es vorläufige Pläne für einen weiteren Euro-Gipfel am Sonntag, auf dem Hilfspläne für Griechenland genehmigt werden könnten. Voraussetzung sei, dass die Geldgeber mit dem Antrag auf weitere Hilfen und den damit einhergehenden Reformvorschlägen aus Athen einverstanden seien, sagt einer der Vertreter.
    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/8/2015 4:19:52 AM
  • Eurogruppe gibt Athen neue Chance

    Noch ist das Treffen der EU-Regierungschefs noch nicht vorbei, da lässt der neue griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos die Nachricht des Abends durchsickern: Die Eurogruppe will 
    Griechenland nach Angaben des neuen Finanzministers Evklidis Tsakalotos eine "neue Chance" geben. Der "politische Wille" dazu sei da, sagte Tsakalotos am Dienstagabend in Brüssel.
    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/8/2015 4:19:54 AM
  • Tsipras kündigt neues Reformpaket an

    Trotz Finanzminister-Treffen und Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs legte die griechische Regierung gestern keine neuen Vorschläge vor: Das soll sich jedoch bis Donnerstag ändern. In der Nacht hat Alexis Tsipras ein neues Reformpaket angekündigt.


    "Die Vorschläge enthalten glaubwürdige Reformen, die sozial gerecht sind", sagte der griechische Ministerpräsident.
    Im Gegenzug werde Griechenland Unterstützung bekommen, um seinen mittelfristigen Finanzbedarf zu decken.

    Es sei auch ein Investitionspaket im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit vorgesehen sowie Gespräche über eine Umschuldung: "Das Ziel ist eine sozial gerechte und wirtschaftlich machbare Vereinbarung für Griechenland und für Europa", betonte Tsipras.

  • Bei unseren Lesern kommt der Brief der Ökonomen an Merkel gar nicht gut an:

    nicht die verschriebene medizin hat den patienten ausbluten lassen, sondern der patient hat seine verschriebene medizin nicht genommen. der beipackzettel wurde nicht gelesen.plummium 7:20

    Begreifen die ÖKONOMEN es nicht ,ohne Reformen Hilft der Schuldenschnitt auch nichts denn in 2 Jahren wollen sie den nächstenEwertum 7:12

  • Wie lange reicht das Geld noch?

    Insider vermuten, dass den griechischen Banken in den nächsten zwei bis drei Tagen das Geld ausgeht - zumindest, wenn sich die Kreditgeber nicht auf weitere Hilfen für das Land verständigen.

    Ein anderer Informant, der mit dem griechischen Finanzsystem vertraut ist, geht sogar noch weiter. Er fürchtet, die ersten Geldautomaten könnten schon heute leer sein.

    An den Geldautomaten erhalten die Griechen derzeit noch maximal 60 Euro pro Tag. Diese Begrenzung habe das Problem nur hinausgeschoben, so einer Insider.
  • Der Anblick langer Schlangen vor Bankautomaten ist inzwischen Alltag. Doch schon bald könnte es gar kein Geld mehr für die Bürger in Griechenland geben. (Quelle: dpa)

  • Unionspolitiker machen Front gegen drittes Hilfspaket

    Die Gläubiger sind von einem neuen Hilfspaket noch ein ganzes Stück entfernt. Es liegen noch nicht einmal neue Reformvorschläge der griechischen Regierung vor - und trotzdem regt sich in der Union schon massiver Widerstand gegen weitere Finanzhilfen


    Fraktionsvize Hans-Peter Friedrich von der CSU sagte der "Rheinischen Post", er kenne keinen einzigen Kollegen in seiner Fraktion, der eine Basis für ein drittes Hilfspaket sehe. 

    Friedrich erklärte mit Blick auf das Referendum vom vergangenen Sonntag:

    Die Griechen haben das Recht, Nein zu sagen, und jetzt haben wir das Recht, ebenfalls Nein zu sagen. 


    Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, nannte in der "Rheinischen Post" konkrete Bedingungen für mögliche weitere Unterstützung Griechenlands: "Ohne einen Strategiewechsel hin zu einer Staateninsolvenzordnung kann ich weiteren Hilfen nicht zustimmen." 

    "In der jetzigen Konstruktion hat die Währungsunion keine Zukunft mehr", sagte Linnemann.
    Die bisherige Strategie zur Krisenbekämpfung über den Euro-Rettungsschirm habe die griechische Regierung selbst "endgültig ad absurdum geführt".
  • Neben Friedrich und Linnemann hat sich auch Peter Ramsauer von der Union zu Wort gemeldet. Der stellvertretende CSU-Chef forderte Griechenland zum Verlassen der Eurozone auf. 

    Ramsauer warf der griechischen Regierung im ZDF eine "schmutzige Tour" vor. Sie führe ihre Partner "wie Tanzbären durch die Manege".

    Keiner könne mehr nachvollziehen, dass Griechenland immer wieder eine "letzte Frist" gesetzt werde.
    "Aus ökonomischer Sicht gibt es nur einen Weg: mit einer eigenen Währung sich die Wettbewerbsfähigkeit, die Konkurrenzfähigkeit wieder zurückerarbeiten." Dann könnte Griechenland nach "vier, fünf Jahren" gegebenenfalls in die Euro-Zone zurückkehren.
  • Auch in der griechischen Presse werden die Ereignisse im Schuldenstreit unterschiedlich bewertet. So reagierte die griechischen Zeitungen auf den Sondergipfel und die auferlegte Frist der Euro-Staaten bis Sonntag...

    Die konservative Traditionszeitung "Kathimerini" schreibt, Alexis Tsipras und sein Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis hätten mit dem Schicksal des Landes gespielt und verloren. Die Zeitung titelt:

    Euro oder Drachme bis Sonntag

    Die linke Zeitung "Efimerída ton Syntaktón" titelt:

    Sie (die Gläubiger) wollen eine bedingungslose Kapitulation

    Die Boulevardzeitung "Ethnos" sieht nur noch zwei Optionen:

    Abkommen oder Grexit

    Die konservative Zeitung "Eleftheros Typos" kritisiert Tsipras scharf. Er habe mit "verbrecherischen Aktionen das Land einen Schritt vor den Abgrund manövriert". Hier der Titel:

    Hellas SOS. Sparprogramm für den Verbleib in der EU oder Drachme und ein Griechenland der Ditten Welt

    Die Zeitung "I Avgi" gilt als Sprachrohr der regierenden Linkspartei Syriza. Sie titelt:

    Fünf-Tage-Kampf für eine endgültige Lösung

    Die in Thessaloniki erscheinende Zeitung "Angeliaforos" titelt:

    Letzte Chance am Sonntag

  • So geht's weiter...

    "Die Zeit drängt": Seit Wochen wiederholen europäische Politiker diesen Satz. Was das konkret bedeutet, zeigt der
    "Fahrplan" für Griechenland:

    Heute: Donald Tusk und Jean-Claude Juncker sprechen vor dem EU-Parlament zum Thema Griechenland - der griechische Regierungschef Alexis Tsipras wird ebenfalls erwartet. Athen will zudem einen Antrag auf neue Hilfen aus dem Eurorettungsschirm ESM stellen. Darüber könnten die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz umgehend beraten. 

    Bis 09. Juli: Die Europartner erwarten, dass die griechische Regierung Vorschläge macht, wie ein Hilfsprogramm des Euro-Rettungsschirms ESM aussehen könne.

    10. Juli: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von zwei Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.

    12. Juli: Die 28 EU-Staaten wollen bei einem Sondergipfel über die Griechenland-Krise beraten. An diesem Tag endet die von den Staaten gesetzte Frist: Bis dahin müsse Griechenland einen neuen Antrag auf ein drittes Hilfspaket einreichen und die endgültigen Reformvorschläge unterbreiten. 

    13. Juli: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen.

    17. Juli: Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.

    20. Juli: Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte die EZB laut Experten kaum in der Lage sein, weiter Notfallkredite an griechische Banken zu ermöglichen.


  • Die Leser unseres Blogs ärgern sich in den Kommentaren über die Experten-Forderungen an Merkel:

    Zwei linke "Experten" und Jeffre Sachs, dem es gelungen ist in einem Jahr Jugoslawien ruinieren. (ca. 2500 Betriebe mit 1,3 Mio Beschäftigten mußten schließen). Die werden natürlich die Welt retten.yuhuum 8:40

    Ich habe den Brief gelesen aber mit keinem Wort wird erwähnt, daß Griechenland seine dringend benötigte Reformen des Steuer- und allgemeinen Staatswesen in keinster Weise vorgenommen hat! Und da hinkt der Vergleich mit Nachkriegsdeutschland! Ich frage mich, ob die Allianz aus Kommnisten, Marxisten, Leninisten und Rechtspopulisten nicht vielleicht den Grexit schon lange geplant hat!Karin Buttigiegum 8:37

    Ich bin auch Wirtschaftsexperte .. und gegen den Schuldenschnitt für GR . Warum ? Beim IWF droht dann ein Dammbruch - Initialzündung für viee Staaten aus der 3. , 4., und 5. Welt ... und die GR müssen endlich lernen : Man kann zwar ne ganze Weile Schummel , aber dann kommt der Moment der Wahrheit ! .. und da hilft das ganze Gedöns von den stolzen Griechen auch nicht mehr !Rüdiger IHLE, Dresdenum 8:38


    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/8/2015 6:45:26 AM
  • Neuer Mann, alte Probleme: Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos (rechts) und sein Vorgänger Gianis Varoufakis, der am Montag zurückgetreten war. (Quelle: AP Photo/Petr David Josek)

    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/8/2015 6:49:22 AM
  • Bis spätestens Sonntag muss Athen umfassende Reformvorschläge vorlegen - so die Frist der Euro-Staaten. EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis bedauert es, dass das gestern noch nicht der Fall war. Doch er hat Hoffnung: "Sie sind bereit, die hoffentlich morgen vorzulegen."

    Warum Reformen so wichtig sind, zeigten die Beispiele anderer Staaten: 
    Länder, die ambitionierte Reformen umgesetzt hätten wie Irland, Portugal, Spanien und auch Lettland, seien zum Wirtschaftswachstum zurückgekehrt. "Die Reformen lohnen sich."

    Dombrovskis ist sich aber auch bewusst, dass es kein Allheilmittel gibt: 
    Jedes Land sei anders und die Umstände seien verschieden. "Das heißt, wir können nicht einfach Copy/Paste machen."
  • Bestseller-Autor Piketty ("Das Kapital im 21. Jahrhundert") und seine Kollegen schreiben in ihrem Brief an Merkel:

    Die verschriebene Medizin hat den Patienten ausbluten lassen, aber nicht von der Krankheit geheilt.

    Die Gläubiger müssten daher "eine Kurskorrektur in Betracht ziehen, um ein weiteres Desaster zu verhindern und Griechenland in die Lage zu versetzen, in der Eurozone zu bleiben. Das Land brauche insbesondere eine "wesentliche Verringerung" seiner Schuldenlast.

    Die Ökonomen kritisierten, dass von Griechenland derzeit Reformen verlangt würden, ohne dem Euro-Land einen Schuldenschnitt zu gewähren:  

    Zurzeit wird die griechische Regierung aufgefordert, eine Waffe an ihren Kopf zu halten und abzudrücken. Traurigerweise wird die Kugel nicht nur Griechenlands Zukunft in Europa töten. Der Kollateralschaden wird die Eurozone als einen Leuchtturm der Hoffnung, Demokratie und des Wohlstands töten.

    Die Ökonomen appellieren an Merkel:

    Unsere Botschaft an Kanzlerin Merkel ist klar: Wir rufen dazu auf, diese entscheidende Führungsentscheidung für Griechenland und Deutschland und auch für die Welt zu übernehmen. Die Geschichte wird Merkel für ihre Taten in dieser Woche in Erinnerung behalten.

  • Offener Brief an Merkel: Wirtschaftsexperten wollen den Schuldenschnitt

    Der gestrige Sondergipfel zur Griechenland-Krise hat erneut keine Fortschritte im Schuldenstreit gebracht. Ökonomen fordern nun einen Schuldenschnitt und wenden sich direkt an die deutsche Kanzlerin. 

    Angela Merkel solle diesem Schritt zustimmen - denn die Existenz der gesamten Europäischen Union stehe auf dem Spiel.


    Die Sparauflagen der Gläubiger hätten Griechenland nur weiter in eine wirtschaftliche Depression getrieben. Das kritisierte d
    ie Gruppe renommierter Wirtschaftsexperten, darunter Thomas Piketty, Jeffrey Sachs, der frühere Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Heiner Flassbeck.

    Das US-Magazin "The Nation" veröffentlichte den Brief der Ökonomen: Sie können Ihn hier im Original nachlesen.


  • Transport bricht zusammen

    Laut EZB-Mitglied Christian Noyer droht Griechenland "Chaos" und "Aufruhr", sollte es nicht bald zu einer Lösung kommen. Chaotische Zustände herrschen aber bereits jetzt im Transport und Verkehr des Landes.


    Die Kapitalverkehrskontrollen führen in Griechenland zunehmend zum Zusammenbruch des Transportwesens:
     Die Unternehmen können ihre Lastwagen nicht betanken, weil die Besitzer täglich nur 60 Euro aus ihren Konten abheben dürfen. Damit können hunderte griechische Lastwagenfahrer im In- und Ausland ihren Treibstoff nicht bezahlen.

    "Ein Lastwagenfahrer braucht 4000 Euro um aus Deutschland nach Griechenland zu kommen", sagte Petros Skoulikidis, Präsident der Transportunternehmen Griechenlands im griechischen Fernsehen. Die griechischen Kreditkarten werden im Ausland nicht mehr akzeptiert.

    Auch im Inland gebe es große Probleme. Lieferungen auf die Inseln sind nur gegen Barzahlung möglich. Auf den Inseln könne es bald zu Versorgungsengpässen kommen, sagten übereinstimmend mehrere Bürgermeister im griechischen Fernsehen.
  • Aufruhr und Chaos sind das Ziel der griechischen Regierung. Dann wird die gescheiterte Revolution von 1948 vollendet und Schuldige sind bereits frühzeitig identifiziert.Nixwisserum 9:53

    Der Leser "Nixwisser" ist nicht der Einzige, der eine Linie zieht von der regierenden Syriza-Partei zum griechischen Bürgerkrieg in den 40er-Jahren.

    Europa-Politiker Elmar Brok von der CDU sieht diesen Zusammenhang ebenfalls, wie er vor drei Wochen im Gespräch mit t-online.de erklärte:
    hier nachzulesen.
  • Die Griechen können Flugtickets nur noch gegen Barzahlung oder Zahlung mit einer nicht in Griechenland ausgegebenen Kreditkarte erhalten: Mehr als 35 Fluggesellschaften haben die griechischen Reiseagenturen benachrichtigt, dass sie deren Buchungen nicht mehr akzeptieren.

    Die Kunden müssen direkt am Flughafenschalter zahlen.
    Dies bestätigte die griechische Reiseagentur Thisseas. "Es ist leider wahr. Für uns ist es schlimm. Die Reisenden müssen in Bar oder mit nicht in Griechenland ausgegebene Kreditkarten zahlen", sagte eine Sprecherin.
  • Die Tagesordnung im Europaparlament wurde geändert. Jetzt spricht der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.

    Wir halten Sie auf dem Laufenden...
  • Finstere Prognose: Es drohen "Aufruhr" und "Chaos"

    Christian Noyer sieht die
    griechische Wirtschaft "am Rande einer Katastrophe"Die Ökonomie des Landes könnte kollabieren, sagte das EZB-Ratsmitglied dem französischen Radiosender Europe 1.

    "Es braucht unbedingt eine Vereinbarung bis kommenden Sonntag - das ist die letzte Frist. Danach ist es zu spät und die Konsequenzen werden schwerwiegend sein", warnte der französische Notenbankchef. In Griechenland drohten dann "Aufruhr" und "Chaos".

    Noyer sagte: Die Europäische Zentralbank müsse die Nothilfen für die griechischen Banken unverzüglich beenden, falls es keine Perspektive für eine Einigung gebe.

    Die Nothilfen seien bis zum Maximum ausgereizt:
     Die EZB könne keine unbegrenzten Risiken eingehen - und die jüngste Verzögerung im Verhandlungsprozess müsse die letzte sein.

    Bislang waren Beobachter davon ausgegangen, dass es für die Banken zum 20. Juli kritisch wird. Sollte Athen an diesem Tag fällige Staatsanleihen
    im Umfang von 3,5 Milliarden Euro, die von der EZB gehalten werden, nicht tilgen, wäre dies "tatsächlich der Fall eines Staatsbankrotts". Das hatte Noyers österreichischer Kollege Ewald Nowotny bereits zuvor erklärt.

    Insider vermuten sogar, dass den griechischen Banken in den nächsten Tagen das Geld ausgehen wird. Ein Banker geht davon aus, dass bereits heute Geldautomaten leer sein werden.

  • In der aktuellen Diskussion gehe es nicht nur um ein griechisches, sondern vor allem um "ein europäisches Problem", sagte Alexis Tsipras bei seiner Rede im Europäischen Parlament. EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco wertet das offenbar anders.

    Visco geht von nur geringen Folgen auf die Euro-Zone durch die Griechenland-Krise aus.
    Allerdings rechnet er mit gravierenden Konsequenzen, falls die Märkte ernsthaft am Euro zweifeln.

    Die EZB werde alle Instrumente nutzen, um die Folgen der Krise einzudämmen, sagt Visco.

  • Griechenland hat sich frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Die Schuldenagentur PDMA meldete, dass der Staat 1,625 Milliarden Euro für 26 Wochen in Form kurz laufender Staatspapiere aufnahm. Die Rendite der versteigerten Papiere lag bei 2,97 Prozent.

    Athen hat sich das Geld geliehen, weil es am 10. Juli zwei Milliarden Euro Schulden refinanzieren muss.

    In der griechischen Finanzpresse wird damit gerechnet, dass die fehlenden 375 Millionen Euro am Donnerstag in die Staatskasse fließen.
     Athen dürfte dann wie üblich im Rahmen eines gesonderten Verfahrens zusätzliche Wertpapiere versteigern.
  • Tsipras erntet von unseren Lesern nicht nur Kritik für seinen Auftritt vor dem EU-Parlament. "Tante_Mechthild" kann das Handeln seiner Regierung offenbar gut nachvollziehen:

    5 Jahre lang wurden die Griechen erpresst - Geld nur gegen Haushaltskürzungen. Das Ergebnis führte in die jetzige Krise. Die neue Regierung dreht jetzt den Spieß einfach um .... denn sie weiß, wie wichtig jeder einzelne Staat in Euroland für die Geldwertstabilität und das Vertrauen weltweit ist.Tante_Mechthildum 11:35

  • Die offizielle Bestätigung ist da: Griechenland hat den Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM gestellt. "Der ESM hat die griechische Anfrage erhalten", teilte ein Sprecher des Fonds mit.

    Der Antrag ist der erste Schritt für eine weitere finanzielle Unterstützung des Landes durch die Euro-Partner, die von Athen dafür umfangreiche Reformzusagen verlangen.
  • Griechenland hat den Antrag auf neue Milliarden beim Euro-Rettungsschirm ESM gestellt. Was bedeutet das? Was geschieht als nächstes?

    Die Euro-Arbeitsgruppe des ESM wird über den Antrag beraten. Erfüllt er die notwendigen Voraussetzungen, leitet die Euro-Gruppe ihn weiter an die Institutionen der früheren Troika: Europäische Zentralbank (EZB), Internationaler Währungsfond (IWF), EU-Kommission. Für Griechenland ist derzeit besonders die EZB wichtig, da sie die Banken des Landes noch mit Geld versorgt.

    Die Institutionen müssen dann drei Punkte prüfen: Ist die Stabilität der Eurozone gefährdet? Wie hoch ist der finanzielle Bedarf Griechenlands für die Programmdauer? Wie steht es um die Schuldentragfähigkeit des Staates?

    Anschließend kommt es vor allem auf die Reformvorschläge der griechischen Regierung an. Tsipras kündigte an, diese in zwei Tagen vorzulegen. Diese werden erneut von den Finanzministern bewertet. 

    Spätestens am Sonntag soll es zu einer Einigung kommen: Dann könnten die 28 Mitgliedsstaaten ein langfristiges Programm beschließen, das Griechenland einerseits zu Strukturreformen verpflichtet und andererseits zu Wachstum verhilft.


  • Tsipras bei seiner Rede im EU-Parlament. (Quelle: dpa) 

    Tsipras legt provokanten Auftritt im EU-Parlament hin 

    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich heute dem Europäischen Parlament in Straßburg gestellt. Er verkündete, dass Griechenland einen neuen Antrag für Rettungsmilliarden beim Eurorettungsschirm ESM gestellt habe. Detaillierte Vorschläge seiner Regierung für "realistische Reformen" sollen in den nächsten zwei Tagen folgen. 

    Tsipras wetterte zudem einmal mehr gegen die Gläubiger: Er behauptete, dass vor dem Referendum am letzten Sonntag "Terrorismus" auf Griechenland ausgeübt wurde. Die Schuld für die zugespitzte Lage sieht er vor allem in der Sparpolitik der Institutionen.

    In keinem anderen verschuldeten Staat in Europa seien die Sparauflagen so streng und lang gewesen, erklärte Tsipras. "Griechenland wurde zu einem Versuchslabor der Sparpolitik - und die Versuche sind fehlgeschlagen.Deshalb brauche sein Land nun ein "zukunftsgerichtetes Wachstumsprogramm"


    Tsipras gestand zugleich Missstände in Griechenland: Das Land befinde sich auch deshalb in der Krise, weil jahrelang "Korruption, Vetternwirtschaft und Klientelismus" geherrscht hätten.
  • Glückliches Ende: Australier hilft weinendem Rentner

    www.t-online.deGlückliches Ende für den weinenden Rentner von Thessaloniki: Sein Schicksal sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufsehen. Ein Mann erkannte ihn wieder und beschloss, zu helfen.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/8/2015 10:53:31 AM
  • Spekuliert die griechische Regierung auf Hilfe aus Russland? Nein, sagt Andrej Kostin, der Vorstandsvorsitzende der russischen VTB-Bank.

    Russland sei nicht in der Lage, bei der Lösung der Schuldenkrise zu helfen. Europa habe das Problem selbst geschaffen und sollte es auch selbst lösen, so der Chef der zweitgrößten russischen Bank.
  • Star-Ökonom Thomas Piketty hat sich in einem offenen Brief an Angela Merkel gewendet, wie wir heute Morgen berichteten. Gemeinsam mit Kollegen forderte er den Schuldenschnitt für Griechenland.

    Der Autor von "Das Kapital im 21.
    Jahrhundert" hatte sich aber schon Ende Juni in einem "Zeit"-Interview über die Griechenland-Krise geäußert. Piketty erklärte darin, dass gerade Deutschland, den Griechen nicht die Unterstützung verweigern dürfe:

    Wenn ich die Deutschen heute sagen höre, dass sie einen sehr moralischen Umgang mit Schulden pflegen und fest daran glauben, dass Schulden zurückgezahlt werden müssen, dann denke ich: Das ist doch ein großer Witz! Deutschland ist das Land, das nie seine Schulden bezahlt hat. Es kann darin anderen Ländern keine Lektionen erteilen.


      Zum kompletten Interview geht es hier.


  • User "Karben61" will endlich Taten sehen und zitiert aus Goethes "Faust":

    Der Worte sind genug gewechselt,
    Laßt mich auch endlich Taten sehn!

    Indes ihr Komplimente drechselt,
    Kann etwas Nützliches geschehn.
    Was hilft es, viel von Stimmung reden?
    Dem Zaudernden erscheint sie nie.Karben61um 13:22

  • EZB droht mit vollständigem Geld-Stopp

    Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt die griechische Regierung unter Druck
    Ratsmitglied Ewald Nowotny sagte, dass die Notenbank heute über die Notfallkredite für Griechenland beraten werde.  

    Sein Kollege Christian Noyer hatte zuvor erklärt, dass die EZB ihre Unterstützung für Griechenland beenden werde, wenn keine politische Einigung auf ein neues Rettungsprogramm in Sicht sein sollte: 

    Unsere Regeln zwingen uns dann zu einem vollständigen Stopp

    Die EZB müsse die Unterstützung auch dann einstellen, wenn das griechische Bankensystem komplett zusammenbricht. Dies werde passieren, wenn Griechenland seine Kredite nicht mehr bedient. "Wir sehen die Katastrophe kommen, wenn keine Entscheidung getroffen wird", prophezeite Noyer.

    Nowotny bekräftigte: Eine Brückenfinanzierung bis zum Sonntag sei nur bei einer politischen Übereinkunft möglich - und e
    ine Erhöhung der Mittel darüber hinaus nur "sehr schwer vorstellbar".

  • Einen schönen Nachmittag! Kollege Daniel Reviol verabschiedet sich gleich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme dann in den kommenden acht Stunden.

  • Frage an die Redaktion: Wofür darf man hier eigentlich Kommentare schreiben wenn sie dann doch nicht veröffentlicht werden. Am besten wäre ihr schließt die Kommentarfunktion. ICh für meinen Teil werde mich jetzt von der T-online Seite verabschieden und diese auch nicht mehr so schnell aufrufen. Diskussion sieht für mich anderst aus. Und spart euch den Satz von den vielen Kommentaren. Entwede passen sie euch nicht oder ihr seit einfach zu faul um diese zu moderieren.Karl-Heinzum 14:09

    Lieber Karl-Heinz,
    das hat einen ganz einfachen Grund: Wir bekommen sehr viele und können nicht alle gleichzeitig veröffentlichen. Wir bemühen uns aber, so viele wie möglich hier abzubilden.
  • Reformiert Griechenland endlich das Steuer- und Renten-System?

    Wie aus dem Hilfsantrag der griechischen Regierung entnommen werden kann, ist man bereit, Renten- und Steuersystem zu reformieren - sollte es Hilfen geben. In diesen beiden Punkten hatte sich Tsipras bislang strikt geweigert, Reformen durchzuführen. 
  • Kein Geld aus Russland

    Die großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) wollen dem angeschlagenen 
    Griechenland nicht zu Hilfe eilen. Das sei beim derzeit laufenden BRICS-Gipfel in der russischen Stadt Ufa kein Thema, sagte der Wirtschaftsminister des Gastgebers, Alexej Uljukajew.
  • Griechenland will bis morgen liefern

    In ihrem neuen Hilfsantrag an den Euro-Rettungsschirm ESM hat Griechenlands Regierung zugesichert, der Eurogruppe bis spätestens Donnerstag detaillierte Reformvorschläge zur Lösung der Schuldenkrise vorzulegen.

    In dem lediglich eine Seite umfassenden Schreiben wird die Umsetzung erster Reformversprechen für den Beginn kommender Woche angekündigt.
    Angestrebt wird ein Hilfsprogramm mit drei Jahren Laufzeit, um fällige Kredite ablösen zu können und "die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten".

    Ob es zu Zuwendungen aus dem ESM kommt, soll bis zu einem Sondergipfel um Sonntag entschieden werden. 
  • Griechische Banken bleiben auch morgen zu

    Die griechischen Banken werden auch am Donnerstag nicht öffnen.
    Eine entsprechende Anweisung wird nach Angaben aus Regierungskreisen im Laufe des Tages veröffentlicht. Wie lange die bereits seit acht Werktagen geschlossenen Banken zubleiben sollen, ist noch nicht bekannt.

  • Liebe Leserinnen und Leser,

    vielleicht geht's Ihnen ein wenig wie uns und sie haben das Gefühl, in den letzten Tagen den Überblick bei der Fülle an Nachrichten und Institutionen, die uns zum Thema Griechenland begegnen, zu verlieren. Drum haben wir uns gedacht: Testen Sie doch einfach Ihr Wissen zur Sachlage! Kollege Altintop hat deshalb ein Quiz gebaut - finden Sie hier heraus, was sie über die Griechenland-Krise wissen!
  • Last-Minute-Urlauber bleiben weg

    Die Zahl der Last-Minute-Buchungen von Reisen nach 
    Griechenland ist dramatisch eingebrochen. Sie sei seit der Ankündigung des inzwischen abgehaltenen Referendums vor anderthalb Wochen um 30 Prozent zurückgegangen, sagte der Chef des griechischen Tourismusverbands, Alexander Lamnidis. Für gewöhnlich handelt es sich bei etwa jeder fünften Urlaubsreise nach Griechenland um eine Last-Minute-Reise.

    Lamnidis forderte eine schnelle Einigung mit den internationalen Geldgebern auf ein neues Hilfspaket.
    Sollte die derzeitige Ungewissheit noch zwei, drei Wochen anhalten, drohten "einige Probleme, vor allem bei der Versorgung", warnte der Chef des Tourismusverbands. Auf den Insel gebe es bereits "ab und zu" Probleme mit Bargeld. Die Kapitalkontrollen hinderten griechische Unternehmen zudem daran, Waren wie beispielsweise Fleisch aus dem Ausland zu bezahlen.
  • Es wäre sehr schön und gut, wenn sich die griechische Regierung endlich mal "greifbar", verständlich äußern würde.Ottokar 72um 14:53

    Lieber Ottokar 72,
    darauf hoffen wir hier auch - zumindest morgen früh soll es ja soweit sein.
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