Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Noch trotzt die Wirtschaft in der Euro-Zone der Griechenland-Krise

    Davon gehen die internationalen Wirtschaftsinstitute ifo, Insee und Istat aus.
    Sie prognostizieren, einen
    Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um jeweils ein halbes Prozent im dritten und vierten Quartal.


    "Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs", erklärten die Experten. "Die Arbeitslosenrate dürfte langsam zurückgehen." Das stärke die Kaufkraft.

    Ganz sicher ist das aber noch nicht: Die Prognose gelte nur, wenn die Schuldenkrise in Griechenland nicht weiter eskaliert und damit die Stabilität der Währungsunion gefährdet. 

    Für 2015 erwarten die Institute ein Wirtschaftswachstum von insgesamt 1,4 Prozent. 2014 hatte es nur zu 0,9 Prozent in der Euro-Zone gereicht.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Rickmer Flor, t-online.de 7/7/2015 8:50:05 AM
  • Angst vor dem 20. Juli

    Am 30.
    Juni ist das Rettungspaket für Griechenland ausgelaufen. Doch schon jetzt bereitet ein anderes Datum Griechenland und ganz Europa Sorgen: der 20. Juli.

    An diesem Tag muss Griechenland 3,5 Milliarden Euro für Staatsanleihen tilgen, die von der EZB gehalten werden - das Datum ist somit die größte Gefahr für eine Staatspleite.

    Wenn Athen nicht zahlt, könnte die EZB all ihre Notkredite zurückziehen.
    Die Folge wäre ein Kollaps des griechischen Bankensystems. Viele Analysten rechnen damit, dass dies zum griechischen Euro-Austritt führt.

    Griechenland hat nicht genügend Euro zur Verfügung, um seine Banken selbst zu retten. Der Tsipras-Regierung bleibt dafür nur noch eine Alternative: eine eigene Währung drucken - oder sie einigt sich doch noch mit ihren Gläubigern.

  • Juncker will Griechenland unbedingt im Euro halten

    Jean-Claude Juncker will keinen Grexit.
    Das bekräftigte der EU-Kommissionschef bei einer Rede im Europaparlament in Straßburg: "
    Niemand darf die Griechen hinauswerfen wollen." Die Verhandlungen mit Athen müssten wieder aufgenommen werden.

    Allerdings glaubt Juncker selbst nicht an eine schnelle Lösung beim Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs am Abend in Brüssel. "Und wenn es heute eine Lösung geben könnte, dann wäre es wiederum eine zu einfache Lösung", sagte er.

    Zudem reagierte Juncker abermals verschnupft auf die letzten verbalen Attacken aus Athen. Das sei "kein Umgang", sagte er mit Blick auf die Aussage des ehemaligen Finanzministers Gianis Varoufakis, der die Verhandlungspartner Griechenlands als "Terroristen" bezeichnet hatte.

    Vom griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras forderte Juncker, er solle das Referendum bitte mal erklären. Er respektiere die Abstimmung, beteuerte er. Aber er würde es gerne auch verstehen. Die vorgelegte Frage zu Spar- und Reformforderungen der Geldgeber habe zum Zeitpunkt des Volksentscheids gar nicht mehr auf dem Tisch gelegen.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Rickmer Flor, t-online.de 7/7/2015 10:06:13 AM
  • Wirtschaftsexperten: Geldgeber waren bisher zu lasch

    Die Geldgeber Griechenlands haben sich in der Vergangenheit zu nachgiebig verhalten. Das behauptet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Die Verschleppung von Reformen in Griechenland wurde viel zu lange toleriert.


    "Keine griechische Regierung der vergangenen Jahre hat ohne Druck und Kontrollen den Reformprozess vorangetrieben", sagte IfW-Experte Klaus Schrader.
     "Erst die kompromisslose Haltung der neuen Regierung hat die mangelnde Kooperationsbereitschaft transparent gemacht." 

    Die Wende zu einer positiven Wirtschaftsentwicklung sei in weite Ferne gerückt. 
    Haupthindernis ist laut IfW die völlige Überforderung der griechischen Staatsverwaltung bei der Durchführung umfassender Reformen.

    Die Kieler Experten befürworten einen Schuldenschnitt, um die griechischen Schulden wieder tragfähig zu machen: Entweder innerhalb des Euro mit Reformauflagen oder mit einem geordneten Austritt aus der Eurozone.
  • Zu spät: SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisiert Fehler bei der Aufnahme Griechenlands in die Eurozone. Das sei "aus heutiger Sicht sehr naiv erfolgt". (Quelle: Reuters)

  • Unsere Blog-Leser hätten mehrheitlich kein Verständnis für einen Schuldenerlass:

    Wenn Valls und Juncker Griechenland um jeden Preis im Euro halten wollen, sollen sie die Kosten dafür übernehmen. Das deutsche Steuergeld auszugeben, klar, da wäre ich als Grieche, Franzose, Luxemburger oder Amerikaner auch dafür, denn das fällt nicht nur leicht, sondern schwächt die deutsche Position.pittium 12:26

    Wenn wir Griechenland jetzt die Schulden erlassen wie wollen wir dann anderen die Notwendigkeit des Sparens nahebringen ? Griechenland hatte Zeit war auf einem guten Weg .Wenn mal allerdings diejenigen die einem helfen wollen als Terroristen bezeichnet nur weil die ihr Geld nict verschenken wollen tja dann weis ich auch nicht.Die Griechen wurden gefragt haben nein gesagt also dann ihr wolltet keine Hilfe dann tuts mir leid aber dann gibts auch keine,Im jetzigen Zustand ist Greichenland ein Fass ohne Boden !MAKROPODEum 12:24

    Schuldenschnitt !!! Na dann dauert es nicht lange , bis dann die anderen nachziehen !!!Schnippium 12:28

  • Die neuen Vorschläge der griechischen Regierung

    Der neue griechische Finanzminister Euklidis Tsakalotos will seinen Kollegen aus den Euro-Staaten heute Mittag einen neuen Verhandlungsvorschlag vorlegen. Der soll sich aber nur leicht vom bisherigen Reformplan unterscheiden, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) erfahren hat.

    Die griechische Regierung wolle anders als zuvor die Mehrwertsteuerrabatte auf den touristischen Inseln beibehalten. Zudem wolle Athen die Mehrwertsteuer für die Gastronomie bei 13 Prozent belassen, anstatt sie auf 23 Prozent anzuheben, wie von Brüssel bislang verlangt.

    Die Regierung von Ministerpräsident Tsipras will laut "SZ" auch die Verteidigungsausgaben nicht so stark kürzen, wie es die Gläubiger-Institutionen gerne hätten. Die Abschaffung von "Solidaritätszuschlägen" für Rentner solle offenbar ebenfalls noch weiter in die Zukunft gestreckt werden.

    Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte derweil, dass er noch keine neuen Vorschläge der griechischen Regierung gesehen habe.
  • Gabriel: Schuldenschnitt möglich, wenn...

    Auch Sigmar Gabriel hat nun vom Schuldenerlass für Griechenland gesprochen: Er hält einen solchen Schritt für möglich - wenn er mit Reformen verknüpft wird.


    "Wenn wir jetzt einfach Schulden streichen, ohne dass sich in Griechenland vieles grundlegend ändert, ist gar nichts gewonnen", sagte Gabriel dem Magazin "Stern".
     Der Wille zu Reformen müsse bei der griechischen Regierung spürbar sein.

    "Nie wieder wegschauen", wenn ein Land gegen europäische Regeln verstoße, verlangte Gabriel mit Blick auf die immer dramatischere Situation - allerdings nicht nur in Finanzfragen. Europa dürfe "auch nicht wegschauen, wenn in Ungarn die demokratischen Spielregeln verkommen" oder wenn in anderen Staaten Sinti und Roma diskriminiert würden.

    Gabriel setzte sich erneut deutlich vom bisherigen Sparkurs in der Euro-Rettungspolitik ab. "Ein Land kommt nicht aus der Krise, wenn man immer nur spart, spart, spart", sagte der SPD-Chef in Video-Podcast. Erforderlich seien Investitionen in Bildung, Forschung, Wachstum und Arbeit.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Rickmer Flor, t-online.de 7/7/2015 10:48:02 AM
  • Viele Leser sehen in einem Schuldenerlass eine große Gefahr, denn andere europäische Staaten könnten bald das gleiche wollen. So sieht es auch "Martin O":


    Wenn wir den Griechen die Schulden erlassen. öffnen wir die Büchse der Pandora. andere EU-Länder werden sich darauf berufen und eine Neuschulden-Lawine bricht los. Man sollte die bestehende Schuldenlast ggf. weiter strecken und den Griechen Investitonsprogramme zusagen, die genau auf die Schwächen der Griechen zugeschnitten sind wie Aufbau Finanzbehörde, Aufbau Kataster und außerdem den Militärhaushalt drastisch senken! Wofür benötigen die Griechen U-Boote und Panzer???Martin Oum 12:45

  • Weitere Aussagen von Sigmar Gabriel zur Griechenland-Krise finden sich in seinem Video-Podcast auf Facebook:

    Wie geht es weiter in der Griechenland-Krise? Was ist jetzt wichtig? Ich denke: Die Debatte braucht einen Neustart. Darum geht es in der aktuellen Folge meines Video-Podcasts.
    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehenSigmar Gabrielvia Facebook am 11:32

  • Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor dem Treffen der Euro-Finanzminister:

    Wer die europäischen Verträge kennt, weiß, dass ein Schuldenschnitt unter das Bail-Out-Verbot fällt.

    Schäuble widerspricht damit dem französischen Premierminister Manuel Valls, der zuvor von einem denkbaren Schuldenerlass für Griechenland redete.

    Das Bail-Out-Verbot bedeutet, dass Eurostaaten nicht für die Schulden anderer Länder aufkommen dürfen.  

    Schäuble hält zudem eine weitere Finanzhilfe der Euro-Zone für Griechenland nur im Rahmen eines neuen Programms mit Spar- und Reformvereinbarungen für möglich. "Ohne ein Programm gibt es keine Möglichkeiten im Namen der Eurozone Griechenland zu helfen."

    von Daniel Reviol bearbeitet von Rickmer Flor, t-online.de 7/7/2015 11:11:36 AM
  • Griechenlandkrise: Die unheilvolle Rolle des IWF

    www.t-online.deNach außen reagiert der Internationale Währungsfonds gelassen auf das griechische Nein beim Referendum. Doch auch der IWF muss nun um Milliarden fürchten - und Chefin Christine Lagarde um ihren Job.Hier geht's zum Griechenland-BlogReferendum? Welc...
  • Juncker-Stellvertreter schließt Grexit nicht aus

    Der für den Euro zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, hält einen Austritt des vom Staatsbankrott bedrohten 
    Griechenlands aus der Eurozone für möglich. Ein Grexit sei "nicht unser Ziel", sagte Dombrovskis vor dem Beginn des Sondertreffens der Finanzminister der Währungsunion zu Griechenland. "Aber wenn Vertrauen nicht wieder aufgebaut wird, wenn es kein glaubwürdiges Reformpaket gibt, kann er nicht ausgeschlossen werden."

  • Wie leben die Menschen in Griechenland derzeit?

    Die Kapitalverkehrskontrollen haben das Leben in dem hochverschuldeten Land verschäft: Ihre Einkäufe können die Griechen größtenteils mit Bank- oder Kreditkarten bezahlen.
     In den Supermärkten funktioniert das fast überall reibungslos, an den Tankstellen ist es zuweilen schwierig. "Ochi kartes" (keine Kartenzahlung) steht an vielen Zapfsäulen, obwohl dies eigentlich illegal ist. Auch viele Tavernen verlangen Bargeld. Die Gäste bekommen in den Gaststätten vom Kellner dann häufig die Ausrede zu hören: "Es tut uns leid, aber unser Kartenlesegerät ist leider defekt."

    Die Unternehmer überweisen die Gehälter über das Internet, und die Beschäftigten müssen dann zusehen, wie sie an ihr Geld kommen. "Ich habe selbst kein Bargeld", sagt der Besitzer eines Athener Schuhgeschäfts. "Was soll ich machen? Ich bekomme selbst pro Tag nur 60 Euro aus dem Automaten. Damit kann ich meine Angestellten nicht bezahlen."

    Die Krise und der Mangel an Bargeld führen dazu, dass
    Pfandhäuser wie Pilze aus dem Boden sprießen.
    Dort scheint kein Geldmangel zu herrschen. Ein Teil der Pfandhäuser, so wird vermutet, könnte sich nicht allein legalen Geschäften widmen, sondern auch Geldwäsche betreiben.
  • Das sagen die Finanzminister

    Während derzeit noch das Treffen der EU-Finanzminister läuft, gibt es bereits erste Stimmen dazu: So sagte der irische Finanzminister Michael Noonan, dass Griechenland etwas ganz einfaches tun sollte - nämlich, sich an Irland ein Beispiel nehmen. Das Land war vor einigen Jahren selbst das schwarzer Schaf in der EU und ist heute finanziell gut aufgestellt. 

    Der finnische Finanzminister Alexander Stubb sagte auf dem Weg zu dem Treffen, dass Griechenland den Finnen fünf Milliarden Euro schuldet - das sind immerhin zehn Prozent des jährlichen Budgets der Nation.

  • Deutliche Worte aus Litauen

    Die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite hat die griechische Regierung mit Nachdruck zu konstruktiven Spar- und Reformvorschlägen aufgefordert.
    "Ohne ernsthafte Verpflichtungen wird es definitiv keine Hilfe geben", betonte sie vor ihrer Abreise zum Sondergipfel der Eurozone in Brüssel. Griechenland müsse eine Entscheidung treffen, ob es nicht eine andere Währung als den Euro kurz- bis mittelfristig vorzieht.

    "Die Zeit des Feierns auf Kosten Anderer ist vorbei für Griechenland", betonte Grybauskaite im litauischen Rundfunk. Die Eurozonen-Länder seien nicht bereit, für das verantwortungslose Verhalten der neuen Regierung in Athen zu bezahlen.

  • Ich fühle mich wie ein Drogenabhängiger, der jeden Tag seine Dosis bekommt

    Emmanuel Karavalakis aus Griechenland zu den täglich verfügbaren 60 Euro, die er maximal abheben darf.
  • Ärmere Länder bedroht

    Der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves erklärte, bei den nun folgenden Verhandlungen dürfe nicht nur an die Banken gedacht werden. "Ärmere Länder als Griechenland" sind laut Ilves bedroht, denn sie würden im Falle von Finanzhilfen mehr als vier Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts einbüßen. 
  • 87% der User sind für keinen Schuldenerlass. Hier muss dringend eine Volksbefragung kommen.Isidorum 15:39

    Lieber Isidor,
    unsere Leserinnen und Leser sind nicht stellvertretend für die Allgemeinheit.
    Zum Thema Volksbefragung: Dies wird hier nun seit Tagen gewünscht, allerdings fehlt oftmals die wichtige Information, dass eben solche Plebiszite in Deutschland
    auf Bundesebene nicht vorgesehen sind.
  • Frankreich bricht mit Merkel-Tabu

    Frankreich will Griechenland offenbar um jeden Preis in der Euro-Zone halten: Für Premierminister Manuel Valls darf eine Umschuldung für Griechenland deshalb "kein Tabuthema" sein. Faktisch käme das einem Schuldenerlass für Griechenland gleich.

    Europa dürfe einen Austritt des Landes aus der Währungsunion nicht riskieren - aus wirtschaftlichen, vor allem aber aus politischen Gründen, sagte Valls.

    Der erste Austritt eines Eurolandes aus der Währungsunion hätte Auswirkungen "auf das Wachstum und die globale Wirtschaft". "Europa steht auf dem Spiel", warnte Valls. Es müsse "alles für ein Abkommen" mit Athen getan werden.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bisher immer gegen einen Schuldenschnitt für Athen ausgesprochen. Dies würde grundsätzlich nichts an der Krise ändern. In zwei Jahren stünde man wieder vor derselben Situation, hatte Merkel Ende Juni gegenüber SPD-Bundestagsabgeordneten gesagt.

    Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble sprach sich klar gegen einen Schuldenschnitt aus. Vor einem Treffen der Euro-Finanzminister sagte er, dass ein solcher Schritt aufgrund des Bale-Out-Verbots nicht möglich sei. Das besagt, dass Euro-Staaten nicht für die Schulden anderer Länder aufkommen dürfen.


    von Rickmer Flor, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 7/7/2015 1:44:59 PM
  • Frankreichs Premierminster Manuel Valls und Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. (Quelle: dpa)

    von Rickmer Flor, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 7/7/2015 1:45:01 PM
  • Die Anzeichen verdichten sich, dass Griechenland heute keine neuen Vorschläge vorgelegt hat:


  • Die griechen sollten keine neuen Vorschläge machen, sondern Luxemburg um Amtshilfe zur Ermittlung der Griechen bitten, die ihre Millionen zur "Steueroptimierung" zu Lux-Banken transferiert hatten. Sofern kein Nachweis einer Steuererklärung in Griechenland von den Währungsflüchtlingen erbracht werden kann, sind diese Gelder vom griechischen Finanzminister bei den LUX-Banken abzuschöpfen. Herr Juncker als profunder Kenner der Luxemburger "Finanzindustrie" ist sicher gerne behilflich!Günter Steinkeum 16:30

    ... auch mal eine Idee!
  • Juncker tipp auf dem Handy - und bekommt Schelte von Rechtsaußen

    Mitten in der 
    Griechenlandkrise hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wegen der Benutzung seines Handys während einer Debatte im EU-Parlament Ärger mit einer rechtsextremen ungarischen EU-Parlamentarierin bekommen.

    Krisztina Morvai beanstandete im Plenum, dass Juncker ständig in sein Handy tippe, anstatt sich der Probleme ärmerer EU-Staaten zu widmen.
    Juncker bezeichnete die Kritik als "dumme Rede". "Ich habe meine Arbeit getan" und "mit dem griechischen Ministerpräsidenten (Alexis Tsipras)" per SMS kommuniziert, sagte Juncker.

  • Tsipras trifft sich noch heute mit Merkel

    Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft nach Angaben eines griechischen Regierungsvertreters Ministerpräsident Alexis Tsipras noch vor dem Euro-Zonen-Gipfel am Dienstagabend. Der beginnt übrigens um 18:30 Uhr.

  • Unsicherheit um Griechenland belastet den Euro

    Die hohe Unsicherheit um Griechenland hat den Kurs des Euro um Dienstag unter die Marke von 1,10 US-Dollar gedrückt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0938 Dollar gehandelt. Im frühen Handel war der Euro noch einen Cent mehr wert gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,0931 (Montag: 1,1008) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9148 (0,9084) Euro.
  • Russland wird Griechenland kein Geld leihen

    Kurz und knapp: Moskau hat Athen eine Abfuhr erteilt - obwohl die Griechen gar nicht nach Finanzhilfe gefragt haben. Der russische Finanzminister Anton Siluanow sagt, sein Land habe sich nicht mit Darlehen an 
    Griechenland befasst.
  • Ein Milliardendeal hat Tsipras schon abgeschlossen!Volker Bonacker lesen Sie besser die Meldungen in den Medien.Es gibt Erdgas und erdölvorkommen in GR die gefördert werden wollen .Da könnte Putin behilflich sein .wotanosum 17:28

    Lieber wotanos,
    besten Dank für die Anmerkung - eben diese Meldung (Deal mit Russland) hatte ich vor einigen Wochen sogar getippt. Bei der aktuellen Absage aus Moskau ging es jedoch um Kredite. Die wird Athen nicht bekommen - zumindest nach aktuellem Stand.
  • Tispras informierte Obama

    Regierungschef Alexis Tsipras hat einem griechischen Regierungsvertreter zufolge US-Präsident Barack Obama über seinen Vorschlag zur Lösung der Krise in einem Telefonat informiert.


  • Tsakalotos ohne Vorschläge nach Brüssel gereist

    Der neue griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hat wider Erwarten den Euro-Finanzministern keine schriftlichen Vorschläge zur Lösung der Schuldenkrise präsentiert.
     Der Minister habe seinen Kollegen nur mündlich die finanzielle Lage Griechenlands geschildert, hieß es. Seine Vorschläge würden nun ausgearbeitet, um schriftlich festgehalten zu werden.

    Die EU-Kommission und mehrere EU-Länder hatten dringend neue Vorschläge aus Athen angemahnt. EU-Diplomaten sagten am Dienstag in Brüssel, man warte nun auf einen neuen Antrag der griechischen Regierung. 

  • Schauen Sie sich die Geschichte der öffentlichen Schulden an: Großbritannien, Deutschland und Frankreich waren alle schon in der Situation des Griechenlands von heute, litten sogar unter noch höheren Schulden. Die erste Lektion, die man deshalb aus der Geschichte der Staatsschulden ziehen kann, lautet, dass wir nicht vor neuen Problemen stehen.

    Der Starökonom Thomas Piketty hat in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" schwere Vorwürfe gegen Deutschland erhoben. Den gesamten Text lesen Sie hier.
  • Die Ungewissheit über den Ausgang neuer Krisengespräche zu Griechenland hat den deutschen Aktienmarkt stark belastet. Nach einem freundlichen Handelsauftakt bröckelte der Dax im Verlauf stetig ab und notierte am Ende 1,96 Prozent tiefer bei 10.676,78 Punkten. Damit fiel der Leitindex auf das Niveau von Mitte Februar zurück.
  • Unser Leser Andreas wies uns gerade in einem Kommentar auf einen Song hin, den wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen - vor allem, weil es in Darmstadt nach Tagen nun endlich regnet und die Gemüter ohnehin ein wenig abkühlen sollten. Außerdem passt es natürlich thematisch. Viel Spaß und vergessen Sie einmal für einige Minuten den Ärger um das ganze Drama - wir versuchen es auch!

    Dire Straits - Money For Nothing (Live At Knebworth)
    von eaglerocktv via YouTube

  • "Ich bin immer froh, wenn ich Herrn Tsipras sehe. Ich hatte ihn heute Nacht am Telefon, ich weiß nicht um wie viel Uhr."

    Jean-Claude Juncker und Alexis Tsipras telefonieren offenbar gerne viel und spät.
  • Vorschläge von letzter Woche noch aktuell

    Was wird die griechische Regierung in Brüssel anbieten? Vermutlich weniger als gedacht oder von vielen gehofft: Denn ein griechischer Regierungsvertreter erklärte, die vor einer Woche gemachten Vorschläge der griechischen Seite seien mit kleinen Änderungen weiterhin aktuell.
    Angestrebt werde eine Einigung, durch die das Bankensystem wieder Liquidität erhalte.


  • (Quelle: Reuters)

    Fehlt doch eigentlich nur der Kuchen, oder?
    Der griechische Premier Alexis Tsipras (links) am Tisch mit Kanzlerin Merkel, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Frankreichs Präsident Francois Hollande.


    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Volker Dohr 7/7/2015 4:25:41 PM
  • Einigung in den nächsten Stunden?

    Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hält nach eigenen Worten eine Lösung im Streit mit 
    Griechenland in den nächsten Stunden mit gutem Willen für möglich.

    Über den "guten Willen" kann man nun natürlich denken, was man mag - bislang hat diesen ja keiner der Verhandlungspartner wirklich gezeigt.
  • Darüber sprachen Obama und Tsipras

    Alexis Tsipras hat US-Präsident Barack Obama heute telefonisch über den neuesten Stand der Beratungen zur griechischen Schuldenkrise informiert. Dabei habe Tsipras Obama erklärt, dass Athen einen "Überbrückungskredit" von seinen internationalen Geldgebern wünsche, bis eine nachhaltige Lösung des Problems erreicht sei, wie aus griechischen Regierungskreisen in Brüssel verlautete.

    Obama habe seinerseits die Hoffnung geäußert, dass die Verhandlungen zwischen Athen und den Gläubigern bald erfolgreich abgeschlossen werden könnten, damit 
    Griechenland im Euroraum bleibt. Tsipras hatte am Vormittag mit US-Finanzminister Jacob Lew über das gleiche Thema gesprochen.
  • Die Staats- und Regierungschefs der 19 Euroländer haben in Brüssel mit Beratungen über die Lösung der griechischen Schuldenkrise begonnen

    Wir stellen uns schon mal auf einen etwas längeren Abend ein, liebe Leserinnen und Leser. Deshalb haben wir auch erst einmal etwas zu Essen geordert. Ehe Sie fragen: nein, griechisch war es nicht (soweit ich weiß, haben wir hierfür nicht mal einen Lieferservice in der Stadt..).   
  • Die viel beschimpften Griechen, Sie wurden von Eurokraten als Ziegenhirten verhöhnt, haben gezeigt wo es lang geht! Jetzt kann Frau Dr. Merkel an der "Spitze" einem nackten Mann in die Tasche fassen. Eine Anektion von Griechenland wird Sie wohl nicht reskieren, denn das wäre tödlich!bernd drooffum 19:12

    Lieber bernd drooff,
    soweit uns bekannt ist, wäre das auch rechtlich ein Problem - eine Annektierung ist unter EU-Ländern nicht vorgesehen.
  • Presseschau: Das sagen die anderen

    Lange lässt sich darüber streiten, wer angefangen hat, wer dreister, härter und trickreicher ist. Doch das führt zu nichts.

    (Tagesspiegel)

    Eine Währung aber, die nicht auf Gold gegründet ist, beruht auf Verträgen und Vertrauen - und sonst nichts. Wenn beides in den Wind geschlagen wird, geht zuerst die Währung verloren, danach das Vertrauen in das europäische Projekt, die Notenbank, die Regierung und die Demokratie. 

    (Die Welt)

    Warum spricht man noch miteinander? Weil Griechenland ein strategisch bedeutendes Land an der Süd-Ost-Flanke Europas ist. Weil Schwache und Arme unter dem Versagen der politischen Elite inklusive der Syriza-Schickeria leiden.

    (Kölner Stadt-Anzeiger)

    So viele unterschiedliche Herzen kann eine Brust gar nicht beherbergen, wie sie derzeit bei vielen Europäern für Athen schlagen.

    (Rhein-Neckar-Zeitung)
  • Lösung bis Montag (mal wieder)

    Griechenland dürfte nach Worten des irischen Finanzministers Michael Noonan ein umfangreiches Hilfsgesuch beim europäischen Rettungsfonds ESM stellen. Eine Vereinbarung zu Griechenland müsse bis Montag fertig sein.
  • Beratungen über neuen ESM-Hilfsantrag schon morgen

    Die Eurogruppe hat für Mittwoch Beratungen über einen erwarteten neuen Hilfsantrag der Regierung in Athen angekündigt. Es werde in einer Telefonkonferenz über ein mittelfristiges ESM-Programm für 
    Griechenland beraten, erklärte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Die Gruppe erwarte einen neuen griechischen Brief mit klaren Vorschlägen.
  • Lösung nur noch eine Frage von Tagen?

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Zeitdruck bei der Lösung der Griechenland-Krise unterstrichen. Es gehe "hier nicht mehr um Wochen", sondern um "wenige Tage", warnte Merkel vor Beginn eines Sondergipfels der Euro-Zone am Dienstag in Brüssel.

    Es gebe auch nach dem griechischen Referendum immer noch keine Grundlage, um Verhandlungen für ein Rettungspaket unter dem Euro-Rettungsschirm ESM zu beginnen.
    Dafür sei es weiter nötig, dass Solidarität auf europäischer Ebene und Verantwortung auf nationaler Ebene zusammengehörten. "Ohne Solidarität und ohne Reformen ist der Weg, den wir zu gehen haben, nicht möglich", sagte Merkel.

    "Wir brauchen solche Reformvorschläge so schnell wie möglich - so schnell wie möglich. Und um abzuschließen: so schnell wie möglich", sagt Francois Hollande.

    Auch der niederländische Regierungschef Mark Rutte mahnt Griechenland zu einem schnellen Lösungsvorschlag. Das Land gehe ein großes Risiko ein. Wenn nicht bald ein Vorschlag vorliege, könnten die Euro-Zonen-Spitzen nicht helfen.

    Der luxemburgische Regierungschef Xavier Bettel forderte Tsipras ebenfalls auf, schnell Vorschläge vorzulegen.
  • Umgestaltung der Schulden scheint möglich

    Die Finanzminister der Eurozone sind nach den Worten des irischen Ressortchefs offen für eine Umgestaltung der griechischen Staatsschulden.
    "Es gibt ein allgemeines Gefühl, dass eine Umgestaltung der Schulden akzeptabel wäre", sagte Michael Noonan dem Rundfunksender RTE. Er verwies auf Maßnahmen, die Irland ergriffen hatte wie die Verlängerung von Laufzeiten und die Reduzierung der Zinsen. 

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