Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Schäuble: Brückenfinanzierung für Athen steht

    Die Euro-Finanzminister haben sich nach Angaben aus Berlin auf eine Brückenfinanzierung für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Für die Zwischenfinanzierung würden sieben Milliarden Euro aus dem EU-Rettungstopf EFSM kommen, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble laut Teilnehmern im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

    Die Nicht-Eurländer würden von den Risiken freigestellt. Dazu würden Gewinne aus den Anleihekäufen der EZB als Absicherung genutzt. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, den EFSM für eine Nothilfe im Juli zu nutzen - es ist eine Einrichtung aller 28 EU-Staaten. Damit soll die Überbrückung bis zur endgültigen Gewährung von beantragten Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM gewährleistet werden.
  • Moderate Töne aus der CSU: Sowohl Horst Seehofer als auch Gerda Hasselfeldt zeigen sich optimistisch, was die weiteren Verhandlungen mit Griechenland betrifft. Der Parteichef sieht den "Anfang einer Vertrauensbildung" und plädiert für ein drittes Hilfspaket, die Landesgruppenchefin hofft, dass Europa zusammenbleibt.

    Bayerns Landeschef Horst Seehofer: Umdenken in der Griechenland-Frage? (Quelle: imago/Metodi Popow)


    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/16/2015 1:30:38 PM
  • Ökonom Ulrich Kater, Dekabank, zur Entscheidung der EZB:

    Die EZB hat die ELA-Kredite für das griechische Bankensystem soweit erhöht, dass die Banken unter den zuletzt geltenden Einschränkungen ihren Betrieb aufrechterhalten können. Es ist eine Zwischenlösung, die die Notenbank hier gewählt hat. Mit 900 Millionen Euro kann man die Banken nicht wieder öffnen, aber man kann sicherstellen, dass sie bis zum Wochenende weiter arbeiten können. Kommende Woche dürfte ELA dann weiter erhöht werden.

  • Die geplanten Privatisierungen in Griechenland werden von Experten skeptisch betrachtet. Eurogruppenchef Jeroem Dijsselbloem hält das Ziel von 50 Milliarden Euro dagegen für realistisch. Warum andere dies nicht so sehen, lesen Sie hier.
  • Öffnen die Banken in Griechenland wieder?

    Die angesichts der Finanzkrise geschlossenen Banken in Griechenland könnten laut einem Bericht schon am Montag wieder öffnen. Allerdings dürften weiterhin viele Kapitalverkehrskontrollen in Kraft bleiben, berichtete das griechische Staatsradio unter Berufung auf Bankenkreise.

    Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich.
  • Am Nachmittag stand uns ein echter Experte im Live-Chat Rede und Antwort zur Griechenland-Krise: Dr. Jens Boysen-Hogrefe, stellvertretender Leiter des Prognosezentrums beim Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Die Fragen der User und seine Antworten können Sie hier nachlesen.

    Wirtschaftsexperte Dr. Jens Boysen-Hogrefe vom IfW 

    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Martin Mrowka 7/16/2015 2:18:58 PM
  • Wenige "Euro-Rebellen" in der CSU

    Bei der Abstimmung über die Aufnahme von Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Hilfspaket im Bundestag am Freitag gibt es in der CSU-Landesgruppe offenbar nur wenige Abweichler, die mit "Nein" stimmen wollen.

    In einer vierstündigen Debatte gab es nach Angaben von Teilnehmern eine klare Mehrheit für ein "Ja". In den vergangenen Tagen war vermutet worden, dass die Zahl der Gegner neuer Verhandlungen mit Griechenland bei rund 50 liegen könnte. Eine Zustimmung der Großen Koalition insgesamt gilt aber als sicher.
  • Leser "Bodenlos" ist wenig angetan von den beschlossenen Notkrediten:

    Weitere 900 Millionen in ein Fass ohne Boden. Danke Herr Draghi.Bodenlosum 16:12


  • Alexis Tsipras greift durch (Quelle: dpa) 

    Medien: Tsipras schmeißt Minister raus

    Der "Focus" berichtet, dass der griechische Premier die Minister, die sich in der Abstimmung im Parlament gegen das dritte Hilfspaket gestellt hatten, entlässt. Dies würden mehrere griechische Medien übereinstimmend berichten.

    Über die Kabinettsumbildung wurde bereits seit Tagen spekuliert. Betroffen sollen Energieminister Panagiotis Lafazanis und der stellvertretende Minister für Sozialthemen, Dimitris Stratoulis, sein.

    Laut "Focus" stehen zudem weitere Politiker auf der Abschussliste. Derzeit seien diese in Tsipras' Büro versammelt: Justizminister Nikos Paraskevopoulus, Arbeitsminister Panos Skourletis, Kulturminister Aristidis Baltas, Lafazanis und acht weitere Vize-Minister.

    Ein Vertreter der griechischen Regierung sagte allerdings mittlerweile, am Donnerstag werde keine Umbildung des Kabinetts verkündet. Aber was nicht ist...



    Panagiotis Lafazanis (Quelle: rtr) 



    Dimitris Stratoulis (Quelle: dpa) 

  • Oppermann ermahnt Schäuble

    Die SPD hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aufgefordert, die Griechenland-Verhandlungen nicht weiter mit einer Debatte über einen möglichen Euro-Austritt zu belasten.

    Es sei eine eindeutige Entscheidung gefallen. "Ich erwarte von allen Regierungsmitgliedern, dass sie mitziehen", sagte der Fraktionschef. "Da darf es keine Ausnahmen geben." Dies gelte auch für Minister Schäuble.
  • Geschichtslektion für Deutschland

    Der Chef der regierenden Sozialisten in Frankreich, Jean-Christophe Cambadelis hat Deutschland aufgefordert, nach den Diskussion über die griechische Schuldenkrise seine Rolle in Europa zu überdenken.

    In einem Brief, der auf Deutsch mit "Mein lieber Freund" beginnt, wendet sich der Sozialistenchef direkt an die östlichen Nachbarn. Europa "versteht die Sturheit Eures Landes nicht, blind den Weg der Sparpolitik zu verfolgen", schreibt er.

    "Hat Euer Land die Unterstützung vergessen, die Frankreich schon kurz nach den in Eurem Namen begangenen Gräueltaten gewährte", fragt Cambadelis mit Blick auf den Nationalsozialismus. Er verwies dabei auf die Unterstützung Frankreichs für den Marshall-Plan der USA 1947 zum Wiederaufbau, den Schuldenschnitt für Deutschland 1953 und die Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung nach dem Fall der Mauer 1989.

    "Berlin sollte sich diese Geschichtslektionen just zu dem Zeitpunkt in Erinnerung rufen, da es Athen eine Lektion in Haushaltsführung erteilt." "Frankreich und Europa haben Deutschland zu der Macht werden lassen, die es heute ist", heißt es in dem Schreiben weiter. "Mein lieber Freund - Deutschland muss sich zusammenreißen - und zwar schnell".

    Cambadelis wird dem Reformer-Flügel der Partei von Präsident Francois Hollande zugerechnet und gilt als Vertrauter Hollandes. Viele Franzosen werfen Hollande vor, in der Griechenland-Debatte eine Chance verpasst zu haben, um Widerstand gegen die vor allem von Deutschland vertretene harte Sparpolitik zu leisten.

    Hier geht's zum Brief (allerdings in Französisch)!

    Jean-Christophe Cambadelis (Quelle: ddp images)


  • Leser Max beschwert sich, dass nicht mehr Kommentare von unseren Usern veröffentlicht werden:

    Hallo an das Team von T-online!

    Nach welchen Kriterien werden Kommentare veröffentlicht? Ich habe zweimal meine Einschätzung kundgetan, aber - Fehlanzeige, keine Veröffentlichung. Ohne Bedeutung ist es für mich, meine Einschätzung zu lesen, das ist nicht mein Begehr. Werden alle Kommentare veröffentlicht, besteht die Möglichkeit, die Einschätzung der Mitbürger zu erfahren. Sie können die vorhandenen Daten auswerten und haben eine Stichprobe aus Ihrer Population die T-Online Konsumieren. Der Bürger nicht!Maxum 17:22

    Meine Kollegin Sonja hatte dazu heute Morgen schon eine Erklärung verfasst. Ich schicke sie Ihnen noch mal:

    Dieser Blog läuft jetzt seit gut einer Woche und es sind in dieser Zeit über 9600 Kommentare abgegeben worden. Heute zum Soli sind es bereits wieder einige Hundert.
    Und unser Blog ist natürlich vor allem dazu da, einen Überblick über
    die aktuellen Entwicklungen der Griechenland-Krise zu geben.

    Deshalb haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir zwar immer wieder
    gerne Leserkommentare im Blog aufnehmen, aber eben lange nicht alle
    veröffentlichen können.
    Dafür freuen wir uns umso mehr, wenn Sie uns Ihre Meinung in unseren Umfragen mitteilen.

  • Gregor Gysi kritisiert Finanzminister Schäuble für dessen Rolle im Schuldenstreit:

    Ich bin von Wolfgang Schäuble persönlich enttäuscht.


  • Geschichtslektion für Deutschland

    Der Chef der regierenden Sozialisten in Frankreich, Jean-Christophe Cambadelis hat Deutschland aufgefordert, nach den Diskussion über die griechische Schuldenkrise seine Rolle in Europa zu überdenken.

    In einem Brief, der auf Deutsch mit "Mein lieber Freund" beginnt, wendet sich der Sozialistenchef direkt an die östlichen Nachbarn. Europa "versteht die Sturheit Eures Landes nicht, blind den Weg der Sparpolitik zu verfolgen", schreibt er.

    "Hat Euer Land die Unterstützung vergessen, die Frankreich schon kurz nach den in Eurem Namen begangenen Gräueltaten gewährte", fragt Cambadelis mit Blick auf den Nationalsozialismus. Er verwies dabei auf die Unterstützung Frankreichs für den Marshall-Plan der USA 1947 zum Wiederaufbau, den Schuldenschnitt für Deutschland 1953 und die Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung nach dem Fall der Mauer 1989.

    "Berlin sollte sich diese Geschichtslektionen just zu dem Zeitpunkt in Erinnerung rufen, da es Athen eine Lektion in Haushaltsführung erteilt." "Frankreich und Europa haben Deutschland zu der Macht werden lassen, die es heute ist", heißt es in dem Schreiben weiter. "Mein lieber Freund - Deutschland muss sich zusammenreißen - und zwar schnell".

    Cambadelis wird dem Reformer-Flügel der Partei von Präsident Francois Hollande zugerechnet und gilt als Vertrauter Hollandes. Viele Franzosen werfen Hollande vor, in der Griechenland-Debatte eine Chance verpasst zu haben, um Widerstand gegen die vor allem von Deutschland vertretene harte Sparpolitik zu leisten.

    Hier geht's zum Brief (in Französisch)


    Jean-Christophe Cambadelis (Quelle: ddp images)



  • Europas Anlegern ist nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zu Reformschritten ein Stein vom Herzen gefallen. Der Dax stieg am Donnerstag um 1,5 Prozent auf 11.716 Punkte.

  • EZB-Chef Mario Draghi (Quelle: dpa)

    EZB erhöht Notfallkredite für griechische Banken

    Die EZB weitet ihre Notfallkredite für die griechischen Banken um 900 Millionen Euro für eine Woche aus,
    wie EZB-Präsident Mario Draghi bekannt gab. Gleichzeitig stimmten die Finanzminister der Eurozone prinzipiell zu, mit Griechenland über ein neues Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro zu verhandeln.

    Mit den Notkrediten sichert die EZB die Zahlungsfähigkeit griechischer Banken.
    Diese sind in Schwierigkeiten, weil zahlreiche Kunden aus Furcht vor einer Staatspleite ihre Einlagen abziehen. Nachdem die Regierung in Athen Ende Juni die Bevölkerung aufgerufen hatte, bei einer Volksabstimmung gegen die Bedingungen der Gläubiger für weitere Kredite zu stimmen, fror die EZB den Kreditrahmen bei knapp 90 Milliarden Euro ein.

    Daraufhin musste Griechenland die weitgehende Schließung seiner Banken anordnen und Kapitalverkehrskontrollen einführen.
    Bürger dürfen seither nur noch 60 Euro Bargeld pro Tag abheben.

    Am Wochenende stimmte Griechenland dann doch den Gläubigerforderungen zu.
  • Das "Straubinger Tagblatt" macht sich Sorgen um die Nutzung der europäischen Finanzhilfen für Griechenland:

    Europa muss Griechenland kräftig unterstützen, damit die Menschen spüren: Was an Opfern notwendig ist, bringt auch etwas ein. Tatsächlich kann es ja nicht sein, dass Brüssel und die Euro-Partner weiter etliche Milliarden ins Land pumpen, ohne dass sich erkennbar die Lage entspannt und verbessert. Das kann aber nur funktionieren, wenn Tsipras und sein Kabinett parallel dazu die Verwaltung umbauen und so modernisieren, dass Investitionen auch getätigt werden können.


  • Auch die Grünen attackieren Finanzminister Schäuble. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wird sehr deutlich:

    Herr Schäuble muss jetzt gestoppt werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Grexit-Option endgültig vom Tisch kommt.


  • Die Leser schreiben viele Kommentare, in denen sie Peer Steinbrück zustimmen:

    Bravo Herr Steinbrück !Horstum 18:52
    Daumen hoch für Steinbrück. Der Deutsche Otto-Normal Steuerzahler hat auch nichts. Wenn ich auf die Bank gehe und möchte ein Darlehn haben, wo ich nicht weiss wie ich es zurück zahlen kann, sagt die Bank "Und Tschüss".markus reckertum 18:57
    Herr Steinbrück hat recht, gut das er konsequent ist. Wer Ahnung von Finanzen hat muß diesen Wahnsinn ablehnen.Brecheisenum 19:17
    Peer Steinbrück ist zurzeit ein herausragender, klar denkender Politiker. Seine Entscheidung gegen ein weiteres, unnützes Hilfspaket für Griechenland ist das einzig richtige Handeln. Für mich war er auch schon immer ein sehr geeigneter Kanzler.Kurt Helmut Körstenum 19:56



  • Peer Steinbrück (Quelle: dpa) 

    Steinbrück will mit "Nein" stimmen

    Der frühere Bundesfinanzminister 
    Peer Steinbrück gibt laut "Bild" als erster prominenter SPD-Vertreter bekannt, im Bundestag mit "Nein", also gegen ein weiteres Hilfspaket, zu stimmen.

    Damit stellt er sich gegen die Linie seiner Partei- und Regierungsspitze.

    Weitere Milliardenhilfen änderten Steinbrück zufolge nichts an der wirtschaftlichen Gesamtlage Griechenlands. Eine Erholung der Konjunktur sei unter den harten Sparauflagen der Institutionen nicht zu erwarten, sagt er der "Bild".

    Steinbrück favorisiere demnach wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro und einen danach möglichen Schuldenschnitt.

    Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Hans-Peter Friedrich (CSU) will für neue Griechenland-Verhandlungen stimmen.
    Obwohl er zu den härtesten Kritikern der Griechenland-Rettungspolitik zählt, wolle er Schäuble ein starkes Mandat geben, weil dieser die Grexit-Variante nicht ausschließe, sagte Friedrich. Auch Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs kündigt eine Zustimmung an, zumal es nur um die Eröffnung der Verhandlungen gehe.


    Steinbrücks Nachfolger Schäuble bittet unterdessen den Bundestag um Zustimmung zu einer grundsätzlichen Stabilitätshilfe. Dabei geht es zunächst um das Mandat, um über das dritte Hilfspaket für Griechenland aus Mitteln des Euro-Rettungsfonds ESM zu verhandeln.

    Zudem 
    beantragt 
    Schäuble in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben die Zustimmung des Bundestags zu einer Brückenfinanzierung von sieben Milliarden Euro, damit Griechenland in den nächsten Tagen über die Runden kommt.

    Allein am Montag muss Athen 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank 
    zurückzahlen. 
    Das Geld für eine kurzfristige Zwischenfinanzierung soll aus dem EU-Finanztopf EFSM kommen.

  • IWF beteiligt sich nicht an erster Tranche August 2015

    Der IWF wird sich nicht an der ersten Tranche des geplanten dritten Griechenland-Hilfspakets beteiligen. Das geht aus dem von Finanzminister Wolfgang Schäuble an den Bundestag übersandten Antrag für Zustimmung für Verhandlungen hervor.

    Hintergrund dürften die ausstehenden Zahlungen aus dem zweiten Programm sein. Der IWF werde seine weitere Beteiligung von einem erfolgreichen Abschluss der ersten Programmüberprüfung im Herbst 2015 und der Bestätigung der Schuldentragfähigkeit abhängig machen.
  • Wegen des folgenden Zitats ist Unions-Fraktionsvize Thomas Strobl in die Kritik geraten:

    Der Grieche hat jetzt lange genug genervt. Jetzt hoffen wir, dass es eine gute Lösung gibt.

    Nun rudert der baden-württembergische Landeschef zurück. Er habe seine Aussage auf Premier Alexis Tsipras bezogen.

    In den sozialen Netzwerken und der baden-württembergischen SPD hatte es zum Teil heftige Kritik gehagelt. SPD-Landeschef Nils Schmid schrieb auf Twitter: "Schämen Sie sich, Herr Strobl!"

    Nun teilte Strobl schriftlich in Stuttgart mit: "Natürlich war nicht der 'Grieche an sich', also das griechische Volk gemeint, sondern es geht um den Griechen, der griechischer Ministerpräsident ist, also Alexis Tsipras."
  • Viel "Nein", wenig Enthaltungen bei den Linken

    Die Linke im Bundestag will Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm für Griechenland mit großer Mehrheit ablehnen. In der Fraktion habe es nur "ganz wenige Enthaltungen" gegeben, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Petra Sitte nach der Sitzung. Fast geschlossen seien die Linke-Abgeordneten dagegen. Mit Ja werde voraussichtlich kein Linken-Abgeordneter stimmen, sagte Fraktionschef Gregor Gysi.
  • Natürlich gibt es auch Leser, die Steinbrück kritisieren:

    Ausgerechnet Herr Steinbrück, er, der Europa gepredigt hat möchte jetzt mit nein Stimmen, unglaublich. So dreht man sich im Winde. Er sollte der erste sein, der von seinem Salär etwas beisteuert. Es geht um Europa und nicht um Parteiinterne Interessen. Er sollte sich mal ein Beispiel an Herrn Schäuble nehmen. Als MdB nichts vollziehen, aber jetzt wo es um alles geht, sich zu Wort melden?Europäerum 19:53


  • Die "Bild"-Zeitung zu Griechenland:

    Wie oft denn noch ...? Zum sechsten Mal stimmt der Bundestag heute über neue Milliarden für Athen ab. Die Abgeordneten müssen entscheiden: Soll über ein 3. Hilfspaket über 86 Milliarden Euro verhandelt werden? Eine Gewissensfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss! Ex-Finanzminister Steinbrück hat es bereits getan. Er ist, wie Wolfgang Schäuble, für einen Grexit. Und will mit Nein stimmen - gegen die die Vorgabe der Parteiführung. Das verdient Respekt! Steinbrücks Beispiel sollten viele folgen. Bei der letzten Abstimmung im Februar gab es mehr als 100 Abgeordnete, die in persönlichen Erklärungen klar machten: Dieses Mal sagen wir noch Ja zu Griechen-Hilfen - aber danach ist Schluss. Am Freitag ist der Tag, an dem diese Politiker Farbe bekennen müssen! Hoffentlich waren ihre Erklärungen vom Februar nicht einfach nur Lippenbekenntnisse, um unzufriedene Wähler daheim im Wahlkreise ruhig zu stellen ...

  • Griechische Banken öffnen am Montag wieder

    Es hat sich angedeutet, nun ist es offiziell: Die angesichts der Finanzkrise geschlossenen Banken in Griechenland machen am Montag wieder auf. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus maßgeblichen Bankenkreisen in Athen.

    Allerdings werden die meisten Kapitalverkehrskontrollen in Kraft bleiben, "damit sich der Markt wieder etas bewegen kann", hieß es seitens eines Bankers. Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich.
  • Peer Steinbrück sagt "Nein"

    Der ehemalige Finanzminister kündigt in der "Bild"-Zeitung an, dass er im Bundestag gegen weitere Milliardenhilfen für Griechenland stimmen wird.

    Weitere Milliardenhilfen würden "nichts an der wirtschaftlichen Gesamtlage Griechenlands ändern". Er bevorzuge vielmehr einen Ausstieg Athens aus dem Euro und einen anschließenden Schuldenschnitt.

    (Lesen Sie mehr dazu im Beitrag weiter unten.)
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Daniel Reviol 7/17/2015 6:54:12 AM
  • Vor der Abstimmung im Bundestag: Schäuble sorgt mit Grexit-Linie für Koalitions-Krise

    www.t-online.deDie Schuldenkrise in Griechenland hat längst auch zur Krise in der Großen Koalition geführt. Finanzminister Wolfgang Schäuble will nicht von seiner Idee des Grexit auf Zeit lassen. Kanzlerin Angela Merkel zieht keinen klaren Schlussstrich unter di...
  • Die "Le Monde" lobt Angela Merkels Position in der Griechenland-Krise. Das sind weitere Pressestimmen aus Europa...

    Die belgische Zeitung "De Standaard" schreibt:

    Es gibt komplexe Diskussionen über den Unterschied zwischen Schuldenschnitt und Umschuldung. Das eine wird durch die Regeln der Währungsunion verboten, das andere hält selbst Finanzminister Wolfgang Schäuble für nicht völlig undenkbar. Derselbe Schäuble, der jedem, der es hören will, sagt, dass ein Grexit doch die bessere Lösung ist und bleibt.

    In der bulgarischen Wirtschaftszeitung "Kapital Daily" heißt es:

    Mit Schreien, Streit und Applaus billigte das griechische Parlament die Vereinbarung mit den Gläubigern über ein drittes Kreditmemorandum. Zuerst der Internationale Währungsfonds und später auch die US-amerikanische Citi-Bank erklärten das künftige Abkommen bereits für tot geboren und die Zukunft Griechenlandin der Eurozone für kurzfristig.

    Der "Kölner Stadt-Anzeiger" prophezeit Neuwahlen in Griechenland:

    Früher oder später wird Alexis Tsipras Zuflucht zu Neuwahlen nehmen. Der Wahlkampf wird das Krisenland erneut über Wochen lähmen. (...) Eine Prognose darf man heute schon wagen: Syriza wird an diesem Reformprogramm zerbrechen. Das Experiment einer Linksregierung in Griechenland ist gescheitert.

    Und das schreiben die Briten im "Telegraph":

    Die Erwartung, dass sich britische Steuerzahler am jüngsten Rettungspaket für Griechenland beteiligen sollten, ist empörend. David Cameron wurde 2012 zugesichert, dass der EFSM nicht für zukünftige Rettungsaktionen der Eurozone eingesetzt würde. Die Art und Weise, wie die EU-Kommission nun diese Zusicherung aushebeln will, zeigt eine klare Missachtung des
    Wählerwillens der Briten.
    Wenn die EU-Länder wirklich einen britischen Austritt verhindern wollen, sollten sie die Meinung der Briten auch respektieren.





  • Die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern wären am vergangenen Wochenende beinahe gescheitert, berichtet EU-Ratspräsident Donald Tusk.  

    Dabei soll es um 2,5 Milliarden Euro gegangen sein.
    Europa sei wegen dieser Summe einer Katastrophe nahe gewesen, sagte Tusk einer griechischen Zeitung.
  • Heute wird Kanzlerin Merkel 61. Leser ""Telekomiker" vermutet einen Zusammenhang mit dem Lob der französischen Presse:

    gestern ham die Franzmänner unser Merkel noch zammgeschissen und heute gelobt? sol das ihr Geburtstagsgeschenk sein ???Telekomikerum 9:54

  • Noch sind viele Abgeordnete damit beschäftigt, Angela Merkel Glückwünsche zum Geburtstag zu übermitteln - gleich aber beginnt die Debatte zu Griechenland.

  • (Quelle: NTV) 

    Norbert Lammert begrüßt die Bundestagsabgeordneten. Es folgt ein Nachruf auf den verstorbenen CDU-Politiker Philipp Mißfelder. 

    Mißfelder verstarb am 13. Juli im Alter von 35 Jahren an einer Lun
  • Lammert erteilt Kanzlerin Merkel das Wort...
  • Nach der harten Kritik des französischen Sozialistenchefs Jean-Christophe Cambadelis erntet die deutsche Regierung nun Lob aus Frankreich - genau genommen: die deutsche Kanzlerin.

    So kommentierte die französische Tageszeitung "Le Monde" am Freitag die Haltung von Angela Merkel

    Während der Krise um Griechenland hat die deutsche Kanzlerin die europäischen Institutionen verteidigt. Wir sollten ihr dafür dankbar sein. Es ist natürlich viel bequemer, Angela Merkel Unbeugsamkeit vorzuwerfen, als sich über die wirklichen Ursachen der Finanzkrise des griechischen Staates und die Verantwortlichen dieser Krise Gedanken zu machen. Genauso absurd ist es, Merkel vorzuwerfen, sie verordne Europa Sparsamkeit. Sie sagt nur, dass eine gute Verwaltung der Staatsfinanzen die Grundlage des Wirtschaftswachstums ist.


    von Daniel Reviol bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/17/2015 8:13:38 AM
  • Merkel betont, dass die griechische Regierung mit dem Abbrechen der Verhandlungen Ende Juni die wichtigste Währung Europas schwer beschädigte: nämlich Verlässlichkeit.
  • Die harte Kritik an der griechischen Regierung geht weiter:

    Konnte Griechenland noch vor kurzem Wachstum erwarten, ist nun das Gegenteil der Fall



  • Die politische Unzuverlässlichkeit der griechischen Regierung machen laut Merkel scharfe Kontrollen in Zukunft dringend notwendig.
  • Lang anhaltender Applaus für Wolfgang Schäuble, den Merkel für seine Leistung in den letzten Wochen lobt.
  • Jetzt wirbt Merkel für das dritte Hilfspaket. Niemand könne die Sorgen und Bedenken, dass Griechenland den Weg nicht zu Ende geht, "einfach beiseite wischen". Trotzdem überwiegen Merkel zufolge die Vorteile des neuen Programms.
  • Merkel sagt:

    Unverändert gilt das Ziel der Bundesregierung: Europa soll stärker aus der Krise hervorgehen, als es reingegangen ist

    Ein drittes Hilfspaket sei ein Programm für ganz Europa: "Wir tun das für die Menschen in Griechenland, wir tun es aber auch für die Menschen in Deutschland", so Merkel.
  • Nun spricht Gregor Gysi. Über Merkel, Schäuble und Gabriel sagt er:

    Sie Drei begehen gerade den größten Fehler ihrer politischen Karriere

  • Gysi erinnert an eigene frühere Aussagen: "Ich sagte, dass wir ein Europa der Banken bekommen werden. Und was haben wir bekommen? Ein Europa der Banken."

    Er ist sich sicher, dass der Euro mehr spaltet als vereint.


  • Gysi greift auch Finanzminister Schäuble scharf an. Dessen Politik sei: 

    unsozial und undemokratisch

    Gysi glaubt, dass der Finanzminister derzeit Europa zerstöre - und damit schade Schäuble auch Deutschland. Der Ruf des Landes im Ausland sei inzwischen wieder stark beschädigt.


    Schäubles Reaktion:

    (Screenshot: n-tv) 

    Dazu ein User:
    Man sollte nicht so über unseren Finanzminister herziehen. Er gehört zu den besten Politikern unseres Landes. Solche Leute wie er bräuchten wir mehr !!Heinz Gerspachum 10:59

    von Daniel Reviol bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/17/2015 8:36:19 AM
  • Gysi weiter: "Wenn ich im griechischen Parlament gesessen hätte, hätte ich auch Ja gesagt - aus Solidarität. Aber ich sage Nein zu dieser Politik. Wir gehören nicht zu den Erpressten, sondern zu den Erpressern."
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