Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Wer hat Recht im griechischen Schuldendrama? Womöglich alle Akteure, glaubt User "Michael":

    Ich verfolge die Debatte um Griechenland sehr aufmerksam und versuche mir ein eigenes Bild zu machen .Verständnis habe ich für beide Seiten , man kann den Argumenten der nördlichen Ländern schwer widersprechen ,andererseits verstehe ich Südländer die den Gürtel nicht zu eng schnallen wollen .
    Michaelum 17:14

  • Vize-Finanzministerin tritt zurück: "Alexis, ich kann nicht mehr"

    Vor der Abstimmung im griechischen Parlament 
    ist die stellvertretende griechische Finanzministerin Nadja Valavani zurückgetreten. Sie wolle das Sparprogramm und die damit verbundenen harten Einschnitte nicht unterstützen.

    "Alexis, i
    ch kann nicht mehr weitermachen", schrieb sie in einem Brief an den griechischen Ministerpräsidenten Tsipras.

    Etwa 30 Abgeordnete des linken Syriza-Flügels wollen heute Abend gegen das Sparprogramm stimmen. Es wird aber damit gerechnet, dass Tsipras das Paket trotz Abweichler durchbringen werde - dank Stimmen der liberalen und konservativen Opposition.
    von Stefan Obst bearbeitet von Daniel Reviol 7/15/2015 4:59:14 PM
  • Frankreichs Nationalversammlung ist für Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Hilfsprogramm. Die Abgeordneten sprachen sich mit großer Mehrheit für den in Brüssel vereinbarten Plan der Eurostaaten aus. 412 Abgeordnete stimmten dafür, 69 dagegen.

    Die Debatte war auf Wunsch der sozialistischen Regierung angesetzt worden - anders als in Deutschland ist sie nicht Voraussetzung für weitere Verhandlungen.
     

    Auch die konservative Opposition stellte sich zum Großteil hinter das Ergebnis des Sondergipfels, übte aber scharfe Kritik am Vorgehen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. "Diese Einigung ist kein Blankoscheck", beteuerte Regierungschef Manuel Valls. 

    Aus dem linken Lager gab es auch kritische Stimmen zum deutschen Auftreten. Der Fraktionschef der Grünen, François de Rugy, warf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble vor, den Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone zu wollen.
  • Eine beliebte Meinung unter unseren Lesern:

    Ich finde es richtig der Bevölkerung Griechenlands alle Hilfe zukommen zu lassen, denn die Unter- und Mittelschicht leidet. Falsch finde ich, noch mehr Geld nach Griechenland zu pumpen, dass unwiderruflich verloren ist. Die Kritiker von Schäuble (ich bin auch nicht für alles), sollten sich ins Gedächtnis rufen, dass Deutschland bei dieser Insolvenzverschleppung, den meissten Verlust macht.geldgeberum 19:09

  • Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt am Donnerstag in Frankfurt am Main und entscheidet über den Leitzins in der Eurozone.

    Von geldpolitischer Seite wird es wohl keine Änderungen geben. Jedoch erwarten Beobachter mit Spannung, wie sich EZB-Präsident Mario Draghi zur Schuldenkrise in Griechenland äußert.

  • Leser "wilfried reissner" würde den Rücktritt von Tsipras begrüßen:

    Tsipras wird zurück treten und das ist gut so, damit vielleicht endlich ein korrekter mensch an die Regierung kommt, der die Bürger und die EU nicht weiter an der Nase herum führt.wilfried reissnerum 19:51

  • Tsipras erwägt Rücktritt

    (Quelle: Reuters) 

    Der griechische Ministerpräsident
    Alexis Tsipras hat seiner Partei mit Rücktritt gedroht, sollten die Abgeordneten von Syriza gegen das Sparprogramm stimmen.

    "Wenn ich eure Unterstützung nicht habe, dann wird es für mich schwierig sein, auch morgen Regierungschef zu bleiben", zitierten mehrere griechische Medien Tsipras.

    Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket können nur dann beginnen, wenn das griechische Parlament die Gesetzespläne billigt. Das Votum ist für den späten Abend vorgesehen. Das Ergebnis dürfte gegen Mitternacht feststehen.

    Es wird damit gerechnet, dass es zahlreiche Abweichler unter den Abgeordneten der Regierungspartei Syriza geben wird. Da die wichtigsten Oppositionsparteien für das Reformpaket stimmen wollen, gilt es jedoch als sicher, dass das Parlament den erneuten Sparkurs absegnet.

  • 50 Milliarden wohl unrealistisch: Das Märchen von den griechischen Privatisierungen

    www.t-online.deStaatliches Vermögen fließt in einen Privatisierungsfonds: 50 Milliarden Euro für Rückzahlungen und wirtschaftlichen Aufschwung sollen so zusammenkommen. Vielen erscheint der Betrag realitätsfern - denn Griechenland wird sein Tafelsilber nicht los.
  • Was bedeutet das Abstimmungsergebnis für Alexis Tsipras?

    Der Ministerpräsident hatte im Vorfeld mit Rücktritt gedroht, sollte er die Regierungsmehrheit nicht erreichen. Diese hat er nun deutlich verfehlt. Noch gibt es keine Reaktion von ihm auf die Abstimmung.

    Unter den Nein-Sagern aus Reihen von Syriza war übrigens auch der ehemalige Finanzminister Gianis Varoufakis.
  • Alexis Tsipras hatte die Reformpläne vor der Abstimmung im Parlament verteidigt. (Foto: AP) 

  • Und so geht es heute weiter:

    Die Euro-Finanzminister treffen sich heute und beraten, wie es nach dem Ja des griechischen Parlaments weitergeht. Außerdem will die EZB prüfen, ob die Notfallkredite für die Banken in Griechenland erhöht werden.
  • "Ein wichtiger Schritt", sagt Wolfgang Schäuble zum Ja des griechischen Parlaments - und stellt den Griechen Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket in Aussicht.

    Laut Schäuble bestehen bei vielen Experten Zweifel, ob ohne einen Schuldenschnitt die griechischen Probleme gelöst werden könnten. Ein wirklicher Schuldenschnitt sei aber mit der Euro-Mitgliedschaft unvereinbar. 

    Schäuble bleibt bei seiner Meinung, die er in den vergangenen Tagen schon häufiger geäußert hatte: "Ein befristeter Grexit wäre vielleicht der bessere Weg."
  • Dass Alexis Tsipras im Vorfeld der Abstimmung von Rücktritt gesprochen hatte, bewegt auch die Leser unseres Blogs. Wir sind gespannt, wann er sich heute zu Wort melden wird.

    Tsipras hat zuviel versprochen was real nicht machbar ist. Er ist zu schwach und zu unerfahren für diese schwierige Situation. Ein Rücktritt wäre das einzig richtige. [...]cosimaum 7:26

    Tsipras hat keine Mehrheit im Parlament. Er stützt sich auf Stimmen aus dem Lager der Opposition, also von Parteien, die er von Anfang an bekämpft hat. Nun muss er zurücktreten. Alles andere wäre eine Farce. So funktioniert nämlich die Demokratie, die er und seine Anhänger immer wieder eingefordert haben. [...]Ioannisum 7:23

    Jetzt wird es interessant. Tsipras handelt gegen das Volk. Bei Verlust der Regierungsmehrheit droht er mit Rücktritt. Das ist jetzt passiert. So Herr Tsipras, jetzt sind Sie dran. Ich jedenfalls bin auf Ihre Reaktion gespannt, oder sind Sie doch nur ein Sprücheklopfer?Hannes Hürthum 7:05

  • ESM-Chef Klaus Regling warnt: Das griechische Bankensystem könne zusammenbrechen, wenn Griechenland kein drittes Hilfspaket erhält. "Das birgt Gefahren für die gesamte Euro-Zone." Seiner Einschätzung nach reicht die Größe des Euro-Rettungsschirms ESM auf jeden Fall für das Griechenland-Paket, falls es beschlossen wird.
  • Ein mögliches Szenario hat sich bereits gestern abgezeichnet: Tsipras tritt nicht zurück, bildet aber seine Regierung um. Aktuell scheint das realistischer als ein Rücktritt.
  • An den vielen Kommentaren und der regen Beteiligung an der Umfrage merke ich, dass Sie das Thema "Soli für Griechenland" sehr bewegt. Deshalb hier ein Link zum kompletten Text, den Ökonom Clemens Fuest für die FAZ geschrieben hat.


    Ökonom Clemens Fuest. (Foto: dpa) 


  • Einige Leser-Meinungen zum Soli-Vorschlag. Die große Mehrheit hält nichts davon, aber leider ist die Wortwahl vieler Kommentare dann doch nicht so, dass ich sie in diesen Blog aufnehmen könnte. 

    Wenn, dann sollte der Solidaritätszuschlag auf freiwilliger Basis sein und nicht dauerhaft eingeführt werden. Wir haben bereits genügend Steuern, die nie mehr abgeschafft werden.Besucherum 8:44

    Warum sollen wir einer Soli-Erhöhung für Griechenland zustimmen? Reicht das nicht aus was sie vom IWF bekommen? Bei uns gibt es auch arme Familien mit Kindern, vielleicht sollte man sich erstmal darum kümmern, bevor man Milliarden in so ein marodes und uneinsichtiges Land steckt.Gonzoum 8:51

    Eine interessanter Vorschlag, der nur dann was bringt, wenn alle EU-Staaten auch mit solch einer Lösung einverstanden sind und ebenfalls einzahlen. Deutschland zahlt schon genug ein und verliert meistens bei solchen Diskussionen.BWLERum 8:54

  • Wir wollen Griechenland nicht in den "Grexit" treiben. Wir wollen hier solidarisch sein. Aber wir werden auch deutlich machen, dass wir starke Kritik an der Verhandlungsführung Deutschlands haben, die auch beinahe zur Spaltung in Europa geführt hat.

    Grünen-Parteivorsitzende Simone Peter vor der Abstimmung im Bundestag am Freitag.
  • Griechisches Parlament stimmt Reformauflagen zu. Aber...

    In der Nacht haben sich 229 von 300 Parlamentariern hinter die Maßnahmen der internationalen Gläubiger gestellt. Damit ist Griechenland einen Schritt weiter, denn der Weg für ein drittes Hilfspaket der Euro-Länder ist nun frei.

    Trotzdem war die Abstimmung auch eine Niederlage für Ministerpräsident Alexis Tsipras: 32 Abgeordnete seiner Partei Syriza stimmten gegen die Reformen, sechs enthielten sich.
  • Weitere Meinungen zum vorgeschlagenen Soli für Griechenland: Inzwischen zielen viele darauf ab, dass der ursprüngliche Solidaritätszuschlag auch nur für einige Jahre bestehen sollte, nach über 25 Jahren aber immer noch gezahlt werden muss. 

    Wäre eine Griechenland-Soli für Sie denn eine Option, wenn der alte Solidaritätszuschlag dafür abgeschafft wird?

    Was mit dem Soli bis jetzt geschehen ist sehen wir ja. Auch der wurde für eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Zweck eingeführt!pettium 9:41

    Tut mir leid für die Griechen, aber von einem Griechensoli halte ich überhaupt nichts, schon gar nicht auf drei Jahre beschränkt.Klausum 9:41

    Schon die Idee ist eine Frechheit. Ohne jede Einschränkungen ein ganz klares NEIN !!Thomas Schmidtum 9:45

  • Leser "Volkmar S" könnte einem Griechen-Soli immerhin einen psychologischen Aspekt abgewinnen.

    Bei Einführung eines Soli wäre auch für die Griechen sehr plastisch, dass Ihnen andere Steuerzahler helfen und nicht anonyme Staatskassen. Psychologisch sicher gut, denn zahlen werden wir sowieso müssen.Volkmar Sum 9:54

  • Es bleibt dabei: Der Großteil der Blog-Leser ist gegen die Einführung eines Solis für Griechenland. Hier beispielhaft noch zwei von sehr, sehr vielen Zuschriften - ich kann leider nicht alle veröffentlichen, das würde den Rahmen dieses Blogs sprengen.

    Ich halte einen solchen Gedanken für eine Frechheit gegenüber dem deutschen Volk. Wer jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, kann nicht erwarten, von seinen Nachbarn finanziert zu werden. Ansonsten würde ich gerne von den Griechen meinen nächsten Urlaub finanziert haben. Braucht auch jeder nur einen Euro zu geben! Soli für Griechenland ist Schwachsinn.Wolfgang der Hamburgerum 9:55

    Eine Schnapsidee! Seit Einführung des Euro habe ich als Rentner einen Kaufkraftverlust von fast 20 %. Die griechischen Finanzbehörden sollen doch erst mal die rd. 70 Mrd. € Steuerschulden von den oberen Tausend eintreiben, bevor sie den Rest der Welt um weiteres Geld anhauen.Filsburgerum 9:57

  • Eindrücke von vor Ort haben gestern Cem Özdemir und Simone Peter von den Grünen gesammelt: Sie waren in Athen, um die Abstimmung im griechischen Parlament zu verfolgen.


  • Liebe Sonja Riegel, sprengen Sie bitte den Blog, indem Sie alle Kommentare veröffentlichen!Börsianerum 10:33

    Lieber Börsianer, grundsätzlich wäre ich dazu natürlich bereit. Allerdings habe ich eben mal in die Statistik geschaut: Dieser Blog läuft jetzt seit gut einer Woche und es sind in dieser Zeit über 9600 Kommentare abgegeben worden. Heute zum Soli sind es bereits wieder einige Hundert. Und unser Blog ist natürlich vor allem dazu da, einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen der Griechenland-Krise zu geben. Deshalb haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir zwar immer wieder gerne Leserkommentare im Blog aufnehmen, aber eben lange nicht alle veröffentlichen können. Dafür freuen wir uns umso mehr, wenn Sie uns Ihre Meinung in unseren Umfragen mitteilen.
  • Mal ein Blick auf die Umfragen zum Soli 

    Aktuell halten 92 Prozent unserer Blogleser nichts von der Idee, einen Soli für Griechenland zu zahlen. Nur sechs Prozent finden das Vorhaben gut. Mitgemacht haben hier bisher knapp 18.000 User.

    Auch auf die Frage, ob sie bereits wären, einen Griechenland-Soli statt des "alten" zu zahlen, haben unsere Leser eine eindeutige Antwort: 90 Prozent sagen Nein. Hier haben bisher gut 8000 User abgestimmt.
  • Das hatte sich zwar schon abgezeichnet, aber es wird nun offenbar konkreter: Die EZB will die Nothilfen für die griechischen Banken vorerst nicht erhöhen. Die Notkredite sollen bei derzeit 88,6 Milliarden Euro gedeckelt bleiben, heißt es mit Bezug auf "informierte Kreise". Auf eine offizielle Stellungnahme der EZB warten wir allerdings noch.
  • Ökonom schlägt Soli-Erhöhung für Griechenland vor

    Sollten die Deutschen einen höheren Solidaritätszuschlag bezahlen, um Griechenland zu helfen? Das schlägt Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, vor. Schließlich gehe es anders als bei vorangehenden Rettungsprogrammen nicht um Kredite, sondern um Transfers, "also um Geld, das nicht zurückkommt".

    Bei einer Belastung von 84 Milliarden Euro, von denen etwa ein Viertel auf Deutschland entfallen würde, hat der Ökonom folgendes Rechenbeispiel: "Das könnte beispielsweise durch die Erhöhung des Solidaritätszuschlags von 5,5 auf 8 Prozent für drei Jahre finanziert werden."

    Aus den Worten von Fuest geht hervor, dass auch die anderen europäischen Staaten einen solchen Soli für Griechenland einführen sollen.
  • Wichtig für uns ist, dass Europa zusammenbleibt. Wir können uns einen Riss in Europa nicht leisten.

    Gerda Hasselfeldt, Landesgruppenchefin der CSU, verteidigt die geplanten weiteren Hilfen für Griechenland gegen Kritik aus den eigenen Reihen.

    Zum Vergleich einige Töne, die Hasselfeldt noch Ende Juni auf einer CSU-Veranstaltung angeschlagen hatte: "Frechheit, ständige Forderungen und persönliche Anschuldigungen" prägten die Verhandlungen Griechenlands mit der EU, sagte sie laut "Süddeutscher Zeitung" vom 25. Juni. Die Erfolge der Samaras-Regierung hätten Tsipras und Co. "kaputt gemacht". Die Union sei sowieso von Anfang an gegen Griechenlands EU-Beitritt gewesen, erinnerte Hasselfeldt. Sie habe damals, zur Zeit der rot-grünen Bundesregierung, geschlossen davor gewarnt. 
  • Die nächste vorsichtig optimistische Stimme aus der CSU: Parteichef Horst Seehofer freut sich über das Abstimmungsergebnis der Griechen und hofft, dass sich der Bundestag für neue Gespräche mit der Tsipras-Regierung ausspricht. 

    "Das ist der Anfang einer Vertrauensbildung, die nach den letzten Wochen und Monaten dringend notwendig ist", so Seehofer zur "Süddeutschen Zeitung". "Ich empfehle dringend, dass die Freunde meiner Partei und unserer Fraktion formell der Aufnahme von Verhandlungen zustimmen."
  • Die Abstimmung im österreichischen Parlament ist zwar erst morgen, aber eine erste Hürde ist bereits genommen: Der zuständige Unterausschuss hat Finanzminister Hans Jörg Schelling das Mandat erteilt, über Griechenland-Hilfen zu verhandeln. Morgen genügt eine einfache Mehrheit im Parlament in Wien.
  • Aus Finnland kommen ähnliche Neuigkeiten: Auch dort stimmte das Parlament dafür, Verhandlungen über ein drittes Rettungspaket für Griechenland aufzunehmen. Seine Regierung billige zudem Verhandlungen über eine Brückenfinanzierung, sagt Finanzminister Alexander Stubb.
  • Brückenfinanzierung für Griechenland fix?

    Es gibt offenbar eine Einigung auf eine sieben Milliarden Euro schwere Brückenfinanzierung für Griechenland. Die Nachrichtenagentur Bloomberg will das jedenfalls von einem EU-Vertreter erfahren haben. Nähere Angaben soll es aber erst morgen geben, wenn die nationalen Parlamente über das neue Hilfspaket abgestimmt haben.
  • Schelling: EZB will Hilfen für griehische Banken verlängern

    Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling will aus Kreisen der EZB erfahren haben, dass die Europäische Zentralbank die Notfallkredite für griechische Banken verlängern will.
    Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Die EZB stimmt noch am Donnerstag über die Geldpolitik für die Euro-Zone ab.

     Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling (Quelle: dpa)

  • Geldgeber sind zufrieden

    Die Gläubiger sind mit der Verabschiedung erster Spar- und Reformschritte im Athener Parlament zufrieden. Die Regierung habe das erste Paket mit vier Maßnahmen "rechtzeitig und in einer insgesamt befriedigenden Weise" umgesetzt, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Experten der Geldgeber hätten über die gesamte Nacht hinweg die Spar- und Reformschritte überprüft. Neben der EU-Kommission gehören der IWF und die EZB zu den Gläubigern.
    von Julian Moering bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/16/2015 10:46:25 AM

  •  Demo vor dem EZB-Gebäude in Frankfurt. (Quelle: dpa)

    Mit Spruchbändern und Plakaten haben mehr als 30 Globalisierungsgegner vor dem EZB-Gebäude in Frankfurt für Solidarität mit Griechenland und einen Schuldenschnitt demonstriert.
    Anlass ist eine Sitzung des EZB-Rates. Einige Teilnehmer trugen Masken mit den Gesichtern des ehemaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis und des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU). Auf einem Plakat wurde Schäuble "Zerstörer Europas" genannt. Auf einem anderen war "Schuldenschnitt jetzt!" zu lesen. Zu der Aktion hatte das globalisierungskritische Netzwerk Attac aufgerufen.
    von Julian Moering bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/16/2015 11:01:07 AM
  • User "M+M" hat einen Vorschlag zur Lösung der Schuldenkrise:

    Ein Vorschlag von mir : Griechenland verbleibt im Euro und tilgt langsam bis auf 20 Jahre seine Schulden, wobei für jeden getilgten Schuldeneuro - zwei Euro Tilgung gutgeschrieben werden ! Dies wäre ein verdeckter Schuldenschnitt, belastet aber die Eurostaaten und den IWF, vergleichsweise zum einmaligen Schnitt, nur gering. die Zinslasten werden entsprechend der Tilgung und der entsprechenden Gutschrift vermindert.M+Mum 13:00

  • Deutsche reisen weiter gerne nach Griechenland

    Ungeachtet der Krise steht Griechenland bei deutschen Urlaubern weiter hoch im Kurs, anscheinend sogar so hoch wie noch nie. Zumindest Reiseveranstalter Tui vermeldet neue Rekorde. "Wir hatten 2014 bereits ein absolutes Rekordjahr und liegen in diesem Jahr noch leicht drüber", sagte eine Tui-Sprecherin. Konkrete Zahlen legte Tui jedoch nicht vor.
  • User "Achim" fragt, was es mit dem von Cem Özdemir bei Twitter angesprochenen "Green New Deal" auf sich hat? (Wir haben den Tweet etwas weiter unten im Blog gepostet):

    Ich finde es nicht gerade sehr professionell und höflich von Herrn Cem Özdemir, das Grexit-Thema als "Gequatsche" zu bezeichnen. Außerdem kann ich mit dem "Green New Deal" nichts anfangen ! Können Sie mich aufklären, was er damit meint ?Achimum 13:10

    Lieber Achim,
    als "Green New Deal" bezeichnet man gemeinhin ein Konzept für eine ökologische Wende des Kapitalismus. Will heißen: Arbeits- und wirtschaftspolitische Maßnahmen werden mit einem ökologischen Umbau der Industriegesellschaft kombiniert. Herr Özdemir fordert quasi einen Neuaufbau der griechischen Wirtschaft unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte.
  • EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins wie erwartet nicht angetastet.
    Der Schlüsselsatz für die Versorgung des Bankensystems mit frischem Geld bleibt auf dem Niveau von 0,05 Prozent, wie die Währungshüter mitteilten. Die EZB hatte den Leitzins im September 2014 auf das Rekordtief gesenkt.

    von Julian Moering bearbeitet von Alexander Graßhoff,... 7/16/2015 11:49:19 AM
  • Die Zeitung "La République des Pyrénées" aus dem südfranzösischen Tarbes
    schreibt zu den Auflagen, welche die EU für das hochverschuldete Griechenland
    durchgesetzt hat:

    Genau 24 Stunden. Es hat nur 24 Stunden gedauert, bis die Vereinbarung zu Griechenland, die mit viel Mühe zustandegekommen ist (...), kritisiert wurde - vom Internationalen Währungsfonds (IWF), aber auch (vom griechischen Regierungschef) Alexis Tsipras selbst. (...) Der Optimismus weicht dem düstersten Pessimismus. Am äußersten linken Rand wird angeprangert, Griechenland werde unter Vormundschaft gestellt. (...) Und selbst der IWF räumt jetzt ein, dass es keinen Ausweg aus der Krise geben wird, solange die Frage einer massiven Umschuldung Griechenlands nicht geregelt ist. Das Wichtigste ist nun, Demokratie und Politik in die Eurozone zu bringen, die bislang ausschließlich von einer finanziellen Logik beherrscht wird.


  • Grünes Licht aus Litauen: Die Mitte-Links-Regierung in Vilnius erteilt Finanzminister Sadzius ein Mandat für die Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für Griechenland. Sadzius sieht noch jede Menge Arbeit für die Verhandlungspartner.

    Diese Verhandlungen werden schwierig werden - darüber habe ich keine Zweifel.

  • Griechenland-Krise: Eurogruppe will Drei-Jahres-Programm gewähren

    www.t-online.deDie Euro-Finanzminister haben einem neuen Griechenland-Hilfsprogramm mit einer Laufzeit von drei Jahren im Grundsatz zugestimmt.

  • Innenminister Nikos Voutsis (links) und Premier Alexis Tsipras (Quelle: dpa)

    Neuwahlen in Griechenland?

    Nach der Rebellion von Teilen der regierenden Syriza-Partei in Griechenland
    gegen das Sparprogramm hat Innenminister Nikos Voutsis eine
    vorgezogene Parlamentswahl ins Gespräch gebracht.


    "Es ist sehr gut möglich, dass im September oder Oktober Wahlen stattfinden", sagte Voutsis in einem am Donnerstag von seinem Ministerium verbreiteten Interview des Hörfunksenders Sto Kokkino.


    Dies hänge jedoch von einer umfassenden Prüfung der allgemeinen Entwicklung ab, die nicht nur die Regierung vornehmen werde.
    Selbst wenn es zu einer Neuwahl komme, "werden wir nach einem Mandat zur Annahme unseres Programmes streben". Teil dieses Programms seien die aus dem Schuldenkompromiss erwachsenen Verpflichtungen.

    Von der
    linken Syriza-Partei hatten 38 der 149 Abgeordneten Regierungschef Alexis Tsipras die Gefolgschaft verweigert. Das Parlament hatte die Spar- und Reformauflagen in der Nacht mit den Stimmen der Opposition gebilligt.

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