Live-Blog zur Griechenland-Krise
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Live-Blog zur Griechenland-Krise

Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Griechenland-Krise in unserem Live-Blog.

  • Mittlerweile gibt es auch eine erste Stimme zum Varoufakis-Rücktritt: SPD-Finanzexperte Carsten Scheider bezweifelt, dass der Rückzug des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis die kommenden Verhandlungen zwischen Kreditgebern und Athen erleichtert. Varoufakis könne seine Versprechen nicht einhalten und ziehe die Konsequenzen daraus mit einer Flucht, monierte Schneider. 

    Der Rücktritt sei nicht so wichtig, sagte er dem ZDF. Vielmehr sei die Politik entscheidend, die die griechische Regierung verfolge.

    Ein neuer Minister möge vielleicht vertrauenserweckender sein. Allerdings werde der Wille der Griechen benötigt, Reformen zu akzeptieren und das Land zu stabilisieren.





  • Nach dem Nein der Griechen: Der Schwanz möchte mit dem Hund wedeln

    www.t-online.deMan weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll: Mehr als 60 Prozent der Griechen sind gestern zu einem Referendum gegangen und haben über etwas abgestimmt, das es nicht gibt. Mehr als 60 Prozent waren gegen dieses Nichts, knapp 40 Prozent dafür. D...
  • Das "Nein" im Referendum hatte den Euro zwar kurze Zeit unter Druck gesetzt - zwischenzeitliche Verluste wurden aber schnell und fast vollständig wieder wettgemacht. 

    Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1055 US-Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel bis auf 1,0970 Dollar abgerutscht war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,1096 Dollar festgesetzt.
  • Nach dem Referendum und dem Varoufakis-Rücktritt beschäftigt die Krise natürlich weiterhin die europäische Politik.  

    Anbei ein kurzer Überblick über die bereits feststehenden Termine in den nächsten Tagen: 

    Montag, 6. Juli:  Bundeskanzlerin Angela Merkeltrifft am Abend in Paris den französischen Präsidenten François Hollande, um über die Konsequenzen aus dem griechischem Referendum zu beraten.

    Dienstag, 7. Juli:  EU-Ratspräsident Donald Tusk hat für 18 Uhr zu einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder in Brüssel eingeladen. Zur Vorbereitung soll es am selben Tag ein Treffen der Euro-Finanzminister geben.

    - Tusk will im Straßburger Europaparlament über die Situation im Euro-Krisenland sprechen.

    - Frühestens am Dienstag könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen.

    Freitag, 10. Juli: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von zwei Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.

    13. Juli: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen.

    17. Juli: Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.

    20. Juli: Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben.
  • In der Nacht wurde das offizielle Ergebnis der Volksabstimmung bekanntgegeben: 61,31 Prozent der Griechen haben demnach mit "Nein" gestimmt. 38,69 Prozent entschieden sich für "Ja".
  • Am heutigen Vormittag will der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in einer Telefonkonferenz mit der Lage in Griechenland nach der dortigen Volksabstimmung befassen. 

    Die meisten Beobachter rechnen damit, dass die EZB die Notkredite für Griechenlands Banken aufrechterhalten wird, solange auf politischer Ebene weiter verhandelt wird. Für den morgigen Dienstag ist ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euroländer in Brüssel angesetzt.


  • TV-Kritik zu "Günther Jauch": Das "Nein" im Referendum bringt Talk-Gäste auf die Palme

    www.t-online.deDie Griechen haben am Sonntag "Nein" zu weiteren Sparmaßnahmen gesagt. Bei der Nachbetrachtung der Volksabstimmung in Günther Jauchs TV-Show gab es zwischen zwei Gästen derart viel Streit, dass der Moderator manchmal alle Mühe hatte, nicht die Kon...


  • Die führenden griechischen Politiker treffen sich zurzeit in Athen, um die neuesten Entwicklungen zu diskutieren. (Bildquelle: dpa)


  • Der Nachfolger des zurückgetretenen Finanzministers Varoufakis soll noch am Montag nach einem Treffen der griechischen Führung benannt werden. 

    Das Treffen beginnt einem Regierungssprecher zufolge um neun Uhr (MESZ). Mögliche Nachfolger sind Wirtschaftsminister Georgios Stathakis und der Koordinator der Gespräche mit den Gläubigern, Euclid Tsakalotos, der mittlerweile als Favorit für den Posten des Finanzministers gilt.

    Ministerpräsident Alexis Tsipras dankte derweil Varoufakis für seine unaufhörlichen Bemühungen, im Streit mit den Gläubigern für die Position der Regierungzu werben, "unter sehr schwierigen Bedingungen".

  • "Aus Griechenland ist ein Pulverfass geworden, das nach dem Referendum jederzeit explodieren kann", "Es ist ein verfluchter Sieg", "Politisch bleibt der Euro ein kippeliges Gebilde" - das sind nur einige Zitate aus den heutigen Publikationen der Tagespresse. 

  • Lob für die Entscheidung der Griechen, gegen die Sparvorgaben zu stimmen, kommt aus Argentinien: Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat das Ergebnis des Referendums als einen überwältigenden Sieg der Demokratie und der Würde des griechischen Volkes bezeichnet. Kirchner sprach den "mutigen Griechen" und ihrer Regierung auf Twitter die Solidarität Argentiniens zu.

    Griechenland habe in der Volksabstimmung die "unmöglichen und demütigenden Bedingungen" abgelehnt, die für die Umstrukturierung der Auslandsschulden auferlegt werden sollten. Argentinier könnten dies nachempfinden. "Wir hoffen, dass Europa und seine Führung die Botschaft der Wahlurnen verstehen."

  • Im Gegensatz zu der Mehrheit der Kommentare hier im Blog hat User "monaco" eine differenzierte Meinung zum Rücktritt: 

    Schade - einer der wenigen Finanzminister, die Volkswirtschaft studiert haben, und der erkannt hat, dass uns dieses System früher oder später um die Ohren fliegen wird. Politische Kategorien wie links - rechts sind hier völlig untauglich. Die ihn verstanden haben, haben nichts zu sagen und die was zu sagen haben, haben nichts verstanden. Varoufakis hat erkannt, dass er machtlos ist und die Fahrt in den Abgrund nicht stoppen kann. Hier geht es um Sachverstand und nicht um "Kompetenzkostümierung" wie Krawatte und Anzug.monacoum 10:36

  • Harte Zeiten auch für Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin sah heute Morgen auf dem Weg ins Kanzleramt aus, als habe sie eine harte Nacht gehabt. 


    Angela Merkel (Bild: Reuters) 


  • Nach seiner Rücktrittsankündigung hat Varoufakis umgehend den Status
    in seinem Twitter-Profil geändert
    : Er bezeichnet sich dort nur noch als "Wirtschaftsprofessor,
    der jahrelang friedlich obskure akademische Texte schrieb, bis er in die
    Öffentlichkeit geworfen wurde durch Europas dummen Umgang mit einer
    unvermeidlichen Krise".
     


    Screenshot: Twitter 




  • Auch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat das Ergebnis des griechischen Referendums begrüßt. "Das Volk Griechenlands hat gesprochen und die europäischen Behörden müssen das griechische Volk respektieren. Es ist ein großer Sieg über den Finanz-Terrorismus des IWF. Genug der kapitalistischen Ausbeutung.

    Griechenland habe mit dem von Ministerpräsident Alexis Tsipras einberufenen Referendum einen "historischen Schritt gemacht". Aus Sicht Venezuelas habe sich der Kampf gelohnt, sagte Maduro bei einer Militärparade zum venezolanischen Unabhängigkeitstag. "Glückwünsche an das griechische Volk, das dem IWF und den Blutsaugern der Weltbank "Nein" gesagt hat.."
  • "Minister No More!" - Das sind die Worte, mit denen Varoufakis seinen Blogpost zum Rücktritt überschrieben hat. Das Referendum sei ein einzigartiger Moment gewesen, in dem ein kleines europäisches Land sich gegen Schulden-Fesseln erhoben habe, heißt es darin. 

    Doch anschließend sei ihm eine "gewisse Präferenz" deutlich gemacht geworden, dass die europäischen Partner seine Abwesenheit bei ihren Treffen bevorzugen würden. Deshalb werde er heute seinen Posten aufgeben.

  • Diese Nachricht hat uns heute Morgen alle überrascht: Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat seinen Rücktritt angekündigt. 

    Ursprünglich hatte er mit Rücktritt gedroht, falls die Griechen bei dem Referendum gestern mit "Ja" stimmen würden. Nun scheint aber auch Ministerpräsident Alexis Tsipras eingelenkt zu haben, um besser mit den europäischen Partnern verhandeln zu können.


    Bald nicht mehr Finanzminister: Gianis Varoufakis. (Foto: Reuters) 
  • Die aktuellen Entwicklungen in der Griechenland-Krise

    +++ Die offiziellen Ergebnisse des Referendums sind da: Über 61 Prozent der Griechen haben mit "Nein" gestimmt. 

    +++ Ministerpräsident Alexis Tsipras hat angekündigt, möglichst schnell wieder mit den Geldgebern verhandeln zu wollen.

    +++ EU-Ratspräsident Tusk hat für Dienstag einen Sondergipfel einberufen. 



  • Ich kann dem griechischen Volk zu dieser Entscheidung nur gratulieren. Ein Bericht des "Weltspiegels" gestern hat am Beispiel Portugals gezeigt, wo dieser Sparirrsinn hinführt, nämlich zu einer Verarmung des Volkes. Portugal hat mittlerweile einen niedrigeren Lebensstandart als Griechenland und über eine Millionen Rentner haben 230€ Einkommen. Dieser Bericht ist jedem der Herrn Politiker zu empfehlen, die immer nur eine Rettung durch "Kaputtsparen" als Lösung anzubieten haben.Manfredum 11:45

  • "Das Problem war nicht Varoufakis, das Problem ist weniger einfach als das." -  Italiens Außenminister Gentiloni zum Varoufakis-Rücktritt.


    Paolo Gentiloni (Quelle: dpa) 


  • Derweil hat das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Christian Noyer, möglichen Forderungen nach einer Umschuldung der Griechen-Verbindlichkeiten bei der Notenbank einen Riegel vorgeschoben. 


    Eine Umstrukturierung der Griechen-Schulden bei der EZB könne es nicht geben, weil dies eine unerlaubte Staatsfinanzierung wäre, sagte Noyer. Der Präsident der französischen Notenbank bekräftigte damit einmal mehr die Haltung der EZB.


  • Nach dem Nein der griechischen Wähler zu den Sparvorgaben der internationalen Geldgeber erwarten die Euro-Finanzminister "neue Vorschläge von den griechischen Behörden". 
  • "Diese linken Geisterfahrer haben Griechenland auf einen unverantwortlichen Crashkurs gelenkt. Varoufakis hat einen Großbrand in Europa ausgelöst und haut jetzt mit dem Zündholz in der Hand ab." - CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer zum Rücktritt von Gianis Varoufakis
  • zu dem Kommentar von User Manfred: Ich gebe ihm vollkommen recht, dass kaputtsparen nicht der richtige Weg ist, man muss dazu schon etwas Gehirn einschalten. Die Griechen aber dazu beglückwünschen, dass sie weiterhin Geld verschwenden wollen zu lasten anderer ist nicht nachvollziehbar höchstens man ist selber ein SozialschmarozerRainerum 12:22
    an alle, die von Kaputtsparen reden stelle ich die Frage, woher das Geld für eine weitere Verschuldung kommen soll und ob sie eiene Antwort auf die Frage geben können, wie diese Schulden (die alten und evtl. neue) je wieder urückgezahlt werden sollen. Schließlich wollen die Gläubiger ihr ausgeliehenes Geld ja irgendwann wieder zurück haben. Und der "St. Nimmerleinstag" ist es bestimmt nicht, was die sich vorstellen.Michael48um 12:23

  • Nach Einschätzung der EU-Kommission kann die Krise die finanzielle Stabilität der gesamten Eurozone mit 19 Ländern nicht erschüttern. "Die Stabilität der Eurozone ist nicht in Frage gestellt", sagte der für den Euro verantwortliche Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis in Brüssel. 
  • Der Varoufakis-Rücktritt zieht für EU-Parlamentspräsident Martin Schulz eine Erleichterung im Dialog mit Athen nach sich. Dennoch würden die Verhandlungen nicht leichter, sagte Schulz am Rande einer Veranstaltung an der Deutschen Sporthochschule Köln.

    Ein Erfolg weiterer Gespräche zwischen EU und Griechenland hänge nicht von einzelnen Personen ab. "Es hängt auch nicht davon ab, wer verhandelt, sondern über was verhandelt wird", so Schulz. Es hätten 18 Angebote auf dem Tisch gelegen, die weitreichend gewesen seien. Griechenland habe dazu beim Referendum mit großer Mehrheit Nein gesagt.

    "Die Regierung hat sich zu Hause den Rücken gestärkt, auf europäischer Ebene möglicherweise nicht", sagte Schulz. "Sie wird jetzt Vorschläge vorlegen müssen, die die anderen überzeugen. Es werden schwierige Verhandlungen. Ich bin dafür, sie aufzunehmen."



  • Griechenland-Krise: Was Urlauber jetzt wissen müssen

    www.t-online.deDie Lage in Griechenland ist ungewiss, an den Geldautomaten bekommen die Einwohner nur noch 60 Euro am Tag. Das verunsichert auch Griechenland-Urlauber. Kostenlos stornieren können sie aus Sicht von Experten aber momentan noch nicht. Was Urlauber ...
  • Auch die heutige "taz"-Karikatur beschäftigt sich mit Griechenland und dem Referendum ...




  • Nach Ansicht der Bundesregierung kann Griechenland nur bei Einhaltung der Regeln auf Unterstützung aus dem Euro-Rettungsschirm hoffen. Im ESM seien alle Hilfen an Bedingungen geknüpft, sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Jäger. Es sei nicht möglich, von diesem Prinzip abzuweichen.

    Ein Schuldenschnitt sei für Deutschland kein Thema, solange Griechenland keine Reformvorschläge auf den Tisch lege. Die von den Gläubigern verfolgte Linie habe sich in anderen Ländern bewährt.
  • Das Referendum hat nach Ansicht von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem die Lösung der Finanzkrise erschwert. Das Nein der Griechen zum Sparpaket habe die Suche nach einem Ausweg nur noch schwieriger gemacht, sagte der niederländische Finanzminister in Den Haag. 

    Er wolle sich weiter dafür einsetzen, dass Griechenland in der Eurozone bleiben könne. "Aber ob das gelingt, müssen wir sehen." Griechenland müsse bereit sein, schwierige Maßnahmen zu ergreifen, wiederholte der Sozialdemokrat. "Einfache Lösungen gibt es nicht."
  • Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras telefonisch Hilfe bei der Überwindung seiner Probleme zugesagt. Details des Gesprächs nannte der Kreml in der am Montag veröffentlichten Mitteilung nicht. 

    Tsipras habe Putin über die Ergebnisse des griechischen Referendums informiert, hieß es. Beide hätten auch über die weitere Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit gesprochen. Die Initiative zu dem Telefonat ging dem Kreml zufolge von Tsipras aus.


  • von Christian Lüttecke bearbeitet von Daniel Reviol 7/6/2015 12:18:12 PM
  • "Ich werde die Verachtung der Geldgeber mit Stolz tragen", hatte Varoufakis in seiner Rücktrittserklärung geschrieben. 


    Weiterhin sei es seine Pflicht, Tsipras zu helfen, das Kapital auszunutzen, das die Bürger der griechischen Regierung mit dem Referendum gegeben hätten.


    In den praktischen Verhandlungen mit den Geldgebern hatte Varoufakis schon länger keine entscheidende Rolle mehr gespielt. Er hatte vor allem mit heftigen Angriffen auf die Gläubiger von sich reden gemacht und diesen noch am Samstag "Terrorismus" und "Erpressung" vorgeworfen.




    Gianis Varoufakis (Quelle: dpa) 
    von Christian Lüttecke bearbeitet von Daniel Reviol 7/6/2015 12:18:22 PM
  • Die Bundesregierung sieht nach dem "Nein" der Griechen in dem Referendum vom Sonntag derzeit keine Grundlage für Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm.

    Angesichts des Ergebnisses der Volksabstimmun
    g
     "gibt es zur Zeit nicht die Voraussetzungen, um in Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm einzutreten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Bundesregierung bleibe aber gesprächsbereit, fügte er hinzu. "Die Tür für Verhandlungen ist offen."

    Mit Blick auf die Spekulationen über einen "Grexit" sagte der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Griechenland ist in der Eurozone.
    " Seibert fügte aber hinzu: "Es liegt an Griechenland und seiner Regierung, so zu handeln, dass das auch so bleibt."

    Seibert stellte deutsche Unterstützung für die griechische Bevölkerung in Aussicht.
    "Wir werden erkunden müssen, welche Möglichkeiten es gibt, den griechischen Bürgern zu helfen", sagte er.


    Ist gesprächsbereit, sieht aber keinen Handlungsbedarf in Sachen Griechenland: Angela Merkel (Bild: dpa) 


    von Christian Lüttecke bearbeitet von Daniel Reviol 7/6/2015 12:56:20 PM
  • Beim Sondergipfel morgen wird die griechische Regierung wohl neue Vorschläge vorlegen. Ob diese die Gläubiger zufrieden stellen...

    In der Union glaubt man schon einmal nicht an einen plötzlichen DurchbruchFür neue Verhandlungen über ein Hilfspaket für Griechenland sind nach Ansicht des haushaltspolitischen Sprechers der Union, Eckhardt Rehberg, "substanzielle Vorleistungen" der griechischen Regierung nötig, um wieder eine gemeinsame Vertrauensbasis zu schaffen.
    "Eine schnelle Lösung ist für mich undenkbar", sagte er.

    "Um im Euro zu bleiben, muss Herr Tsipras jetzt genau das tun, wogegen er sein eigenes Volk aufgestachelt hat.
    "
  • Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters gerade meldet, steht inzwischen fest, dass Euklidis Tsakalotos (hier links neben Varoufakis) der Nachfolger von Gianis Varoufakis als griechischer Finanzminister wird.

    Varoufakis selbst soll gesagt haben, er hoffe, dass Tsakalotos sein Nachfolger werde. Mit einer offiziellen Bestätigung ist aber wohl erst am Dienstag zu rechnen.

    Tsakalotos gilt laut Spiegel als "ruhig, zurückhaltend, besonnen" - anders als sein Vorgänger. (Quelle: Reuters)

  • Wie lange wird das Geld der griechischen Banken noch ausreichen? Genau lässt es sich nicht sagen - doch es scheint sicher: Es geht um Tage.

    Sollte sich nicht doch noch eine Einigung mit den Geldgebern abzeichnen und die EZB den Geldhahn wieder öffnen, dürften Griechenlands Banken nicht mehr lange überleben, prognostizierte der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld bereits vor einer Woche: "Das können Sie in Tagen zählen.
    " Hufeld ist über die EZB-Bankenaufsicht an der Überwachung der Hellas-Institute beteiligt.

    Commerzbank
    -Chefvolkswirt Jörg Krämer erklärt: "Die Kapitalverkehrskontrollen haben den Liquiditätsabfluss bei den Banken nur eingedämmt, aber nicht beendet." Würde nur jeder Dritte der knapp neun Millionen erwachsenen Griechen täglich den Höchstbetrag abheben, würden jeden Tag knapp 200 Millionen Euro abgezogen. Damit dürfte die Obergrenze der Notkredite bald erreicht sein, sagt Krämer: "Die Banken könnten dann schnell illiquide werden."

    Auch der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fürchtet nach dem Referendum nun eine kurzfristige Pleite Griechenlands
    "Die endgültige Zahlungsunfähigkeit scheint unmittelbar bevorzustehen", sagte der SPD-Chef nach einer SPD-Vorstandssitzung. "Der Ausgang des Referendums ist eine Absage an die Regeln der Wirtschafts- und Währungsunion." Jetzt sei ein Neuanfang notwendig: "Die Politik der Rettungshilfen hat in Griechenland nicht funktioniert."

    Ob Griechenland am Ende aus dem Euro ausscheide, sei eine Frage, die nur in Athen beantwortet werden könne, sagte Gabriel. "Wenn Griechenland im Euro bleiben will, muss die griechische Regierung schnell ein substanzielles Angebot machen." Das müsse über die bisherigen Offerten des Landes hinausgehen und von den Euro-Partnern akzeptiert werden.

    "Für die griechische Bevölkerung wird das Leben in den nächsten Tagen noch schwieriger, als es bisher schon war", sagte Gabriel in seiner Ansprache. "Nach den gestrigen Feiern auf den Straßen droht ganz schnell ein böses Erwachen."
     Der Sieg bei dem Referendum könne sich in eine Niederlage für die Menschen verwandeln. Der SPD-Chef forderte ein humanitäres Hilfsprogramm für die griechische Bevölkerung - wie schon zuvor EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Wie das "Handelsblatt" erfuhr, gab es bereits vor einigen Tagen erste Gespräche über ein solches Programm.


  • Griechische Banken bleiben laut Vertretern der Finanzbranche vorerst weiter dicht. Die Regierung werde im Laufe des Tages die zunächst bis Montag angeordnete Schließung um einige Tage verlängern, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters. "Bis Freitag oder nächsten Montag", sagte einer der Banker.

    Seit voriger Woche können Kunden lediglich 60 Euro pro Tag am Geldautomaten abheben.
    Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass die Banken zusammenbrechen, weil angesichts der drohenden Staatspleite zu viele Kunden gleichzeitig ihre Konten räumen. Zudem sind Kapitalverkehrskontrollen in Kraft. Die sollen ein massives Abfließen von Geld ins Ausland verhindern.
  • Bilder von umlagerten griechischen Banken und Geldautomaten werden uns also auch in den nächsten Tagen immer wieder begegnen. (Quelle: dpa)

  • Die Folgen der Griechen-Krise für die Flugbranche werden als gering eingestuft: Die deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin wollen ihr Flugprogramm nach Griechenland beibehalten. "Wir sehen derzeit keinen Abriss bei den Flugbuchungen", sagte Airline-Chef Stefan Pichler bei einem Luftfahrt-Kongress in Frankfurt. Es gebe auch keine operativen Schwierigkeiten an den griechischen Flughäfen. Air Berlin werde auch weiterhin ihr Programm von 74 Griechenland-Flügen aus Deutschland und Österreich in der Woche anbieten.

    Auch die Lufthansa-Gruppe fliegt weiter wie gewohnt nach Griechenland. Man verkaufe dort trotz der Finanzkrise auch weiterhin Flugtickets, erklärte ein Sprecher. Derzeit biete die Lufthansa-Gruppe inklusive der Charterflüge 223 Verbindungen pro Woche nach Griechenland an.

    Ein möglicher Euro-Austritt der Griechen würde den Konzern nicht so stark treffen wie andere Unternehmen, hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der vergangenen Woche gesagt. Entweder würden die Beziehungen der Griechen zu Europa intensiviert oder das Land werde mit einer eigenen Währung zu einem sehr günstigen Ferienziel.

    Auch Pichler rechnet nicht mit Einbußen: "Griechenland ist ein attraktives Urlaubsland mit einer guten touristischen Infrastruktur. Die Deutschen und die Europäer werden auch weiterhin dorthin fliegen."
  • Das Treffen von Frankreichs Präsidenten François Hollande und Bundeskanzlerin Merkel zur Situation in Griechenland verschiebt sich auf 18 Uhr. Um 19.15 Uhr wollen die beiden eine gemeinsame Erklärung abgeben - wir berichten im Liveblog.
  • Der Internationale Währungsfond (IWF) hat grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, Griechenland zu helfen. IWF-Chefin Christine Lagarde teilte mit, der Währungsfonds habe den Ausgang der Volksabstimmung "zur Kenntnis" genommen. "Wir beobachten die Situation genau und stehen bereit, Griechenland zu unterstützen, wenn darum gebeten wird." In den Aufgabenbereich vom inzwischen ehemaligen Finanzminister Gianis Varoufakis fällt das jedoch nicht mehr. (Quelle: dpa)

  • Nicht nur das Geld wird in Griechenland immer knapper: "Spiegel Online" berichtet nun aus Athen, dass dem Land das Papier ausgeht.

    Die Vorräte reichten nur noch bis Sonntag, um drucken zu können, sagten Zeitungsverleger. Ein Verlag plane derzeit, den Druck von Büchern einzustellen.  

    Daneben litten auch Museen unter der Papierknappheit. Der Mitarbeiter eines staatlichen Museums berichtete dem "Spiegel", dass nicht mehr genug Papier da sei, um Ausstellungskataloge fertig zu stellen.
  • Wie auch immer die nächste Entwicklung sei, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet durch die Lage in Griechenland "keine nicht beherrschbaren" Auswirkungen für den deutschen Haushalt. Das sagte Schäuble am 1. Juli, als die Krise einen neuen Höhepunkt erreichte.

    Doch was für Deutschland gilt, gilt nicht für jedes europäische Land: Derzeit wirkt sich Griechenland-Krise zunehmend auf die Balkanstaaten aus. Der bulgarische Wirtschaftsminister Boschidar Lukarski sagte, er befürchte wegen der zusammenbrechenden Wirtschaft des Euro-Landes einen Rückschlag für den Handel mit dem Nachbarland.

    Nach Ansicht des Südosteuropa-Experten Dusan Reljic wird die Balkanregion sogar gleicht doppelt getroffen.
    "Zum einen wirkt sich die Schwäche der griechischen Banken negativ auf das Wachstum in Mazedonien, Serbien, Albanien oder Bulgarien aus, in denen sie sehr stark sind", sagte der Forscher der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Das ohnehin schon schwache Wirtschaftswachstum sinke weiter. "Zum anderen leidet das Ansehen der ganzen Region an dem schlechten Image des Euro-Landes."

    Der bulgarische Wirtschaftsminister sagte aber, dass er keine Sorge habe, dass die griechische Schuldenkrise die finanzielle Stabilität des bulgarischen Finanzsektors gefährde. Die Ratingagentur Standard & Poor's teilte mit, dass sie keine Herabstufung von Ländern wie Bulgarien, Albanien oder Mazedonien erwarte, in denen griechische Banken viele Kredite vergäben.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch nach Serbien, Albanien und Bosnien-Herzegowina reisen.
  • Tsipras und Merkel einig: Morgen gibt es neue Vorschläge 

    Sie haben miteinander gesprochen: 
    Der griechische Ministerpräsident
    Alexis Tsipras hat am frühen Montagnachmittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert
    . Die Bundesregierung bestätigte das Telefonat.

    Viele Inhalte aus dem Gespräch sind nicht bekannt. Nur eines: Tsipras und Merkel sind überein gekommen, dass Griechenland beim Sondergipfel um Dienstag neue Vorschläge vorlegt.

    Das wäre ganz im Sinne der Eurogruppe: 
    "Die Minister erwarten neue Vorschläge von der griechischen Regierung", hieß es in einer Erklärung. Die Eurogruppe verwies darauf, dass die Volksabstimmung angesetzt wurde, nachdem sich die griechische Regierung "einseitig aus den laufenden Verhandlungen" mit den Gläubigerinstitutionen über die Bedingungen für weitere Finanzhilfe zurückgezogen habe. 

    Die EU-Kommission warnte Athen zudem davor, auf einfache Lösungen im Schuldenstreit zu setzen. "Es gibt keinen leichten Weg aus der Krise", sagte der für den Euro zuständige Vizepräsident der Kommission, Valdis Dombrovskis.

    Brüssel respektiere die Entscheidung der griechischen Bevölkerung.
    Die Ablehnung der bisherigen Reform- und Sparvorschläge der Gläubiger habe aber "unglücklicherweise die Kluft zwischen Griechenland und anderen Ländern der Eurozone vergrößert".

    Bei dem Referendum in Griechenland hatten am Sonntag gut 61 Prozent gegen die Forderungen der internationalen Gläubiger gestimmt. Die Griechen unterstützten damit klar das Vorgehen der Regierung Tsipras im Schuldenstreit mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank  und dem Internationalen Währungsfonds. 
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