Live-Blog zum Bahnstreik
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Live-Blog zum Bahnstreik

Die Gewerkschaft der Lokführer und die Bahn haben sich überraschend auf eine Schlichtung geeinigt: Vom 27. Mai bis 17. Juni wird verhandelt, dann gilt eine Friedenspflicht. Der Streik hört aber schon heute auf. Verfolgen Sie die Geschehnisse live bei t-online.de.

  • Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

    wir verabschieden uns jetzt vorerst aus dem Live-Blog. Leider konnten wir nicht alle Kommentare zum Thema veröffentlichen. 

    Aber wir würden uns freuen, wenn Sie ab 14 Uhr live im Experten-Chat mit uns und Markus Bachleitner vom ADAC diskutieren! Thema: Wie entgeht man dem Pfingst-Stau?

    Wir halten Sie selbstverständlich über alle Entwicklungen bei der Bahn - ob es um die EVG oder die GDL geht - auf dem Laufenden.
  • von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 5/21/2015 10:47:04 AM


  • Stimmt, "Marie":

    Nun ja, ob man als Schlichter gleich mit heftiger Kritik (Ramelow im rrb Interview gegenüber der Bahn) einsteigen sollte, ist fraglich. DAS halte ich für unprofessionell!Marieum 11:16

    Nach seiner scharfen Kritik an der Bahn schlug Bodo Ramelow bei einer Pressekonferenz in Erfurt einen etwas anderen Ton an. Dort sagte er, er sehe gute Chancen auf eine Lösung im Tarifstreit. 

    Mit der Einigung auf ein formelles Schlichtungsverfahren sei ein zentraler Durchbruch gelungen."Ich rechne damit, dass wir den Zeitrahmen zwischen dem 27. Mai und dem 17. Juni voll ausfüllen können, so dass am Ende ein umfassender Tarifvertrag steht und damit Frieden bei der Bahn eintritt", sagte Ramelow. 

    Als Ministerpräsident von Thüringen habe er ein großes Interesse an einem Betriebsfrieden bei der Bahn, erklärte er.
  • Die frisch berufenen Schlichter haben sich zu ihrer neuen Aufgabe geäußert. Bodo Ramelow ist dabei gleich hart mit der Bahn ins Gericht gegangen: "Es war ein Fehler der Deutschen Bahn, so lange auf Vollkonfrontation zu setzen."

    Bodo Ramelow übt scharfe Kritik an der Bahn. (Foto: dpa) 


    Der Ministerpräsident von Thüringen sprach mit dem Radiosender MDR und rbb-Inforadio und gab schon mal ordentlich Zunder, warf der Bahn "unprofessionelles Verhalten" vor.


    Der Bund als Eigentümer der Bahn habe freie Tarifverhandlungen reglementieren wollen, sagte Ramelow. "Da muss ich als Gewerkschafter sagen: Das kann man nicht tun. Man kann Gewerkschaften per Gesetz nicht die freien Verhandlungen verbieten", sagte der frühere Gewerkschafter.


    Ramelow nahm die Lokführergewerkschaft GDL, die ihn als Schlichter ernannt hatte, ausdrücklich in Schutz. Die "altehrwürdige" Gewerkschaft habe einen "Abwehrkampf" führen müssen, "um in Zukunft überhaupt noch Tarifverhandlungen führen zu können".


    Matthias Platzeck ließ dagegen über seinen Sprecher Wieland Eschenburg ausrichten: "Schlichten und Schweigen ist das Gebot". Der frühere Ministerpäsident von Brandenburg wolle sich zunächst mit Ramelow auf eine gemeinsame Strategie bei der Öffentlichkeitsarbeit verständigen.


    ...zumindest zum Auftakt hatten sie sich wohl noch nicht abgesprochen...

     

  • Während für die GDL nun zunächst die Friedenspflicht gilt, scheint die Gefahr möglicher Warnstreiks der EVG hoch. Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sagte in Berlin: "Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig" sollte sich die Bahn bei "materiellen
    Fragen" nicht bewegen.
    Der Staatskonzern müsse verstehen, dass die EVG
    bei Laufzeiten und Prozenten keine Unterschiede zwischen Berufsgruppen
    akzeptieren werde.
    von Markus Roman, Reiseredakteur bearbeitet von Martina Engesser 5/21/2015 10:47:13 AM

  • Weselsky bei seinem Presse-Statement nach den nächtlichen Verhandlungen, happy. (Foto: dpa) 


  • ...deshalb lenkte Weselsky ein:

    Zentrale Vorbedingung der GDL erfüllt

    "Die GDL kann für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen", erklärte die GDL. Dies war die zentrale Vorbedingung Weselskys für eine Schlichtung: Die GDL müsse nicht nur für Lokführer, sondern auch für andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen verhandeln dürfen. 

    So ist ihr zufolge auch der Streit um die Lokrangierführer beigelegt, diese würden jetzt "als Lokomotivführer eingruppiert". Die eigentlichen Tarifverhandlungen etwa zu Arbeitszeit, Lohn und Überstunden-Abbau könnten nun beginnen.

  • Durch den beendeten Bahnstreik ärgern sich User wie "G.Grasser", die bereits vorgesorgt haben

    ..na Bravo, jetzt habe ich mir für meine Pfingstfahrt bereits zwei Bustickets gekauft obwohl ich Bahntickets hatte! Ich hoffe das alles reibungslos rückabgewickelt werden kann!G.Grasserum 11:57
    Die Chancen stehen ganz gut, wenn man bereit ist, auch einen Gutschein über den Ticketwert zu akzeptieren. Bei MeinFernbus Flixbus etwa geht das bis 15 Minuten vor Fahrtantritt, bei DeinBus immerhin bis zu 24 Stunden. Beim Postbus kostet eine Stornierung 10 Euro, bei BerlinLinienBus sind nicht alle Tickets (etwa Aktionstickets) stornierbar.
  • Einige User sehen die Verantwortung zwar auf beiden Seiten, überlegen sich aber trotzdem, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Ein Beispiel ist "Rainer":
    Bei dem ganzen Streik, haben beide Seiten zur Eskalation beigetragen. Es gibt immer zwei Seiten. Wobei ich die Haltung der GDL für absolut inakzeptabel halte. Wenn ich jetzt weiterhin die Statements seiner Anhänger lese, bin ich doch stark am überlegen meine Jahreskarte als Pendler nicht mehr zu erneuern und wieder mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Wenn das viele Pendler machen, wird es in den Ballungszentren zwar noch voller, aber die Lokführer können wenigstens ihre Überstunden abbauen.Rainerum 12:04

  • Viele zeigen sich aber nicht versöhnlich, so auch User "Reinhold Wirth":
    Das war die Farce No. 1 der letzten Zeit. Es wäre an der Zeit, den Herrn W. und den Bahnvorstand in die Wüste zu jagen (Auf den Mond wäre zu teuer.Reinhold Wirthum 11:45



  • Weselsky wird von seinen Anhängern nun gefeiert, ist ja klaro ;-) Ich poste mal einen Auszug von einem sehr langen Kommentar von  User "gdl-streik u. schlichtung". Er oder sie meint:

    ...man kann jetzt nur hoffen, dass sich die bahn an alle geforderten abmachungen hält, die, angeblich, mit weselskiy u. der gdl ausgehandelt u. getroffen wurden;  weselsky ist ein absolut sehr starker u. guter gdl-verhandlungsführer, an dem sich andere ein beispiel nehmen sollten,




  • Nochmal zur Frage, welche Auswirkungen das geplante Tarifeinheitsgesetz auf einen GDL-Abschluss mit der Bahn hätte: Keine, zumindest nach Auffassung von GDL-Chef Weselsky.

    Sollte ein vor Inkrafttreten des Gesetzes ausgehandelter Tarifvertrag im Nachhinein infrage gestellt werden, werde die Lokführergewerkschaft vor Gericht ziehen, kündigte Weselsky an. "Wir sind zuversichtlich, dass dieser Tarifvertrag Bestand hat. Sollte er das nicht haben, dann sind wir wahrscheinlich die ersten, die vor dem Bundesverfassungsgericht sind."

    Das Gesetz zur Tarifeinheit soll an diesem Freitag im Bundestag verabschiedet werden. Es dürfte aber frühestens zum 1. Juli gelten. Dann dürfte in einem Betrieb für eine Beschäftigtengruppe nur noch der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gelten.
  • Wer sich für die kommenden Tage schon eine Alternative zur Bahn wie einen Mietwagen oder ein Fernbusticket gesichert hat, kann dort wegen des beendeten Bahnstreiks nicht auf gesonderte Stornobedingungen hoffen, erklärt Juristin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. 

    Allerdings lohne sich dennoch ein Blick in die jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn man kurzfristig doch wieder auf die Bahn umsteigen möchte. Einige Fernbusunternehmen bieten etwa recht kurzfristige Stornos an, dann meist gegen einen Gutschein. Auch einige Mietwagenanbieter lassen bis zu 24 Stunden vor Buchungsbeginn kostenlose Stornos zu.
  • Achtung, Bahnkunden: 

    Wegen des Streiks konnten Kunden der Deutschen Bahn ihr Ticket vorsorglich zurückgeben und sich den vollen Preis erstatten lassen. Nun ist der Streik abgesagt, und die Züge an Pfingsten sollen fahren. Das alte Ticket samt Sitzplatzreservierung ist aber verloren: "Sie müssen sich eine neue Fahrkarte kaufen", sagte eine Sprecherin der Bahn. Die Stornierung eines alten Tickets lasse sich nicht wieder rückgängig machen.
  • "KieBo" traut Matthias Platzeck als Schlichter einiges zu: 
    Ich glaube, dass Herr Platzeck eine unvoreingenommene Rolle einnehmen kann. Das hat er über viele Jahre gezeigt und wird sich auch hier als Schlichter sehr gut einbringen können. Im Sinne der Bahnkunden, aber auch der Bahnangestellten!KieBoum 11:11Delete


  • Bodo Ramelow ist bereit:




  • Experte: GDL und EVG stecken in einem "Gefangenendilemma"...

    Die vereinbarte Schlichtung mit den Lokführern löst nicht die gewerkschaftlichen Probleme bei der Bahn. Es bleibe die Gefahr eines Wettbewerbs zwischen den Gewerkschaften um den höchsten Abschluss, erläuterte der Tarifexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hagen Lesch.

    Die beiden Gewerkschaften EVG und GDL steckten in einem "Gefangenendilemma", weil sie bei einem frühen Abschluss jeweils fürchten müssten, vom anderen überboten zu werden. 

    Bei den heutigen Verhandlungen in Berlin erhöhe sich damit für die EVG der Anreiz, erstmal auf Zeit zu spielen. "Das Dilemma ließe sich aufbrechen, wenn beide Gewerkschaften gemeinsam mit der Bahn verhandeln würden", betonte Lesch. 

    Denkbar sei aber auch eine Revisionsklausel für den Fall, dass die konkurrierende Gewerkschaft noch einen besseren Abschluss erstreitet.
  • Die Bahn hat Matthias Platzeck ausgewählt, die GDL will ihre Interessen in der Schlichtung von Bodo Ramelow vertreten lassen. Ist das ok so oder müssen beide Schlichter total neutral sein? Das beschäftigt User "wefrebo":
    Ramelow - nach seinen Äußerungen kein unabhängiger Schlichter!!!wefreboum 10:21

  • User "Lokführer" ist erleichtert:
    Endlich ist die DB zur Vernunft gekommen, der Arbeitsrichter hat ihnen wohl die Augen geöffnet. Wenn ein Arbeitgeber mit 6 Streiks dazu gebracht werden muss, endlich das Grundgesetz und höchstrichterliche Entscheidungen zu anzuwenden, dann ist nicht die GDL mit Weselsky schuld.Lokführerum 10:14

  • Trotz Streikendes wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Züge wieder im normalen Takt verkehren. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber erklärte, ICE und IC würden erst ab Samstag wieder im regulären Fahrplan verkehren, bis dahin gelte der Ersatzfahrplan. Im Nahverkehr sollen die Züge ab Freitag planmäßig fahren.
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