Live-Blog zum Bahnstreik
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Live-Blog zum Bahnstreik

Die Gewerkschaft der Lokführer und die Bahn haben sich überraschend auf eine Schlichtung geeinigt: Vom 27. Mai bis 17. Juni wird verhandelt, dann gilt eine Friedenspflicht. Der Streik hört aber schon heute auf. Verfolgen Sie die Geschehnisse live bei t-online.de.


    Weselsky bei seinem Presse-Statement nach den nächtlichen Verhandlungen, happy. (Foto: dpa) 


    ...deshalb lenkte Weselsky ein:

    Zentrale Vorbedingung der GDL erfüllt

    "Die GDL kann für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen", erklärte die GDL. Dies war die zentrale Vorbedingung Weselskys für eine Schlichtung: Die GDL müsse nicht nur für Lokführer, sondern auch für andere Berufsgruppen wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen verhandeln dürfen. 

    So ist ihr zufolge auch der Streit um die Lokrangierführer beigelegt, diese würden jetzt "als Lokomotivführer eingruppiert". Die eigentlichen Tarifverhandlungen etwa zu Arbeitszeit, Lohn und Überstunden-Abbau könnten nun beginnen.

    Durch den beendeten Bahnstreik ärgern sich User wie "G.Grasser", die bereits vorgesorgt haben

    ..na Bravo, jetzt habe ich mir für meine Pfingstfahrt bereits zwei Bustickets gekauft obwohl ich Bahntickets hatte! Ich hoffe das alles reibungslos rückabgewickelt werden kann!G.Grasserum 11:57
    Die Chancen stehen ganz gut, wenn man bereit ist, auch einen Gutschein über den Ticketwert zu akzeptieren. Bei MeinFernbus Flixbus etwa geht das bis 15 Minuten vor Fahrtantritt, bei DeinBus immerhin bis zu 24 Stunden. Beim Postbus kostet eine Stornierung 10 Euro, bei BerlinLinienBus sind nicht alle Tickets (etwa Aktionstickets) stornierbar.
    Einige User sehen die Verantwortung zwar auf beiden Seiten, überlegen sich aber trotzdem, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Ein Beispiel ist "Rainer":
    Bei dem ganzen Streik, haben beide Seiten zur Eskalation beigetragen. Es gibt immer zwei Seiten. Wobei ich die Haltung der GDL für absolut inakzeptabel halte. Wenn ich jetzt weiterhin die Statements seiner Anhänger lese, bin ich doch stark am überlegen meine Jahreskarte als Pendler nicht mehr zu erneuern und wieder mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Wenn das viele Pendler machen, wird es in den Ballungszentren zwar noch voller, aber die Lokführer können wenigstens ihre Überstunden abbauen.Rainerum 12:04

    Viele zeigen sich aber nicht versöhnlich, so auch User "Reinhold Wirth":
    Das war die Farce No. 1 der letzten Zeit. Es wäre an der Zeit, den Herrn W. und den Bahnvorstand in die Wüste zu jagen (Auf den Mond wäre zu teuer.Reinhold Wirthum 11:45



    Weselsky wird von seinen Anhängern nun gefeiert, ist ja klaro ;-) Ich poste mal einen Auszug von einem sehr langen Kommentar von  User "gdl-streik u. schlichtung". Er oder sie meint:

    ...man kann jetzt nur hoffen, dass sich die bahn an alle geforderten abmachungen hält, die, angeblich, mit weselskiy u. der gdl ausgehandelt u. getroffen wurden;  weselsky ist ein absolut sehr starker u. guter gdl-verhandlungsführer, an dem sich andere ein beispiel nehmen sollten,




    Nochmal zur Frage, welche Auswirkungen das geplante Tarifeinheitsgesetz auf einen GDL-Abschluss mit der Bahn hätte: Keine, zumindest nach Auffassung von GDL-Chef Weselsky.

    Sollte ein vor Inkrafttreten des Gesetzes ausgehandelter Tarifvertrag im Nachhinein infrage gestellt werden, werde die Lokführergewerkschaft vor Gericht ziehen, kündigte Weselsky an. "Wir sind zuversichtlich, dass dieser Tarifvertrag Bestand hat. Sollte er das nicht haben, dann sind wir wahrscheinlich die ersten, die vor dem Bundesverfassungsgericht sind."

    Das Gesetz zur Tarifeinheit soll an diesem Freitag im Bundestag verabschiedet werden. Es dürfte aber frühestens zum 1. Juli gelten. Dann dürfte in einem Betrieb für eine Beschäftigtengruppe nur noch der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gelten.
    Wer sich für die kommenden Tage schon eine Alternative zur Bahn wie einen Mietwagen oder ein Fernbusticket gesichert hat, kann dort wegen des beendeten Bahnstreiks nicht auf gesonderte Stornobedingungen hoffen, erklärt Juristin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. 

    Allerdings lohne sich dennoch ein Blick in die jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn man kurzfristig doch wieder auf die Bahn umsteigen möchte. Einige Fernbusunternehmen bieten etwa recht kurzfristige Stornos an, dann meist gegen einen Gutschein. Auch einige Mietwagenanbieter lassen bis zu 24 Stunden vor Buchungsbeginn kostenlose Stornos zu.
    Achtung, Bahnkunden: 

    Wegen des Streiks konnten Kunden der Deutschen Bahn ihr Ticket vorsorglich zurückgeben und sich den vollen Preis erstatten lassen. Nun ist der Streik abgesagt, und die Züge an Pfingsten sollen fahren. Das alte Ticket samt Sitzplatzreservierung ist aber verloren: "Sie müssen sich eine neue Fahrkarte kaufen", sagte eine Sprecherin der Bahn. Die Stornierung eines alten Tickets lasse sich nicht wieder rückgängig machen.
    "KieBo" traut Matthias Platzeck als Schlichter einiges zu: 
    Ich glaube, dass Herr Platzeck eine unvoreingenommene Rolle einnehmen kann. Das hat er über viele Jahre gezeigt und wird sich auch hier als Schlichter sehr gut einbringen können. Im Sinne der Bahnkunden, aber auch der Bahnangestellten!KieBoum 11:11Delete


    Bodo Ramelow ist bereit:




    Experte: GDL und EVG stecken in einem "Gefangenendilemma"...

    Die vereinbarte Schlichtung mit den Lokführern löst nicht die gewerkschaftlichen Probleme bei der Bahn. Es bleibe die Gefahr eines Wettbewerbs zwischen den Gewerkschaften um den höchsten Abschluss, erläuterte der Tarifexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hagen Lesch.

    Die beiden Gewerkschaften EVG und GDL steckten in einem "Gefangenendilemma", weil sie bei einem frühen Abschluss jeweils fürchten müssten, vom anderen überboten zu werden. 

    Bei den heutigen Verhandlungen in Berlin erhöhe sich damit für die EVG der Anreiz, erstmal auf Zeit zu spielen. "Das Dilemma ließe sich aufbrechen, wenn beide Gewerkschaften gemeinsam mit der Bahn verhandeln würden", betonte Lesch. 

    Denkbar sei aber auch eine Revisionsklausel für den Fall, dass die konkurrierende Gewerkschaft noch einen besseren Abschluss erstreitet.
    Die Bahn hat Matthias Platzeck ausgewählt, die GDL will ihre Interessen in der Schlichtung von Bodo Ramelow vertreten lassen. Ist das ok so oder müssen beide Schlichter total neutral sein? Das beschäftigt User "wefrebo":
    Ramelow - nach seinen Äußerungen kein unabhängiger Schlichter!!!wefreboum 10:21

    User "Lokführer" ist erleichtert:
    Endlich ist die DB zur Vernunft gekommen, der Arbeitsrichter hat ihnen wohl die Augen geöffnet. Wenn ein Arbeitgeber mit 6 Streiks dazu gebracht werden muss, endlich das Grundgesetz und höchstrichterliche Entscheidungen zu anzuwenden, dann ist nicht die GDL mit Weselsky schuld.Lokführerum 10:14

    Trotz Streikendes wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Züge wieder im normalen Takt verkehren. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber erklärte, ICE und IC würden erst ab Samstag wieder im regulären Fahrplan verkehren, bis dahin gelte der Ersatzfahrplan. Im Nahverkehr sollen die Züge ab Freitag planmäßig fahren.
    Auf die Frage, was nach dem Schlichtungsverfahren passiert, falls sich die Verhandlungspartner nicht einigen können - darauf will Weselsky nicht eingehen. "Das werden wir dann sehen!"
    Weselsky tritt vor die Presse:

    Die GDL hat endlich ein schriftliches Zwischenergebnis, ein "entscheidendes Moment" - dass ihr Tarif auch gilt, wenn die andere (größere) Gewerkschaft EVG ein anderes Ergebnis erzielt.

    Weselsky bestätigt die Einigung auf eine Schlichtung und bekräftigt, um 19 Uhr stehen alle Mitarbeiter wieder bereit, um zu arbeiten.

    Auch bis die Schlichtung beginnt (am 27.5.), werde die GDL nicht mehr streiken. 

    Aber man sei noch nicht am Ende der Verhandlungen, jetzt gehe es erst los. Der Gewerkschaftschef betont seine Kompromissbereitschaft.


    Platzeck und Ramelow: Können sie Bahn und GDL auf einen Nenner bringen?
    Matthias Platzeck, Bodo Ramelow, Bahnvorstand Ulrich Weber, GDL-Chef Weselsky (im Uhrzeigersinn). (Foto: dpa) 


    Erleichterung und Zuversicht auf Seiten der Politik:

    Wenn jetzt noch die EVG mit der Bahn zu einem Abschluss kommt, "dann wäre es ein guter Tag für die Bahnkunden in Deutschland", sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD).

    Der frühere Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) hat Vertrauen in die Schlichter: "Ich denke, die beiden können sich gut zusammensetzen. Sie sind moderat", sagte Tiefensee im Deutschlandfunk.2007 hatte er selbst zwischen Bahn und GDL vermittelt.

    Er kenne Platzeck als sehr moderaten, prinzipienfesten Politiker, sagte Tiefensee. Ramelow kenne sich wegen seiner gewerkschaftlichen Vergangenheit mit Tarifverhandlungen gut aus. "Sie werden das hoffentlich schaffen, so dass wir um einen Streik in der nächsten Zeit herumkommen", sagte Tiefensee, der derzeit Wirtschaftsminister von Thüringen in Ramelows Kabinett ist.
    User "Jochen" wirft eine interessante Frage auf. Im Sommer soll das Gesetz zur Tarifeinheit verabschiedet werden:
    Was aber wird nun mit dem Gesetz gegen kleine Gewerkschaften, das ganz sicher noch in Karlsruhe anhängig wird, wei es die Tarifauthonomie torpediert und eine Katastrophe wäre?Jochenum 9:12

    Ich vermute, das Gesetz wird kommen!
    Der Streik hat doch viel Vertrauen zerstört und verbrannte Erde hinterlassen. User "HHEINICKE" kann jetzt nicht einfach vergessen, was war:

    Trotzdem, die Verhältnismäßigkeit seitens Herrn Weselsky war in keiner Phase des Streiks gegeben. Da sitzt der GDL - Vorstand sowie eine große Zahl Mitglieder einem potentiellen Psychopaten auf. Gabs in wesentlich größerem Maßstab bereits in der deutschen Geschichte, kann also durchaus so sein!HHEINICKEum 9:38

    Wer hätte das geahnt! Bodo Ramelow und Matthias Platzeck sollen schlichten.

    GDL beendet Bahnstreik überraschend: Gesamtschlichtung im Tarifkonflikt

    www.t-online.deDer Streik der Lokführer wird vorerst beendet. Das teilten die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GDL am Donnerstag mit.
    Wenn schon, denn schon - meint "willi1950"!

    Wenn die GDL für alle verhandeln will muß sie ihren Namen ändern. Vom namen heer dürfte sie nur für Lokführer verhandeln..willi1950um 9:36

    Das muss man ehrlicherweise auch erwähnen, da hat User "Gunb" recht. Aber am BER haben sich ja so einige die Zähne ausgebissen...
    Platzek ein Macher? Wo bleibt die Beurteilung seiner ZEit mit Wowereit im Aufsichtsrat des Berliner Flughafens. Dieses Projekt hat er eher kaputtgemacht. Toller Macher.Gunbum 9:36

    Wie nennt man das nochmal, Galgenhumor? ... User "Juhu", sarkastisch:

    Wahnsinn habe gerade im Radio gehört das auf vielen Autobahnen vor Freude sich schon kilometerlange Autokorsos gebildet habenJuhuum 9:15

    User "mirkano" schwant nichts Gutes...
    erst einmal abwarten wie die 2. Eisenbahnergewerkschaft EVG reagieren wird. Schließlich haben die die Tage ebenfalls Streiks angedroht falls bis einschließlich heute kein Tarifvertrag mit der DB zustande kommt.mirkanoum 9:12

    Funkt jetzt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)  dazwischen? Und streikt?

    Das wäre an Drama kaum noch zu überbieten. Also: Wenn es bei den Verhandlungen heute in Berlin nicht zu einer Einigung komme, seien Warnstreiks die logische Folge, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz: "Wir werden heute entweder den Sack zumachen oder die nötigen Konsequenzen ziehen.

    Die zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL vereinbarte Schlichtung habe auf die Gespräche keinen Einfluss. Einen Abschluss werde die EVG nur auf der Grundlage vereinbaren, dass die Tarifverträge inhaltsgleich zu denen der GDL seien.
    Große Hoffnungen ruhen auf den Schlichtern, so auch von "Klaus-Jürgen Müller":

    Ich hoffe das Rammelow und Platzek gemeinsam beide Parteien überzeugen Können ? Klaus -Jürgen MüllerKlaus-Jürgen Müllerum 8:53

    Matthias Platzeck - Landesvater und zupackender Macher

    Matthias Platzeck (Foto: dpa) 


    Er ist ein sehr nachdenklicher, bodenständiger und ausgesprochen jovialer Politiker: Seit der Wende hat der 61-jährige Matthias Platzeck die Landespolitik in Brandenburg geprägt, zuletzt elf Jahre lang als Ministerpräsident. 

    Als Brandenburger Regierungschef entwickelte sich der gebürtige Potsdamer zum populären Landesvater. Zuvor hatte er sich als Umweltminister während der Oderflut 1997 den Ruf eines zupackenden Machers und "Deichgrafen" erworben.

    Bei der Elbeflut im Sommer 2013 ging Platzeck offenbar über seine Kräfte hinaus. Nach einem Dauereinsatz in den Flutgebieten erlitt er einen leichten Schlaganfall und trat als Regierungschef zurück. Seitdem ist er unter anderem als Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums vor allem in der Osteuropa-Politik aktiv. 

    Schon 2006 hatte Platzeck die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Nach zwei Hörstürzen, einem Kreislauf- und einem Nervenzusammenbruch im Frühjahr 2006 trat Platzeck nach nur wenigen Monaten als Chef der Bundes-SPD zurück.

    Von Februar bis April 1990 war Platzeck Minister ohne Geschäftsbereich in der DDR-Regierung von Hans Modrow. Im Oktober 1990 zog er als Abgeordneter für das Bündnis 90 in den Potsdamer Landtag ein, schon im November wurde er zum Umweltminister berufen. Den Zusammenschluss von Bündnis 90 und Grünen vollzog Platzeck nicht mit. 

    1995 trat der Naturwissenschaftler in die SPD ein. 2002 übernahm er dann das Amt des Ministerpräsidenten in Brandenburg von seinem politischen Ziehvater Manfred Stolpe (SPD).
    User "hummel53" freut sich einfach:
    Egal, wie die Sache gelaufen ist - ich bin froh, dass nun vorerst der Streik beendet ist und ich ohne Stress meinen geplanten Pfingsturlaub antreten kann.hummel53um 8:41


    Stimmt, "Kollege":
    Warum spekulieren? Herr Weselsky hat doch schon gesagt, warum er nun mit der Schlichtung einverstanden ist: Weil die Bahn nun wohl endlich schriftlich und unter unabhängigen Zeugen zugestanden hat, dass man mit der GDL einen Tarifvertrag für das Personal auf den Schienen abschliessen wird, auf den Tarifverträge mit anderen Gewerkschaften keinen Einfluss haben. Das war schon immer die Grundforderung und W. hat schon immer gesagt, dass er über diese Frage nicht schlichten lassen will, weil das ein Grundrecht der GDL ist. Das hätte die Bahn also schon früher haben können, weshalb sich m. E. vor allem die Bahn und deren Personalvorstand fragen lassen müssen, warum sie die Streiks nicht schon früher beendet haben. Um das wohl ihrer Kunden scheinen sie so bemüht, wie sie gern via Bild und T-Online darstellen, nicht zu sein. Hoffentlich reden beide Seiten jetzt mal über die Sache!Kollegeum 8:55

    Danke, "anscavallo". Bitte achten Sie ein bisschen auf den Ton - auch wenn natürlich viele Emotionen mit dabei sind. Aber wir wollen ja ordentlich diskutieren :-)
    An Mechthild >> wen meinste denn mit "Geschwür"??? >> Bitte mehr Anstand!!anscavalloum 8:51

    Der Schlichtungsvorschlag und vor allem die Schlichter kommen gut an! User "Maxl" sieht das zumindest so:
    Wenn wirklich Ramelow und Platzeck die Schlichter sein sollen, kann ich das nur unterstützen!Maxlum 8:45

    User "Trainer" fasst sich kurz ;-) 
    Bodo macht's ...Trainerum 8:26

    Hier mal ein paar Infos, wer "Bodo" ist.

    Ex-Gewerkschafter und Regierungschef: Ramelow kennt das Geschäft

    Bodo Ramelow (Foto: dpa)

    Der künftige Bahn-Schlichter hält einiges an harter Konfrontation aus und ist fähig, Kompromisse zu schmieden - das hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow in seiner bisherigen Karriere hinlänglich bewiesen. 

    Ende vergangenen Jahres wurde der 59-Jährige erster Regierungschef der Linken in einem deutschen Bundesland. Dafür hatte der gebürtige Niedersachse lange gearbeitet. Nach 24 Jahren Gewerkschafts- und Parteipolitik für die Partei in Thüringen nahm ihn dort am Ende niemand mehr als "Wessi" wahr. 

    Erst vor kurzem lobte er noch einmal die Gewerkschaften als "Rückgrat der Gesellschaft".

    Der 59-Jährige ist machtbewusst - und macht aus seinen politischen Überzeugungen kein Hehl: Im Landtagswahlkampf des vergangenen Jahres marschierte er für Fotografen mit einer kleinen roten Figur des Kapitalismuskritikers Karl Marx am Landtag vorbei.

    Von Beruf ist Ramelow Einzelhandelskaufmann. Vor dem Mauerfall war er Gewerkschaftssekretär für Mittelhessen in Marburg. In Thüringen stieg er zum Landeschef der Gewerkschaft Handel, Banken, Versicherungen auf. 1999 ging er für die Linke in den Landtag. Von 2005 bis 2009 saß er im Bundestag. In der Zeit managte er den Zusammenschluss der damaligen Ost-PDS mit der West-WASG zur Linkspartei. Der verheiratete Vater zweier Kinder hebt auch gern seinen christlichen Glauben hervor.

    So, es gibt schon ein paar Vermutungen, wie es zu der - vorläufigen - Einigung gekommen ist. "weisselillie" tippt darauf, dass es den Lokführern zu heiß geworden ist. Und "Mechthild" glaubt, dass da irgendwelche Deals gelaufen sind...
    Ich denke mal eher es kam nun druck "von innen", da viele gdl`er wohl langsam begreifen, was da vor sich geht. dazu noch die pfingstfeiertage. den letzten bonus verspielen möchte da niemand (ist mal eine vermutung von mir)weisselillieum 8:22

    Nun hat sich die DB doch von dieser unseglichen Gewerkschaft breitklopfen lassen, statt das ganze Geschwür komplett zu entlassen. Möglich auch, dass man Herr Weselsky gekauft hat. So wie alles heutzutage.Mechthildum 8:23




    Wie läuft das eigentlich ab bei einer Schlichtung?

    Gibt es in Tarifkonflikten keine Einigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, besteht die Möglichkeit zu einer Schlichtung mit Hilfe unparteiischer Vermittler

    Gelingt die grundsätzliche Verständigung auf eine Schlichtung, kann jede Seite innerhalb von 24 Stunden dieses Verfahren einleiten. Bei Bahn und GDL soll sie am Mittwoch (27.) beginnen und bis zum 17. Juni laufen. Während einer Schlichtung herrscht Friedenspflicht, es darf also nicht weiter gestreikt werden.

    Das Verfahren wird von einer Schlichtungskommission geführt, die spätestens sechs Werktage nach Einleitung der Schlichtung zusammentreten muss. Zu dieser Kommission gehören zwei unparteiische Vorsitzende sowie die gleiche Anzahl von Vertretern der Arbeitgeber und Gewerkschaften. 

    Nach der Einigungsempfehlung sind Arbeitgeber und Gewerkschaften verpflichtet, ihre Tarifgespräche wieder aufzunehmen.

    Der Streik ist vorerst beendet - zum Mittag soll der Fahrplan wieder einigermaßen normal eingehalten werden. Die große Frage lautet: Wie hat die Bahn GDL-Chef Claus Weselsky wieder an den Tisch bekommen? Weselsky hatte einen Vermittlungsversuch mit Platzeck zuvor (beim achten Streik) abgelehnt. 

    Was glauben Sie? Womit hat die Bahn den GDL-Chef gelockt? Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion.
    Auch nach dem Start der neunten Streikwelle der Lokführer dauern die Gespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft GDL an. Ein Ende sei noch nicht absehbar, sagte eine Sprecherin der Bahn am Nachmittag. Unter Mithilfe des unabhängigen Arbeitsrechtlers Klaus Bepler wollen beide Seiten die rechtlichen Bedingungen für eine Schlichtung ausloten.

    "Wie kommen wir in die Schlichtung? Welche Themen sind der Schlichtung zugänglich? Wir müssen die Diskussion um das Beschneiden von Grundrechten beenden, denn darum geht es nicht", hatte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber im ARD-"Morgenmagazin" mögliche Themen genannt.

    Die Gespräche finden an einem nicht genannten Ort in Frankfurt am Main statt.
    Die GDL will den Fortgang der vertraulichen Unterredung nicht kommentieren.


    von Tobias Möllers bearbeitet von Martina Engesser 5/21/2015 5:30:50 AM
    Wir verabschieden uns für heute, damit wir morgen wieder frisch und munter für unsere Kunden da sind. Gute Nacht. /gu
    Dobrindt fordert GDL zu Schlichtungsverfahren auf

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mahnt eine rasche Lösung des Tarifkonflikts an.
    "Ich glaube, dass ein Schlichtungsverfahren unumgänglich ist", sagte der CSU-Politiker vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin. Die Bahn habe dafür einen Vorschlag unterbreitet.

    "Jetzt wäre die GDL am Zug, das Gleiche zu tun", sagte Dobrindt an die Adresse der Lokführergewerkschaft.
    "Ich hoffe, dass die Einsicht dort reift." Die Tarifautonomie verpflichte auch zur Bereitschaft zum Kompromiss.

    In der Frage einer möglichen Zwangsschlichtung bekräftigte Dobrindt bereits bekundete Sympathien dafür, an Regeln zu arbeiten, um aus schwierigen Situationen wieder herauszukommen, die erheblich zu einer Belastung Dritter führten. Er sagte allerdings auch: "Das ist aber nichts, was zur aktuellen Lösung des Streiks beitragen wird."

    Bei der aktuellen Auseinandersetzung handele es sich in erheblichem Maße um einen Machtkampf zwischen Gewerkschaften. Dieser lasse sich mit normalen Mechanismen offensichtlich nicht so einfach lösen, und das erfordere umso mehr die Verantwortung der Beteiligten.


    Bis zuletzt bestand noch Hoffnung für Millionen Pendler in Deutschland: Doch die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL konnten bei Verhandlungen in letzter Minute wohl keine Einigung erzielen.

    Bahn-Vorstand Ulrich Homburg sagte bei einer Pressekonferenz, dass der erneute Streik - wie zuvor von der GDL angekündigt - am Dienstag im Güterverkehr beginnen werde und Mittwoch ab 2 Uhr im Personenverkehr.
    Wieder einmal werden Notfallfahrpläne erstellt.

    von Daniel Reviol bearbeitet von Tobias Möllers 5/19/2015 1:29:00 PM
    Bahn-Chef Rüdiger Grube will im Tarifstreit die "nächste Stufe zünden"

    Fast eine Woche streiken die Lokführer schon. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht. Bahn-Chef Rüdiger Grube will den Streit aber nun möglichst schnell beenden. Er wolle die "nächste Stufe zünden", sagte er nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung". 

    Nachdem die Lokführergewerkschaft GDL den Vorschlag des Bahnvorstandes abgelehnt hatte, den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) als Vermittler einzuschalten, habe er einen "Plan B". Dazu müsse er in der Nacht zum Freitag noch ein Gespräch führen.

    Hier erfahren Sie weitere aktuelle Details



    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 5/19/2015 11:39:46 AM
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    von Özkan Canel Altintop bearbeitet von Martina Engesser 5/19/2015 11:39:42 AM
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