Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt
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Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt

Griechenland-Krise und kein Ende: Auch nach dem Referendum werden die erbitterten Verhandlungen mit den Geldgebern weitergehen. Wir halten Sie an dieser Stelle über das Geschehen auf dem Laufenden.

    Moscovici appelliert an ein griechisches "Ja"

    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat um ein "Ja" zum Sparkurs beim Referendum geworben.
    "Ein Ja bedeutet, dass das griechische Volk die Wahl dafür trifft, fest im europäischen Projekt und im Euro-Projekt verankert zu bleiben." Moscovici warnte vor einem "Nein", weil dies die Situation für die Griechen viel komplizierter als bei einem "Ja" machen werde.

    Der EU-Kommissar stellte weitere Verhandlungen mit Griechenland über finanzielle Unterstützung in Aussicht: "Wir müssen die Gespräche mit Griechenland einen Tag nach dem Referendum wieder aufnehmen." Das sei bei einer Zustimmung des griechischen Volkes zum Sparpaket viel einfacher. 

    Moscovici rechnet fest damit, dass Athen weitere internationale Unterstützung bekommen muss: "Griechenlands Finanzbedarf wird ja nicht verschwinden." Griechenland werde natürlich weiter Teil Europas bleiben, egal wie die Volksabstimmung ausgehe, betonte Moscovici.

    Macht endlich schluß!!Klausum 19:21

    Lieber Klaus,
    das mache zumindest ich in den nächsten Minuten auch (obwohl Sie das vermutlich nicht meinten). Dann übernehmen meine Kollegen mit der Nachberichterstattung und den Zusammenfassungen zum Tag!
    Griechenland braucht nochmal 50 Milliarden Euro

    Griechenland
     benötigt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds Entlastung bei seinen alten Schulden und 50 Milliarden Euro neuer Hilfen bis 2018.

    Griechenland könnte nach Angaben des IWF zudem eine Verlängerung der Kredite und umfangreiche Schuldenschnitte benötigen. Dies könnte der Fall sein, wenn das Wachstum geringer als erwartet ausfallen und Wirtschaftsreformen nicht umgesetzt werden sollten.
    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/3/2015 4:32:34 AM
    Schönen guten Morgen, liebe Leser! Auch heute - zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Referendum - berichtet unsere Redaktion wieder live von den Ereignissen rund um die Griechenland-Krise. 
    Es ist ein regelrechter Kampf um die Meinung der griechischen Bürger ausgebrochen: Während die Syriza-Partei und allen voran ihr Regierungschef Alexis Tsipras für ein Nein-Votum beim Referendum am Sonntag werben, fordern zahlreiche EU-Politiker das griechische Volk zum "Ja" zu den Sparvorschlägen der Gläubiger auf.

    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici rief die Griechen auf, "Ja" zum Sparkurs zu sagen. "Wir müssen die Gespräche mit Griechenland einen Tag nach dem Referendum wieder aufnehmen", sagte er in Brüssel. Ein "Nein" würde diese Verhandlungen viel komplizierter machen. Athen brauche aber weitere internationale Hilfe: "Griechenlands Finanzbedarf wird ja nicht verschwinden."

    "Es wäre falsch anzunehmen, dass ein Nein die griechische Verhandlungsposition stärken würde", sagte Valdis Dombrovskis, der für Wirtschaft und Währung zuständige EU-Kommissions-Vizepräsident gegenüber der "Welt". "Das Gegenteil ist der Fall."

    Ähnlich sieht es der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz: Er hofft zudem, dass es nach der Volksabstimmung in Griechenland zu einem Rücktritt der Regierung Tsipras und zu Neuwahlen kommt. "Neuwahlen wären zwingend, wenn die griechische Bevölkerung für das Reformprogramm und damit den Verbleib in der Euro-Zone stimmt und Tsipras folgerichtig zurücktritt", sagte Schulz dem "Handelsblatt". Die Zeit bis zur Wahl müsse "mit einer technischen Regierung überbrückt werden, damit wir weiter verhandeln können."

    Zuvor hatte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem ein Ausscheiden der
    Griechen aus der Eurozone ins Gespräch gebracht. Obwohl der
    "Grexit" rechtlich nicht vorgesehen ist, sagte Dijsselbloem in Den
    Haag: Bei einem "Nein" zum Sparkurs fehle nicht nur die Grundlage für
    ein neues Hilfsprogramm, "sondern dann ist es sehr fraglich, ob es
    überhaupt eine Basis für
    Griechenland in
    der Eurozone gibt".
    Der Vorsitzende der Euroländer-Finanzminister fügte
    hinzu: "Das ist die fundamentale Frage, um die es tatsächlich geht."
    Ob die mit Spannung erwartete Volksabstimmung am Sonntag überhaupt rechtsmäßig ist, behandelt heute das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland: Zwei Privatpersonen hatten gegen das Referendum geklagt, denn es verstoße ihrer Ansicht nach gegen die Verfassung: Schließlich dürfe nicht über Fragen der "öffentlichen Finanzen" abgestimmt werden und außerdem sei die Fragestellung zu kompliziert und "technisch".

    Hier können Sie nachlesen, was eigentlich auf dem Fragebogen steht.

    Der Staatsrat will eine Entscheidung über die Rechtsmäßigkeit des Referendums am Abend fällen. Verfassungsrechtler gehen aber davon aus, dass der Rat die Klage abweisen wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden...
    "Ja" oder "Nein" zu den Gläubiger-Vorschlägen: Glaubt man den letzten Umfragen, ist das griechische Volk gespalten. Doch auch im restlichen Europa ist nicht jeder für das "Ja", wie man meinen könnte: So demonstrierten gestern Abend rund 3000 Menschen in Paris für den Kurs der griechischen Regierung im Schuldenstreit. Sie versammelten sich auf der Place de la Bastille und forderten die Griechen auf, die Spar- und Reformforderungen der Gläubiger abzulehnen und beim Referendum am Sonntag mit "Nein" zu stimmen.

    Die Kundgebung wurde von Abweichlern der regierenden Sozialistischen Partei von Präsident Francois Hollande organisiert.
     Die Regierung Hollandes hat die Griechen hingegen vor einem "Nein"-Votum gewarnt und erklärt, es könne ein gefährlicher Schritt hin zu einem Austritt aus dem Euro sein.

    Insgesamt sind zwei Drittel der Franzosen dagegen, dem von der Staatspleite bedrohten Griechenland weiter Geld zu leihen, geht aus Umfragen hervor.

    Auch CSU-Chef Horst Seehofer äußerte sich zur Griechenland-Krise: "Wir können den Griechen nur dann mit weiterem Geld helfen, wenn es einen schlüssigen Plan gibt, wie sie durch Reformen ihre Schuldentragfähigkeit wieder herstellen wollen." Er hoffe, dass in Griechenland möglichst bald wieder Normalität einkehre: "Wir müssen auch an die Bevölkerung denken." (Quelle: dpa)

    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/3/2015 6:08:18 AM

    "Seit fünf Jahren saugt er uns das Blut aus": Mit diesem Spruch zu Wolfgang Schäuble wirbt ein Plakat in Griechenland für das "Nein" beim Referendum. In Deutschland hingegen ist der Bundesfinanzminister in der Krise so beliebt wie nie: Im Deutschland-Trend der ARD sagten 70 Prozent der Befragten, sie seien mit Schäubles Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden. Der WDR teilte mit, dass dies der bisher beste Wert für Schäuble in der regelmäßigen Befragung überhaupt war.

    Varoufakis sicher: Einigung mit Gläubigern gibt es auf jeden Fall

    Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis glaubt, dass es in jedem Fall zu einer Einigung mit den internationalen Gläubigern kommen wird - und zwar unabhängig vom Ergebnis des Referendums am Sonntag. 
    In einem Interview mit dem britischen Sender BBC sprach Varaoufakis sogar von einer "hundertprozentigen Chance". Er sagte: "Eine Einigung wird erzielt, egal ob an den Urnen ein 'Ja' oder ein 'Nein' herauskommt."

    Doch Varoufakis schränkte ein: Wenn die Griechen die Forderungen der Gläubiger in dem Referendum billigten, werde es eine "schlechte Vereinbarung" geben. Für diesen Fall hatte Varoufakis zuvor seinen Rücktritt als Finanzminister angekündigt. "Wenn das 'Nein' gewinnt, werden wir eine andere Vereinbarung haben, die lebensfähig sein wird."

    Der griechische Finanzminister übte zudem wieder einmal scharfe Kritik an der EU.
    Ihr Umgang mit der Krise sei "sehr schlecht".
    "Das ist keine gute Art, eine Währungsunion zu führen", sagte Varoufakis und fügte hinzu: "Das ist eine Parodie. Es ist ein Theater der Fehler seit nunmehr fünf Jahren." Die Sanierungsauflagen der EU an Athen seien "das größte Scheitern der Wirtschaftsgeschichte".

    Zur Erinnerung: Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte vergangenes Wochenende überraschend für kommenden Sonntag eine Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger als Gegenleistung für weitere Hilfsgelder für Griechenland angesetzt. Die Eurogruppe setzte daraufhin die Verhandlungen über weitere Hilfen aus. Die griechische Regierung verhängte Kapitalverkehrskontrollen, um einen Crash des Bankensektors zu verhindern.

    In der Nacht zum Mittwoch geriet Griechenland als erstes Industrieland beim Internationalen Währungsfonds in Zahlungsverzug: Athen ließ die Frist für eine fällige Rate von 1,5 Milliarden Euro verstreichen. Auch das Hilfsprogramm der Euro-Partner ließ Athen auslaufen. 
    Weniger Inseln, weniger Olivenöl, weniger Raucher: Wie die Euro-Zone ohne Griechenland aussähe, zeigt diese vom "Wall Street Journal" veröffentlichte Statistik.

    Sicherheitsperonal liefert neues Geld an die Nationalbank in Athen: Auch heute bilden sich wieder Schlangen von älteren Bürgern vor griechischen Banken - sie wollen Teile ihrer Rente abheben. (Quelle: AP)

    Den jüngsten IWF-Kredit hat Griechenland nicht zurückgezahlt - dafür aber jetzt 3,8 Millionen Euro an Zinsen für eine von Privatinvestoren gehaltene und in japanischen Yen ausgegebene Staatsanleihe.

    "Wir haben die Kuponzahlung getätigt", bestätigte das ein Regierungsvertreter.
    Athen muss in diesem Monat 910 Millionen an Zinsen zahlen, davon allein 695 Millionen Euro an die EZB.
    "Ich glaubte an ein besseres Leben - aber das gibt es nicht"

    Während sich die Politiker um die richtige Lösung streiten, haben die Menschen in Griechenland vor allem eines:
    Angst. Denn es stehen Existenzen auf dem Spiel, wie
    dieser Artikel von gestern beschreibt.
    Die Griechen-Krise und ihre zahlreichen Folgen: Die jüngste Eskalation der Situation hat weltweit in wenigen Tagen 300 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet. Das geht aus einer neuen Studie hervor: Der Gesamtwert der 100 teuersten Aktiengesellschaften der Welt sank nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young vom 19. Juni bis zum 30. Juni von 16,6 Billionen auf 16,3 Billionen US-Dollar.

    Besonders hart hat es demnach die fünf deutschen Konzerne in dieser Rangliste getroffen: Der Wert von Bayer (Platz 62/116 Milliarden Dollar), Volkswagen (65/110,5 Milliarden), Daimler (79/98 Milliarden), Siemens (93/89 Milliarden) und SAP (98/86,5 Milliarden) verringerte sich um zusammen 22 Milliarden Dollar beziehungsweise vier Prozent. Umgerechnet sind das rund 20 Milliarden Euro.
    Die deutsche Bevölkerung ist nicht sicher, ob sie Griechenland weiter in der Eurozone haben will. Der harte Kurse von Finanzminister Wolfgang Schäuble scheint den Bundesbürgern hingegen zu imponieren.

    Auch das zeigt der letzte Nacht veröffentlichte Deutschland-Trend der ARD - hier nachzulesen.

    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, hat sehr deutliche Worte für Griechen-Premier Alexis Tsipras gefunden: "Tsipras ist unberechenbar und manipuliert die Menschen in Griechenland, das hat fast demagogische Züge", sagte Schulz dem "Handelsblatt". (Quelle: dpa)

    Im Vergleich zur griechischen Bevölkerung ist die Zahl der Betroffenen minimal - doch ein möglicher "Grexit" beschäftigt auch die Fußballerszene: Vor allem ausländische Profis in der griechischen Super League fürchten um den Wert ihres Gehalts.

    Sollte das Land tatsächlich die Eurozone verlassen und zur Drachme zurückkehren, droht der neuen und alten Währung ein massiver Wertverlust. Die sonst üppigen Sportlergehälter würden im internationalen Vergleich plötzlich bedenklich schrumpfen - zumindest, wenn sie dann in griechischen Devisen ausbezahlt werden.

    Die Sportzeitung Daily Goal News berichtete zuletzt, dass die Spielerberater der ausländischen Profis in der Super League bereits begonnen haben, sich auf einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone vorzubereiten. Ihr Ziel: Eine Vertragsklausel, die den Spielern eine Weiterbezahlung in Euro garantiert. Zudem sollen die Berater angesichts der ungeklärten Situation der griechischen Banken die Überweisung der Gelder auf ausländische Konten gefordert haben.
    In Deutschland finden heute mehrere Demonstrationen gegen die Sparpolitik der EU statt:

    - In Stuttgart demonstriert die Initiative "Neue hellenische Gemeinde Stuttgart" unter dem Motto: "Schluss mit dem Kaputtsparen Griechenlands - für ein solidarisches Europa"

    - In Freiburg gibt es eine Demo mit dem Titel "Solidarität mit den Menschen in Griechenland - Gegen die deutsch-europäische Verelendungspolitik!"

    - In Berlin findet eine Demonstration des Netzwerks Blockupy für Solidarität mit der griechischen Bevölkerung statt - das Motto hier: "Nein! Oxi! No! zur Sparpolitik - Ja zur Demokratie!"

    Wie erwartet: Auch heute bilden sich Schlangen vor den Banken in Athen. (Quelle: AP)

    Spitzenpolitiker der Linken reisen noch vor dem Referendum am Sonntag nach Athen. Die Partei teilte mit, dass sich Parteichef Bernd Riexinger, Fraktionschef Gregor Gysi und Klaus Ernst am Freitag und Samstag über die Lage unmittelbar vor der Abstimmung und über die Pläne der griechischen Regierung informieren wollen.

    Die Linke unterhält enge Beziehungen zur Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras.

    Die Vorbereitungen zur sehr kurzfristig angesetzten Volksabstimmung am Sonntag laufen auf Hochtouren. Hier bauen zwei Arbeiter gerade die Wahlkabinen in einer Athener Schule auf. (Quelle: Reuters; Alkis Konstantinidis)

    In den letzten Tagen wurde immer wieder eine Parallelwährung in Griechenland diskutiert. Dieser Idee erteilte EZB-Rat Ewald Nowotny nun eine Absage: "Wenn ein Land im Euro ist, ist die Währung dieses Landes der Euro", stellte Österreichs Notenbankgouverneur klar.

    Was puncto Parallelwährung diskutiert werde, seien "vielleicht ganz kurzfristige" Mittel in einer Notsituation, wie es etwa in Kalifornien der Fall gewesen sei. "Dort hat die Regierung als Vorgriff auf künftige Steuerverpflichtungen Zahlungsverpflichtungen ausgegeben", erzählte Nowotny bei einer Pressekonferenz. "Das kann man vielleicht eine Woche machen", mit Geld habe das aber nichts zu tun.

    Solange Griechenland Mitglied des EZB-Systems ist, "gilt das Monopol der EZB. Jedes Geld, das außerhalb dieses Geldmonopols erzeugt würde, ist rechtlich gesehen Falschgeld." Wenn ein Land aus der Eurozone ausscheidet, könne es natürlich sein eigenes Geld drucken lassen - "beim Drucker ums Eck, das hat mit uns nichts mehr zu tun."
    EZB hofft auf ein "Ja"

    Und noch ein paar Aussagen von EZB-Verantwortlichen: Der Ausgang des griechischen Referendums am Sonntag wird nämlich auch von der Europäischen Zentralbank genau beobachtet.
     "Wir müssen die Aussichten für eine Einigung mit Griechenland und seinen Gläubigern bewerten", sagte EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio. Eine Ablehnung der bisherigen Vorschläge der Gläubiger durch die Wähler würde eine Einigung mit den Gläubigern schwieriger machen. Bei einem "Nein" würden sich auch die Perspektiven für die griechischen Banken verschlechtern, sagte Constancio. 

    Die EZB stützt das griechische Bankensystem derzeit mit Notkrediten.
    Das maximale Volumen hat die Notenbank derzeit bei knapp 90 Milliarden Euro festgesetzt. Die Notenbank beschloss jedoch, das Kreditvolumen wegen der ausgebliebenen Einigung zunächst nicht mehr anzuheben. Daher wird in den griechischen Banken das Geld zusehends knapp, und Griechenland musste Kapitalverkehrskontrollen einführen. 

    Grundlegend anders wäre die Situation, falls es zu einem "Ja" komme, so Constancio. Eine Einigung wäre dann einfacher zu erreichen. "Das ist der einzige Aspekt, der für uns zählt."
    Die Meinungen über die angeblichen Pläne von Finanzminister Schäuble, für Griechenland eingeplantes Geld zurückzuholen,  gehen auseinander.

    Sie reichen bei unseren Lesern von Unverständnis...

    Soviel zum Deutschland zahlt für Griechenland sondern es geht darum Griechenland zahlt für Deutschland --also hat Schäuble gar keinen Interesse daran die Schuldkrise zu lösen weil sonst schafft es keinen ausgeglichenen Haushalt. Der Münchhausen aus dem Finanzministerium sollt endlich dahin gehen was er den Griechen verwehrt in Rente.frieder bayerum 11:56

    Herr Schäuble sollte sofort zurücktreten.Warum? Weil der Mann ein nationalist ist und von der Zeit längst überholt ist.Die Jugend Europas verdient andere Politiker.Menschen die moderne Perspektiven aufzeigen können und Mut machen.Schäuble ist zu alt!Der Schäuble muss...um 11:42

    Was Besseres fällt Herrn Schäuble wohl nicht ein. Er könnte wenigstens das Referendum abwarten. Aber mit links gerichteten Staaten in der EU wird wohl anders verfahren...................?????Manfredum 11:51

    ...bis zu euphorischer Befürwortung:

    Bravo Herr Schäuble das Sie die Milliarden die jetzt auf Grund der griechischen Nicht Mitarbeit nicht ausgezahlt werden können zurückholen. Das nenne ich Konsequent schließlich ist es unsere hart erarbeitete Steuer.Heinzum 11:28

    Richtig, was Herr Schäuble jetzt tut. Meiner Meinung nach sollte man den griechischen Staat noch weiter in die Haftung nehmen. Man sollte versuchen Sachwerte bis hin zu Inseln zu pfänden.ragomaum 11:38

    Richtig so Herr Schäuble,und dann aber auch nix mehr hergeben.Wir haben hier auch Löcher zu stopfen.Gonzoum 11:29


    "Leider glauben ganz viele Deutsche, dass wir sie hassen", sagte eine Fremdenführerin in Athen. 

    Die Guides rund um die Akropolis beklagen sich, dass vor allem deutsche Touristen ausbleiben.
    Bei den Reiseveranstaltern indes merkt man nichts von einer Stornierungswelle - die Buchungen bleiben stabil.

    von Markus Roman, Reiseredakteur bearbeitet von Daniel Reviol 7/3/2015 10:04:35 AM
    Alle warten auf das Referendum am Sonntag. Wann aber wissen wir, wie es ausgegangen ist? Sehr schnell, vermuten mehrere Medien.

    Griechische Nachrichtensender berichteten übereinstimmend, aussagekräftige Ergebnisse dürften etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale gegen 20 Uhr 
    vorliegen. Bis dahin sollen rund 20 Prozent der Stimmen ausgezählt sein. Bis Mitternacht sollen es etwa 90 Prozent sein.

    Wegen der schwierigen finanziellen Lage der griechischen Medien habe diese nach Insiderinformationen kein Geld, um Meinungsforschungsinstitute mit Prognosen zu beauftragen. Deswegen und wegen des erwarteten knappen Ergebnisses könne es sein, dass es unmittelbar nach Schließung der Wahllokale zunächst noch keine Klarheit über das Ergebnis geben werde, sagte allerdings ein hoher Funktionär des Innenministeriums.
    "Focus": Schäuble will Geld in deutschen Haushalt zurückholen 

    Bundesfinanzminister Schäuble
    will nach einem Bericht des "Focus" Geld zurückfordern, das eigentlich für Griechenland gedacht war.
    Dabei handelt es sich dem Magazin zufolge um Zinsgewinne der Deutschen Bundesbank mit griechischen Staatsanleihen. Insgesamt gehe es um etwa eine Milliarde Euro, die nun zusätzlich dem Bundeshaushalt zugute kommen könne.

    Das Geld sollte laut "Focus" auf einem Konto des Euro-Rettungsfonds ESM gesammelt und nach Athen überwiesen werden. Da Griechenland seine Verpflichtungen im Rahmen des zweiten Rettungspakets nicht erfüllt habe, sei das Geld zunächst auf dem Konto eingefroren worden. Mit dem Auslaufen des Programms am 1. Juli seien die griechischen Ansprüche verfallen.

    Schäuble wolle daher den bisherigen deutschen Anteil an diesen Einlagen von 532 Millionen Euro zurückverlangen. Er habe zudem veranlasst, eine Überweisung von Zinsgewinnen aus Deutschland von 412 Millionen Euro an den ESM gar nicht erst vorzunehmen. Auch weitere EU-Staaten dürften auf diese Weise von den eigentlich für Griechenland vorgesehenen Mitteln profitieren.

    Nun hat sich auch mal wieder die Kanzlerin zu Wort gemeldet: Angela Merkel ließ verkünden, dass sie im Falle weiterer Hilfen für Griechenland nach wie vor auch auf den Internationalen Währungsfonds setzt. Man sei überzeugt, dass eine Beteiligung des IWF bei einem eventuellen dritten Hilfspaket richtig wäre, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. (Quelle: dpa)

    Die einen werben für das "Ja", die anderen wollen das "Nein": Nun ist es wieder EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der die Griechen warnt, beim Referendum gegen die Sparvorschläge der internationalen Gläubiger zu stimmen.

    Sagt die Mehrheit am Sonntag "Nein", würde sich die Lage Griechenlands dem Luxemburger zufolge dramatisch verschlechtern.
    Auch bei einem "Ja" stünden schwierige Verhandlungen bevor, ergänzt er.

    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird nach einem Bericht des Senders Mega TV in Kürze eine öffentliche Erklärung abgeben. Wir werden berichten... (Quelle: Reuters)

    China baut weiterhin auf Griechenland und will das Land ungeachtet der Schuldenkrise nicht fallenlassen. "Wir werden auf unsere Weise die bilaterale Kooperation mit Griechenland fortsetzen, auch im finanziellen Bereich", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums. Die Volksrepublik habe bereits konkrete Maßnahmen ergriffen, um auf die griechischen Sorgen und Wünsche einzugehen.

    Für Exportweltmeister China ist Griechenland ein wichtiger Verbindungspunkt für den Absatz seiner Waren in Europa und Afrika. Der Konzern Cosco betreibt im Hafen von Piräus zwei Frachtterminals. Er gilt als möglicher Käufer eines Anteils von 67 Prozent des Hafens. Ministerpräsident Li Keqiang hat erst diese Woche in Brüssel betont, dass sein Land die Griechen weiter im Euro haben wolle.
    Im Ausland lebende Griechen können nicht so einfach am Referendum am Sonntag teilnehmen - das geht nur in Griechenland.

    Die griechische Fluggesellschaft 
    Aegean Airlines bietet deshalb speziell zur Volksabstimmung Sonderflüge nach Athen an. Am Sonntag und Montag sind zusätzliche Flüge ab London-Stansted und Brüssel geplant. Passagiere, die sich auf Handgepäck beschränken, fliegen zu einem günstigeren Preis. 

    Tsipras könnte auch bei Niederlage bleiben

    Ein Sieg der Ja-Sager würde zu einem politischen Beben führen: Finanzminister Gianis Varoufakis kündigte für den Fall bereits seinen Rücktritt an. Aber Regierungschef Alexis Tsipras selbst könnte - trotz seiner Nein-Kampagne - politisch überleben: Notwendig wäre dann die Bildung einer "Regierung der nationalen Einheit", so sind sich Oppositionspolitiker der Parteien To Potami und Nea Dimokratia einig.

    Potami-Politiker Charis Theocharis, in der Vorgängerregierung oberster Steuereintreiber des Landes, würde in einer neuen Regierung mit Tsipras zusammenarbeiten, obwohl er dessen Populismus verabscheut. "Das wäre der einzige Ausweg", sagt er. Und auch für ND-Führungsfrau Bakogianni müsste der Syriza-Chef im Boot bleiben. "Herr Tsipras sollte dabei sein, sonst gäbe es eine Regierung mit einer Opposition, die wieder alles kaputt machen würde."

    Dijsselbloom dämpft Hoffnungen

    Bei einem "Nein" stellt Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem die Mitgliedschaft des Landes in der Währungsunion infrage. 
    Er dämpft damit die Hoffnungen auf eine Einigung mit Griechenland erneut. Die Äußerung seines griechischen Kollegen Gianis Varoufakis, wonach eine Übereinkunft in greifbarer Nähe ist, sei "komplett falsch".

    Unabhängig vom Ausgang des Referendums stehe Griechenland eine "extrem schwierige" Zukunft bevor: "Wir reden nicht mehr mit der Regierung. Sie haben sich für einen extrem
    riskanten Weg entschieden, aber jetzt warten wir auf das Ergebnis des Referendums.
    "






    Auch Schäuble pessimistisch

    Verhandlungen über frische Hilfsgelder würden nach Auslaufen des letzten Programms "auf völlig  neuer Grundlage und unter erschwerten wirtschaftlichen Voraussetzungen"
    stattfinden.
    "Das wird schon eine Weile dauern", sagte der Bundesfinanzminister der "Bild"-Zeitung.

    Schäuble erwartet so oder so schwierige Verhandlungen. "Die Rede ist von einem Programm nach dem klaren Prinzip: Unterstützung nur für echte Gegenleistung. Griechenland braucht Reformen. Aber ich weiß jetzt schon: Das würden sehr schwierige Verhandlungen sein. Denn die Lage in Griechenland hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert."


    Den Griechen geht das Kleingeld aus 

    Nach fünf Tagen mit geschlossenen Banken machen sich in Griechenland Probleme bei kleinen Geldscheinen und Wechselgeld bemerkbar.
    Vor allem auf Kreta und auf einigen Inseln der Dodekanes sowie auch in Athen gaben die Geldautomaten am Freitag nur noch 50- Euro-Scheine aus. Grund: Die Bürger dürfen seit Montag pro Tag 60 Euro abheben. Damit gingen schnell die 20-Euro-Scheine aus und die Geldautomaten geben nun vielerorts nur Fünfziger heraus. In Griechenland sind die Geldautomaten so eingestellt, dass sie nur 50- und 20-Euro-Scheine ausgeben.

    "Das Ergebnis ist, dass jeder hier mit 50-Euro-Scheinen herumläuft und die Geschäfte kein Wechselgeld zurückgeben können", sagte Christos Pilatakis, ein Hotelmanager auf der Touristeninsel Rhodos.

    Das Problem mit den 20-Euro-Scheinen werde im Großraum Athen stufenweise gelöst.
    Die Banken hätten am frühen Nachmittag die Geldautomaten mit 20-Euro-Scheinen versorgt, berichtete der griechische Rundfunk. Ob dies das Kleingeld-Problem löst, ist allerdings fraglich: Eine Gemüsehändlerin im Athener Vorort Piräus klagte, dass jeder mit "Zwanzigern" vom Geldautomaten zahlen wolle und niemand mehr mit Kleingeld.

    Für die Urlauber aus dem Ausland funktionierten am Freitag die Geldautomaten normal. Mit Bankkarten aus Deutschland konnte man in Athen und auf allen Ferienorten den jeweils geltenden Höchstbetrag des Tages abheben. Für die National Bank of Greece waren es 500 Euro.
    von Daniel Reviol bearbeitet von Tobias Möllers 7/3/2015 1:11:13 PM
    Griechenland für insolvent erklärt

    Der europäische Rettungsfonds EFSF (
    Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) hat Griechenland am Mittag offiziell für zahlungsunfähig erklärt. 

    Allerdings ist entschieden worden, von Athen "nicht die unmittelbare Rückzahlung von Krediten zu verlangen". Der EFSF verzichte zugleich aber auch nicht "auf sein Recht zum Handeln".

    Man werde die Situation genau beobachten und seine Position regelmäßig überprüfen. Griechenland ist der größte Kreditnehmer des EFSF. Insgesamt schuldet Griechenland dem EFSF knapp 145 Milliarden Euro.

    "Dieser Zahlungsausfall gibt Anlass zu großer Sorge", sagte Fonds-Präsident Klaus
    Regling.
    Die griechische Regierung komme dadurch ihren Verpflichtungen nicht
    nach und riskiere ernste Konsequenzen für die griechische Wirtschaft und
    Bevölkerung.

    Aus Sicht der Finanzmärkte ist ein "Default" Griechenlands nur dann interessant, wenn er gegenüber privaten Gläubigern stattfindet. Dann würden auch die Rating-Agenturen einen offiziellen Zahlungsausfall Griechenlands feststellen und damit eine erste Voraussetzung für Zahlungsverpflichtungen aus Kreditversicherungen (CDS) schaffen.




    Dunkle Wolken über Griechenland: Der Rettungsfonds EFSF hat die Insolvenz des Landes erklärt.

    Umfrage: Es bleibt knapp

    Laut Umfrage der Zeitung "Avgi" wollen 43 Prozent der Griechen am Sonntag mit "Nein" stimmen, 42,5 Prozent mit "Ja". Rund neun Prozent der Befragten sind demnach noch unentschlossen.

    Banken geht das Geld aus

    Die griechischen Banken haben nach Angaben ihres Branchenverbandes bis Montag noch einen
    Liquiditätspuffer in Höhe von einer Milliarde Euro.
    Danach hängt die Lage von der Europäischen Zentralbank ab.

    Linkspartei für EU-weites Referendum über Sparpolitik

    Unmittelbar vor dem griechischen Referendum will die Linkspartei eine EU-weite Volksabstimmung über die Sparpolitik in Europa auf den Weg bringen.
    Der Parteivorstand werde voraussichtlich am Samstag über diese Initiative für ein "demokratisches Europa" entscheiden, sagten die Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping dem Berliner "Tagesspiegel".

    "Wir wollen, dass Austerität (Sparpolitik) und die Alternativen zur Austerität in ganz Europa den Bevölkerungen zur Entscheidung vorgelegt werden", sagten die beiden Parteichefs der Zeitung. Denkbar seien Fragen wie: "Soll eine Schuldenbremse auf Kosten der Sozialleistungen gehen, oder sollen die Einnahmen über höhere Steuern für Millionäre und hohe Vermögen und Unternehmensgewinne erhöht werden?" Auch über die Sinnhaftigkeit einer strikten Schuldenbremse und mögliche Ausnahmen davon könne abgestimmt werden.

    Eine europaweite Volksabstimmung ist in den EU-Verträgen zwar nicht vorgesehen, nach Ansicht der Linkspartei ließen sich ersatzweise aber Referenden mit gleichlautender Fragestellung in den Mitgliedstaaten organisieren.

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