Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt
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Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt

Griechenland-Krise und kein Ende: Auch nach dem Referendum werden die erbitterten Verhandlungen mit den Geldgebern weitergehen. Wir halten Sie an dieser Stelle über das Geschehen auf dem Laufenden.

  • Leser "Simpsson" fehlen auf beiden Seiten "ehrliche Politiker". Teilen Sie diese Ansicht?

    Wir brauchen auf beiden Seiten zukunftsorientierte, unarrogante und ehrliche Politiker, die in der Lage sind, dem Volk die für uns manchmal irrationalen Aktionen zu erklären.Simpssonum 11:16

  • Der Grexit könnte Griechenland zurück in die Sechziger Jahre katapultieren.

    Das sagt George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland. Zurzeit bitten fünfzigmal so viele Familien die SOS-Kinderdörfer um Hilfe als noch vor der Krise, berichtet er. Bei einem drohenden Grexit fürchtet Protopapas "das Schlimmste": "Noch mehr Menschen werden ihre Arbeit verlieren, die staatliche Sozialhilfe wird zusammenbrechen." Das Szenario vergleicht er mit dem Zusammenbruch des Kommunismus in manchen osteuropäischen Ländern.

    Neun Sozialzentren hat SOS aktuell in Griechenland, für jedes einzelne gibt es aktuell jedoch Wartelisten von 200 Familien. Manche Eltern haben nicht mal mehr das Geld, um ihren Kindern Essen kaufen zu können.

    Familien in den Straßen von Athen. (Foto: AFP) 

  • "Sailix" beschreibt seine Beobachtungen aus der Stadt Messolonghi - wo es deutlich ruhiger zugeht als in der Hauptstadt Athen.

    Außerhalb von Athen gibt es keinerlei Schlangen an Geldautomaten. Es werden aber immer nur Bilder gezeigt, die EU Bürgern das Chaos zeigen sollen. Z.B hier in Messolonghi ist das Leben ganz normal und die Kaffeehäuser werden wie immer frequentiert - und hier sind praktisch keine Touristen!sailixum 11:39

  • Geht den griechischen Banken bald das Geld aus?



    Diese Frage treibt uns derzeit in der täglichen Berichterstattung neben einem möglichen Rücktritt der Tsipras-Regierung und der Frage nach dem Referendums-Ausgang ebenfalls um: Was, wenn kein Geld mehr auf den griechischen Banken ist? 

    Die Grafik zeigt, dass binnen der ersten sechs Monate in diesem Jahr bereits 35 Milliarden Euro von den privaten Konten geholt wurden. Angesichts der jüngsten Entwicklungen dürfte sich dieser Trend sogar noch beschleunigt haben.
  • Pavlopoulos kommt nicht nach Berlin

    Griechenland
    s Staatschef Prokopis Pavlopoulos hat einen für nächsten Dienstag geplanten Besuch bei Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin abgesagt. Einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online" bestätigte am Donnerstag das Bundespräsidialamt. Über die genauen Gründe war zunächst nichts zu erfahren.

    Spekuliert wurde, dass Pavlopoulos vor dem Hintergrund der drohenden Staatspleite seines Landes und dem für Sonntag geplanten Referendum über das Sparprogramm der europäischer Gläubiger Griechenland nicht verlassen will. Pavlopoulos, der im Februar gewählt worden war, hatte sich Mitte Juni zuversichtlich gezeigt, dass sein Land in der Euro-Zone bleiben wird.


  • Dijsselbloem warnt vor "Nein" bei Referendum

    Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat die Griechen vor einer Ablehnung der Gläubiger-Reformvorschläge bei dem geplanten Referendum am Sonntag gewarnt. Ein "Nein" werde die Verhandlungsposition des Landes nicht stärken und werde sowohl 
    Griechenland als auch Europa in eine "sehr schwierige" Lage bringen, sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister am Donnerstag.

    Eine überwiegende Mehrheit der Griechen wollten den Euro aber beibehalten.
    Das Referendum werde zeigen, ob sie auch bereit seien.

  • EU-Kommission warnt ebenfalls vor einem "Nein"

    Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, es läuft alles auf das Referendum hinaus: Die Eurogruppe und nun auch die EU-Kommission werden davor nicht mehr mit der griechischen Regierung sprechen. 

    "Jetzt ist es an der griechischen Bevölkerung, ihre Zukunft zu gestalten", sagte ein Sprecher von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der
     hatte am Montag die Griechen aufgefordert, bei der Volksabstimmung mit "Ja" zu votieren und damit die Reformforderungen der Institutionen von EU-Kommission, IWF und EZB anzunehmen. 
    von Volker Dohr bearbeitet von Christina Rath, t-online.de 7/2/2015 10:44:43 AM
  • Wie würden Sie abstimmen? Zwei Meinungen zeigen, dass auch unsere Leser ganz unterschiedlicher Ansicht sind:

    Hoffentlich sind die Griechen schlau und entscheiden sich am Sonntag für die Freiheit! Frei vom EU-Diktat, frei vom Washingtoner-Joch, als souveräner, neutraler Staat! Im Gegensatz zu uns, bekommen die Griechen diese einzigartige Chance auf Freiheit!aufgewachter221um 12:52

    Ganz anders sieht das unsere Leserin Jane:

    Bitte leibe Griechen, stimmt mit "Ja!" Dann sind wir ( und ihr) diesen unsympathischen Menschen endlich los !Janeum 12:52


  • Ein Plakat wirbt für ein "Nein" beim Referendum. (Bild: dpa)

    Drei Tage vor dem Referendum kocht die Stimmung hoch - wie auch dieses Plakat mit Wolfgang Schäuble darauf deutlich zeigt. Für diejenigen unter Ihnen, die dem Griechischen nicht mächtig sind, hier die Übersetzung: "Seit fünf Jahren saugt er nun unser Blut - jetzt sagt ihm 'Nein'". Ob man mit derartigem Populismus das ohnehin angeknackste Verhältnis zu dem deutschen Finanzminister verbessert, sei dahingestellt.
    von Volker Dohr bearbeitet von Christina Rath, t-online.de 7/2/2015 11:21:31 AM
  • Zurück zur Drachme? Es gibt da ein Problem...

    Eine Rückkehr vom Euro zur Drachme, wie derzeit vielfach gefordert wird, würde Griechenland nach Angaben von Varoufakis auch vor äußerst praktische Probleme stellen. "Wir haben die Notenpressen zerstört", sagte Varoufakis im australischen Radiosender ABC.

    Im Jahr 2000, ein Jahr vor der Einführung des Euros, war nach seinen Worten "eines der ersten Dinge, die wir tun mussten, alle unsere Notenpressen loszuwerden" - als Teil einer Beteuerung, dass "diese Währungsunion unumkehrbar ist".
    Zum Drucken der Drachme habe 
    Griechenland somit "keine Kapazitäten" mehr.
  • Steinmeier hat Verständnisprobleme:

    "Ehrlich gesagt, und das meine ich so, wie ich sage, ich bin nicht mehr in der Lage, das Verhalten der griechischen Regierung zu dechiffrieren."


    (Der Außenminister auf die Frage, wie er die Situation in 
    Griechenland bewertet)


  • Ryanair nimmt Cash

    Immerhin fliegen geht noch: Die irische Fluggesellschaft Ryanair nimmt von griechischen Passagieren beim Verkauf von Flugtickets jetzt auch Bargeld.
    "Zahlungen von Kunden mit griechischen Bankkonten über ihre Kreditkarten auf unserer Website Ryanair.com werden derzeit sehr häufig zurückgewiesen", heißt es in einer Stellungnahme der Airline. "Ryanair hat deshalb die Möglichkeit geschaffen, dass griechische Kunden Tickets an ihrem Flughafen am Ryanair-Schalter in bar bezahlen können."

  • Wo werden denn momentan die grichischen Euros geprägt? Kann Ihre Redaktion hier Aufklärung schaffen? Das ist ja unglaublich in Deutschland z.B. wurde keie Münzprägestätte geschlossen nur eben anderes Geld geprägt. Gibt es hier belastbare Informationen wie das in Griechenland ist?Brecheisenum 13:49

    Lieber Brecheisen,
    Sie finden eine Übersicht der Prägestätten in der Europäischen Union hier. (Eben nochmals genauer Nachgeschlagen: geprägt wird in Chalandri, einem Vorort von Athen!)
  • Was meinen eigentlich die Finanzexperten zum "Grexit"?

    Kurzgesagt sind sie sich einig, dass die Auswirkungen auf Griechenland beschränkt bleiben und für den Rest Europas nicht so gravierend sind: "Ein Grexit hätte keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf die Kreditbewertung der anderen Länder der Eurozone", prognostizierten die Experten der US-Ratingagentur Standard & Poor's.

    "Politisch ist das Drama um Griechenland natürlich hochbrisant, wirtschaftlich ist es vergleichbar mit dem berühmten Reissack in China", ordnet der Finanzanalyst Antonio Sommese die Auswirkungen auf die Finanzmärkte ein. "Es spielt wirtschaftlich für den Rest von Europa schlichtweg keine Rolle, ob Griechenland noch dabei ist oder nicht."

  • Ex-Ministerpräsident ruft zu "Ja" auf

    In die Frage, wie am Sonntag abgestimmt werden soll, hat sich nun auch der frühere griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis eingeschaltet. Er ruft die Griechen dazu auf, beim Referendum über die Reformvorschläge der Gläubiger mit einem "Ja" zu stimmen. "Europa ist unsere Heimat, Griechenland ist untrennbar mit Europa verbunden", sagt der konservative Politiker in einer Fernsehansprache.
  • Ich würde mir lieber den Arm abschneiden.

    Varoufakis auf die Frage, ob er einer Vereinbarung mit den Geldgebern ohne Schuldenerlass zustimmen würde.
  • Börse bleibt unbeeindruckt

    Nach starken Schwankungen in den vergangenen Tagen ist am Frankfurter Aktienmarkt am Donnerstag Ruhe eingekehrt.
    Im Schuldenstreit mit Griechenland scheint bis nach dem Referendum am Sonntag Stillstand zu herrschen.

    Der
    Dax trat bis zum Nachmittag praktisch auf der Stelle.
    Zuletzt lag der deutsche Leitindex mit 0,09 Prozent im Plus bei 11 190,56 Punkten. Seine Tagesschwankung war mit rund 80 Punkten die geringste seit Mitte Mai.
  • Tritt die gesamte Regierung zurück?

    Dass Varoufakis im Falle eines "Ja"-Votums beim Referendum am Sonntag zurücktreten wird, hat der griechische Finanzminister ja heute Morgen bereits verkündet. Nun gibt es jedoch Hinweise, dass nicht nur Varoufakis den Hut nimmt: Im australischen Rundfunksender ABC schloss er nicht aus, dass im Fall eines Mehrheitsvotums für die Gläubigervorschläge die gesamte Regierung zurücktreten könnte.
     Überraschend käme der Schritt nicht - nach einer derartigen Watsche durch die eigenen Bürger könnten Tsipras und Co. schließlich kaum glaubhaft weiterhin ihren Kurs gegenüber Europa fahren.

  • Touristen im griechischen Santorini (Bild: Reuters) 

    Die Deutschen buchen ganz offenbar verstärkt Griechenland-Reisen. Das berichten diverse Reise-Veranstalter. Der Trend hat allerdings damit zu tun, dass verstärkt Reisen nach Tunesien abgesagt werden.

    Davon abgesehen ist es hier derzeit allerdings wärmer als im oben abgebildeten Santorini. Dort sind es gerade einmal 27 Grad, während die t-online-Redaktion in Darmstadt bei 34 Grad vor sich hin köchelt. Und einen derart schönen Strand mit vulkanischem Gestein haben wir hier leider auch nicht.
  • Banken auf dem Balkan in Gefahr?

    Könnte sich der mögliche Kollaps Griechenlands auf die gesamte Region auswirken? Ein möglicher Brennpunkt sind die griechischen Banken in den Nachbarländern und Balkanstaaten. In Serbien machen sie 15 Prozent des Bankensektors aus. In Rumänien stehen sie für knapp 18 Prozent, in Mazedonien 20, in Bulgarien 30 und in Albanien sogar für 32 Prozent des Bankenmarktes.

    Doch eine Gefahr besteht nach übereinstimmender Darstellung der jeweiligen Nationalbanken nicht.
    Denn die Tochterfirmen griechischer Banken seien auf der Kapitalseite solide aufgestellt und liquide. Das sagt auch der Vertreter des Internationalen Währungsfonds in Albanien.

    Zudem haben die Zentralbanken die griechischen Geldhäuser unter besondere Beobachtung gestellt. In Serbien dürften sie nur sehr geringe Summen an ihre Mutterhäuser in Griechenland abführen, berichtete die größte serbische Zeitung "Blic" am Donnerstag unter Berufung auf geheim gehaltene Maßnahmen der Nationalbank.

  • Dijsselbloem spricht erstmals von "Grexit"

    Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat die Möglichkeit eines Ausscheidens der Griechen aus der Eurozone ins Spiel gebracht, sollten die Bürger des Landes bei dem Referendum gegen die Sparforderungen stimmen.
    Bei einer "Nein"-Stimme gebe es nicht nur keine Basis für ein neues Hilfsprogramm, "sondern dann ist es sehr fraglich, ob es überhaupt eine Basis für Griechenland in der Eurozone gibt", sagte er im Parlament in Den Haag.

    "Das ist die fundamentale Frage, um die es tatsächlich geht.
    " Ein Ausstieg eines Landes aus dem Euro ("
    Grexit") ist rechtlich allerdings nicht vorgesehen. Dijsselbloem sprach von einer "äußerst ernsten" Lage.
  • Lieber Herr Varoufakis, ich hoffe, Ihre Landsleute werden mit JA stimmen. Mit Ihrem Rücktritt werden sie den Griechen eine unermesslichen Gefallen tun. Am Besten, Sie nehmen Ihre Rest-Dilettanten gleich mit.Heldum 16:32

    Lieber Held,
    so unwahrscheinlich ist das gar nicht. Also der Rücktritt der gesamten Regierung. Den hat man bereits angedeutet - und konsequent wäre er auch. Allerdings muss dafür zunächst ein "Ja" her - und das ist noch nicht sicher.
  • "Wer den Krieg nicht unterstützt, fliegt raus."

    Die griechischen Rechtspopulisten verschärfen den Ton: Der Juniorpartner der griechischen Regierungskoalition, die Partei Unabhängige Griechen (Anel), hat einen Abgeordneten aus der Parlamentsfraktion ausgeschlossen.
    Der Volksvertreter Konstantin Damavolitis wurde von der Anel-Fraktion nur wenige Stunden nach seinem Plädoyer ausgeschlossen, bei dem Referendum am Sonntag für die Annahme der Forderungen der internationalen Gläubiger zu stimmen. 

    Der Verteidigungsminister setzte sich mit martialischen Worten dafür ein, die Auflagen der internationalen Kreditgeber zur Sanierung der öffentlichen Finanzen Griechenlands zurückzuweisen. "Wir befinden uns im Krieg - und da wird keine Nachsicht geübt", erklärte Kammenos am Morgen, nachdem Ministerpräsident Alexis Tsipras ihn im Ministerium aufgesucht hatte. "Wer den Krieg nicht unterstützt, fliegt raus."

  • Warum wird hier in Deutschland durch die Presse eine negative Stimmung gegen Griechenland erzeugt?wolper Dingerum 16:59

    Lieber wolper Dinger,
    ist das so? Wir versuchen ein so gut es geht neutrales Bild zu vermitteln. Was bedeutet, dass wir uns auf keine Seite schlagen, sondern beiden ausreichend Platz einräumen. Natürlich gibt es Medien, die das nicht so handhaben - aber die müssen Sie ja nicht lesen ;)
  • Können Touristen in Griechenland nur eine bestimmte Menge Geld abheben an Automaten?Nico Friedelum 17:02

    Lieber Nico Friedel,
    das gilt tatsächlich auch für Touristen. Zumindest mit EC-Karten. Mit einer Kreditkarte sollten Sie - theoretisch! - mehr abheben können. Griechische Händler bitten derzeit aber ohnehin um Barzahlung. Kartenzahlung ist zwar möglich, wird aber angesichts knapper Geldmittel ungern gesehen.
  • Varoufakis will bei "Ja" der Griechen am Sonntag zurücktreten

    Der griechische Finanzminister hat angekündigt, dass er zurücktreten wird, wenn seine Bevölkerung im Referendum den Gläubiger-Vorschlägen zustimmt. "Wenn das 'Ja' gewinnt, werden Sie dann am Montag nicht mehr Finanzminister sein?", lautete die Frage des Senders Bloomberg TV an ihn. Varoufakis antwortete: "Ich werde es nicht mehr sein."

    Varoufakis und Ministerpräsident Alexis Tsipras werben aktuell massiv für ein "Nein" der Griechen.
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 7/2/2015 3:19:29 PM
  • Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Volksabstimmung

    Zeichnet sich da ein Krimi ab? Umfragen vor der griechischen Volksabstimmung am Sonntag zeigen, dass es eng werden kann. Demnach würden aktuell 47,1 Prozent der Bevölkerung für eine Zustimmung zu den von den Gläubigern vorgeschlagenen Reformmaßnahmen votieren. 43,2 Prozent sind dagegen. 

    Für die Umfrage wurden 1000 Menschen aller Altersgruppen in verschiedenen Teilen des Landes angesprochen.
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 7/2/2015 3:19:33 PM
  • Das Referendum im Zeitplan

    Damit Sie (und wir) mal wissen, was da am Sonntag auf uns zukommt:

    Die Wahllokale öffnen um 06.00 Uhr und schließen um 18.00 Uhr (MESZ)

    Die Frage auf den Wahlzetteln lautet: "Sollte der gemeinsame Plan von EZB, EU-Kommission und IWF, der am 25. Juni in der Euro-Gruppe eingebracht wurde und aus zwei Teilen besteht, angenommen werden? Der erste Teil lautet 'Reformen für den Abschluss des laufenden Programms und darüber hinaus' und der zweite 'Vorläufige Analyse der Schuldentragfähigkeit'.

    Die Wahlbeteiligung
    Für ein gültiges Referendum müssen mindestens 40 Prozent der registrierten 9,85 Millionen Wähler teilnehmen. In einer Umfrage des ProRata-Instituts sagten 86 Prozent der Befragten, sie wollten ihre Stimme abgeben.

    Was kostet das alles? D
    as Referendum verursacht dem klammen Staat Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro.

    Wann gibt es erste Hochrechnungen? Mit den ersten verlässlichen Zahlen dürfte ab 20.00 Uhr zu rechnen sein.

  • Insolvenz ja oder nein? Das meinen unsere Leser:

    Auch Argentinnien hat eine Insolvenz hinter sich, der Weltwirtschaft hat es nicht geschadet. Es ist besser Griechenland in die Insolvenz zu schicken, als noch mehr Geld zu verbrennen. Dann sind alle Schulden weg und Griechenland kann neu anfangen. Hier zeigt sich die verfehlte Politik der EU und die Blauäugigkeit der Kontrollorgane, vielleicht auch bewusst und leichtsinnig. Ich kann mich noch erinnern, das ein Herr Rösler schon vor Jahren , in seiner Funktion als Wirtschaftsminister, für Griechenland eine geordnete Insolvenz vorgeschlagen hat. Manchmal sollte man auf junge Politiker hören, das hätte uns viel Geld erspart.Joachim Benteum 17:21

  • Deshalb braucht Griechenland weitere 50 Milliarden Euro

    Die Finanzen 
    Griechenlands haben sich wegen der langsamen Umsetzung von Reformen verschlechtert, erklärte der IWF. Im vergangenen Jahr hatte der Währungsfonds noch vorhergesagt, dass die Schuldenlast des Euro-Landes von 175 Prozent seiner Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 auf 128 Prozent im Jahr 2020 fallen würde. Jetzt geht der IWF stattdessen von 150 Prozent im Jahr 2020 aus.

    Die Kreditgeber müssten Griechenland verbilligte Zinsraten und mehr Zeit zur Rückzahlung zugestehen, erklärte der IWF weiter. Der diagnostizierte Finanzierungsbedarf bezieht sich auf die Zeit von Oktober 2015 bis 2018. Die Analyse wurde bereits fertiggestellt, bevor Griechenland diese Woche eine Rückzahlung von rund 1,6 Milliarden Euro Schulden an den IWF versäumte. Seither hat sich der Ausblick weiter eingetrübt.

  • Ist der Aufbau der EU Schuld am Griechenland-Drama? Das meinen unsere Leser:

    Der Kern des Problems liegt doch in den Konstruktionsfehlern des Euros und seiner Mentoren, den Groß-Historikern und Minimal-Ökonomen Kohl und Mitterand. Wie kann ich eine gemeinsame Währung mit verschiedenen Staaten schaffen, wenn ich keine gemeinsame Wirtschafts-, Fiskal- und Sozialpolitik will, sprich, eine sehr vertiefte gemeinsame Politik? Da wurde das Pferd im klassischen Sinne von hinten aufgezäumt, die Ergebnisse fallen uns jetzt auf die Füße. Das erklärt auch z. T. das Unbehagen in GB an der EU. Cut für diese levantinisch/byzantinische Zockermentalität, pacta sunt servanda.Snuhpieum 17:54

  • War die Einigung nur 60 Millionen weit weg?

    Im griechischen Schuldenstreit gab es zwischen beiden Seiten nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung am Ende nur noch eine Differenz von 60 Millionen.
    Das habe EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker berichtet.

    "Wir waren sehr nahe an einer Einigung", sagte Juncker - doch dann habe Athen die Gespräche abgebrochen. Am Samstag hatten die Euro-Finanzminister die Verhandlungen für gescheitert erklärt.


    "Das ganze Desaster, der ganze Lärm. All diese Verschwendung von Energie und Zeit - aus ideologischen Gründen. Das ist total unakzeptabel!", so Juncker laut Bericht. Er habe 30 Stunden lang mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras verhandelt. Dieser habe ein Verhandlungsteam von 60 Leuten mitgebracht. Wenn Unterhändler zur Zustimmung bereit gewesen seien, seien sie ausgetauscht worden. "Es war ein Zirkus."

  • Auch Frankreich warnt vor "Nein" der Griechen

    In der Krise um 
    Griechenland hat der französische Premierminister Manuel Valls dem Eindruck widersprochen, es gebe dabei Divergenzen zwischen Paris und Berlin. Valls dementierte im südfranzösischen Toulouse "ausdrücklich" jegliche "Distanzierung" zwischen den beiden Regierungen.

    Zugleich rief er die Griechen auf, bei dem Referendum am Sonntag über die Reformforderungen der Gläubiger "mit offenen Augen abzustimmen".
    Sie sollten "alle Konsequenzen" eines möglichen "Nein" bei der Abstimmung bedenken - bis hin zu einem Ausscheiden aus der Euro-Zone.

  • Es ist an der Zeit dieser "never ending Story" das Ende zubereiten.Gillanum 18:26

    Lieber Gillan,
    nur welches? Es gibt zahllose Optionen. Und manche sind nicht einmal so einfach möglich. Der "Grexit" beispielsweise, über den immer wieder debattiert wird, ist in den EU-Verträgen nirgendwo vorgesehen. 
  • Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher...

    Londoner Schuldenabkommen (Bild: AP)

    Da uns viele Zuschriften erreichen, deren Wortlaut "Warum sollen wir Deutschen für die Griechen zahlen?" lautet: Diese Aufnahme stammt vom 27. Februar 1953. Was hier unterzeichnet wird, kennen wir als "Londoner Schuldenabkommen". Die deutsche Delegation konnte hier einen bedeutenden Nachlass ihrer Schulden erreichen - weil die anderen Nationen dem zustimmten. Zu den Unterzeichnern zählt übrigens auch Griechenland. Historiker halten das Abkommen heute für eine der Voraussetzungen für das Wirtschaftswunder - das es ohne diesen Schuldenerlass vielleicht nie gegeben hätte.

  • Schulz: "Tsipras hat fast demagogische Züge"

    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, hält Neuwahlen in 
    Griechenland für zwingend, wenn die Bevölkerung für das Reformprogramm der Gläubiger stimmt. Die Zeit bis zur Wahl müsse "mit einer technischen Regierung überbrückt werden, damit wir weiter verhandeln können", sagte Schulz dem "Handelsblatt". "Wenn diese Übergangsregierung eine vernünftige Vereinbarung mit den Geldgebern findet, dann wäre Syrizas Zeit vorbei. Dann hat Griechenland wieder eine Chance", sagte er.

    Dem linken griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras machte der Sozialdemokrat Schulz schwere Vorwürfe. Dieser sei "unberechenbar und manipuliert die Menschen in Griechenland, das hat fast demagogische Züge", sagte Schulz. "Mein Glaube an die Verhandlungsbereitschaft der griechischen Regierung ist mittlerweile auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen", fügte er hinzu.

  • Moscovici appelliert an ein griechisches "Ja"

    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat um ein "Ja" zum Sparkurs beim Referendum geworben.
    "Ein Ja bedeutet, dass das griechische Volk die Wahl dafür trifft, fest im europäischen Projekt und im Euro-Projekt verankert zu bleiben." Moscovici warnte vor einem "Nein", weil dies die Situation für die Griechen viel komplizierter als bei einem "Ja" machen werde.

    Der EU-Kommissar stellte weitere Verhandlungen mit Griechenland über finanzielle Unterstützung in Aussicht: "Wir müssen die Gespräche mit Griechenland einen Tag nach dem Referendum wieder aufnehmen." Das sei bei einer Zustimmung des griechischen Volkes zum Sparpaket viel einfacher. 

    Moscovici rechnet fest damit, dass Athen weitere internationale Unterstützung bekommen muss: "Griechenlands Finanzbedarf wird ja nicht verschwinden." Griechenland werde natürlich weiter Teil Europas bleiben, egal wie die Volksabstimmung ausgehe, betonte Moscovici.

  • Macht endlich schluß!!Klausum 19:21

    Lieber Klaus,
    das mache zumindest ich in den nächsten Minuten auch (obwohl Sie das vermutlich nicht meinten). Dann übernehmen meine Kollegen mit der Nachberichterstattung und den Zusammenfassungen zum Tag!
  • Griechenland braucht nochmal 50 Milliarden Euro

    Griechenland
     benötigt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds Entlastung bei seinen alten Schulden und 50 Milliarden Euro neuer Hilfen bis 2018.

    Griechenland könnte nach Angaben des IWF zudem eine Verlängerung der Kredite und umfangreiche Schuldenschnitte benötigen. Dies könnte der Fall sein, wenn das Wachstum geringer als erwartet ausfallen und Wirtschaftsreformen nicht umgesetzt werden sollten.
    von Volker Dohr bearbeitet von Daniel Reviol 7/3/2015 4:32:34 AM
  • Schönen guten Morgen, liebe Leser! Auch heute - zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Referendum - berichtet unsere Redaktion wieder live von den Ereignissen rund um die Griechenland-Krise. 
  • Es ist ein regelrechter Kampf um die Meinung der griechischen Bürger ausgebrochen: Während die Syriza-Partei und allen voran ihr Regierungschef Alexis Tsipras für ein Nein-Votum beim Referendum am Sonntag werben, fordern zahlreiche EU-Politiker das griechische Volk zum "Ja" zu den Sparvorschlägen der Gläubiger auf.

    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici rief die Griechen auf, "Ja" zum Sparkurs zu sagen. "Wir müssen die Gespräche mit Griechenland einen Tag nach dem Referendum wieder aufnehmen", sagte er in Brüssel. Ein "Nein" würde diese Verhandlungen viel komplizierter machen. Athen brauche aber weitere internationale Hilfe: "Griechenlands Finanzbedarf wird ja nicht verschwinden."

    "Es wäre falsch anzunehmen, dass ein Nein die griechische Verhandlungsposition stärken würde", sagte Valdis Dombrovskis, der für Wirtschaft und Währung zuständige EU-Kommissions-Vizepräsident gegenüber der "Welt". "Das Gegenteil ist der Fall."

    Ähnlich sieht es der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz: Er hofft zudem, dass es nach der Volksabstimmung in Griechenland zu einem Rücktritt der Regierung Tsipras und zu Neuwahlen kommt. "Neuwahlen wären zwingend, wenn die griechische Bevölkerung für das Reformprogramm und damit den Verbleib in der Euro-Zone stimmt und Tsipras folgerichtig zurücktritt", sagte Schulz dem "Handelsblatt". Die Zeit bis zur Wahl müsse "mit einer technischen Regierung überbrückt werden, damit wir weiter verhandeln können."

    Zuvor hatte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem ein Ausscheiden der
    Griechen aus der Eurozone ins Gespräch gebracht. Obwohl der
    "Grexit" rechtlich nicht vorgesehen ist, sagte Dijsselbloem in Den
    Haag: Bei einem "Nein" zum Sparkurs fehle nicht nur die Grundlage für
    ein neues Hilfsprogramm, "sondern dann ist es sehr fraglich, ob es
    überhaupt eine Basis für
    Griechenland in
    der Eurozone gibt".
    Der Vorsitzende der Euroländer-Finanzminister fügte
    hinzu: "Das ist die fundamentale Frage, um die es tatsächlich geht."
  • Ob die mit Spannung erwartete Volksabstimmung am Sonntag überhaupt rechtsmäßig ist, behandelt heute das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland: Zwei Privatpersonen hatten gegen das Referendum geklagt, denn es verstoße ihrer Ansicht nach gegen die Verfassung: Schließlich dürfe nicht über Fragen der "öffentlichen Finanzen" abgestimmt werden und außerdem sei die Fragestellung zu kompliziert und "technisch".

    Hier können Sie nachlesen, was eigentlich auf dem Fragebogen steht.

    Der Staatsrat will eine Entscheidung über die Rechtsmäßigkeit des Referendums am Abend fällen. Verfassungsrechtler gehen aber davon aus, dass der Rat die Klage abweisen wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden...
  • "Ja" oder "Nein" zu den Gläubiger-Vorschlägen: Glaubt man den letzten Umfragen, ist das griechische Volk gespalten. Doch auch im restlichen Europa ist nicht jeder für das "Ja", wie man meinen könnte: So demonstrierten gestern Abend rund 3000 Menschen in Paris für den Kurs der griechischen Regierung im Schuldenstreit. Sie versammelten sich auf der Place de la Bastille und forderten die Griechen auf, die Spar- und Reformforderungen der Gläubiger abzulehnen und beim Referendum am Sonntag mit "Nein" zu stimmen.

    Die Kundgebung wurde von Abweichlern der regierenden Sozialistischen Partei von Präsident Francois Hollande organisiert.
     Die Regierung Hollandes hat die Griechen hingegen vor einem "Nein"-Votum gewarnt und erklärt, es könne ein gefährlicher Schritt hin zu einem Austritt aus dem Euro sein.

    Insgesamt sind zwei Drittel der Franzosen dagegen, dem von der Staatspleite bedrohten Griechenland weiter Geld zu leihen, geht aus Umfragen hervor.
  • Auch CSU-Chef Horst Seehofer äußerte sich zur Griechenland-Krise: "Wir können den Griechen nur dann mit weiterem Geld helfen, wenn es einen schlüssigen Plan gibt, wie sie durch Reformen ihre Schuldentragfähigkeit wieder herstellen wollen." Er hoffe, dass in Griechenland möglichst bald wieder Normalität einkehre: "Wir müssen auch an die Bevölkerung denken." (Quelle: dpa)

  • Auch heute Morgen sieht es noch nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen beim Referendum am Sonntag aus: In der heute veröffentlichten Befragung der Zeitung "Ethnos" erklärten 44,8 Prozent der Teilnehmer, mit "Ja" stimmen zu wollen. Ein Votum gegen die Sparauflagen planen 43,4 Prozent. 11,8 Prozent haben sich demnach noch nicht entschieden. Viel knapper geht es nicht.

    Gleichzeitig sprachen sich aber fast drei Viertel der Befragten für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus. 15 Prozent sind für die Wiedereinführung einer nationalen Währung.
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