Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt
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Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt

Griechenland-Krise und kein Ende: Auch nach dem Referendum werden die erbitterten Verhandlungen mit den Geldgebern weitergehen. Wir halten Sie an dieser Stelle über das Geschehen auf dem Laufenden.

  • Die Euro-Finanzminister haben die Bitte Griechenlands um Verlängerung des um Mitternacht auslaufenden Hilfsprogramms abgelehnt. Das teilte Jeroen Dijsselbloem am Dienstagabend mit. Damit verliert das pleitebedrohte Land endgültig den Zugriff auf Hilfsmittel von insgesamt rund 18 Milliarden Euro. Für eine erneute Verlängerung des Programms sei es zu spät, sagte der Chef der Euro-Gruppe.

    Die Euro-Gruppe hatte nur rund eine Stunde zu dem Thema beraten. Der finnische Finanzminister Alexander Stubb erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass die Bitte des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras für neue Kredite des Euro-Rettungsfonds ESM dem normalen Verfahren folgen müsse. Der ESM vergibt Darlehen stets nur unter Auflagen.


    Nach Angaben Dijsselbloems wird die griechische Regierung am Mittwoch einen neuen Vorschlag übermitteln. Die Bitte um ein neues Programm werde aber erst nach dem griechischen Referendum am 05. Juli geprüft. Ein neues, drittes Hilfsprogramm könnte schärfere Bedingungen haben als das bisherige, fügte er hinzu.


    Das bisherige Rettungsprogramm für Griechenland läuft in der Nacht zum Mittwoch aus. Nach neuesten Angaben von Diplomaten verfallen deshalb europäische Hilfen von rund 16,3 Milliarden Euro. Zuletzt waren Experten von knapp 15,5 Milliarden ausgegangen.


    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:13 PM
  • Nun ist es offiziell: Griechenland will die fällige Rate von 1,6 Milliarden Euro an den IWF doch bezahlen, bittet aber um Aufschub. Das sagte Vize-Regierungschef Yannis Dragasakis dem Staatsfernsehen. Zudem bitte die griechische Notenbank die Europäische Zentralbank, eine Erhöhung der sogenannten ELA-Nothilfen in Betracht zu ziehen. Die EZB will am Mittwoch über die Notgelder für die angeschlagenen griechischen Banken entscheiden.
    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:17 PM
  • Athen hat nicht gezahlt - was nun?

    Wenn Athen die fällige Rate weiter nicht begleicht, entscheidet der Exekutivrat des IWF über eine offizielle Beschwerde. Sollte Griechenland nach 15 Monaten immer noch nicht gezahlt haben, könnte der Währungsfonds eine Verweigerung der Zusammenarbeit feststellen. Dies hätte schrittweise Sanktionen zur Folge, die vom Ende der technischen Unterstützung durch IWF-Experten über die Aussetzung der griechischen Stimmrechte bis zum Verlust der Mitgliedschaft reichen.
  • In Athen gab es gestern Abend Proteste gegen Regierungschef Alexis Tsipras und für ein "Ja" beim Referendum. Tausende waren vor das Parlament gezogen. (Quelle: dpa)

  • Griechenland nach der De-Facto-Pleite: Das Spiel geht weiter - aber unter neuen Vorzeichen

    www.t-online.deDer Ernstfall ist eingetreten: Griechenland hat die fällige Rate von 1,54 Milliarden Euro an den IWF nicht gezahlt. Der hat den Zahlungsausfall festgestellt. Doch wie geht das Drama um die Schuldenkrise des Landes weiter?
  • Die Griechenlandkrise bewegt den Eurokurs weiter kaum. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittwoch im frühen Handel mit 1,1141 US-Dollar gehandelt und lag damit auf dem Niveau vom Dienstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,1189 (Montag: 1,1133) US-Dollar festgesetzt.
  • Der französische Finanzminister Michel Sapin dringt auf eine Einigung zwischen
    Griechenland und seinen Gläubigern noch vor dem für
    Sonntag angesetzten Referendum.
    Ein Nein-Votum drohe ein Ausscheiden der
    Griechen aus der Euro-Zone näher zu bringen, sagt Sapin.

  • CSU sieht neues Problem

    Der CSU-Finanzexperte Hans Michelbach hat bedingungslose Nothilfen an Griechenland zur Überbrückung der aktuellen Zahlungsprobleme abgelehnt. Alles, was jetzt an "Zwischenmaßnahmen ohne Konditionalität, ohne Reformen" auf den Tisch kommen könnte, wäre unseriös und keine Verhandlungsbasis. Nötig sei ein Neuanfang.

    Als großes neues Problem sieht Michelbach, dass der IWF nach dem Ausfall seiner fälligen Kreditforderung an Griechenlands bei weiteren Hilfen "nicht mehr an Bord" sei. "Wir haben eine sehr viel schlechtere und schwierige Lage", sagte er. "Wir brauchen den IWF, und der ist jetzt draußen".
  • Umfrage zum Referendum

    Die Mehrheit der Reformgegner schwindet offenbar. Zwar gaben in einer Erhebung des Instituts ProRata 54 Prozent der Befragten an, am Sonntag gegen die Vorschläge der Geldgeber stimmen zu wollen.

    Wird die Umfrage aufgeschlüsselt, ergibt sich aber ein differenziertes Bild: Unter Umfrageteilnehmern, die vor der Entscheidung zur vorübergehenden Schließung der griechischen Banken befragt wurden, liegt der Anteil der Nein-Stimmen bei 57 Prozent, 30 Prozent wollten demnach die Reformen befürworten. Nach den Banken-Schließungen und der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen sprachen sich lediglich noch 46 Prozent gegen die Sparpläne aus, 37 waren indes dafür.
  • "Schließlich bezahlen wir": Wagenknecht fordert deutsches Referendum

    www.t-online.deGanz Europa blickt gespannt auf das Referendum in Griechenland am Sonntag, das über den Sparkurs entscheiden soll. Ginge es nach Sahra Wagenknecht, würden auch die Deutschen über die Euro-Rettungspolitik abstimmen.
  • Nach dem schwachen Wochenbeginn wegen der Eskalation der Schuldenkrise in Griechenland zeichnet sich am Mittwoch im Dax ein Erholungsversuch ab. Der Ausfall der in der Nacht fällig gewordenen Kreditrate an den IWF war seit dem Wochenende erwartet worden. Unmittelbare Konsequenzen hat er ohnehin nicht.
  • User Schiko ist für eine drastische Maßnahme:

    Schmeißt die Griechen raus,wenn ich meinen Kredit nicht bezahle,nimmt mir die Bank sofort das Haus weg.Schikoum 6:37

  • Ein "Salat mit Schafskäse und Oliven" für Griechenland!

    Mit einem Crowdfunding-Projekt will ein britischer Schuhverkäufer den Griechen unter die Arme greifen. Bis gestern Nachmittag spendeten mehr als 13.000 Menschen rund 200.000 Euro - insgesamt hätten gut 1,5 Milliarden Euro zusammenkommen müssen, die Athen bis Dienstag um Mitternacht an den IWF hätte zahlen sollen. Wenn jeder der 503 Millionen Europäer den Gegenwert eines "Salats mit Schafskäse und Oliven" spende, käme die Summe leicht zusammen, so Initiator Thom Feeney.
  • "De Standaard": Eine Schande für Europa (längere Version)

    Dass ein Mitglied der Eurozone zum Verstoß gegen seine Zahlungsverpflichtungen getrieben wurde, ist eine beschämende Niederlage für alle betroffenen Führer. Der Euro ist kein Marktinstrument, das nur dem Gesetz von Angebot und Nachfrage gehorcht. Er ist der konkrete Ausdruck des Willens von Hunderten Millionen Europäern, ihr Schicksal miteinander zu verbinden. Die Art und Weise, wie damit in den letzten Monaten gespielt wurde, berührt die Glaubwürdigkeit des gesamten europäischen Projekts. Mitgliedsstaaten haben damit gedroht, dass die Zukunft des Euro auf dem Spiel steht, in der Illusion, damit nationalen Interessen zu dienen. Das ist eine Schande, die man nicht mehr ungeschehen machen kann. Egal 
    ob es am Sonntag nun ein Referendum gibt und wie die Griechen sich dann entscheiden: Mit diesem unglaublichen Fehler muss Europa weiter leben.
  • Der Münchner Merkur sieht Griechen-Premier Tsipras in der Falle:

    Der griechische Revolutionsführer Alexis Tsipras hat sich mit seiner Referendumsidee verzockt. Sein Kopf wird rollen: Entweder schon am Sonntag,  falls sich die Griechen, vor die Wahl zwischen Euro und den Verheißungen von Syriza gestellt, für die sichere Variante entscheiden. Oder später, wenn die 
    Hellenen merken, dass Tsipras sie betrogen und aus der Eurozone geführt hat.
     Ob Tsipras sein Referendum also verliert oder gewinnt, er sitzt in der Falle. 
  • "Sme" (Slowakei): Griechenlands Lage ist hoffnungslos (längere Version)

    Der griechische Antrag auf neues Geld aus dem Euro-Stabilitätsmechanismus käme selbst dann zu spät, wenn er wenigstens hoffnungsvoll wäre. Aber die selben Finanzminister, deren Vorschläge die griechische Regierung am Samstag ablehnte,  können nicht drei Tage später einem neuen Rettungspaket zustimmen. Die Griechen wollten ihre Vorschläge nicht annehmen. Also können die Minister schon deshalb keine neuen Milliardenkredite zulassen, weil sie damit ihre eigene Glaubwürdigkeit verlieren würden.


  • "Le Figaro": Frankreich muss gegen Schulden kämpfen

    Neben der Arbeitslosigkeit gibt es eine andere Kurve, die François Hollande nicht umgedreht bekommt: Seit er gewählt ist, sind die Schulden Frankreichs entgegen seiner Versprechen ohne Unterlass gestiegen (...), um den stratosphärischen Betrag von 2089 Milliarden Euro zu erreichen. (...) Im Gegensatz zu dem, was die guten Apostel der öffentlichen Ausgaben behaupten, untergräbt das unsichtbare Gift der Schulden die Grundlagen der Wirtschaft genauso wie die Arbeitslosigkeit. (...) Gegenüber Griechenland, das mit Mann und Maus untergeht, gibt François Hollande, Opfer seiner Unfähigkeit, gelehrte Lektionen guter Verwaltung. Wenn man sich die Liste der Empfehlungen für Athen anschaut, wäre er gut geraten, einen Teil davon selbst zu übernehmen.


  • "Hospodarske noviny": Glaube der Deutschen an Europa muss erhalten werden (längere Version)

    Das griechische Problem würde unter anderen Umständen nicht mit Kapitalverkehrsbeschränkungen gelöst, sondern beispielsweise mit einer bewaffneten Intervention und der Errichtung einer Besatzungsmacht, bis alle Forderungen einschließlich Zinsen bezahlt sind. Die europäische Integration verhindert eine solche Machtlösung. Deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Recht, wenn sie sagt, dass das europäische Projekt ohne die Fähigkeit zum Kompromiss sein Fundament verlieren würde. Rein technisch lässt sich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone realisieren, die schwersten Folgen wären aber politischer Natur. Denn wenn die Deutschen ihren Glauben an das europäische Projekt nicht verlieren sollen, was bisher noch als Selbstverständlichkeit galt, dann müssen auch alle anderen daran glauben. Es genügt, sich vorzustellen, was geschehen würde, wenn die Deutschen ähnliche Forderungen in ähnlicher Form wie die Griechen an Europa stellen würden.


  • "Standart" (Bulgarien): Athen ohne klare Zeichen

    Was mit Griechenland geschehen wird, ist die komplizierteste Frage in diesem Augenblick, weil es (Athen) nicht ganz klar zeigt, was es genau tun möchte. Einerseits will Griechenland in der Eurozone bleiben, aber andererseits will es die dafür notwendigen Auflagen und Reformen nicht umsetzen. Einerseits möchte es ein Abkommen mit den Gläubigern, andererseits aber ein Referendum, um dieses Abkommen abzulehnen. Dies sind total chaotische und entgegengesetzte Handlungen. (.)

    Das Wichtigste ist allerdings, was die griechischen Wähler beim Referendum am Wochenende sagen werden. Sollte es eine große Mehrheit für den Verbleib in der Eurozone geben, dann würde es viel leichter für Griechenland sein, Reformen umzusetzen und nach vorne zu gehen. Bei einer großen Mehrheit gegen die Eurozone wird es Griechenland leichter fallen, sie bei allen Risiken und Problemen zu verlassen.



  • Seit dem frühen Morgen strömen Pensionäre zu den Banken, um an Bargeld zu kommen. Die Geldinstitute hatten diese Ausnahme ermöglicht, da viele Rentner keine EC- oder Kreditkarten haben und somit in den vergangenen Tagen an den Automaten kein Bargeld abheben konnten. Im ganzen Land öffneten rund 1000 Filialen. (Quelle: dpa)


  • Euro vs. Drachme - zurück zum alten Geld? (Foto: Reuters) 


  • User "Grasek" ist gegen jedwedes Hintertürchen für die Griechen:
    Wer nicht will, dass Irland, Spanien, Portugal sich auf die Schippe genommen fühlen, darf Griechenland keine Hintertürchen öffnen. Auch nicht, wenn man fürchtet, Putin einen Verbündeten in die Arme zu treiben. Und erst recht nicht, wenn man es um des Erhalts der EU willen tut. Wem liegt am unveränderten Fortbestand von Korruption und Postenschieberei? Ich warte immer noch auf den Untersuchungsausschuss, der klärt, ob die FIFA oder die EU korrupter ist.Grasekum 10:16

  • Die griechische Regierung legt ihrem Volk nahe, im Falle eines Referendums mit  "Nein" zu stimmen. Doch es gibt auch aus Griechenland gegenteilige Stimmen. Der Bund der griechischen Tourismusindustrie (Sete) hat zusammen mit rund 25 weiteren Verbänden die Kampagne  "Ja zu Griechenland, Ja zum Euro" ins Leben gerufen.

    In einer Erklärung heißt es: "Was uns vereint, ist unsere Angst und das Unbehagen über Griechenlands Zukunft und unser Glaube, dass unser Land weiter der starken Stütze namens Europa und dem Euro angehören sollte."

    Insgesamt vertritt Sete nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Unternehmen mit mehr als 400.000 Beschäftigten, darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen, Reisebüros, Fluggesellschaften sowie Fähr- und Kreuzfahrtunternehmen.
  • Nach dem schwachen Wochenbeginn wegen der Eskalation der Schuldenkrise in Griechenland hat der Dax heute einen Erholungsversuch gestartet. Im frühen Handel verbesserte sich der deutsche Leitindex um 0,80 Prozent auf 11032,92 Punkte.
  • Die täglich spitze Feder der taz verdeutlicht, dass die Linke in Griechenland ihren Aufstieg der harten Sparpolitik verdankt...
    Quelle: www.taz.de 


  • Schuld sind nicht die Griechen, sagt User Rüdiger:
    Jetzt rächt es sich, daß die Abzocker in den Großbanken Griechenland mit gefäschten Informationen in den Euro geschoben haben um noch mehr Kasse zu machen. Die Griechen sind nicht Schuld. Schuld haben die Banken die einem nicht Euro fähigen Staat die Tür zur Euro Zone geöffnet habenRüdigerum 10:22

  • User Bernd Reiner sieht nur eine Lösung:

    Seine Schulden wird G. niemals bezahlen können, daher hilft nur ein S-schnittBernd Reinerum 10:04

  • Österreichs Finanzminister zum neuen Athen-Vorschlag

    Hans Jörg Schelling hat sich vorsichtig optimistisch über den neuen Vorschlag der griechischen Regierung geäußert. Der zusätzliche Vorschlag der Athener Regierung liegt "angeblich sehr nahe an dem Vorschlag der Institutionen sein", so Schelling. "Wir werden prüfen, ob das annähernd dem entspricht, was wir gemeinsam vereinbart haben."

    Komme es zu keiner Einigung mit der Eurogruppe (Telefonkonferenz am späten Nachmittag), dann werde Griechenland entsprechende weitere Maßnahmen - "über die Kapitalverkehrskontrollen hinaus" - setzen müssen. Sich selbst überlassen werde Griechenland aber nicht, der Staat sei ja Mitglied der Eurogruppe und der EU: "Und daher gilt es auch hier eine bestimmte Solidarität an den Tag zu legen. Aber das würde Prozesse auslösen, die länger dauern."

    Die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro in Griechenland abgeschafft wird, schätzt Schelling für "nicht sehr groß" ein. Allerdings sei es "völlig unberechenbar, wie Griechenland sich entscheiden würde", meinte der Minister mit Hinweis auf Ereignisse und das, "was in den letzten Monaten und Tagen passiert ist."

    "Ich glaube, die griechische Regierung hat verstanden, dass ein Ausscheiden aus dem Euro für Griechenland katastrophale Folgen hätte, und auch Minister (Yanis) Varoufakis hat ja angekündigt, er wird sich nicht aus der Eurogruppe drängen lassen. Hat auch niemand vor", so Schelling.
  • Kreml bleibt gelassen

    Finanzminister Anton Siluanow zufolge sieht sich Russland nur in begrenztem Ausmaß von der griechischen Schuldenkrise betroffen. Allerdings könne es Auswirkungen auf die russischen Finanzmärkte geben. Das Beispiel Griechenland zeige aber, das Russland vorsichtiger mit seinen Staatsschulden umgehen müsse, sagt Siluanow.
  • Diese Grafik zeigt, mit wie viel Geld Deutschland für Griechenland haftet


  • Mehrheit der Griechen will mit "Nein" stimmen

    Folgt Griechenland Ministerpräsident Alexis Tsipras? Laut einer Umfrage im Auftrag der linksgerichteten Zeitung "Efimerida ton Syntakton" sagen 46 Prozent der Befragten, dass sie mit "Nein" - also gegen die Sparauflagen der Gläubiger - stimmen wollen. 37 Prozent befürworten deren Vorschläge. Der Rest ist noch unentschlossen.
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Martina Engesser 7/1/2015 9:27:46 AM
  • von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Martina Engesser 7/1/2015 9:27:49 AM
  • Internationale Pressestimmen zu Griechenland

    "Hospodarske noviny" (Tschechien): Glaube der Deutschen muss erhalten werden

    "Die europäische Integration verhindert eine solche Machtlösung. Deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Recht, wenn sie sagt, dass das europäische Projekt ohne die Fähigkeit zum Kompromiss sein Fundament verlieren würde. Rein technisch lässt sich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone realisieren, die schwersten Folgen wären aber politischer Natur. Denn wenn die Deutschen ihren Glauben an das europäische Projekt nicht verlieren sollen, was bisher noch als Selbstverständlichkeit galt, dann müssen auch alle anderen daran glauben."

    "De Standaard" (Belgien): Eine Schande für Europa

    Dass ein Mitglied der Eurozone zum Verstoß gegen seine Zahlungsverpflichtungen getrieben wurde, ist eine beschämende Niederlage für alle betroffenen Führer. Der Euro ist kein Marktinstrument, das nur dem Gesetz von Angebot und Nachfrage gehorcht. Er ist der konkrete Ausdruck des Willens von Hunderten Millionen Europäern, ihr Schicksal miteinander zu verbinden. Die Art und Weise, wie damit in den letzten Monaten gespielt wurde, berührt die Glaubwürdigkeit des gesamten europäischen Projekts. Mitgliedsstaaten haben damit gedroht, dass die Zukunft des Euro auf dem Spiel steht, in der Illusion, damit nationalen Interessen zu dienen. Das ist eine Schande, die man nicht mehr ungeschehen machen kann. 

    "La Presse de la Manche" (Frankreich): Tsipras droht, sich die Finger zu verbrennen

    Alexis Tsipras droht, sich im Kräftemessen mit den anderen Mitgliedern der Eurogruppe die Finger zu verbrennen. Das demokratische Argument seiner Wahl und damit seiner Legitimität ist unanfechtbar. Anfechtbar aber ist die Vorstellung,
    dass das griechische Volk seine Wahl dem Rest Europas aufdrängen kann.
    Es sitzen im Euroraum 19 Regierungen am Tisch. Es bedarf also einer kollektiven Einigung.

    "Sme" (Slowakei): Lage ist hoffnungslos

    Der griechische Antrag auf neues Geld aus dem Euro-Stabilitätsmechanismus käme selbst dann zu spät, wenn er wenigstens hoffnungsvoll wäre. Aber die selben Finanzminister, deren Vorschläge die griechische Regierung am Samstag ablehnte, können nicht drei Tage später einem neuen Rettungspaket zustimmen. Die Griechen wollten ihre Vorschläge nicht annehmen. Also können die Minister schon deshalb keine neuen Milliardenkredite zulassen, weil sie damit ihre eigene Glaubwürdigkeit verlieren würden.

    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Martina Engesser 7/1/2015 9:27:52 AM
  • Guter Punkt von Userin "Paula":
    Was nützen die neuesten Vorschläge von Tsipras, wenn das Referendum noch gar nicht stattgefunden hat? Da fehlt doch vollkommen die Basis für Verhandlungen. Ich frage mich wozu ein Referendum gestartet wurde, wenn Tsipras noch vor dem Volksentscheid den meisten Punkten zustimmt. Sein Verhalten macht die Griechen und ganz Europa unsicher.Paulaum 11:39

  • Hoffnungen auf ein Einlenken der griechischen Regierung in letzter Minute
    treiben die Aktienkurse und den Euro an: Der
    Dax steigt in der Spitze um 2,8
    Prozent auf 11.
    248 Punkte, der Euro legt zeitweise gut einen halben US-Cent auf
    ein Tageshoch von 1,1171 Dollar zu.

  • Drittes Hilfsprogramm möglich

    Ein neues Hilfsprogramm für Griechenland ist vor Ablauf der Frist für die Zahlung an die Europäische Zentralbank (EZB) am 20. Juli theoretisch möglich, so ein Vertreter der Euro-Zone.

  • Schäuble: Keine Gefahr für den Haushalt

    Der Bundesfinanzminister sieht wegen der Griechenland-Krise keine akuten Gefahren für den Bundeshalt. "Was immer die Entwicklungen sein werden: Wir sind mit unserem Finanz- und Haushaltsplan gegenüber Downside-Risiken ziemlich gut abgesichert." Deshalb sehe er "keine substanziellen Gefährdungen" für den Etat.
  • Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will sich einem Bericht des griechischen Fersehsenders Skai zufolge mit einer Rede an die Öffentlichkeit wenden. (Quelle: dpa)

  • User Robert ist verärgert über das Verhalten der griechischen Regierung:

    Ich habe das Gefühl in Griechenland wird momentan erst gehandelt und danach nachgedacht. Das führt bei allen Beteiligten zu verständnisslosem Kopfschütteln.Robertum 12:41

  • Kanzlerin Merkel zeigt sich zu weiteren Gesprächen mit Griechenland bereit. "Die Tür für Gespräche mit der griechischen Regierung war immer offen und bleibt immer offen", sagt sie im Bundestag. Vor dem Referendum könne aber über keine neuen Hilfszusagen beraten werden.
  • Eurorettungsfonds entscheidet nicht allein

    Der Eurorettungsfonds EFSF/ESM will über eine mögliche vorzeitige Rückforderung seiner Milliardenhilfen an Griechenland nicht ohne die anderen Geldgeber entscheiden.

    "Der EFSF wird seine nächsten Schritte eng mit der Eurogruppe, der EU-Kommission und dem IWF abstimmen", teilte der Fonds mit.

    Nachdem Athen eine fällige Kreditrate an den IWF nicht zurückgezahlt hat, könnte der Eurorettungsfonds seine Kredite an Griechenland sofort zurückfordern. Aus dem Rettungsfonds EFSF wurden Griechenland bisher 141,9 Milliarden an Kredithilfen ausgezahlt. Möglich ist nach Angaben des Fonds auch, auf Regressforderungen zu verzichten oder erst zu einem späteren Zeitpunkt darüber zu entscheiden.
  • Athen: Referendum findet statt

    Das Referendum über die Reformvorschläge der Gläubiger findet nach Angaben eines griechischen Regierungsvertreters statt. Verhandlungen würden danach fortgesetzt.

    Kanzlerin Merkel betonte im Bundestag, Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm gebe erst wieder nach dem Referendum.

    Die Griechen sollen am Sonntag darüber abstimmen, ob das Land die Sparauflagen der internationalen Gläubiger erfüllen soll oder nicht. Die Regierung um Alexis Tsipras hat sein Volk aufgefordert, dagegen zu stimmen.
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Daniel Reviol 7/1/2015 1:01:02 PM
  • Auch Papst Franziskus ist besorgt angesichts der Situation in Griechenland: "Die Würde eines jeden Menschen muss im Zentrum jeder politischen und technischen Debatte stehen", sagte sein Sprecher Federico Lombardi in Rom.

    Der Papst drücke dem griechischen Volk und vor allem den Familien, die von der "menschlichen und sozialen Krise" betroffen seien, seine Nähe aus.
  • Es gibt übrigens - und da dürfen Sie nun nicht lachen, dann das ist unser Ernst - eine Crowdfunding-Aktion, bei der Geld dafür gesammelt wird, dass Griechenland in der EU bleiben kann. 1,6 Milliarden Euro sollen zusammen kommen. 800.000 wurden bereits gespendet. Ein britischer Ökonom hat vorgerechnet, dass im Schnitt nur jeder Europäer drei Euro spenden müsse, um das Geld zusammen zu bringen und Griechenland zu halten. Soviel Solidarität für so wenig Geld? Wenn Sie sich selbst ein Bild davon machen wollen: Hier finden Sie die Aktion.
  • Dax erholt sich

    Die wieder aufgekeimte Hoffnung auf eine Einigung mit den Geldgebern Griechenlands hat dem Dax ordentlich Auftrieb gegeben: Bis zum Nachmittag gewann der Index 2,42 Prozent auf 11.209,39 Punkte. 

    Damit holte der Dax inzwischen rund die Hälfte der Verluste auf, die er am Montag und Dienstag erlitten hatte. .

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