Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt
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Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt

Griechenland-Krise und kein Ende: Auch nach dem Referendum werden die erbitterten Verhandlungen mit den Geldgebern weitergehen. Wir halten Sie an dieser Stelle über das Geschehen auf dem Laufenden.

    Angesichts des drohenden Grexits und den Folgen spricht der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir Klartext:

    "
    Zahlen tun wir so oder so. Da darf man nicht die Unwahrheit sagen. Wenn Griechenland aus der Eurozone rausfliegt und wir eine Verelendung in Griechenland haben, dann reden wir nicht über ein Land irgendwo weit weg, sondern dann reden wir über ein Mitgliedsland der EU, das verelendet."
    Zwar ist die Lage in Griechenland unsicher, viele Urlauber hingegen scheint das nicht von ihren Plänen abzubringen. Sowohl der Deutsche Reiseverband als auch eine TUI-Vertreterin sprechen von wenigen Stornierungen bislang.

    Das könnte auch daran liegen, dass Urlauber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kostenfrei stornieren können. Sollte es vor Ort zu Problemen kommen, sollen sich Touristen direkt an ihre Veranstalter wenden. Etwa, wenn in einem Hotel Ausflüge ausfallen oder andere zugesagte Leistungen nicht mehr eingehalten werden.

    Wir haben
    die wichtigsten Hinweise für Griechenland-Urlauber zudem in einem separaten Artikel zusammengestellt.
    von Markus Roman, Reiseredakteur bearbeitet von Christian Lüttecke 6/30/2015 8:53:49 AM

    Russland will dem vor dem Bankrott stehenden Griechenland keine Kredite gewähren. Finanzielle Hilfen seien eine Angelegenheit zwischen den Griechen und ihren Kreditgebern und nicht die Moskaus, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er betonte, die Gewährung finanzieller Unterstützung stehe nicht auf der Tagesordnung.

    Seit April hatte Tsipras Russland gleich zwei Mal besucht. Das hatte Spekulationen befördert, Athen könne finanzielle Hilfen von Moskau anstreben. Ein stellvertretender russischer Ministerpräsident hatte Anfang Juni angedeutet, Russland ziehe in Betracht, Griechenland Geld zu leihen.

    Noch ein Hinweis für Urlauber:  Wer in Griechenland auf einen Mietwagen zurückgreifen will, bucht diesen um besten von Deutschland aus. Das empfiehlt der ADAC. So hat man bereits bezahlt und kann außerdem Angebote vergleichen. Vor Ort dürften die meisten Verleiher weiterhin Kreditkarten akzeptieren, schätzt der ADAC. Bislang sind dem Automobilclub keine Probleme bekannt.

    Im Falle einer Staatspleite allerdings könnte Benzin knapp werden, befürchtet der Automobilclub.
    Schließlich importiere Griechenland Rohöl fast vollständig. Dann sollten Urlauber bei jeder Gelegenheit volltanken, um sich abzusichern.

    Die neue Hoffnung im griechischen Schuldendrama beflügelte den DAX leicht - das hielt aber nicht lange vor. Der deutsche Leitindex war schwach gestartet, dann aber leicht ins Plus gekommen. Nachdem eine Einigung aktuell wieder eher in die Ferne gerückt ist, verlor der DAX wieder.
    Regierungskreise: Griechenland hat Chance vertan

    Deutschland sieht keine Chance mehr für Griechenland, aus dem aktuellen Hilfsprogramm noch Geld zu erhalten. "Für eine Verlängerung des Programms ist es jetzt zu spät", sagte ein deutscher Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

    Damit trat er Spekulationen entgegen, dass es in letzter Minute noch zu einer Einigung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern kommen könnte, die den Weg freimachen könnte für weitere Hilfszahlungen aus dem laufenden zweiten Unterstützungsprogramm.

    Referendum in Griechenland: Was steht eigentlich auf dem Wahlzettel?

    www.t-online.deDas Referendum in Griechenland wirft viele Fragen auf, doch die wichtigste von allen ist: Wie werden die Griechen am Sonntag abstimmen? Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Stimmzettel zu. Aber was steht da eigentlich drauf?

    Kritik an der EU: US-Starökonomen halten zu Griechenland

    www.t-online.deDas Referendum reiht sich in eine lange Liste von Entscheidungen der griechischen Regierung ein, die in Europa für Empörung gesorgt haben. US-Ökonomen sehen die Dinge anders. Viele kritisieren die Sparpolitik der EU.   
    Schäuble sieht Griechenland auch nach "Nein"-Votum im Euro

    Finanzminister Wolfgang Schäuble hat vor Unionsabgeordneten erklärt, dass
    Griechenland auch bei einem "Nein" beim Referendum am Sonntag in der Euro-Zone bleibt. Das sagte ein Teilnehmer der Sitzung.
    Das sagte Bundeskanzlerin Merkel noch am Montag beim Festakt zu 70 Jahre CDU.

    "Nein!" Die Antwort von Griechenlands Finanzminister Varoufakis, ob sein Land die am Dienstag fällige Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen werde, ist ebenso knapp wie deutlich. Er hoffe dennoch, dass es eine Einigung geben werde. (Foto: dpa)



    Ein Schuhverkäufer aus London will das Griechenland-Problem auf eine ganze andere Art und Weise lösen. Mittels eines Crowdfunding-Projekts versucht er, das Geld ganz einfach zu sammeln. Bis Dienstagmittag spendeten mehr als 4500 Menschen 65.000 Euro. Bis zu den heute fällig werdenden 1,5 Milliarden für den IWF fehlt da noch ein Stück. Wenn jeder der 503 Millionen Europäer den Gegenwert eines "Salats mit Schafskäse und Oliven" spende, käme die Summe leicht zusammen, sagte Feeney der Nachrichtenagentur AFP.



    Bundesregierung: Die EU-Kommission hat kein Mandat

    Das sieht derzeit nicht mehr nach einer Lösung aus. Nach dem Last-Minute-Vermittlungsversuch aus Brüssel macht Berlin die Hoffnungen zunichte. Die EU-Kommission habe kein Mandat, irgendetwas zu verhandeln, sagte ein Regierungsvertreter der Onlineausgabe des "Handelsblatts". Das laufende Hilfsprogramm werde heute um Mitternacht enden. Daran führe kein Weg mehr vorbei.

    Und selbst wenn es noch eine Einigung geben sollte - der Bundestag könne dieser heute nicht mehr zustimmen. Aus der Eurogruppe hieß es zudem, dass ein Treffen der Finanzminister am morgigen Dienstag völlig ausgeschlossen sei.

    Auch Kanzlerin Merkel sieht keine Chance auf eine Last-Minute-Einigung mit Griechenland: "Heute Abend, genau 24 Uhr mitteleuropäischer Zeit, läuft das Programm aus. Und ich kenne keine belastbaren anderen Hinweise", sagte Merkel. Aber auch nach Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms werde Europa die Gesprächsfäden mit Griechenland nicht kappen. Die Tür stehe weiter offen.
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Ingo Konrad, t-online.de 6/30/2015 1:51:48 PM
    Tut sich da tatsächlich noch was? Die Telefonkonferenz der Euro-Gruppe findet um 19 Uhr auf jeden Fall statt. Das bstätigte nach den gerne zitierten "Kreisen" nun auch Jeroen Dijsselbloem, der Vorsitzende der Euro-Gruppe.
    Die Griechen wollen nun den ESM anzapfen. ESM? Was bedeutet das nochmal?

    Der permanente Euro-Rettungsschirm ESM ("Europäischer Stabilitätsmechanismus") soll die Stabilität des Euro-Raumes gewährleisten.
    Der ESM mit Sitz in Luxemburg trat 2012 in Kraft und unterstützt Euro-Staaten in finanziellen Notlagen. Es handelt sich um einen Fonds, aus dem klamme Staaten gegen strenge Auflagen Kredithilfen zu geringen Zinsen bekommen können.

    Der ESM verfügt über ein Stammkapital von rund 705 Milliarden Euro und kann Hilfskredite von maximal 500 Milliarden Euro vergeben. Mitglieder sind  die 19 Euro-Länder. Zentrales Organ des ESM ist der Gouverneursrat, der über die beantragten Finanzhilfen entscheidet.


    Die Finanzierungsanteile der Staaten ergeben sich aus dem Anteil am Kapital der Europäischen Zentralbank. Mit 27 Prozent ist der Anteil Deutschlands am höchsten, es folgen Frankreich, Italien und Spanien.

    Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht die Zeit für weitere Verhandlungen abgelaufen.

    Irgendwann mal, hat Wolfgang Schäuble gesagt, isch over'

    Erst seit wenigen Jahren nähern sich Griechenland und die Türkei auf diplomatischer Ebene wieder aneinander an. Mitten in der schweren Krise erfährt Athen nun Solidarität des einstigen Erzfeindes. "Wir wollen, dass Griechenland stark ist (...). Wir sind bereit, Griechenland zu helfen, um die Wirtschaftskrise zu überwinden, indem wir bei Tourismus, Energien und Handel kooperieren", sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu in einer Rede vor Abgeordneten seiner Partei.
    Eine Beratung über den  neuen Vorschlag aus Athen könne stattfinden, aber nur unter einer Bedingung. "Das beste wäre, wenn Herr Tsipras das Referendum absagt", sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel am Rande einer SPD-Fraktionssitzung. Dann könne man auch recht schnell über den neuen Antrag sprechen.

    Apropos Referendum ...



    Sparen ja, aber bitte nicht bei der Rüstung. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt die griechische Regierung vor Kürzungen des Militärbudgets. Er erwarte, dass das Land auch weiterhin zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für Verteidigung ausgebe, sagt Stoltenberg gegenüber heute.de.
    Die Euro-Finanzminister werden heute Abend nach Angaben von Insidern keine Mittel freigeben, damit Griechenland seine anstehende Tranche an den IWF begleichen kann. Das werde "auf keinen Fall" geschehen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Euro-Zone der Nachrichtenagentur Reuters.

    Griechenland müsste bis Mitternacht (MESZ) eine Tranche von 1,6 Milliarden Euro an den IWF überweisen. Die Regierung hat aber angekündigt, die Zahlung nicht zu leisten und würde damit ab Mittwoch in Zahlungsverzug bei dem Fonds sein.
    Dunkle Wolken über Athen. Tausende demonstrieren vor dem Parlament für ein "Ja"  beim Referendum am Sonntag.


    Angesichts der verfahrenen Lage im Schuldenstreit mit Griechenland übt die Opposition im Bundestag scharfe Kritik an der Bundesregierung. "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung so tut, als wenn die alleinige Schuld bei der griechischen Regierung liegt", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Vielmehr hätten beide Seiten "schwere Fehler im Verhandlungsgang gemacht".

    Linken-Fraktionsschef Gregor Gysi warf der Regierung vor, "keinen Kompromiss, sondern eine Unterwerfung" Griechenlands zu wollen. Sie würde damit ihrer Verantwortung nicht gerecht, ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum mit seinen unabsehbaren Folgen zu verhindern.
    Am Mittwoch ab 13 Uhr wird die Bundesregierung im Bundestag ihre Sicht der Dinge kundtun. In der Debatte wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble das Scheitern der Verhandlungen am vergangenen Samstag begründen.
    Wollen die Griechen den IWF jetzt doch auszahlen? Das berichtet die Bild"-Zeitung, ohne dabei allerdings eine Quelle zu nennen. Demnach wandelte die Rgeirung in Athen den Antrag, die etwa 1,6 Milliarden Euro überhaupt nicht zu zahlen, in eine Bitte um Verschiebung um.
    In den Schuldenstreit kommt tatsächlich noch einmal Bewegung. Die Euro-Gruppe wird um 19 Uhr in einer Telefonkonferenz über den griechischen Vorschlag eines neuen Hilfsprogramms sprechen. Das gab der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, auf Twitter bekannt.


    Sozusagen in letzter Minute wagt Griechenland einen neuen Vorstoß zur Beilegung des Schuldenstreits. Über einen Zeitraum von zwei Jahren will das klamme Land Gelder aus dem Rettungsfonds ESM anzapfen, erklärte das Büro von Ministerpräsident Tsipras. Damit solle der Finanzbedarf abgedeckt werden. Parallel dazu solle eine Umschuldung erfolgen. "Griechenland bleibt am Verhandlungstisch", hieß es. Ziel sei eine "tragfähige Lösung, um in der Euro-Zone zu bleiben".
    Die Finanzminister der Eurostaaten haben ihre Beratungen über den neuen Vorstoß aus Griechenland begonnen. Dazu war kurzfristig eine Telefonkonferenz einberufen worden.
    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz:
    Herr Tsipras hat jetzt den Brief geschrieben, da steht drin, was er will. Es wäre jetzt gut, wenn er nachschiebt, was er zu geben bereit ist.
    Was hat das jetzt zu bedeuten? EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigte beim Empfang der Auslandspresse in Brüssel am Dienstagabend an, er müsse "sofort" wieder an seinen "Schreibtisch zurück". Grund seien "wichtige Dinge, die sich in Athen ereignen".

    Auf diese seien die anwesenden Journalisten "wahrscheinlich nicht vorbereitet", sagte der Kommissionschef mysteriös.
    Sie würden "Ergebnisse produzieren, die nicht den Artikeln entsprechen, die Sie heute geschrieben haben." (Foto: dpa)



    Die kurzfristig einberufene Telefonkonferenz der Eurogruppe ist beendet. Nach Angaben aus griechischen Regierungskreisen wollen die Finanzminister am Mittwochmorgen weiter über die griechischen Vorschläge beraten. Nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem werde Athen am Mittwoch neue Vorschläge unterbreiten.
    Der finnische Finanzminister Alexander Stubb teilte derweil über Twitter mit, eine kurzfristige Verlängerung des griechischen Hilfsprogramms und ein Schuldenschnitt seien nicht möglich.


    Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, über den neuen Vorstoß aus Athen zu beraten. "Bevor nicht ein Referendum - so wie es geplant ist - durchgeführt wird, werden wir über gar nichts neu verhandeln", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Wirtschaftsflügel der Unionsfraktion im Bundestag.

    Griechenland
    habe "die Entscheidung getroffen, dass heute um Mitternacht das zweite Hilfsprogramm ausläuft". Den neuen Vorstoß aus Athen bezeichnete Merkel als "noch nicht näher zu klassifizierende Angebote (...) auf Verhandlungen, die wir nicht spezifizieren können".


    Wie die dpa aus Regierungskreisen erfuhr, könne die Situation aber anders aussehen, wenn der griechische Premier Tsipras die Volksabstimmung noch absage. In diesem Fall könne unter Umständen auch früher beraten werden. (Foto: dpa)





    Auf den letzten Drücker hat Griechenland um ein neues Hilfsprogramm gebeten. Aber wie sieht der Vorschlag aus Athen konkret aus? Das hat Ministerpräsident Tsipras an Eurogruppenchef Dijsselbloem geschrieben.

    29 Milliarden Euro hätte Griechenland gerne aus dem Euro-Hilfsfonds ESM. Der zweijährige Kredit
    solle ausschließlich zur Ablösung fälliger Schulden im Zeitraum 2015 bis 2017 verwendet werden, heißt es in dem Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der der dpa vorliegt.

    Neben der neuen Finanzhilfe bittet Ministerpräsident Tsipras darum, dass die bisherigen Schulden beim früheren Rettungsfonds EFSF restrukturiert werden. Diese Schulden sind in der Summe von 29 Milliarden Euro nicht enthalten, weil sie erst in späteren Jahren fällig werden. Ferner strebt Athen eine Brückenfinanzierung an: "Bis der Hilfskredit bewilligt und in Kraft ist, bittet Griechenland um eine Verlängerung des (bestehenden) Programms für einen kurzen Zeitraum, um sicherzustellen, dass keine technische Zahlungsunfähigkeit ausgelöst wird."

    Griechenland ist bereit, das Referendum am Sonntag auszusetzen. Die Zeitung "Times of Malta" zitierte auf ihrer Internetseite den maltesischen Ministerpräsidenten Joseph Muscat mit den Worten, Athen habe angeboten, die Volksabstimmung abzusagen, wenn die Verhandlungen mit der EU fortgesetzt würden.

    Auch aus Euro-Zonen-Kreisen verlautete inzwischen, die Regierung in Athen habe angeboten, das Referendum abzusagen oder sich für ein "Ja" einzusetzen, wenn man sich auf neue Finanzhilfen verständigen könne.
    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:09 PM
    Die Euro-Finanzminister haben die Bitte Griechenlands um Verlängerung des um Mitternacht auslaufenden Hilfsprogramms abgelehnt. Das teilte Jeroen Dijsselbloem am Dienstagabend mit. Damit verliert das pleitebedrohte Land endgültig den Zugriff auf Hilfsmittel von insgesamt rund 18 Milliarden Euro. Für eine erneute Verlängerung des Programms sei es zu spät, sagte der Chef der Euro-Gruppe.

    Die Euro-Gruppe hatte nur rund eine Stunde zu dem Thema beraten. Der finnische Finanzminister Alexander Stubb erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass die Bitte des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras für neue Kredite des Euro-Rettungsfonds ESM dem normalen Verfahren folgen müsse. Der ESM vergibt Darlehen stets nur unter Auflagen.


    Nach Angaben Dijsselbloems wird die griechische Regierung am Mittwoch einen neuen Vorschlag übermitteln. Die Bitte um ein neues Programm werde aber erst nach dem griechischen Referendum am 05. Juli geprüft. Ein neues, drittes Hilfsprogramm könnte schärfere Bedingungen haben als das bisherige, fügte er hinzu.


    Das bisherige Rettungsprogramm für Griechenland läuft in der Nacht zum Mittwoch aus. Nach neuesten Angaben von Diplomaten verfallen deshalb europäische Hilfen von rund 16,3 Milliarden Euro. Zuletzt waren Experten von knapp 15,5 Milliarden ausgegangen.


    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:13 PM
    Nun ist es offiziell: Griechenland will die fällige Rate von 1,6 Milliarden Euro an den IWF doch bezahlen, bittet aber um Aufschub. Das sagte Vize-Regierungschef Yannis Dragasakis dem Staatsfernsehen. Zudem bitte die griechische Notenbank die Europäische Zentralbank, eine Erhöhung der sogenannten ELA-Nothilfen in Betracht zu ziehen. Die EZB will am Mittwoch über die Notgelder für die angeschlagenen griechischen Banken entscheiden.
    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:17 PM
    Athen hat nicht gezahlt - was nun?

    Wenn Athen die fällige Rate weiter nicht begleicht, entscheidet der Exekutivrat des IWF über eine offizielle Beschwerde. Sollte Griechenland nach 15 Monaten immer noch nicht gezahlt haben, könnte der Währungsfonds eine Verweigerung der Zusammenarbeit feststellen. Dies hätte schrittweise Sanktionen zur Folge, die vom Ende der technischen Unterstützung durch IWF-Experten über die Aussetzung der griechischen Stimmrechte bis zum Verlust der Mitgliedschaft reichen.

    In Athen gab es gestern Abend Proteste gegen Regierungschef Alexis Tsipras und für ein "Ja" beim Referendum. Tausende waren vor das Parlament gezogen. (Quelle: dpa)

    Griechenland nach der De-Facto-Pleite: Das Spiel geht weiter - aber unter neuen Vorzeichen

    www.t-online.deDer Ernstfall ist eingetreten: Griechenland hat die fällige Rate von 1,54 Milliarden Euro an den IWF nicht gezahlt. Der hat den Zahlungsausfall festgestellt. Doch wie geht das Drama um die Schuldenkrise des Landes weiter?
    Die Griechenlandkrise bewegt den Eurokurs weiter kaum. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittwoch im frühen Handel mit 1,1141 US-Dollar gehandelt und lag damit auf dem Niveau vom Dienstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,1189 (Montag: 1,1133) US-Dollar festgesetzt.

    Der französische Finanzminister Michel Sapin dringt auf eine Einigung zwischen
    Griechenland und seinen Gläubigern noch vor dem für
    Sonntag angesetzten Referendum.
    Ein Nein-Votum drohe ein Ausscheiden der
    Griechen aus der Euro-Zone näher zu bringen, sagt Sapin.

    CSU sieht neues Problem

    Der CSU-Finanzexperte Hans Michelbach hat bedingungslose Nothilfen an Griechenland zur Überbrückung der aktuellen Zahlungsprobleme abgelehnt. Alles, was jetzt an "Zwischenmaßnahmen ohne Konditionalität, ohne Reformen" auf den Tisch kommen könnte, wäre unseriös und keine Verhandlungsbasis. Nötig sei ein Neuanfang.

    Als großes neues Problem sieht Michelbach, dass der IWF nach dem Ausfall seiner fälligen Kreditforderung an Griechenlands bei weiteren Hilfen "nicht mehr an Bord" sei. "Wir haben eine sehr viel schlechtere und schwierige Lage", sagte er. "Wir brauchen den IWF, und der ist jetzt draußen".
    Umfrage zum Referendum

    Die Mehrheit der Reformgegner schwindet offenbar. Zwar gaben in einer Erhebung des Instituts ProRata 54 Prozent der Befragten an, am Sonntag gegen die Vorschläge der Geldgeber stimmen zu wollen.

    Wird die Umfrage aufgeschlüsselt, ergibt sich aber ein differenziertes Bild: Unter Umfrageteilnehmern, die vor der Entscheidung zur vorübergehenden Schließung der griechischen Banken befragt wurden, liegt der Anteil der Nein-Stimmen bei 57 Prozent, 30 Prozent wollten demnach die Reformen befürworten. Nach den Banken-Schließungen und der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen sprachen sich lediglich noch 46 Prozent gegen die Sparpläne aus, 37 waren indes dafür.
    "Standart" (Bulgarien): Athen ohne klare Zeichen

    Was mit Griechenland geschehen wird, ist die komplizierteste Frage in diesem Augenblick, weil es (Athen) nicht ganz klar zeigt, was es genau tun möchte. Einerseits will Griechenland in der Eurozone bleiben, aber andererseits will es die dafür notwendigen Auflagen und Reformen nicht umsetzen. Einerseits möchte es ein Abkommen mit den Gläubigern, andererseits aber ein Referendum, um dieses Abkommen abzulehnen. Dies sind total chaotische und entgegengesetzte Handlungen. (.)

    Das Wichtigste ist allerdings, was die griechischen Wähler beim Referendum am Wochenende sagen werden. Sollte es eine große Mehrheit für den Verbleib in der Eurozone geben, dann würde es viel leichter für Griechenland sein, Reformen umzusetzen und nach vorne zu gehen. Bei einer großen Mehrheit gegen die Eurozone wird es Griechenland leichter fallen, sie bei allen Risiken und Problemen zu verlassen.



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