Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt
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Griechenland-Krise auf dem Höhepunkt

Griechenland-Krise und kein Ende: Auch nach dem Referendum werden die erbitterten Verhandlungen mit den Geldgebern weitergehen. Wir halten Sie an dieser Stelle über das Geschehen auf dem Laufenden.

  • Vor dem Sondertreffen hatte Kanzlerin Angela Merkel auf einer CDU-Veranstaltung noch einmal bekräftigt, der Euro sei mehr als nur eine Währung. Er sei ein großartiges Projekt. Scheitere der Euro, scheitere Europa, sagte Merkel.
  • Service für Griechenland-Urlauber: Was müssen die Touristen wissen?

    Wie kann ich jetzt noch bezahlen?

    Griechen dürfen ab sofort maximal 60 Euro pro Tag an den Geldautomaten abheben. Touristen sind davon aber nicht betroffen. Sie können unbegrenzt Geld abheben - vorausgesetzt, die Geldautomaten sind nicht leer. Das Auswärtige Amt rät deshalb deutschen Griechenland-Besuchern, ausreichend Bargeld mitzubringen.

    Kann ich meine Griechenland-Reise kostenlos stornieren?

    Leere Geldautomaten sind aus rechtlicher Sicht noch kein Grund dafür, dass Urlauber ihre Reise kostenlos stornieren dürfen. Sollte allerdings zum Beispiel kein Benzin mehr für die Ausflugsbusse vorhanden sein oder es in den Hotels kein Essen mehr geben, kann der Vertrag mit dem Veranstalter wegen Schlechtleistung gekündigt werdenAlternativ können sich Urlauber vor Ort beim Reiseleiter beschweren und eine Minderung des Reisepreises verlangen. 

    Gibt es Einschränkungen bei Sehenswürdigkeiten?

    Derzeit noch nicht. Sollte das Land aber zahlungsunfähig werden, könnte die Regierung wohl keine Gehälter mehr zahlen. Dann müssten laut ADAC wohl auch viele staatliche Museen schließen. Auch im Verkehr dürfte es Probleme geben, zum Beispiel bei den Fähren.

    Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung aus?

    Laut ADAC behandeln viele Ärzte bereits derzeit nur gegen Bargeld. Urlauber sollten deshalb auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen. So bekommen sie nach der Reise ihr Geld zurück.

  • Die dramatischen Ereignisse in Griechenland vom Wochenende haben den Eurokurs nicht aus der Bahn geworfen. Nach zunächst deutlichen Kursverlusten in der Nacht zum Montag holte der Euro im Vormittags-Handel seine Verluste größtenteils wieder auf. 

    Derweil hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die griechische Regierung für das Ende der Verhandlungen über weitere Hilfe für das vom Staatsbankrott bedrohte Land verantwortlich gemacht. Er fühle sich nach all seinen Versuchen, eine Lösung zu finden, "verraten", sagte Juncker. 

    Die Verhandlungen seien "einseitig" durch die griechische Regierung abgebrochen worden. "Wir haben wirklich Berge versetzt bis zur letzten Minute, als die griechische Regierung die Tür geschlossen hat."
  • Zur Stunde beraten die Partei- und Fraktionschefs bei einem Sondertreffen im Kanzleramt die Entwicklung in der griechischen Finanzkrise

    Dabei dürfte es auch um das weitere Vorgehen bis zu dem für Sonntag in Griechenland angesetzten Referendum gehen.

    Am Dienstag um Mitternacht läuft das aktuelle Hilfsprogramm der Europäer aus. Dann ist auch das jüngste Angebot der Geldgeber an Athen und damit eine mögliche Einigung - zumindest offiziell - vom Tisch. Außerdem verfallen die bisher blockierten restlichen Hilfsgelder.



    Finanzminister Wolfgang Schäuble trifft zum Sondergipfel im Kanzleramt ein (Foto: dpa)

  • Angesichts des drohenden Grexits und den Folgen spricht der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir Klartext:

    "
    Zahlen tun wir so oder so. Da darf man nicht die Unwahrheit sagen. Wenn Griechenland aus der Eurozone rausfliegt und wir eine Verelendung in Griechenland haben, dann reden wir nicht über ein Land irgendwo weit weg, sondern dann reden wir über ein Mitgliedsland der EU, das verelendet."
  • Zwar ist die Lage in Griechenland unsicher, viele Urlauber hingegen scheint das nicht von ihren Plänen abzubringen. Sowohl der Deutsche Reiseverband als auch eine TUI-Vertreterin sprechen von wenigen Stornierungen bislang.

    Das könnte auch daran liegen, dass Urlauber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kostenfrei stornieren können. Sollte es vor Ort zu Problemen kommen, sollen sich Touristen direkt an ihre Veranstalter wenden. Etwa, wenn in einem Hotel Ausflüge ausfallen oder andere zugesagte Leistungen nicht mehr eingehalten werden.

    Wir haben
    die wichtigsten Hinweise für Griechenland-Urlauber zudem in einem separaten Artikel zusammengestellt.
    von Markus Roman, Reiseredakteur bearbeitet von Christian Lüttecke 6/30/2015 8:53:49 AM
  • Lichtblick für die Rentner in Griechenland: Rund tausend griechische Banken öffnen ab Mittwoch für drei Tage, damit die Rentner ohne Geldkarte an Bargeld gelangen können. 

    Die Auszahlung sei auf 120 Euro begrenzt, teilte das Finanzministerium mit. Viele griechische Rentner haben keine Geldkarte und lassen sich ihre Bezüge auf der Bank auszahlen. Angesichts der Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise sind die Banken im Land seit Montag geschlossen. 

    Sie sollen frühestens am Dienstag in einer Woche wieder öffnen. Griechen mit Geldkarten können derzeit an Bankautomaten maximal 60 Euro pro Tag abheben.
  • Es ist doch erstaunlich, wieviel letzte Minuten es gibt, scheinbar läuft hier die Uhr niemals ab.Gast 1Dienstag, 30. Juni 2015 am 11:29

    ... wundert sich der User.
  • Hilfspakete für Schulden, mit denen Hilfspakete finanziert werden, um Schulden zu begleichen, die durch Hilfspakete immer größer werden...

    würde ich natürlich genau so machenLÄCHERLICHum 11:14

  • Derweil bangen die ausländischen Fußballer in der griechischen Super League um den Wert ihres Gehalts. Wie die Sportzeitung "Daily Goal News" berichtet, haben sich mit Blick auf den möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone bereits mehrere Spielerberater bei den Vereinen gemeldet und eine Vertragsklausel gefordert, die eine Weiterbezahlung in Euro garantiert.

    Die Profis fürchten bei einer neuen Währung in Griechenland eine massive Entwertung ihres Gehalts, sollte es von der Umstellung betroffen sein. Die Berater sollen zudem die Überweisung der Gelder auf ausländische Konten gefordert haben.

  • Noch einmal, zur Erinnerung: 

    Ein Eurozonen-Austritt ist nicht vorgesehen

    Bei der Gründung der europäischen Währungsunion wollte oder konnte sich niemand vorstellen, dass ein Mitglied eines Tages wieder austreten würde. In den Verträgen ist diese Möglichkeit nicht vorgesehen. Geregelt ist lediglich der Austritt aus der EU insgesamt: "Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten", heißt es in Artikel 50, Absatz 1 des EU-Vertrags.

    Dieser Weg wurde im Falle Griechenlands schon vor drei Jahren diskutiert, um ein Ausscheiden aus der Eurozone zu ermöglichen: Wer aus der EU austritt, könne auch nicht mehr Euro-Mitglied sein, lautet die Argumentation.

    Doch was, wenn Griechenland aus der Eurozone austreten, aber EU-Mitglied bleiben will? Dann müsste Athen dies nach Artikel 49 des EU-Vertrags neu beantragen. Dem müssten die verbleibenden Mitglieder einstimmig sowie die Mehrheit der Abgeordneten des Europaparlaments zustimmen. Zudem müsste ein Abkommen zum Wiedereintritt ausgehandelt und "durch alle Vertragsstaaten gemäß ihren verfassungsrechtlichen Vorschriften" ratifiziert werden - in der Regel also durch die nationalen Parlamente.

  • Russland will dem vor dem Bankrott stehenden Griechenland keine Kredite gewähren. Finanzielle Hilfen seien eine Angelegenheit zwischen den Griechen und ihren Kreditgebern und nicht die Moskaus, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er betonte, die Gewährung finanzieller Unterstützung stehe nicht auf der Tagesordnung.

    Seit April hatte Tsipras Russland gleich zwei Mal besucht. Das hatte Spekulationen befördert, Athen könne finanzielle Hilfen von Moskau anstreben. Ein stellvertretender russischer Ministerpräsident hatte Anfang Juni angedeutet, Russland ziehe in Betracht, Griechenland Geld zu leihen.

  • Noch ein Hinweis für Urlauber:  Wer in Griechenland auf einen Mietwagen zurückgreifen will, bucht diesen um besten von Deutschland aus. Das empfiehlt der ADAC. So hat man bereits bezahlt und kann außerdem Angebote vergleichen. Vor Ort dürften die meisten Verleiher weiterhin Kreditkarten akzeptieren, schätzt der ADAC. Bislang sind dem Automobilclub keine Probleme bekannt.

    Im Falle einer Staatspleite allerdings könnte Benzin knapp werden, befürchtet der Automobilclub.
    Schließlich importiere Griechenland Rohöl fast vollständig. Dann sollten Urlauber bei jeder Gelegenheit volltanken, um sich abzusichern.

  • Die neue Hoffnung im griechischen Schuldendrama beflügelte den DAX leicht - das hielt aber nicht lange vor. Der deutsche Leitindex war schwach gestartet, dann aber leicht ins Plus gekommen. Nachdem eine Einigung aktuell wieder eher in die Ferne gerückt ist, verlor der DAX wieder.
  • Regierungskreise: Griechenland hat Chance vertan

    Deutschland sieht keine Chance mehr für Griechenland, aus dem aktuellen Hilfsprogramm noch Geld zu erhalten. "Für eine Verlängerung des Programms ist es jetzt zu spät", sagte ein deutscher Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

    Damit trat er Spekulationen entgegen, dass es in letzter Minute noch zu einer Einigung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern kommen könnte, die den Weg freimachen könnte für weitere Hilfszahlungen aus dem laufenden zweiten Unterstützungsprogramm.
  • Referendum in Griechenland: Was steht eigentlich auf dem Wahlzettel?

    www.t-online.deDas Referendum in Griechenland wirft viele Fragen auf, doch die wichtigste von allen ist: Wie werden die Griechen am Sonntag abstimmen? Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem Stimmzettel zu. Aber was steht da eigentlich drauf?
  • Kritik an der EU: US-Starökonomen halten zu Griechenland

    www.t-online.deDas Referendum reiht sich in eine lange Liste von Entscheidungen der griechischen Regierung ein, die in Europa für Empörung gesorgt haben. US-Ökonomen sehen die Dinge anders. Viele kritisieren die Sparpolitik der EU.   
  • Schäuble sieht Griechenland auch nach "Nein"-Votum im Euro

    Finanzminister Wolfgang Schäuble hat vor Unionsabgeordneten erklärt, dass
    Griechenland auch bei einem "Nein" beim Referendum am Sonntag in der Euro-Zone bleibt. Das sagte ein Teilnehmer der Sitzung.
  • Das sagte Bundeskanzlerin Merkel noch am Montag beim Festakt zu 70 Jahre CDU.

  • "Nein!" Die Antwort von Griechenlands Finanzminister Varoufakis, ob sein Land die am Dienstag fällige Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen werde, ist ebenso knapp wie deutlich. Er hoffe dennoch, dass es eine Einigung geben werde. (Foto: dpa)



  • Ein Schuhverkäufer aus London will das Griechenland-Problem auf eine ganze andere Art und Weise lösen. Mittels eines Crowdfunding-Projekts versucht er, das Geld ganz einfach zu sammeln. Bis Dienstagmittag spendeten mehr als 4500 Menschen 65.000 Euro. Bis zu den heute fällig werdenden 1,5 Milliarden für den IWF fehlt da noch ein Stück. Wenn jeder der 503 Millionen Europäer den Gegenwert eines "Salats mit Schafskäse und Oliven" spende, käme die Summe leicht zusammen, sagte Feeney der Nachrichtenagentur AFP.



  • Bundesregierung: Die EU-Kommission hat kein Mandat

    Das sieht derzeit nicht mehr nach einer Lösung aus. Nach dem Last-Minute-Vermittlungsversuch aus Brüssel macht Berlin die Hoffnungen zunichte. Die EU-Kommission habe kein Mandat, irgendetwas zu verhandeln, sagte ein Regierungsvertreter der Onlineausgabe des "Handelsblatts". Das laufende Hilfsprogramm werde heute um Mitternacht enden. Daran führe kein Weg mehr vorbei.

    Und selbst wenn es noch eine Einigung geben sollte - der Bundestag könne dieser heute nicht mehr zustimmen. Aus der Eurogruppe hieß es zudem, dass ein Treffen der Finanzminister am morgigen Dienstag völlig ausgeschlossen sei.

    Auch Kanzlerin Merkel sieht keine Chance auf eine Last-Minute-Einigung mit Griechenland: "Heute Abend, genau 24 Uhr mitteleuropäischer Zeit, läuft das Programm aus. Und ich kenne keine belastbaren anderen Hinweise", sagte Merkel. Aber auch nach Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms werde Europa die Gesprächsfäden mit Griechenland nicht kappen. Die Tür stehe weiter offen.
    von Alexander Graßhoff,... bearbeitet von Ingo Konrad, t-online.de 6/30/2015 1:51:48 PM
  • Tut sich da tatsächlich noch was? Die Telefonkonferenz der Euro-Gruppe findet um 19 Uhr auf jeden Fall statt. Das bstätigte nach den gerne zitierten "Kreisen" nun auch Jeroen Dijsselbloem, der Vorsitzende der Euro-Gruppe.
  • Die Griechen wollen nun den ESM anzapfen. ESM? Was bedeutet das nochmal?

    Der permanente Euro-Rettungsschirm ESM ("Europäischer Stabilitätsmechanismus") soll die Stabilität des Euro-Raumes gewährleisten.
    Der ESM mit Sitz in Luxemburg trat 2012 in Kraft und unterstützt Euro-Staaten in finanziellen Notlagen. Es handelt sich um einen Fonds, aus dem klamme Staaten gegen strenge Auflagen Kredithilfen zu geringen Zinsen bekommen können.

    Der ESM verfügt über ein Stammkapital von rund 705 Milliarden Euro und kann Hilfskredite von maximal 500 Milliarden Euro vergeben. Mitglieder sind  die 19 Euro-Länder. Zentrales Organ des ESM ist der Gouverneursrat, der über die beantragten Finanzhilfen entscheidet.


    Die Finanzierungsanteile der Staaten ergeben sich aus dem Anteil am Kapital der Europäischen Zentralbank. Mit 27 Prozent ist der Anteil Deutschlands am höchsten, es folgen Frankreich, Italien und Spanien.

  • Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht die Zeit für weitere Verhandlungen abgelaufen.

    Irgendwann mal, hat Wolfgang Schäuble gesagt, isch over'

  • Erst seit wenigen Jahren nähern sich Griechenland und die Türkei auf diplomatischer Ebene wieder aneinander an. Mitten in der schweren Krise erfährt Athen nun Solidarität des einstigen Erzfeindes. "Wir wollen, dass Griechenland stark ist (...). Wir sind bereit, Griechenland zu helfen, um die Wirtschaftskrise zu überwinden, indem wir bei Tourismus, Energien und Handel kooperieren", sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu in einer Rede vor Abgeordneten seiner Partei.
  • Eine Beratung über den  neuen Vorschlag aus Athen könne stattfinden, aber nur unter einer Bedingung. "Das beste wäre, wenn Herr Tsipras das Referendum absagt", sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel am Rande einer SPD-Fraktionssitzung. Dann könne man auch recht schnell über den neuen Antrag sprechen.

  • Apropos Referendum ...



  • Sparen ja, aber bitte nicht bei der Rüstung. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt die griechische Regierung vor Kürzungen des Militärbudgets. Er erwarte, dass das Land auch weiterhin zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für Verteidigung ausgebe, sagt Stoltenberg gegenüber heute.de.
  • Die Euro-Finanzminister werden heute Abend nach Angaben von Insidern keine Mittel freigeben, damit Griechenland seine anstehende Tranche an den IWF begleichen kann. Das werde "auf keinen Fall" geschehen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Euro-Zone der Nachrichtenagentur Reuters.

    Griechenland müsste bis Mitternacht (MESZ) eine Tranche von 1,6 Milliarden Euro an den IWF überweisen. Die Regierung hat aber angekündigt, die Zahlung nicht zu leisten und würde damit ab Mittwoch in Zahlungsverzug bei dem Fonds sein.
  • Dunkle Wolken über Athen. Tausende demonstrieren vor dem Parlament für ein "Ja"  beim Referendum am Sonntag.


  • Angesichts der verfahrenen Lage im Schuldenstreit mit Griechenland übt die Opposition im Bundestag scharfe Kritik an der Bundesregierung. "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung so tut, als wenn die alleinige Schuld bei der griechischen Regierung liegt", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Vielmehr hätten beide Seiten "schwere Fehler im Verhandlungsgang gemacht".

    Linken-Fraktionsschef Gregor Gysi warf der Regierung vor, "keinen Kompromiss, sondern eine Unterwerfung" Griechenlands zu wollen. Sie würde damit ihrer Verantwortung nicht gerecht, ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum mit seinen unabsehbaren Folgen zu verhindern.
  • Am Mittwoch ab 13 Uhr wird die Bundesregierung im Bundestag ihre Sicht der Dinge kundtun. In der Debatte wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble das Scheitern der Verhandlungen am vergangenen Samstag begründen.
  • Wollen die Griechen den IWF jetzt doch auszahlen? Das berichtet die Bild"-Zeitung, ohne dabei allerdings eine Quelle zu nennen. Demnach wandelte die Rgeirung in Athen den Antrag, die etwa 1,6 Milliarden Euro überhaupt nicht zu zahlen, in eine Bitte um Verschiebung um.
  • In den Schuldenstreit kommt tatsächlich noch einmal Bewegung. Die Euro-Gruppe wird um 19 Uhr in einer Telefonkonferenz über den griechischen Vorschlag eines neuen Hilfsprogramms sprechen. Das gab der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, auf Twitter bekannt.


  • Sozusagen in letzter Minute wagt Griechenland einen neuen Vorstoß zur Beilegung des Schuldenstreits. Über einen Zeitraum von zwei Jahren will das klamme Land Gelder aus dem Rettungsfonds ESM anzapfen, erklärte das Büro von Ministerpräsident Tsipras. Damit solle der Finanzbedarf abgedeckt werden. Parallel dazu solle eine Umschuldung erfolgen. "Griechenland bleibt am Verhandlungstisch", hieß es. Ziel sei eine "tragfähige Lösung, um in der Euro-Zone zu bleiben".
  • Die Finanzminister der Eurostaaten haben ihre Beratungen über den neuen Vorstoß aus Griechenland begonnen. Dazu war kurzfristig eine Telefonkonferenz einberufen worden.
  • EU-Parlamentspräsident Martin Schulz:
    Herr Tsipras hat jetzt den Brief geschrieben, da steht drin, was er will. Es wäre jetzt gut, wenn er nachschiebt, was er zu geben bereit ist.
  • Was hat das jetzt zu bedeuten? EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigte beim Empfang der Auslandspresse in Brüssel am Dienstagabend an, er müsse "sofort" wieder an seinen "Schreibtisch zurück". Grund seien "wichtige Dinge, die sich in Athen ereignen".

    Auf diese seien die anwesenden Journalisten "wahrscheinlich nicht vorbereitet", sagte der Kommissionschef mysteriös.
    Sie würden "Ergebnisse produzieren, die nicht den Artikeln entsprechen, die Sie heute geschrieben haben." (Foto: dpa)



  • Die kurzfristig einberufene Telefonkonferenz der Eurogruppe ist beendet. Nach Angaben aus griechischen Regierungskreisen wollen die Finanzminister am Mittwochmorgen weiter über die griechischen Vorschläge beraten. Nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem werde Athen am Mittwoch neue Vorschläge unterbreiten.
  • Der finnische Finanzminister Alexander Stubb teilte derweil über Twitter mit, eine kurzfristige Verlängerung des griechischen Hilfsprogramms und ein Schuldenschnitt seien nicht möglich.


  • Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, über den neuen Vorstoß aus Athen zu beraten. "Bevor nicht ein Referendum - so wie es geplant ist - durchgeführt wird, werden wir über gar nichts neu verhandeln", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Wirtschaftsflügel der Unionsfraktion im Bundestag.

    Griechenland
    habe "die Entscheidung getroffen, dass heute um Mitternacht das zweite Hilfsprogramm ausläuft". Den neuen Vorstoß aus Athen bezeichnete Merkel als "noch nicht näher zu klassifizierende Angebote (...) auf Verhandlungen, die wir nicht spezifizieren können".


    Wie die dpa aus Regierungskreisen erfuhr, könne die Situation aber anders aussehen, wenn der griechische Premier Tsipras die Volksabstimmung noch absage. In diesem Fall könne unter Umständen auch früher beraten werden. (Foto: dpa)





  • Auf den letzten Drücker hat Griechenland um ein neues Hilfsprogramm gebeten. Aber wie sieht der Vorschlag aus Athen konkret aus? Das hat Ministerpräsident Tsipras an Eurogruppenchef Dijsselbloem geschrieben.

    29 Milliarden Euro hätte Griechenland gerne aus dem Euro-Hilfsfonds ESM. Der zweijährige Kredit
    solle ausschließlich zur Ablösung fälliger Schulden im Zeitraum 2015 bis 2017 verwendet werden, heißt es in dem Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der der dpa vorliegt.

    Neben der neuen Finanzhilfe bittet Ministerpräsident Tsipras darum, dass die bisherigen Schulden beim früheren Rettungsfonds EFSF restrukturiert werden. Diese Schulden sind in der Summe von 29 Milliarden Euro nicht enthalten, weil sie erst in späteren Jahren fällig werden. Ferner strebt Athen eine Brückenfinanzierung an: "Bis der Hilfskredit bewilligt und in Kraft ist, bittet Griechenland um eine Verlängerung des (bestehenden) Programms für einen kurzen Zeitraum, um sicherzustellen, dass keine technische Zahlungsunfähigkeit ausgelöst wird."

  • Griechenland ist bereit, das Referendum am Sonntag auszusetzen. Die Zeitung "Times of Malta" zitierte auf ihrer Internetseite den maltesischen Ministerpräsidenten Joseph Muscat mit den Worten, Athen habe angeboten, die Volksabstimmung abzusagen, wenn die Verhandlungen mit der EU fortgesetzt würden.

    Auch aus Euro-Zonen-Kreisen verlautete inzwischen, die Regierung in Athen habe angeboten, das Referendum abzusagen oder sich für ein "Ja" einzusetzen, wenn man sich auf neue Finanzhilfen verständigen könne.
    von Ingo Konrad, t-online.de bearbeitet von Ulrich Weih, Redakteur 6/30/2015 9:03:09 PM
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