Geldanlage und Vermögensaufbau mit Dirk Müller
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Geldanlage und Vermögensaufbau mit Dirk Müller

Die Spar-Zinsen befinden sich weiterhin auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten. Ersparnisse auf Sparbüchern und Tagesgeld-Konten schrumpfen real, da die Verbraucherpreise stärker steigen als die Zinssätze. Wo lassen sich bessere Anlagemöglichkeiten für Sparer finden? Was taugen jetzt noch festverzinsliche Wertpapiere? Sind Anlagen in Sachwerten eine erfolgversprechende Alternative? Wie lassen sich Risiken an der Börse minimieren? Im Chat von t-online.de beantwortete Börsenkenner, Bestseller-Autor und TV-Experte Dirk Müller - bekannt auch als "Mr. Dax" - Ihre Fragen.

  • Der Experten-Chat zu Geldanlagen ist nun beendet. 

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dirk Müller für die sehr nützlichen Antworten und natürlich auch bei allen Usern, die fleißig Fragen zu Geldanlagen stellten. Die Antworten können Sie nun von neu bis "alt" noch nachlesen. 
    Das Thema ist so spannend und betrifft so viele Sparer, dass wir die Aktion sicher wiederholen - zumal viele Fragen zeigten, dass offenbar noch großer Aufklärungsbedarf zu einzelnen Geldanlagen besteht. 


  • Dirk Müller, Jahrgang 1968, ist Finanzexperte, Bestseller-Autor, Politikberater, Vortragsredner und Gründer des Finanzinformations-Portals Cashkurs.
    Er gilt als "Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse".
     
    Sein Weg an der Börse begann 1992, heute zählt er zu den bekanntesten Gesichtern des Börsenparketts. Von den Medien wird er auch gerne "Mr. Dax" genannt. 
    Seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte mit spielender Leichtigkeit auf das Wesentliche zusammenzufassen und für die Allgemeinheit verständlich zu erläutern, zeichnet ihn aus. Hierbei ist ihm vor allem an der Vermittlung von unabhängigen, ehrlichen Hintergrundinformationen gelegen. 

    Dirk Müller setzt sich für die Förderung der Aktienkultur in Deutschland ein und unterstützt diese seit ein paar Wochen mit einem eigenen Fonds zum Vermögensaufbau (Dirk Müller Premium Aktien).
  • O.K., ich denke, das war's. Herzlichen Dank für Ihr Interesse - es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Vielleicht bis bald. Auf Wiedersehen!
    von Dirk Müller bearbeitet von Martin Mrowka 5/5/2015 12:32:11 PM
  • Die nächste Frage kommt von Student:
    Kann man auf der Börse Geld "verdienen" - mit einem Startkapital von 100 Euro?Studentum 12:17

    Wenn Sie das als monatliche Summe regelmäßig in einen Aktienfonds-Sparplan investieren, kann das langfristig eine sehr lukrative Investition sein. 
    von Dirk Müller bearbeitet von Martin Mrowka 5/5/2015 12:31:49 PM
  • Superbörsi hat einen Supernamen... - hier seine Frage:
    Welchen Mindestbetrag sollte man investieren, z.B. in Anleihen?superbörsium 12:11

    Das ist immer abhängig von Ihrer persönlichen Situation. Grundsätzlich sollten nicht alle Gelder in eine Anlageart fließen. Auch kleinere Beträge kann man auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen verteilen. Wichtig ist jedoch eine regelmäßige monatliche Einzahlung. Das geht oft schon ab 25 Euro. Die kleinen Beträge summieren sich im Laufe der Jahre zu ansehnlichen Summen.
    von Dirk Müller bearbeitet von Martin Mrowka 5/5/2015 11:15:22 AM
  • von Daniel Reviol bearbeitet von Martin Mrowka 5/5/2015 11:14:49 AM
  • Klaus schreibt:

    Das Hamburger Finanzhaus HSH bietet Beteiligungen an einer Bestandsimmobilie an und zahlt 4,5% Zinsen, Laufzeit 5 Jahre. Ist das eine gute Alternative und wie sicher ist das?Klausum 12:47

    Ich kenne das Produkt leider nicht. Auch hier gilt: Die wichtigen Details stecken oft im Kleingedruckten. Empfehle Ihnen dringend, in solchen Fällen eine zweite Meinung z.B. von einer Verbraucherzentrale einzuholen.
  • Hier haben wir noch eine Frage von dasinger:

    Ich bin Kleinaktionär, wenn man das so nennen darf. Ich habe Aktiensparpläne mit Apple und ETF monatlich 25 Euro, mehrere Immobilienaktien, einige Intesa und Nordex, einen Fondsparer BNY. Ist das aus Ihrer Sicht eine gute Streuung oder kann ich noch anderes investieren. Ich schaue z.B nach China. Hier Automobil und Computer. Geht da was?dasingerum 12:45

    Eine Streuung ist grundsätzlich sinnvoll. Das jetzt im Detail hier auseinanderzunehmen, dafür bräuchte ich zu den Fonds und ETF mehr Details. Bedenken Sie jedoch: Nicht alles auf Aktien long-only zu setzen. Denken Sie auch über Absicherungsmöglichkeiten nach.
  • Nochmal was zur allgemeinen Geldanlage von Bernd:

    Wir haben 50.000 € frei. Wie kann ich das Geld mehren? Bin bis jetzt immer von Tagesgeldkonto zu Tagesgeldkonto gehüpft. (oder ein Jahr Festgeld) Den Bankberatern traue ich nicht. Denen ist es sch***egal, ob mein hart verdientes Geld verreckt oder nicht. Würde es gern mal mit Aktien versuchen. Was soll ich machen ohne Kenntnisse und ohne Vertrauen in die Bankberater?Berndum 30. April 17:23

    Ich halte die Anlage in Aktien für eine der besten Anlageformen, wenn man bereit ist das Geld über einen längeren Zeitraum (mindestens 5 bis 10 Jahre) anzulegen und mit gewissen Schwankungen leben kann. Man sollte wegen der Risikostreuung in mindestens 20 bis 40 Aktien investieren, was dem Einzelnen kaum möglich ist. Daher ist ein guter gemanagter Aktienfonds eine sehr gute Alternative. Hier muss man sich jedoch auch ein wenig orientieren, da es zahllose Unterschiede gibt. Ich habe selbst einen solchen Fonds aufgelegt um zu zeigen, wie ich persönlich ihn mir als Anleger idealerweise vorstelle und in dem ich mein eigenes Geld anlege. Vielleicht schauen Sie sich das einmal exemplarisch an (www.dirk-mueller-fonds.de), auf was ich hier Wert lege und dann suchen Sie sich einen Fonds, der zu IHREN Vorstellungen und Bedürfnissen passt, das muss nicht zwingend der meine sein, jeder Anleger ist anders.
  • Hier noch eine Nachfrage von MC:

    Sie haben von einer Absicherung eines Depots nach unten durch Optionsscheine gesprochen. Ist das nicht risikoreich und wenn ja , wie geht das?MCum 12:49

    Eine genauere Erklärung würde hier den Rahmen sprengen. Oft werden Optionen zum Zocken missbraucht (auch die Optionsscheine). Der ursprüngliche Gedanke war jedoch eine Versicherung gegen Verluste. Auf Cashkurs.com haben wir dazu einige Information und mehrere Webinare hinterlegt.
    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 11:03:39 AM
  • Thomas S. fragt zum Anlagemix:
    Sehr geehrter Herr Müller, ich wollte fragen ob es zur Zeit sinnvoll wäre, einen Mix aus Anleihen und Aktien zu kaufen. Da beides zum Teil recht hoch bewertet wird. Bei Anleihen schaue ich eher auf die zweite Reihe, wo es noch 4-6 % gibt (Laufzeit 2-3 Jahre), bzw. auf Anleihen mit einer Laufzeit von 20 Jahren und mehr von großen Unternehmen. Mal abgesehen davon, dass die Pleite gehen können oder die Zinsen in den nächsten Jahren vielleicht stark steigen, kann man da doch nicht viel falsch machen, oder?
    Haben Sie bei Aktien einen Sektor oder eine Region, die Sie zur Zeit den anderen vorziehen würden? Oder sollte man erst eine Korrektur abwarten.
    Und meine letzte Frage wäre noch Gold oder Silber: Was ist besser?Thomas S.um 30. April 17:40

    Ich  bin bei Anleihen derzeit sehr zurückhaltend. Zins ohne Risiko gibt es faktisch nicht mehr. Schon kleine Zinsvorteile gehen derzeit mit einem extrem erhöhten Risiko einher. Das gilt ganz besonders für sogenannte Mittelstandsanleihen von mittelständischen Firmen. Heute eine Anleihe mit Magerzinsen auf 20 Jahre Laufzeit zu machen, halte ich für extrem riskant. Was, wenn aufgrund einer steigenden Inflation in 5 oder 10 Jahren die Zinsen massiv ansteigen. Sie haben dann keine Chance zu reagieren, die Inflation frisst Ihr Vermögen und sie bekommen keinen adäquaten Zinsausgleich dafür.

    Wenn überhaupt Geldwerte, dann nur sehr kurzlaufende Anlagen (Tagesgeld), um sich schnell an sich verändernde Märkte anpassen zu können.

    Sich mit Aktien an guten Unternehmen zu beteiligen ist zu allen Zeiten sinnvoll. In riskanten Zeiten wie aktuell macht es zusätzlich Sinn, das Depot gegen Kurseinbrüche mittels Optionen/Optionsscheinen abzusichern. Hier muss man sich einarbeiten oder einen Profi (Fonds) beauftragen.

    Die Investitionen in meinem Aktienfonds konzentrieren sich aktuell auf Nordamerika und Europa. Schwerpunkt ist derzeit Technologie und Gesundheit. Aber auch wir sichern aktuell gegen mögliche  Kursverwerfungen ab.

    Silber ist der kleine Bruder des Goldes. Eine gute Mischung physischer, realer Edelmetalle kann sinnvoll sein. Aufgrund der deutlich höheren Schwankungsfreude des Silbers sollte der Schwerpunkt klar auf Gold (klassische Münzen) liegen.
  • Hier ist eine Frage von Otto - die ich etwas geraderücken muss:
    Viele glauben: Aktien sind riskant, Sachwerte dagegen sichere Geldanlagen. Wie riskant sind reale Werte wirklich? Wenn ich mir die Entwicklung der Börsen anschaue, dann sind Geldwerte doch viel renditestärker.Ottoum 12:39

    Aktien gehören zu den Sachwerten! Ich beteilige mich idealerweise an einem guten Unternehmen. Zu den Geldwerten gehören z.B. auch spanische Staatsanleihen sowie Festgelder der Kaupthing Bank. Wie sicher diese im Zweifelsfalle sind, haben wir gesehen. Unternehmen wie Colgate-Palmolive hingegen existieren seit mehr als 100 Jahren und haben dabei Weltkriege, Währungs-Zusammenbrüche und Hyperinflation überlebt. Mit Schwankungen wird man – wie in allen Lebensbereichen – leben müssen.
    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 10:58:25 AM
  • Die Zeit unseres Expertenchats läuft langsam ab. Stellen Sie schnell noch Ihre letzten Fragen!
  • Machen wir mal mit einer Fonds-Frage weiter. Diese hier kommt von Shaun:
    Aussteigen aus Fonds und 2015 abwarten? Jetzt könnte ich mit Gewinnen aussteigen und das Chaos Herbst in 2015 aussitzen, damit ich, wenn die Preise unten sind bzw. um ca. 30-50% korrigiert sind, wieder einsteigen könnte.Shaunum 30. April 12:43

    Das Problem ist: Niemand kann wissen, ob es wirklich zu einem solchen Rückgang kommt. Vielleicht ja, vielleicht nein und die Märkte steigen weitere 30%. Daher ist meine Strategie: In guten Unternehmen investiert zu bleiben und das Depot mit Optionen/Optionsscheinen gegen mögliche Kurseinbrüche abzusichern. So bin ich weiterhin nach oben dabei, wenn es weiterlaufen sollte, bin aber auch nach unten abgesichert, wenn die Korrektur kommen sollte.
  • Jetzt wird's wieder etwas spezieller. Konrad hat geschrieben:
    Hallo Herr Müller, halten Sie den Handel mit binären Optionen für eine seriöse, kurzfristig, risikoreiche Investitionsmöglichkeit oder eher eine benachteiligte Wette gegen einen Broker?
    Konradum 12:35

    Auch das hat nichts mit seriöser Geldanlage zu tun. Das sind einfach Wetten auf Was-auch-immer. Rot oder Schwarz macht in der Spielbank mehr Spaß. 
  • Noch mal was Richtung Landwirtschaft von Poldi:

    Mein Vater will in Weinberge investieren. Was halten Sie davon?Poldium 12:35

    Großartige Idee!  Voraussetzung ist allerdings, Ihr Vater kennt sich gut aus oder ist bereit, sich entsprechend einzuarbeiten. Man sollte grundsätzlich nur in das investieren, was man wirklich versteht. Das kann dann auch lukrativ sein. Im Zweifel kann man seine Rendite auch trinken.
  • Rene fragt zu CfDs (Contracts for Difference):

    CFD: Auf welchen Hebel sollte man setzen? Und auf welchen Anbieter könnte man setzen?Reneum 12:26

    Und:

    Geht CFD auch ohne ausreichend Cash?Reneum 12:28

    Lassen Sie die Finger davon! CFDs sind hochgehebelte Wetten, bei denen Sie unter Umständen Haus und Hof verlieren können. Der einzige, der beim CFD-Handel wirklich gewinnt, ist wie in der Spielbank das anbietende Haus. Ein großer Teil der CFD-Spekulanten verliert im Laufe einiger Monate das gesamte eingesetzte Kapital. Das hat nichts mit seriöser Anlage zu tun. Gehen Sie stattdessen lieber in eine Spielbank. Dort haben Sie wenigstens einen schönen Abend.

  • Ein interessante Frage von Joachim:
    Wie ist Ihre Meinung zum Ankauf landwirtschaftlicher Nutzfläche in Deutschland?Joachimum 30. April 17:32

    Wenn Sie aus dem Metier kommen und sich auskennen kann das interessant sein. Als Laie begibt man sich hier auf ein – im wahrsten Sinne – unbekanntes Feld, in dem es vieles zu beachten gibt, wie Ertragskraft des Bodens, Zusammensetzung, Fruchtbarkeit, Verkehrsanbindung, Zugang zu Bewässerungssystemen, Struktur der umliegenden Landwirtschaftsbetrieb etc. Ich würde mir das ad hoc nicht zutrauen.
  • Jetzt die Frage von Uli T.:
    Wir sind seit Mitte April 2015 mit Einmalanlagen in ETFs investiert, die sich auf den globalen Aktienmarkt aber auch den europäischen Aktienmarkt beziehen. Unsere Grundüberlegung dabei war, dass die Märkte langfristig steigen und wir damit einigermaßen breit diversifiziert sein sollten. Auf die getätigten Anlagen müssen wir kurzfristig auch nicht zurückgreifen. Entspricht es auch Ihrer Meinung, ob die Überlegung, dass die genannten Märkte langfristig steigen werden und damit - wenn man warten kann - auch Rendite abgeworfen werden, so richtig ist?Uli T.um 12:22

    Bei ETFs muss genau unterschieden werden, ob es ein ETF ist, der wirklich Aktien kauft (voll replizierend), oder die Kursentwicklung der Märkte nur durch den Abschluss von Wetten darstellt (Swap-basiert). Grundsätzlich muss Ihnen klar sein, dass ein ETF die Bewegung des zugrundeliegenden Index 1:1 nachvollzieht. Das bedeutet, dass Sie auch bei einem Kurseinbruch von 30 oder 40 Prozent 1:1 mit dabei sind. Ein guter, aktiv gemanagter Fonds hat hier mehr Möglichkeiten, Absicherungen vorzunehmen oder den Aktienanteil zu reduzieren, und muss somit einen möglichen Kurseinbruch nicht voll mitgehen. Ein Anstieg auf ein Ursprungsniveau nach einem Crash kann sich über mehrere Jahre hinziehen.
    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 10:39:54 AM
  • Peter arbeitet im Ausland und fragt:

    Hallo, Ich arbeite in Saudi Arabien und become mein Gehalt in SAR ausgezahlt. Ich moechte mein Geld in eine andere Waehrung evtl. Dollar oder in Gold anlagen. Ich moechte keine Anlage bei einer Bank. Was raten Sie mir? Wechsel ich mein Geld in eine andere Waehrung um? Viele Gruesse aus RiyadhPeterum 30. April 17:31

    Zunächst macht es Sinn, in der Währung investiert zu sein, in der man auch seine Rechnungen bezahlt. Darüber hinaus teile ich Ihren Gedanken, einen Teil in eine andere Währung nämlich die ewige Währung "Gold" zu diversifizieren. Hiermit meine ich physisches Gold (Münzen). Gold ist nichts anderes als eine Währung, mit dem Unterschied, dass diese Währung seit Jahrtausenden rund um den Globus universell gültig ist. So konnten und werden Sie auch künftig diese "Ur-Währung" immer in jene künftige Währungen umwechseln können, die sie jeweils benötigen um ihre Rechnungen zu bezahlen, egal in welchem Land sie eines Tages leben werden, oder welche regionale Währung dort gerade gilt. Auch die Währung Gold unterliegt Wechselkursschwankungen, aber sie ist noch nie wertlos geworden. Welche Währung kann das nach 5000 Jahren von sich behaupten?
  • Hier die erste Frage von Gazeg5:

    Hallo Herr Müller, wie denken Sie wird sich der Dax in der nächsten Monaten verhalten? Einige Analysten sehen einen Anstieg bis 14000 um Ende Juli, andere meinen die Hausse ist vorbei und die Bären haben bald Oberwasser. Oder haben wir gar keine Blase und die Märkte steigen weiter? Was erwarten Sie?
    Und meine letzte Frage: Wie kann ich in einer Baisse mein Vermögen schützen oder sogar vermehren? Short-ETFs, Optionsscheine oder empfehlen Sie nur die Seitenlinie?Gazeg5um 30. April 17:44



    Diese Märkte sind derzeit unkalkulierbar. Es gibt ebenso gute Gründe für weiter steigende Kurse, wie es sie für einen Kurseinbruch gibt. Egal auf welche Seite sie wetten, kann das schiefgehen. Daher wähle ich für mich und meine Anlagen in Fonds eine Strategie, bei der es keine Rolle spielt, in welche Richtung die Zukunft ausschlägt. Daher ist meine Strategie: In guten Unternehmen investiert zu bleiben und das Depot mit Optionen/Optionsscheinen gegen mögliche Kurseinbrüche abzusichern. So bin ich weiterhin nach oben dabei, wenn es weiterlaufen sollte, bin aber auch nach unten abgesichert, wenn die Korrektur kommen sollte.




    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 10:33:50 AM
  • Ilse schreibt:
    Hallo Herr Müller, ich wollte mal fragen, ob Sie mir eine Aktie oder mehrere empfehlen können?Ilseum 12:19

    Ich werde an dieser Stelle keine Einzelaktien empfehlen. Ich rate grundsätzlich zu einer breiten Streuung im Depot. 20 bis 30 Aktien wären ideal, sind aber für den Einzelnen kaum zu machen. Deshalb ist die Investition im Rahmen einer Gemeinschaft - z.B. in einem Fonds - oftmals die bessere, einfachere Variante. Auch die beste Aktie kann manchmal unter die Räder kommen. Ist diese aber nur eine unter 30, tut das im Gesamtdepot nicht weh.
  • So, gleich weiter mit Timmick:

    Was bedeuten die Turbulenzen an den Finanzmärkten (z.B. Euro-Krise) für die Fondssparpläne? Ich habe einen und zahle 25 Euro im Monat, reicht das?Timmickum 12:15

    Turbulenzen an den Aktienmärkten betreffen selbstverständlich auch die Kurse von Aktienfonds. Stark fallende Kurse haben auch negative Auswirkungen auf Aktienfonds. Es gibt aber auch Fonds, die solchen Entwicklungen durch Absicherungsgeschäfte entgegenwirken.
     

    Grundsätzlich ist es aber ratsam, gerade in Zeiten fallender Kurse den Fonds weiter zu besparen, da das die Zeiten sind, in denen man Aktien günstig erwerben kann, um später von wieder steigenden Kursen zu profitieren.
  • Machen wir mal weiter mit der Frage von J. Barran:

    Ich habe 1996 eine relativ hohe Lebensversicherung und Rentenversicherung abgeschlossen. Der Garantiezins ist also noch hoch. Durch die Reduzierung der Überschussanteile befürchte ich Verluste, und ist die Ergo in der Lage 2027 ca. € 800.000,- auszubezahlen? Durch die ständigen Zinsverluste der Versicherer verliere ich etwas in die Liquidität in 12 Jahren. Macht es Sinn diese Versicherung stillzulegen und das monatliche Geld in Höhe von ca. € 1600 in andere Anlageformen zu investieren? Ich bin kein risikofreudiger Anleger.J. Barranum 30. April 17:34

    Ich darf Ihnen aus juristischen Gründen (die zum Anlegerschutz auch durchaus sinnvoll sind) hier keinen expliziten persönlichen Rat geben, der wäre unseriös, wenn ich nicht ihre gesamten finanziellen Lebensumstände kennen würde. Ich empfehle Ihnen dringend (auch, da es sich offenkundig um größere Summen handelt) einen Honorarberater oder die Verbraucherzentrale aufzusuchen und sich eine individuelle Beratung geben zu lassen. Da spielen auch wichtige Fragen eine Rolle, welche Garantieverzinsung ihre Altverträge noch beinhalten, ob noch andere Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeit) damit gekoppelt sind und so weiter. Hier ist eine umfängliche Sichtung ihres persönlichen Falles durch UNABHÄNGIGE Experten sehr zu empfehlen. Reine Honorarberater oder auch die Verbraucherzentralen sind hier die ersten Anlaufstellen.
  • Weiter mit Beachy:

    Habe soeben von meiner Sparkasse ein sagenhaftes Angebot bekommen: Ein Jahr lang bis zu € 250,- monatlich in einen DEKA-Sparplan einzahlen und nach 12 Monaten bis zu € 250,- (identisch mit der monatlichen Sparrate) Prämie bekommen. Das entspricht einer Rendite von über 8%. Sehen Sie da irgendeinen Haken?Beachyum 12:08

    Da müsste man mehr Details wissen, das kann ich aus der Ferne leider nicht beantworten. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, vor Unterschrift eine zweite Meinung – beispielsweise von einer Verbraucherzentrale – einzuholen. Manchmal liegt die Krux im Detail.
  • Jetzt die Frage von Siegfried:

    Ich bin fast 80 und habe seit vielen Jahren auch Rentenfonds, Geldmarktfonds und Kurzläufer-Anleihen. Soll ich die weiter halten oder wären jetzt andere Papiere sinnvoller bzw. sicherer? Staatsanleihen gingen zuletzt ja runter.Siegfriedum 8:20

    In dem Alter würde ich keine langfristigen Anlagen wie Aktien oder Aktienfonds mehr empfehlen, es sei denn, ich möchte es für Kinder oder Enkelkinder anlegen. Mein Rat: Geben Sie möglichst viel Geld jetzt aus. Genießen Sie Ihr Leben, zahlen Sie ins Sparbuch der Erinnerungen ein. Grundsätzlich ansonsten vor allem kurzlaufende Anlagen bevorzugen.
  • Die nächste Frage ist von Ralf Sielemann:
    ich möchte für meine Mutter die Kosten für ein Pflegeheim mit möglichen Zinserträgen erträglicher gestalten. Es stehen ca 120 T€ wegen Verkauf Ihres Eigenheimes zur Verfügung. Welche Anlagemöglichkeit empfehlen Sie.Ralf Sielemannum 30. April 17:42

    Hier würde ich keinerlei Risiken eingehen, da die Versorgung Ihrer Mutter von diesem Geld abhängt, wenn ich Sie hier richtig verstehe. Ich empfehle Ihnen, für Ihren speziellen Fall einen Honorarberater aufzusuchen, der Sie individuell berät, ohne Ihnen ein Produkt zu verkaufen. Meiden Sie hier Risiken, das beinhaltet unter Umständen auch eine gewisse Streuung der Geldanlage auf mehrere Institute.
  • Eine Frage zum Zinsniveau von Opafor2kids:
    Wann werden die Zinsen wieder steigen oder wenigstens beginnen zu steigen?Opafor2kidsum 30. April 17:49

    Ich befürchte, dass wir – so lange die Schulden im Finanzsystem das heutige Niveau haben – keine wesentlichen Realzinserhöhungen erleben werden. Wenn es Zinserhöhungen gibt, dann nur im Zusammenspiel mit einer entsprechend hohen Inflation. Echte Realzinserhöhungen kann sich kein Staat und keine Volkswirtschaft derzeit mehr leisten.
  • Kalunga fragt, ob er in Rohstoffe investieren soll:
    Habe im wesentlichen DAX Aktien und Weltfonds-Anteile (zu gleichen Anteilen). Überlege aber die DAX-Aktien in Richtung Gold und Erdöl umzuschichten, da m.E. Öl und auch Gold mittelfristig steigen wird. Ist die Überlegung ok?Kalungaum 30. April 17:46

    Ein wenig (10-20% des liquiden Anlagevermögens) in physischem Gold/Silber (echte Münzen und Barren) zu halten, ist aus meiner Sicht immer richtig und gilt für alle Zeiten. Etwas im Besitz zu wissen, was man mitnehmen kann und nie wertlos wird, ist ein gutes Ruhekissen. Die Erdölspekulation sollten Sie den Profis überlassen - und die verbrennen sich daran nur allzuoft die Finger. Das ist kaum kalkulierbar. Dazu bleibe ich in guten Unternehmen investiert und sichere mein Depot gegen Kurseinbrüche ab. So ist man für jede Entwicklung gerüstet.
  • Weiter mit der Frage von Conny S.:
    Ich habe mein Geld auf einem Tagesgeldkonto leider gibt es auch hier zu wenig Zinsen. Wie könnte ich das besser anlegen ohne zu hohes Risiko. Gibt es Anlage-Möglichkeiten Laufzeit 5 - 7 Jahre und nicht zu hohes Risiko? Da ich danach mein Haus damit tilgen möchte und die Zinsfestschreibung in dem Zeitraum ausläuft.Conny S.um 30. April 17:36

    Eine risikolose Geldanlage mit auch nur nennenswerten Zinsen gibt es derzeit nicht.  Vielleicht haben Sie die Möglichkeit die Tilgung des Kredites vorzuziehen? Das sollten Sie mit Ihrer Bank und einem Honorarberater durchsprechen. Die ersparten Zinsen sind oft die beste Geldanlage, da man darauf auch keine Steuern bezahlt.
    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 9:58:41 AM
  • Hallo!

    Ich bin jetzt auch da und schaue mir Ihre Fragen an. Gleich geht's los.
    von Dirk Müller bearbeitet von Daniel Reviol 5/5/2015 9:58:33 AM
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